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Städtetrips

DELMENHORST

(77.500 Einwohner, 7 m ü. NHN) ist eine kreisfreie Stadt im Oldenburger Land in Niedersachsen. Sie gehört zur Metropolregion Nordwest und zum Kommunalverbund Niedersachsen/Bremen. Um 1234 erwarb der Oldenburger Graf Otto I. einen Horsthof an der Delme, der den Namen „de Horst“ trug. Dieser Horsthof, der voraussichtlich um 1247 Standort der Burg Delmenhorst wurde, gilt als Keimzelle der Stadt. Der Name Delmenhorst wird erstmalig in einer Urkunde von 1254 erwähnt. Graf Otto II. (1278 bis 1303), Begründer der älteren Linie Delmenhorst, machte die Burg zu seiner Residenz und liess sich von der Oldenburger Sippschaft die Regentschaft in der sogenannten „Herrschaft Delmenhorst“ zusichern. Während der Regentschaft dieser älteren Linie wurde am 15. Juni 1371 den Bewohnern des Ortes Delmenhorst das Stadtrecht nach Bremer Recht verliehen. Mit der Einweihung der Eisenbahnstrecke zwischen Bremen und Oldenburg begann 1867 für Delmenhorst eine Zeit der rasanten Veränderungen: Die Lage direkt an der Bahnlinie machte die Stadt attraktiv für die Industrie. Da Bremen bis 1888 nicht zum deutschen Zollbund gehörte, mussten auf in Bremen gefertigte Waren Zollabgaben geleistet werden. Die Bremer Kaufleute verlegten deshalb ihre industriellen Unternehmen in das Umland. In den folgenden Jahren änderte sich auch das Bild der Innenstadt. Unter der Regie von Bürgermeister Erich Koch-Weser, der von 1901 bis 1909 im Amt war, wurden ein Wasserwerk, eine Gasanstalt und ein städtisches Elektrizitätswerk gebaut. Koch-Weser initiierte auch den Bau des Delmenhorster Wasserturms, der 1910 fertig gestellt und schnell zum Wahrzeichen der Stadt wurde, sowie den bis 1920 andauernden Bau der vom Bremer Architekten Heinz Stoffregen gestalteten Rathausanlage und der Markthalle. Zudem wurden im Jahr 1906 die Graftanlagen neu gestaltet. Diese Vorhaben prägen bis heute das Bild der Delmenhorster Innenstadt. Die Nachkriegszeit brachte Delmenhorst den nächsten Wachstumsschub. Über 15.000 Flüchtlinge und Vertriebene wurden an der Delme aufgenommen. Nach der Währungsreform im Jahre 1948 stieg auch die Zahl der Beschäftigten wieder rapide an. Dieses lag in erster Linie an der wiedererstarkten Industrie, die vor allem in den Bereichen Metall, Wolle, Textil, Lebensmittel und Linoleum einen internationalen Bekanntheitsgrad erlangte. Nicht nur die Bevölkerung vermehrte sich, auch das Stadtgebiet wuchs an. Im Zuge der Gemeindereform wurde Hasbergen 1974 ein Ortsteil von Delmenhorst. Die Stadt hat eine schöne, sehr ausgedehnte, nicht hektische und so sehr angenehme Fussgängerzone. Hier findet man allerhand Geschäfte, die man hier so gar nicht vermutet hätte. Sie lädt also wirklich ein zu einem schönen Shopping-Tag. Dazu gibt es natürlich alle bekannten Fast-Food Möglichkeiten, auch hier hat man eher die Qual der Wahl. Entspannen kann man sich in Cafés und Restaurants, die alles bekannte anbieten. Man kann leider nur selten gemütlich auf der Strasse sitzen. Aber einkaufen macht hier Spass, auch wenn die Auswahl nicht so gross ist, wie in einer Grossstadt. Für den Reisenden bietet die Fussgängerzone eine schöne Abwechselung. Man kann sich hier sehr gut aufhalten und einfach nur bummeln.

Nördlich der Bahnlinie Oldenburg-Bremen befindet sich in zentraler Lage Delmenhorsts mit dem Nordwolle-Areal eines der grössten Industriedenkmale Europas…Wasserturm:

Fabrik- und Stadtmuseum:

Fabrikantenvilla Lahusen:

Stadtkirche Zur Heiligen Dreifaltigkeit:

Rathaus:

Markthalle:

Modell der Rathausanlage auf dem Rathausplatz:

Delme am Mühlendamm:

Westdelme am Rathausplatz:

Wasserturm:

Amtsgericht:

Restaurant Graft-Werk vor den Toren der Graftanlagen:

Altes Wasserwerk:

Die Lange Strasse ist die 900 Meter lange Haupteinkaufsstrasse:

Katholische Pfarrkirche St. Marien:

Fernmelde Typenturm in der Ludwig-Kaufmann-Strasse:

Bahnhof:

Alle Aufnahmen entstanden während eines Kurzbesuches am 22.07.2022.

BREMERHAVEN

(113.200 Einwohner, 2 m ü. NHN) ist eine kreisfreie Stadt am Westrand des Elbe-Weser-Dreiecks, das in die Nordsee übergeht. Als Exklave gehört sie zum Land Freie Hansestadt Bremen. Die Großstadt ist Teil der Metropolregion Nordwest. Landseitig umschlossen ist sie vom Landkreis Cuxhaven, für den sie das Oberzentrum darstellt. Die älteste schriftliche Quelle zur Besiedelung des Gebietes, auf dem sich heute Bremerhaven ausbreitet, berichtet 1139 von den Vorgängersiedlungen Geestendorf und Wulsdorf. Lehe, heute zum Bremerhavener Stadtbezirk Nord gehörend, wurde erstmals 1275 urkundlich erwähnt. Im Mittelalter standen Geestendorf, Lehe und Wulsdorf recht lange Zeit im Focus des Erzbistums sowie der Stadt Bremen. Lehe war es dabei mehrfach gelungen, die eigenen Rechte durch Schutzverträge mit dem Bremer Rat zu gewährleisten. Doch im 17. Jahrhundert fielen die Geestesiedlungen gemeinsam mit dem ganzen Erzbistum Bremen unter schwedische Oberherrschaft, kamen aber 1719 nach einer kurzen dänischen Besetzung zum Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg. Von dem 1852 eröffneten Neuen Hafen aus waren bis 1890 etwa 1,2 Millionen Menschen in die USA ausgewandert. Neben dem Neuen Hafen waren der Alte Hafen, die Kaiserhäfen und die Columbuskaje Ausgangshäfen für insgesamt 7,2 Millionen Auswanderer, die von Bremerhaven aus in die USA ausgewandert waren. Aufgrund des eigenen unzureichenden Vorhafens Vegesack musste die Freie Hansestadt Bremen dem Königreich Hannover im Jahre 1827 ein Gelände im Norden der Geestemündung abkaufen, um dort einen Seehafen einrichten zu können. Dem 1830 fertiggestellten Alten Hafen folgte schon 1837 eine Interims-Gemeindeordnung für das noch kleine Bremerhaven. Im Süden Bremerhavens, das 1851 Stadtrechte erhalten sollte, liess das Königreich Hannover im Jahre 1845 ebenfalls einen Hafen anlegen, als Konkurrenz zu Bremerhaven natürlich. Dieser neue Hafen und die Gemeinden darum wurden 1847 Geestemünde genannt. Im Jahre 1924 schliesslich wurden die nachbarschaftlich gelegenen (damals preussischen) Mittelstädte Lehe und Geestemünde zu einer gemeinsamen Stadt vereinigt. In dieses Wesermünde wurde am 1. November 1939 auch Bremerhaven eingemeindet. Durch die auf über 100.000 Menschen angestiegene Einwohnerzahl wurde Wesermünde praktisch über Nacht zur Grossstadt. Im Jahre 1947 wurde Wesermünde umbenannt in Bremerhaven und ist seither Bestandteil des deutschen Bundeslandes Bremen. Sie diente in den kommenden Jahren als Nachschubhafen für die US-amerikanische Militärregierung. Ein für die deutsche Jugend erfreuliches Ereignis fand im Jahre 1958 in Bremerhaven statt, als Tausende von deutschen Fans den US-Truppentransporter General G. M. Randall begrüssen durften.  An Bord war kein geringerer als Elvis Presley, der in Deutschland seinen Armeedienst abzuleisten hatte. Die Wirtschaft Bremerhavens ist eng mit dem Hafen verbunden. 1895 bestand die Geestemünder Hochseeflotte aus 28 Schiffen. Geestemünde baute zwischen 1891 und 1896 den tideabhängigen, schleusenfreien Fischereihafen I aus und vergrösserte bis 1914 seine Fischereiflotte auf 93 Fischdampfer. In den 1930er Jahren erreichte die Flotte mit 215 Schiffen und 7000 beschäftigten Menschen in 21 Hochseefischereireedereien einen vorübergehenden Höhepunkt. Bis 1960 entstand hier der grösste Fischereihafen Europas. Durch die Erweiterungen der Fischereizonen Islands und Norwegens auf 200 Seemeilen gingen bis 1984 die wichtigsten Fischgründe und mehr als 2000 Arbeitsplätze in der Hochseefischerei und etwa 4000 Arbeitsplätze im Fisch verarbeitenden Gewerbe verloren. In Bremerhaven gibt es jetzt nur noch drei Fischereischiffe. Mit einem Gesamtumschlag von über zwei Millionen Fahrzeugen 2011 ist Bremerhaven der führende Auto-Umschlagplatz in Deutschland. Die meisten der für den deutschen Markt bestimmten Import-Fahrzeuge gelangen über Bremerhaven nach Deutschland. 2014 wurden 2,3 Mio. Fahrzeuge umgeschlagen.

Hauptbahnhof Bremerhaven:

Fernmeldeturm Geestemünde:

Katholische Pfarrkirche Heiligstes Herz Jesu:

Wasserturm am Geestemünder Neumarkt:

Haus des Handwerks:

Richtfunkturm Bremerhaven:

Geeste Nord- und Südmolenfeuer:

Klappbrücken der Fischereihafen-Doppelschleuse:

Ober- und Unterfeuer Bremerhaven Geestemünde:

Columbus-Center:

Denkmal Eimerkettenbagger – der obere Umlauf der Eimerkette das 1914 gebauten Bagger I, der bis 1980 die Häfen der Seestadt vom Schlick befreite:

Kennedybrücke:

Alte Geestebrücke:

Historisches Museum Bremerhaven:

Forschungs- Gebäude und Bürokomplex „Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI)“ an der Strasse Am Alten Hafen im Ortsteil Mitte-Süd:

Dampf-Rangier-Kran:

Elektrischer Halbportalkran:

Havenbrücke:

Klappbrücken zwischen Alter Hafen und Neuen Hafen:

Simon-Loschen-Leuchturm (Oberfeuer Bremerhaven):

Unterfeuer Bremerhaven:

Schleuse Neuer Hafen:

Strandhalle:

Auswandererdenkmal – dieses Bronzedenkmal befindet sich direkt auf der Seebäderkaje und zeigt eine Auswandererfamilie:

Seeamt:

Atlantic Hotel Sail City:

Katholische St.-Marien-Kirche:

Bürgermeister-Smidt-Gedächtniskirche:

Stadttheater:

Kunstmuseum:

Bürgermeister-Smidt-Denkmal:

Alle Aufnahmen entstanden während eines Tagesbesuchs am 20.07.2022.

 

CUXHAVEN

(48.300 Einwohner, 2 m ü. NHN) ist eine Stadt an der Mündung der Elbe in die Nordsee. Es ist Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises in Niedersachsen und zählt entsprechend seiner Einwohnerzahl nach dem Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetz zu den grossen selbständigen Städten. Zugleich ist es nach Wilhelmshaven und Emden die drittgrösste Stadt an der niedersächsischen Nordseeküste sowie das grösste deutsche Seeheilbad. Die Stadt gehört zu den Metropolregionen Nordwest und Hamburg und ist laut Landesentwicklungsplan ein Mittelzentrum. Sowohl der Galgenberg in Brokeswalde, als auch der Ringwall in der Duhner Heide belegen eindrucksvoll das Leben der Menschen auf dem Gebiet des heutigen Landkreises Cuxhaven. Beide Bauwerke sind etwas 3500 Jahre alt und fallen somit in die nordische Bronzezeit. Trotzdem wurde erst im Jahre 1393 der Flecken Ritzebüttel durch die Hamburger erobert. Von nun an überwachten die von Hamburg entsandten Amtsmänner vom Schloss Ritzebüttel aus das Wirken in der Stadt. Durch die geographische Lage an der Unterelbe war eine Kontrolle des Gewässers möglich und das Gebiet deshalb von großem Wert. Nachdem Ritzebüttel an Hamburg gefallen war, fungierte es vor allem als Schutzhafen. Erst im Jahr 1872 vereinigte sich der Flecken Ritzebüttel mit der Hafensiedlung in Cuxhaven zur hamburgischen Landgemeinde Cuxhaven. In den folgenden Jahren wurden erste Marineeinheiten in Cuxhaven stationiert, um unter anderem vom Fort Kugelbake aus die Elbmündung zu schützen und zu verteidigen. Wenig später, im Jahr 1889, wurde der Amerika-Hafen Ausgangspunkt für die Atlantik Überquerung der Auswanderer-Schiffe. Bis heute erinnern die Hapag-Hallen an die Geschichte der Auswandernden, die Deutschland hinter sich liessen, um in Amerika ein neues Leben zu beginnen. Döse wurde 1905 eingemeindet und kurz darauf, im Jahre 1907, erhielt Cuxhaven die Stadtrechte und wurde endlich final zur Stadt. Nach dem Ausscheiden aus der Landherrenschaft Ritzebüttel wurde die junge Stadt 1924 kreisfreie Stadt im Hamburger Staatsgebiet. Bis 1977 war Cuxhaven eine kreisfreie Stadt. Nicht nur der vier Kilometer lange, goldene Sandstrand macht Cuxhaven für Einwohner und Touristen attraktiv. Wer nach seinem Strandspaziergang an der Kugelbake ankommt, der blickt auf die Elbmündung, die den Übergang zwischen Elbe und Nordsee beschreibt. Ungefähr 40.000 Schiffe passieren jählich einen der wichtigsten Weltschiffahrtswege. Nichts läge in einer Hafenstadt wie Cuxhaven näher, als an leckeren Fisch zu denken. Tatsächlich spielte Fischfang- und verarbeitung in Cuxhaven schon immer eine wichtige Rolle. Auch wenn die letzte Fischauktion im Jahr 2005 stattfand, so hat Cuxhaven es trotz dem intensiver werdenden internationalen Wettbewerb geschafft, seine Bedeutung als einer der wichtigsten Fischereistandorte Deutschlands zu erhalten. Bis heute liegt ein erheblicher Anteil der Arbeitsplätze in Cuxhaven in der Fischindustrie. Auch der Tourismus mit ungefähr sieben Millionen Übernachtungen im Jahr ist ein wichtiger Wirtschaftszweig in Cuxhaven.

Bürgerbahnhof:

Evangelische Martinskirche:

Joachim-Ringelnatz-Museum:

Schloss Ritzebüttel mit Künstlerhaus, Marstall, Schweizerhaus, Schlosswache und Gärtnerhaus:

Wasserturm:

Gaffelschoner Hermine am Schleusenpriel:

Fernmeldeturm Cuxhaven:

Funkturm des WSA Cuxhaven:

Amtsgericht:

Ehemalige Polizeiwache:

Rathaus:

Hamburger Leuchtturm:

Wetterwarte:

Ehemaliges Lotsenwachthaus:

Bugsierhaus:

Feuerschiff ELBE 1:

HAPAG Hallen mit Uhrenturm:

Alter Fischereihafen:

Alle Aufnahmen entstanden während eines Tagesbesuchs am 19.07.2022.

 

GELNHAUSEN

(23.200 Einwohner, 159 m ü. NHN) ist die Kreisstadt des Main-Kinzig-Kreises im Südosten Hessens. Die ehemalige Reichsstadt liegt auf halber Strecke zwischen Frankfurt am Main und Fulda am östlichen Rand des Rhein-Main-Gebietes. Sie trägt seit dem 26. April 1978 die amtliche Zusatzbezeichnung Barbarossastadt. Die Stadt wurde 1170 von Kaiser Barbarossa gegründet. Der vorher bestehende Ort gehörte zum Gericht Gründau. Barbarossa errichtete auf einer Insel in der Kinzig seine Pfalz Gelnhausen, deren Ruinen noch heute sichtbar sind. Im Mittelalter lag Gelnhausen an der Handelsstrasse zwischen Frankfurt am Main und Leipzig, was der Stadt Einnahmen und Wohlstand bescherte. Die Stadt blieb von kriegerischen Auseinandersetzungen nicht verschont. Im Dreissigjährigen Krieg war die Stadt fast entvölkert und im 19. Jahrhundert zogen die Truppen Napoleons durch das Kinzigtal. Ab 1806, nach dem Verlust seines Status als Reichsstadt, stand Gelnhausen unter französischer Militärverwaltung, ab 1810 gehörte es zu dem Grossherzogtum Frankfurt und von 1816 bis 1866 zum Kurfürstentum Hessen (Hessen-Kassel), danach bis 1944 zur preussischen Provinz Hessen-Nassau. 1936 wurde Gelnhausen Garnisonsstadt. Die Wehrmachtskaserne wurde nach dem Krieg von der US Army übernommen und Coleman-Kaserne genannt. Bekanntester US-amerikanischer Militär, der dort seinen Dienst verrichtete, war der spätere US-Aussenminister Colin Powell. Die Kaserne wurde mittlerweile in ein Gewerbegebiet umgewandelt. Gelnhausen war von 1821 bis 1974 Kreisstadt des Kreises. Nach der Neugliederung der hessischen Kreise und der Bildung des Main-Kinzig-Kreises war Hanau bis 2005 Kreisstadt, danach verlegte der Main-Kinzig-Kreis seinen Verwaltungssitz wieder nach Gelnhausen. In Gelnhausen fand 1996 der Hessentag statt, eine einwöchige Veranstaltung, die einmal im Jahr in einer Stadt in Hessen ausgetragen wird.

Bahnhof:

Alter Bahnwasserturm:

Rasensteg über die Kinzig:

Blick vom Steg zum Schifftor und zu St. Peter:

Katholische Pfarrkirche St. Peter:

Teil der alten Stadtmauer von Gelnhausen neben der Stadthalle:

Buttenturm:

Blick über Gelnhausen vom Fusse des Buttenturms:

Obermarkt von Gelnhausen:

Rathaus:

Ehemalige Bürgerschule:

Heimatmuseum:

Johanniterhaus:

Inneres Holztor:

Äusseres Holztor:

Historischer Stadtplan:

Schalenturm Halbmond:

Blick zur Marienkirche vom Halbmond:

Wingertshäuschen am Stadtgarten:

Haitzer Tor:

Romanisches Haus:

Untermarkt:

Evangelische Marienkirche:

Hexenturm:

Ziegelturm:

Zehntscheune:

Museum im Burgmannenhaus neben der Kaiserpfalz:

Ehemaliges Rathaus Burg Gelnhausen:

Haintor mit Brücke über die Kinzig:

Schifftor:

Alle Aufnahmen entstanden während eines Tagesbesuchs am 02.07.2022.

GAU-ALGESHEIM

(6.900 Einwohner, 121 m ü. NHN) ist eine Stadt im Landkreis Mainz-Bingen in Rheinland-Pfalz. Sie ist Verwaltungssitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde, der sie auch angehört. Gau-Algesheim ist gemäss Landesplanung als Grundzentrum ausgewiesen. Gau-Algesheim ist heute vorrangig Wohngemeinde. Das Selbstverständnis der Stadt definiert sich aus ihrer Geschichte heraus. 766 zum ersten Mal urkundlich erwähnt, erneuerte Kaiser Karl IV. 1355 die erstmals 1332 von seinem Vorgänger verliehenen Stadtrechte. Die Stadt umschloss nicht nur eine Mauer, auch die gesamte Gemarkung war lückenlos mit einer Landwehr umgeben. 1560 wurde dem bisherigen Alagastesheim, Algesheim oder Algensheim das „Gau“ hinzugefügt. Dies bedeutet Bezirk. Im Laufe der Jahrhunderte hatte die Stadt immer wieder unter Kriegen und Zerstörungen zu leiden. 1797 kam Gau-Algesheim mit der Provinz Département du Mont Tonnerre nach Frankreich. 1816 wurde die Provinz und somit auch Gau-Algesheim dem Grossherzogtum Hessen Darmstadt zugeteilt. In den folgenden Jahrzehnten erholte sich die Stadt vom Aderlass der Kriegswirren. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelte sich Gau-Algesheim zu einer attraktiven Kleinstadt mit besonderem Charme. In Gau-Algesheim zählen nicht nur die hier wohnhaften Bürgerinnen und Bürger, vielmehr zeigt sich die Stadt nach aussen hin offen und kontaktfreudig. Ein Zeichen dafür sind die Verbindungen in andere Länder. Seit 1972 besteht eine Partnerschaft mit dem französischen Saulieu im Cote d’Or, 1984 wurde die Partnerschaftsurkunde mit dem italienischen Caprino Veronese in der Provinz Verona unterzeichnet. Ausserdem bestehen seit 1990 freundschaftliche Beziehungen zu Redford Township (Michigan, USA) und den thüringischen Gemeinden Neudietendorf und Stotternheim. Als Anerkennung der engagierten Partnerschaftspflege zeichnete der Europarat Gau-Algesheim 1994 mit dem Europa-Diplom, 1995 mit der Ehrenfahne und 2007 mit der Europaplakette aus.

Bahnhof:

Johannishof der Weingrosshandlung Doré und Plitzner in Gau-Algesheim in der Langgasse 22 – weitläufige historisierende Anlage im Wesentlichen aus den 1940er bis 1960er Jahren:

Rathaus Verbandsgemeinde Gau-Algesheim:

Evangelische Gustav-Adolf-Kirche:

Schloss Ardeck – Erzbischöfliche Burg:

Katholische Pfarrkirche St. Cosmas und Damian:

Klopptor mit den Wappen der Städtepartnerschaften:

Altes Rathaus:

Umgeben von dem barocken Rathaus, dem Bürgerhaus und der katholischen Kirche St. Cosmas und Damian mit ihrem 63 Meter hohen Turm, ist der Marktplatz das Herzstück der Stadt. Neben den imposanten Bauwerken laden Restaurants und Geschäfte zu einem Aufenthalt ein:

Graulturm:

Trafostation am Friedhof:

Funkmast Gau-Algesheim beim Aufstieg zum Bismarckturm auf dem Westerberg:

Blick auf Gau-Algesheim von Osten:

Blick nach Ingelheim vom Aufstieg zum Bismarckturm:

Bismarckturm Ingelheim:

Blick vom Turm auf Ingelheim-West mit dem Rheingau im Hintergrund:

Alle Aufnahmen entstanden während eines Kurzbesuchs in Gau-Algesheim und den Aufstieg zum Bismarckturm Ingelheim am 22.06.2022.

MILTENBERG

(9.400 Einwohner, 129 m ü. NHN) ist die Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises im Regierungsbezirk Unterfranken, es gehört seit 1816 zu Bayern. Bereits die Menschen der Vor- und Frühgeschichte haben in der Region ihre Spuren hinterlassen. Auf dem Bürgstadter Berg und dem Greinberg oberhalb von Miltenberg wurden um ca. 3000 und um ca. 1500 v. Chr. mächtige Ringwälle errichtet. Beide waren Fliehburgen von beachtlicher Grösse..Die Römer waren von ca. 160 – 260 n. Chr. vor Ort und in dieser Zeit entstanden zwei Kastelle. Mit 550 km Länge, rund 900 Wachposten und 120 grösseren und kleineren Kastellplätzen ist der Obergermanisch-Raetische Limes das grösste archäologische Denkmal Deutschlands. 1237 erstmals urkundlich erwähnt, blickt die Stadt Miltenberg auf eine bewegte Geschichte zurück. Dank der verkehrsgünstigen Lage an der vielbefahrenen Handelsstraße Nürnberg-Frankfurt und am Main, entwickelte sich Miltenberg zu einer bedeutenden Zollstelle und zu einem wichtigen Handelsplatz. Weinbau, Weinhandel, Schifffahrt, Holz- und Steinindustrie bildeten neben Handel und Handwerk die wichtigsten Wachstumsmotoren. Durch Kaiser Karl IV. im Jahre 1367 verliehene Privilegien wie das Messe- und Stapelrecht machten Miltenberg schon früh zu einer blühenden mittelalterlichen Handelsstadt. 1379 wurden erstmals das Würzburger und das Mainzer Tor erwähnt und damit hatte die Stadt eine Ausdehnung erreicht, die erst im 19. Jahrhundert überschritten wurde. Im Bauernkrieg 1525 wurde Miltenberg nicht zerstört, doch wenige Jahre später, 1552, ging Miltenberg im Markgrafenkrieg teilweise in Flammen auf. 1583 schuf der Bildhauer Michael Juncker den Marktbrunnen – eines der schönsten Renaissancedenkmäler der Stadt. Umgeben ist der Marktplatz – besser bekannt als Schnatterloch – von prächtigen Fachwerkhäusern. Eines der ältesten Gasthäuser Deutschlands, das Gasthaus Zum Riesen, wurde 1590 umgebaut und erhielt sein heutiges Aussehen. In diese Fürstenherberge kehrten Jahrhunderte lang Könige, Fürsten sowie weltliche und geistliche Amtsträger ein. Um 1600 begannen die Hexenverfolgungen. Das Mainzer Gebiet um Miltenberg war hiervon besonders stark betroffen. Männer und Frauen wurden gleichermassen angeklagt, gefoltert und hingerichtet. Im Dreissigjährigen Krieg (1618 – 1648) erwies sich die günstige Verkehrslage an der „A3 des Mittelalters“, die Miltenberg zu einer blühenden Handelsstadt gemacht hatte, als Nachteil. Durch ständige Truppendurchzüge, verbunden mit Plünderungen, Brandschatzung und den von den Soldaten eingeschleppten Seuchen, verlor Miltenberg mehr als die Hälfte seiner Bevölkerung. Die ehemals glanzvollen Zeiten waren vorbei. 1810 wurde Miltenberg hessisch und 1816 bayerisch. Die Aufhebung der jahrhundertealten Zoll- und Marktrechte durch das Königreich Bayern im Jahre 1818 führte zu erheblichen finanziellen Verschlechterungen. Die Stadt büsste ihre frühere zentrale Lage ein und lag von nun an am Rande des Königreichs Bayern. Die grossen Phasen der Stadtentwicklung waren vorbei, was allerdings zum Erhalt des mittelalterlichen Stadtbilds beitrug. Miltenberg ist Mitglied der Deutschen Fachwerkstrasse. Unter dem Motto „Fachwerk verbindet“ zeigt die Ferienstrasse einmalige Landschaften, geschichtsträchtige Schauplätze und liebevoll restaurierte Denkmale. Der wechselvollen Geschichte Miltenbergs ist es zu verdanken, dass sich die Stadt heute so wunderbar präsentieren kann: eine breite Hauptstrasse mit prächtigen Fachwerkhäusern und kleinen mittelalterlichen Gässchen. Das älteste noch erhaltene Fachwerkhaus datiert zurück ins Jahr 1339. Miltenberg ist nicht nur lebendige Gegenwart und Geschichte pur, sondern auch offizieller Bayerischer Genussort. Davon gibt es in ganz Bayern gerade mal 100.

Bahnhof:

Mainbrücke mit Torhaus:

Blick von der Mainbrücke auf Miltenberg:

Im Detail zu sehen die Mildenburg, Sankt Jakobus der Ältere, zwei Halbschalentürme, Haus Turmeck und Villa Hinterhelt:

Rundturm mit Kegelspitze in der Ziegelgasse 7:

Viereckiger Schalenturm mit Fachwerkaufbau in der Ochsengasse:

Rathaus:

Evangelische Johanneskirche:

Katholische Stadtpfarrkirche Sankt Jakobus der Ältere:

Tränktor:

Kühtor:

Mildenburg:

Blick von der Mildenburg:

Zwischen der Mainbrücke und der Eisenbahnbrücke erstreckt sich am Mainufer eine stimmungsvolle Promenade. Es ist ein schöner Abschnitt um zu schlendern und die vorbeifahrenden Schiffe zu beobachten:

Eisenbahnbrücke über den Main:

Alter Bahnhof Miltenberg HBF:

Mainzer Tor:

Schwertfeger Tor:

Ortsausgang West:

Altes Bahnhaus:

Ehemaliges Oberamt:

Der meistfotografierte Ort in der Stadt ist der alte Marktplatz, der auch als Schnatterloch genannt wird. Der Platz umgegeben von bunten Fachwerkhäusern ist ein schöner Anblick:

Museum Stadt Klingenberg:

Schnatterlochturm:

Klinge – ein Aufstiegsweg zur Mildenburg:

Westliche Hauptstrasse:

Altes Rathaus:

Gasthaus Zum Riesen:

Franziskaner Klosterkirche:

Alte Post:

Fabrikgebäude, Satteldachbau mit Blendgiebeln, Sandsteinbau, zweite Hälfte 19. Jahrhundert, dominierender viereckiger Schornstein mit kelchförmiger Schlotöffnung, Backstein mit Sandsteinunterbau, um 1930:

Zuckmantelturm:

Würzburger Tor:

Amtsgericht:

Alle Aufnahmen entstanden während eines Tagesbesuchs am 21.06.2022.

 

BAD CAMBERG

(14.200 Einwohner, 197 m ü. NHN) ist die zweitgrösste Stadt im Süden des mittelhessischen Landkreises Limburg-Weilburg. Sie liegt im Hintertaunus, etwa 30 Kilometer nördlich der Landeshauptstadt Wiesbaden und 20 Kilometer südlich der Kreisstadt Limburg an der Lahn. Bad Camberg ist der Zentralort des Goldenen Grunds mit guter Infrastruktur und ein Unterzentrum mit Teilfunktion eines Mittelzentrums am Rande des Rhein-Main-Gebietes. Kneippkurort ist Camberg seit 1927, im Jahr 1937 wurde der Titel „Anerkanntes Heilbad“ verliehen. Seit 1977 ist Camberg ein staatlich anerkanntes Kneippheilbad. Die Bezeichnung „Bad“ wurde Camberg 1981 verliehen. Bad Cambergs Kernstadt hat eine wunderschöne Altstadt mit zentralem Marktplatz und historischen Fachwerkgebäuden. Tonscherben aus Bandkeramik der Jungsteinzeit sind Belege dafür, daß im Bad Camberger Raum vor rund 6000 Jahren Menschen lebten, und die über 100 Hügelgräber im Wald oberhalb der Stadt zeugen von jenen, die in der Hallstattzeit hier siedelten und begraben wurden. Erste genauere Auskunft über Camberg gibt eine Urkunde aus dem Jahre 1000, laut derer Kaiser Otto III. den Königshof Cagenberg dem Kloster Burtscheid zum Geschenk gab. Die Forschung weist jedoch darauf hin, daß Cambergs Entstehung in der Karolinger Zeit zu suchen ist. Am 27. August 1281 verlieh Rudolf I. von Habsburg Camberg die Stadtrechte, die von späteren Herrschern noch dreimal bestätigt wurden. Die Grafen von Diez machten aus dem Ort eine befestigte Stadt, bis 1360/1380 zog sich der Bau der Mauer und ihrer 13 Türme hin. Ein Stadtsiegel aus dem Jahre 1404 bildete die Vorlage für das heutige Stadtwappen. Ab 1420 stand Camberg bis 1803 unter verschiedenen Zwei- und Dreiherrschaften, nach aussen dokumentiert durch den die jeweiligen Amtmänner beherbergenden Amthof. Danach lag die Stadt im Herzogtum Nassau, kam 1866 nach Preussen, Provinz Hessen-Nassau, und gehört seit 1945 zum Bundesland Hessen. Im Rahmen der Gebietsreform bilden die ehemals selbständigen Gemeinden Dombach, Erbach, Oberselters, Schwickerhausen, Würges und die Kernstadt ab dem 1.7.1974 die Stadt Bad Camberg. Auch die Stadtteile können jeweils auf eine lange historische Geschichte zurückblicken.

Bahnhof:

Bahnhofstrasse mit Blick zur Altstadt:

Katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul:

Das 1879 erbaute Klösterchen – Haus des Ordens der Armen Dienstmägde Jesu Christi, der sogenannten „Dernbacher Schwestern“ – seit 1960 in Privatbesitz:

Kirchgasse mit Blick zum Untertorturm:

Untertorturm:

Feuerwehrbrunnen – errichtet 2010 in Erinnerung an den grossen Stadtbrand von 1886:

Altes Rathaus (St. Josefshaus):

Tiefenbach-Haus:

Zacharese-Diehls-Turm:

Groroth’scher freiadliger Gutshof:

Obertorturm:

Hohenfeldkapelle – Stadtmuseum:

Amthof:

Kurhaus:

Rathaus:

Alte Amts-Apotheke – ein Fachwerkbau, deren Grundmauern aus dem Jahr 1330 stammen und die 1492 als Burgmannenhaus derer von Hattstein neu errichtet wurde. Seit 1663 beherbergt das Haus eine Apotheke. Das Haus steht als Teil der Gesamtanlage Bad Camberg unter Denkmalschutz:

Weisser Turm auf dem Lieberschen Anwesen:

Evangelische Martinskirche:

Ehemaliges Amtsgericht Camberg:

Blick von der Frankfurter Strasse zum Kirchturm von St. Peter und Paul und dem Untertorturm:

Alle Aufnahmen entstanden während eines Kurzbesuchs am 17.06.2022.

WISMAR

(42.800 Einwohner, 13 m ü. NHN) ist Kreisstadt des Landkreises Nordwestmecklenburg sowie Sitz der Hochschule Wismar. Vor allem aufgrund ihrer kulturhistorischen Bedeutung mit wertvollem Stadtbild und dank der Lage an der Ostsee ist Wismar ein häufig aufgesuchtes Tourenziel, zunehmend auch für Kreuzfahrten. Wirtschaftlich bedeutend sind auch die industrielle Hafen- und Schiffswirtschaft etwa mit den MV Werften und Zulieferern, diverse Maschinenbauunternehmen, die Holzverarbeitung und die Solarindustrie sowie die Gastronomie und der Einzelhandel. Seit 1881 befindet sich in Wismar das Stammhaus der Warenhauskette Karstadt. Das Gebiet um das heutige Wismar wurde bereits im 10. Jahrhundert von den Slawen besiedelt. Der Name soll von einem östlich der Stadt gelegenen Bach (aqua Wisemaraa) abgeleitet worden sein. Aus einer Kaufmanns- und Handwerkssiedlung (Alt Wismar) um die Nikolaikirche aus der Zeit um 1167 soll die spätere Stadt hervorgegangen sein. Ein zweiter Stadtteil entstand um die Marienkirche, danach ein dritter ab 1250 um die Georgenkirche.Gegründet hat die Stadt wahrscheinlich Fürst Heinrich Borwin I. um 1226. Erstmals urkundlich erwähnt wurde sie 1229 und erhielt wenig später lübisches Stadtrecht. Kurz nach der Stadtgründung wurde Wismar Mitglied der Hanse und gehörte später zum Wendischen Viertel der Hanse, was die wirtschaftliche und politische Macht der Stadt förderte, mit dem im 16. Jahrhundert einsetzenden Niedergang der Hanse zum  Ende ihrer Blütezeit führte. 1257 bis 1358 war die Stadt Residenz der mecklenburgischen Fürsten. Der Bau einer Stadtmauer wurde 1276 begonnen, aber erst im 15. Jahrhundert vollendet. Das an der alten, von Lübeck über Rostock zu den baltischen Küstenorten führenden, Handelsstrasse gelegene Wismar entwickelte sich zu einem wichtigen Handelsplatz für Produkte aus dem osteuropäischen und dem westeuropäischen Raum, die hier verschifft wurden. Dazu gehörte beispielsweise das bei Lüneburg gewonnene Salz. Und das Wismarer Bier und die hier gefertigten Tuche waren begehrte Exportartikel der heimischen Gewerbe. Während des Dreissigjährigen Krieges wurde die Stadt schwer verwüstet und geplündert und fiel nach dem Westfälischen Frieden zusammen mit der Insel Poel an Schweden. Die Stadt wurde zu einer mächtigen Festung inmitten des Herzogtums Mecklenburg-Schwerin ausgebaut und war ab 1653 Sitz des Obersten Gerichts für die schwedischen Besitzungen in Deutschland. 1803 schliesslich verpfändeten die Schweden die Stadt an Mecklenburg, dem es durch den Verzicht Schwedens auf eine Einlösung ab 1903 wieder zugehörte. Die wirtschaftliche Lage in Wismar erholte sich ab 1825 wieder. Der Seehandel gewann wieder an Bedeutung. Bis 1895 entstand ein neuer Hafen und Wismar entwickelte sich durch die prosperierende Werftindustrie um die Jahrhundertwende zu einer wichtigen Industriestadt. Während des Zweiten Weltkrieges wurden zahlreiche Baudenkmäler und grosse Teile der Stadt durch Bombenangriffe zerstört. Zu DDR-Zeiten war Wismar ein bedeutender Umschlagsplatz für Massengüter und mit der Mathias-Thesen-Werft ein wichtiger Schiffbaustandort, der auch nach der politischen Wende erhalten blieb.

Bahnhof:

Alter Wasserturm:

Polizeiinspektion – saniertes Dienstgebäude in der Rostocker Straße 80:

Wasserturm am Turnplatz:

Katholische Pfarrkirche St. Laurentius:

Postamt Wismar:

Wismarer Wasserkunst am Markt:

Alter Schwede:

Restaurant an der Wasserkunst – früher kannte man es als Hotel Stadt Altona, das 1837 diesen neogotisch-historisierenden Giebel erhielt. Um 1900 wurde die Fassade erstmalig mit den Jugendstilmotiven versehen, die später auf Grundlage historischer Fotos nachempfunden wurde:

Rathaus:

Alte Stadtwache:

Turm der ehemaligen Marienkirche:

Ruine der Marienkirche:

Dampf-Wasch-Plätt-Anstalt, ehemalige Wäscherei:

Archidiakonat:

Amtsgericht (Fürstenhof):

St. Georgenkirche:

Welt-Erbe-Haus:

Zeughaus (Stadtbibliothek):

Fischerturm:

Altes Zollhaus:

Wassertor:

Hafenspeicher Ensemble mit der Poeler Kogge WISSEMARA:

Ehemaliges Lotsenhaus im Alten Holzhafen:

Blick vom Holzhafen Richtung Innenstadt:

Schabbellhaus:

St. Nikolaikirche:

Grube (Mühlenbach) mit Alter Stadtmühle:

Alle Aufnahmen entstanden während eines Tagesbesuchs am 04.06.2022.

 

LÜNEBURG

(75.600 Einwohner, 17 m ü. NHN) ist eine grosse Mittelstadt im Nordosten von Niedersachsen. Die Stadt an der Ilmenau liegt ungefähr 50 Kilometer südöstlich von Hamburg am Rande der Lüneburger Heide und gehört zur Metropolregion Hamburg. Lüneburg liegt nur etwa 15 Kilometer südlich der Landesgrenzen zu Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Die Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises hat den Status einer grossen selbständigen Stadt. Lüneburg entstand aus den drei Siedlungskernen Mons – der Kalkberg mit der herzöglichen Burg, Pons – die Brücke über die Ilmenau in der Nähe des heutigen Platzes Am Sande und Fons – die Salzquelle auf der Saline, aus denen die spätere Stadt zusammenwuchs. Bereits im Jahre 795 wird „Hliuni“, die Zufluchtsstätte beim Kalkberg, in Chroniken erwähnt, die Stadt selbst erstmaligim Jahr 956. Nach der Zerstörung Bardowicks durch Heinrich den Löwen 1189 nahm Lüneburgs Bedeutung rasch zu. Ein Enkel Heinrichs, Herzog Otto, verlieh Lüneburg schliesslich 1247 das Stadtrecht – die Stadt Lüneburg war endgültig geboren. Schon im Mittelalter war Lüneburg bedeutendes Mitglied der Hanse, einem Verbund von Kaufleuten und Handelsstädten, die mit verschiedenen Waren handelten. Lüneburgs wichtigstes Handelsgut war das Salz, das „weisse Gold“, das jahrhundertelang aus dem salzigen Grundwasser gewonnen wurde. Am Stintmarkt, dem historischen Hafen, wurde es verschifft und entlang der alten Salzstrasse bis weit in die skandinavischen Länder gebracht. Die stolze Backsteingotik kündet noch heute von dem sprichwörtlichen Reichtum. Die Bürger wurden „steinreich“ und leisteten sich schöne Ziergiebel. Politisch erlangte die Stadt während ihrer Blüte im 15. und 16. Jahrhundert weitgehende Unabhängigkeit und trat dem Hansebund bei. Dank des regen Salzabbaues und tüchtiger Kaufleute konnte Lüneburg eine überregionale Machtposition erringen. Um 1600 fiel der Salzhandel in eine tiefe Krise. Das Salz des Ostseeraumes wurde günstiger und Lüneburg verlor im späten Mittelalter sein Handelsmonopol – und auch den Titel Hansestadt. Auch wenn Lüneburg seine zentrale Stellung in Norddeutschland nicht bewahren konnte, so lebt doch die Erinnerung an den vergangenen Glanz weiter. Die nahezu komplett erhaltene historische Stadt erzählt durch Architektur und besonderes Flair ihre Geschichte. Weltoffen, zuverlässig, manchmal ein wenig aristokratisch reserviert wirkend und mit hohem wirtschaftlichen Einfluss – für diese Eigenschaften standen die norddeutschen Hanseaten. Weiss und rot waren ihre Farben, die heute noch in einigen Stadtwappen wieder zu finden sind. Rot leuchtet auch Lüneburg mit ihren prächtigen spätgotischen Backsteinbauten, und weltoffen, aberkein bisschen reserviert sind die Lüneburger, die sich seit Oktober 2007 wieder als Bürger einer Hansestadt bezeichnen dürfen. Trendige Geschäfte, unzählige gemütliche Cafés und Kneipen und eine quirlige Studentenszene geben der Stadt heute ihr junges Gesicht.

Bahnhof:

St.-Nicolai-Kirche:

Alter Kran:

Abtsmühle und Abtswasserkunst:

Stecknitz Prahm SOLTEN DEERN an der Lünertorstrassenbrücke:

Historisches Rathaus mit Rathausgarten:

Stadtschloss Lüneburg und heutiger Sitz des Landgerichts:

Heinrich-Heine-Haus:

Amtsgericht:

St. Michaeliskirche:

Gradierwerk im Kurpark:

Stadttheater:

Eingang Alte Raths-Apotheke – das imposante Eckgebäude wurde im Jahr 1598, obwohl schon Renaissance, noch mit gotischen Formen gestaltet:

St. Johanniskirche:

Der Platz Am Sande ist einer der zentralen Plätze der Stadt:

Kalandhaus:

Wasserturm:

Ratsmühle und Ratswasserkunst:

Alle Aufnahmen entstanden während eines Tagesbesuchs am 02.06.2022.

MEMMINGEN

(44.700 Einwohner, 601 m ü. NHN) ist eine kreisfreie Stadt im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben. Die frühere Reichsstadt ist Oberzentrum sowie Schul-, Verwaltungs- und Handelszentrum in der Region Donau-Iller. Das Stadtgebiet grenzt im Westen an die Iller, die hier die Grenze zu Baden-Württemberg bildet, und ist nach Norden, Osten und Süden vom Landkreis Unterallgäu umgeben. Die Geschichte der Stadt Memmingen begann bereits während der Römerzeit mit einem kleinen Aussenposten an der Iller. Danach liegt der Verlauf einige Jahrhunderte im Dunkeln. Im 4. oder 5. Jahrhundert unterhielten die Alemannen voraussichtlich im heutigen Stadtgebiet eine Siedlung, gefolgt von den Franken im 7. Jahrhundert. Die erste urkundliche Erwähnung Memmingens ist im Jahre 1128 belegt. Danach weist die Stadtgeschichte folgende Höhepunkte auf: Mitte des 12. Jahrhunderts erhielt Memmingen von Herzog Welf VI die Stadtrechte. 1525 kam es zur Abfassung der 12 Bauernartikel sowie der Bundesordnung und damit zur ersten verfassungsgebenden Versammlung in Deutschland. 1529 wurde Memmingen evangelisch, die Bürger setzten sich seitdem für die ungehinderte Ausbreitung des evangelischen Glaubens ein. 1630 beherbergte die Stadt während des Dreissigjährigen Krieges den Feldherren Wallenstein. 1803 kam die Stadt Memmingen zu Bayern. 1945 wurde Memmingen von alliierten Luftstreitkräften bombardiert, wobei der Bahnhof und grosse Teile der Altstadt zerstört wurden. Nach Kriegsende begann die Stadt zu florieren und verzeichnet bis heute ein stetiges Wachstum. Memmingen ist ein blühender Wirtschaftsstandort in Oberschwaben. Besonders im Gewerbegebiet Nord am Autobahnkreuz und an der Fraunhoferstrasse finden Unternehmer Gewerbeflächen mit ausgezeichneter Infrastruktur und optimalen Verkehrsanbindungen. Neben den Bundesautobahnen bieten auch die Bahnverbindungen München–Lindau und Ulm–Oberstdorf sowie der Allgäu Airport in Memmingerberg optimale Voraussetzungen für den schnellen und reibungslosen Gütertransport. Der Flughafen Allgäu Airport in Memmingen besteht seit 2002 und stellt eine grosse Bereicherung der Infrastruktur in der Region dar. Er befindet sich im Stadtteil Memmingerberg, auf dem Gelände des ehemaligen militärischen Fliegerhorsts. Dieser besteht bereits seit 1935. Aufgrund von Umstrukturierungen schloss die Bundeswehr diesen Militärflugplatz 2001. Damit begann die Erfolgsgeschichte von Memmingens Regionalflughafen. Besucher von Memmingen zieht es vor allem in die Altstadt. Hier gibt es eine Vielzahl Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Durch die beiden Panoramawege der Stadt gelingt das komfortabel und unkompliziert. Der rote Panoramaweg führt zu den geschichtlichen Highlights und architektonischen Besonderheiten. Der grüne Panoramaweg verläuft entlang der Parks, Türme, Tore und Schanzen im Stadtgebiet. Die Wallenstein-Festspiele finden seit 1980 regelmässig alle vier Jahre statt und gehören zu den grössten Historienfesten in ganz Europa. Sie sind zusammen mit dem Frundsbergfest in Mindelheim und dem Tänzelfest in Kaufbeuren ein wahrer Publikumsmagnet und weit über die Grenzen der Region hinaus bekannt.

Bahnhof mit Reiterstellwerk 3 am eisernen Steg:

Kreuzherrenkloster:

Grosser Salzstadel:

Steuerhaus:

Landgericht Memmingen:

Grosszunft:

Rathaus:

Hexenturm:

Einlass:

Bettelturm:

Luginsland:

Ulmer Tor:

Schwalbenschwanzturm:

Stadthalle:

Ehemaliger Wehrturm der Memminger Stadtbefestigung. Auf dem Sockel des Rundturms wurde ein Wohnhaus errichtet:

Westertor:

Amtsgericht:

Katholische Pfarrkirche Sankt Josef:

Stadtpfarrkirche St. Martin:

Stadtmuseum im Hermannsbau:

Landratsamt Unterallgäu:

Strigel-Museum und Antoniter-Museum im Antonierhaus, dem ehemaligen Kloster der Antoniter in Memmingen in der Diözese Augsburg. Es ist weltweit die am besten erhaltene vierflügelige Antoniterklosteranlage:

Das Reiterstandbild Welf VI. ist ein im Jahre 2010 von Helmut Ackermann geschaffenes Kunstwerk, das am 13. Dezember 2010 in dem zum Fuggerbau dazugehörigen Fuggergarten am Schweizerberg aufgestellt wurde. Es ist das einzige Reiterstandbild in Memmingen:

Lindauer Tor:

Soldatenturm mit Roter Kaserne:

Stadtmauer:

Kempter Tor:

Evangelische Pfarrkirche Unser Frauen:

Siebendächerhaus:

Landestheater Schwaben:

Pulverturm:

MEWO-Kunsthalle in der Alten Post:

Digitalfunkmast Am Karpfengarten:

Alle Aufnahmen entstanden während eines Tagesbesuchs am 03.05.2022.