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Rathäuser

02.08.2025: Im 13. Jahrhundert diente noch zum grossen Teil die Martinikirche oder die Ratsstube auf dem Kirchhof als Versammlungsort des Stadtrates. Durch das Anwachsen der städtischen Gemeinde sowie der Verwaltungsaufwände im Umland, entschied man 1381 den Baubeginn des neuen Rathauses. Anfänglich wurde es als einfacher Profanbau errichtet, später wurden dann hochwertig verzierte Anbauten angeschlossen. So auch die doppelte Freitreppe aus der Mitte des 17. Jahrhunderts. Während des zweiten Weltkrieges wurde das Rathaus so stark zerstört, dass es in den folgenden Jahren nur abgetragen werden konnte. Von 1996 bis 1998, während der Neuplanung und Neubebauung des Stadtzentrums, errichtete man einen neuen Bau am Originalstandort, wobei die Westfassade, der zerstörten, historischen Fassade aus dem 19. Jahrhundert nachempfunden wurde:

31.07.2025: Das Rathaus wurde von 1892 bis 1893 nach Plänen des Kölner Architekten Emil Schreiterer im Stil der Neorenaissance erbaut. Das imposante Portal, die fantasievoll gestalteten Erker und verzierten Dachaufbauten bilden ein eindrucksvolles Gesamtbild und zitieren berühmte Vorbilder wie etwa das Neue Rathaus von Wiesbaden. Brautpaare können sich auf Wunsch im Rathaus trauen lassen. Direkt vor dem Rathaus findet der zwischen 1907 und 1908 vom Schkopauer Bildhauer Paul Jukoff geschaffene, aus fränkischem Muschelkalk bestehende Marktbrunnen seinen Platz. Umfangreich saniert wurde dieser von 2014 bis 2015. Anlässlich der Restaurierung wurde ein alljährliches Brunnenfest ins Leben gerufen. Die weibliche Figur in der Mitte des Brunnens verkörpert die Elbe. Die drei weiteren Figuren, der Schiffer, der Bergmann und der Arbeiter symbolisieren die Wirtschaftszweige, die die Entwicklung der Stadt über Jahrhunderte hinweg entscheidend geprägt haben:

30.07.2025: Das historische Rathaus gehört zu den bekanntesten Profanbauten der norddeutschen Backsteingotik. Es wurde vermutlich vom Stettiner Baumeister Hinrich Brunsberg um 1430 erbaut. Ein Blickfang ist die 24 Meter hohe Schaufassade. Dahinter verbirgt sich der Rathausfestsaal mit seinem prächtigen Sternrippengewölbe und einem Mittelpfeiler, der sich durch alle Ebenen des Rathauses zieht. 1480 kam der westliche Flügel mit der Gerichtslaube, in der heute Trauungen stattfinden, hinzu. Das zweigeschossige Gebäude besass ursprünglich keine Aussentreppe. Seit 1929 beherbergt das Rathaus im Erdgeschoss sowie in den Kellergewölben das älteste Museum Tangermündes:

Stadthaus, Sitz der Stadtverwaltung in der Langen Strasse 61 neben dem Alten Rathaus:

29.07.2025: Das Rathaus in Stendal ist ein Backsteinbau aus mehreren, zu verschiedenen Zeiten entstandenen Trakten. Aus dem 14. Jahrhundert stammt die rote unverputzte Gerichtslaube, die sich in spätgotischen Bögen hin zum Markt öffnet. In ihr tagte einst das Marktgericht. Jüngste dendrochronologische Untersuchungen des Dachstuhls lassen eine Rückdatierung der Gebäudekonstruktion auf ca. 1350 zu. An die Gerichtslaube stösst das in der Mitte bis Ende des 15. Jahrhunderts errichtete Gewandhaus an, mit dem heutigen Ratskeller. Der Ratskeller besitzt einen hallenartigen Hauptraum, der aus zwei Schiffen mit Kreuzrippengewölben besteht. Ursprünglich war dieser Raum die Kaufhalle der Gewandschneidergilde, wo Ballen und Tuche gehandelt wurden. Ein ganz besonderes Schmuckstück ist die Schnitzwand von 1462 in der alten Ratsstube im Obergeschoss des Gewandhauses. Sie ist Teil einer ehemaligen Gesamtvertäfelung des Raumes und die älteste erhaltene profane Schnitzwand Deutschlands, älter als die berühmten Holzvertäfelungen in den Rathäusern zu München (1481) und zu Goslar (um 1500). Auf der gesamten Vertäfelung waren einst der Kaiser und die sieben Kurfürsten des Reiches abgebildet. Ende des 15. Jahrhunderts kam der rechtwinklig zu Gerichtslaube und Gewandhaus stehende und der Achse der Marienkirche folgende Corpsflügel, der Hauptflügel, hinzu. Er wurde im 16. Jahrhundert verändert und sieht heute wie ein Renaissancegebäude aus – weiss verputzt mit Schweif- und Zwerchgiebeln. Im 19. Jahrhundert setzte man links daneben noch einen weiten Baukörper im Stil der Renaissance. Im Inneren des Corpsflügels sind heute noch die gotischen Gewölbe zu sehen und im Amtszimmer des Bürgermeisters, dem Kagelwitzzimmer, findet sich ein Sterngewölbe mit hölzernem Schlussstein. Seit 1525 steht vor dem Stendaler Rathaus die Kolossalfigur des Rolands, ein Zeichen der Rechte und Freiheiten der mittelalterlichen Stadt. Diese Sandsteinfigur hat die beachtliche Gesamthöhe von 7,80 m. Einst war Stendal einer der grössten norddeutschen Handelsplätze. Es gab Verbindungen nach Hamburg, Lübeck und Flandern, aber auch nach Augsburg und Nürnberg und bis nach Tirol. Sowohl den prächtig ausgestatteten Kirchen als auch dem Rathaus sieht man noch heute an, welch Reichtum diese Handelsbeziehungen mit sich brachten:

28.07.2025: Das erste Burger Rathaus wurde in der Zeit der städtischen Selbstverwaltung 1224 im romanischen Baustil erbaut. Heute sind nur noch die massiven Feldsteinmauern im Grundriss des Kellers vorhanden. Das historische Rathaus, welches heute in einem leuchtenden Weiss und Gelb erstrahlt, wurde um 1550 gebaut. Bei einer dritten Umgestaltung 1702 erhielt das Rathausgebäude seine barocken Akzente. Schliesslich wurde es 1893 um das dritte Stockwerk erhöht. Im grossen Rathaussaal befindet sich eine Nachbildung des ältesten Wappens der Stadt. Heute beherbergt das Haus u.a. das Burger Standesamt:

26.07.2025: Die Geschichte des Alten Rathauses auf dem Alten Markt reicht zurück bis ins 12./ 13. Jahrhundert. Die ältesten Teile des Rathauses befinden sich im Bereich des heutigen Ratskellers. Der lange Saal war Lager- und Verkaufshalle der Kürschnerinnung. Nach der Zerstörung im Dreissigjährigen Krieg wurde das Rathaus als zweigeschossiger Sandsteinbau im Stil der italienisch-niederländischen Renaissance nach Entwürfen des Ingenieurhauptmanns Heinrich Schmutze wieder aufgebaut. Zahlreiche Um- und Ausbauten fanden im 19. Jahrhundert statt. Die zweite Zerstörung folgte im Januar 1945. Das Rathaus wurde – wie große Teile der Stadt während eines Luftangriffs – in Schutt und Asche gelegt. In den 1950er Jahren begann der originalgetreue Wiederaufbau des Gebäudes, der 1979 abgeschlossen wurde: 

26.07.2025: Das Neue Rathaus in Magdeburg wurde 1905-07 erbaut, um den wachsenden Verwaltungsbedarf der Stadt zu decken. Es befindet sich nördlich des Alten Rathauses und wurde von den Architekten Wilhelm Jost und Wilhelm Neumann im Stil der Neorenaissance entworfen. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Gebäude schwer beschädigt, der Wiederaufbau begann 1950 und wurde 1979 abgeschlossen. Heute beherbergt das Neue Rathaus das Stadtarchiv und städtische Dienststellen:

25.07.2025: Das Wolfenbütteler Rathaus ist einzigartig und nicht vergleichbar mit anderen Rathäusern. Wer vermutet schon, dass der heutige Gebäudekomplex bereits Ende des 16. Jahrhunderts als ein privates Wohnhaus mit Weinschenke errichtet worden war. Nachdem Wolfenbüttel vom Herzog die Stadt- und Marktrechte erhalten hatte, erwarb kurz danach der Rat der Stadt dieses Gebäude und benutzte es für seine Versammlungen. Das Gebäude wurde stetig erweitert und so ist das heutige Rathaus eine zusammen gewachsene Anlage, die sich sehr harmonisch in das Stadtbild einfügt. Der ehemaligen Haupteingang mit der Freitreppe wird vom Wolfenbütteler Stadtwappen geziert. Besonders sehenswert ist der Ratssaal mit seinen kunstvoll bemalten Balken:

Ratskeller mit Denkmal für Herzog August den Jüngeren auf dem Marktplatz:

24.07.2025: Die grosse Flächenstadt Salzgitter hält für Ihre Bürger zwei Rathäuser vor, im historischen Stadtteil Salzgitter-Bad liegt davon die kleinere Einrichtung direkt am Marktplatz. Mittwochs und samstags findet vormittags vor dem Rathaus ein Wochenmarkt statt. Ein an der Fassade angebrachtes Glockenspiel erinnert an die Tradition als Bergbaustadt mit dem Stück „Glück auf, der Steiger kommt“ täglich um 9.00, 12.00, 15.00 und 19.00 Uhr. Direkt neben dem Rathaus liegt die Stadtteilbibliothek mit einer integrierten Zweigstelle der Tourist-Information:

19.07.2025: Das neue Rathaus am Herzogenplatz ist seit 1997 Sitz der Stadtverwaltung Uelzen. Mit dem formschönen Neubau ist es gelungen, die Belange einer modernen Stadtverwaltung unter einem Dach unterzubringen. Jahrzehnte, nein Jahrhunderte lang wurden die Geschicke der Stadt Uelzen vom Alten Rathaus aus gelenkt. Nachdem die Aufgabenfelder immer komplexer wurden, reichte das schöne und historische Gebäude nicht mehr aus und die verschiedenen Fachbereiche verteilten sich in unterschiedliche Häuser in der ganzen Stadt. Diese dezentrale Aufteilung erschwerte die Zusammenarbeit und so wurde ein neuer Ort für ein neues Rathaus gesucht. Der Herzogenplatz, der ein herrschaftlicher Wirtschaftshof der Landesherren des Fürstentums Lüneburg war, erfüllte die Voraussetzungen für den Neubau eines modernen Rathauses, das den Belangen der Stadtverwaltung der Hansestadt Uelzen entsprach: