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Rathäuser

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13.03.2026: Günzburg wurde im Jahr 1764 als Standort für eine habsburgische Münzstätte ausgewählt. Wichtige Faktoren für diese Entscheidung waren die günstige Lage im Verkehrs- und Nachrichtennetz der damaligen Zeit, die vorhandene Wasserkraft der Günz und ihrer Seitenarme und die Nähe zu Augsburg, von wo man das benötigte Münzmetall bezog. Im Erdgeschoss des von Joseph Dossenberger geplanten und 1767 fertiggestellten Gebäudes standen in einem grossen Saal vier sogenannte Spindelpressen, auf denen man überwiegend Silbermünzen prägte, in den Obergeschossen war die Verwaltung untergebracht. Die Münze mit der längsten Gültigkeit in der gesamten Geschichte des Geldes wurde ebenfalls hier hergestellt, der Maria-Theresien-Taler. Er war bis 1945 noch in Äthiopien gesetzlich gültiges Zahlungsmittel, was vor allem daran lag, dass sein Feingewicht von 23,389 Gramm und sein Feingehalt (833,333) niemals verändert wurden. Kupfermünzen wurden in einem zweiten Münzwerk, das zusammen mit einem Hammerwerk und einer Silberscheideanstalt ausserhalb der Stadtmauer stand, produziert. Das Ende der Münzprägung kam im Oktober 1805, als französische Truppen Günzburg besetzten und die Stadt kurz darauf bayerische wurde. Bereits seit 1809 dient das Münzgebäude als Rathaus, zahlreiche Umbaumassnahmen haben das Innere stark verändert:

06.03.2026: Das alte Rathaus steht an der Stelle der ehemaligen Zehntscheuer, die ein Teil des früheren Zehnthofes war. Hier wurden die Naturalien abgegeben und gelagert, die Grossostheim und Pflaumheim nach Mainz zu liefern hatten. Als die Gemeinden 1814 an das Königreich Bayern fielen, ging auch das Eigentum am Zehnthof mit über. Von 1860-1908 war hier ein Forstamt untergebracht. Die Seite zur Breiten Strassen schmückt heute ein sogenannter Neidkopfbrunnen:

Das Neidkopfbrunnen-Ensemble am Alten Rathaus krönt ein markanter Männerkopf als Abschlussstein eines Sandsteintorbogens. Interessanterweise wurden hier in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts immer wieder unterschiedliche Masken von Steinmetzen eingesetzt. Auf diese Weise sollten die Bewohner des zugehörigen Anwesens vor Neid, Krankheit, Armut, Unwetter und ähnlichem Unheil bewahrt werden. Darunter, über dem eigentlich Brunnen, übersetzt ein neues Relief (2008) von Herbert Deiss dieses historische Vorbild in die heutige Zeit:

13.02.2026: Unweit des Münsters liegt das Ulmer Rathaus, unschwer an seiner opulenten Aussenbemalung aus der Frührenaissance zu erkennen. Der älteste Teil des Gebäudes, der südöstliche Hauptbau, entstand 1370 als neues Kaufhaus. 1419 wird es erstmals als Rathaus bezeichnet. Im Laufe des 15. Jahrhunderts erhielt der Ratssaal auf der Südseite in gotischer Architektur gerahmte Fenster (mit sechs Kurfürstenfiguren) sowie die auf der Ostseite gelegenen Doppelfenster. Die reichverzierte astronomische Uhr wurde um 1520 angebracht. Die üppige Fassadenbemalung wurde auch auf den Altbau ausgedehnt und zeigt lehrhafte Darstellungen von Tugenden, Geboten und Lastern. Die heute zu sehende Malerei stammt aus dem Jahre 1900, als die von der Witterung grösstenteils zerstörte Bemalung wiederhergestellt oder im Geiste der verbürgten Teile neu erstellt wurde. Das Innere des Rathauses brannte 1944 zum grössten Teil aus. Unbeschadet blieb aber das gesamte Erdgeschoss und das Erste Obergeschoss des Südflügels. Im Treppenhaus ist ein Nachbau des Fluggerätes von Albrecht Ludwig Berblinger, des legendären Schneiders von Ulm, zu bewundern:

09.02.2026: Die Geschichte des Duisburger Rathauses hat ihre Wurzeln in der Zeit des Mittelalters. Seine erste Erwähnung als domus consulum stammt aus dem Jahre 1361. Erst rund 200 Jahre später gibt es eine grafische Überlieferung des Gebäudes. 1566 zeigt der Corputiusplan der Stadt Duisburg neben der Salvatorkirche auf der Stelle des ehemaligen Königshofs ein kleines, bescheidenes Gebäude – das Rathaus. Im Zuge der Industrialisierung im 19. Jahrhundert verdoppelte sich die Bevölkerung der Stadt, was zum Bau eines neuen, grösseren Rathauses 1843 führte. Doch bald genügt auch dieses Gebäude nicht mehr. Im Jahre 1895 schrieb man einen Wettbewerb aus, an dem 83 Architekten teilnahmen. Der Siegerentwurf von Friedrich Ratzel aus Karlsruhe wurde in drei Bauphasen von 1897-1902 realisiert. Das im Stil der historisierenden Frührenaissance ausgeführte Gebäude wurde auf dem Standort des Vorgängerbaus errichtet. Die Hauptfassade war zum Burgplatz gewendet, verfügte über zwei Innenhöfe und einen 67 Meter hohen Rathausturm. Der Haupteingang wurde durch einen Mittelrisalit mit prächtigem Giebel und einer barocken Haube gekennzeichnet. Auf dem Burgplatz vor dem Rathaus fand der Markt statt. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Rathaus stark beschädigt, die Überdachung aller Baukörper war zerstört. Im Zuge der Restaurierung erhielt das Gebäude ein Satteldach, die Überdachung des Eingangsportals wurde nicht wiederaufgebaut, der Turm wurde mit einer einfachen Spitze gekrönt. Auch die Ringbebauung des Burgplatzes ging für immer verloren, so dass die Anlage bis heute offen und ungestaltet blieb:

16.01.2026: Zwischen 1760 und 1770 wurde das Gebäude als so genanntes Schloss der Familie von Orb erbaut und seit dem 19. Jahrhundert als Rathaus genutzt. Das stattliche, zweigeschossige Gebäude ist massiv aus Stein gebaut und verputzt. Bedeckt ist das Gebäude mit einem Mansarddach mit Gauben:

18.12.2025: Das Alte Rathaus in Budenheim ist ein markantes, historisches Gebäude in der Rheinstrasse 2. Das Gebäude wurde zwischen 1863 und 1865 errichtet. Es handelt sich um einen spätklassizistischen Kalkbruchsteinbau. Ursprünglich diente der Komplex als kombiniertes Rat- und Schulhaus. Im Dezember 1958 erwarb die neu gegründete Wohnungsbaugesellschaft Budenheim GmbH das Anwesen in der Rheinstrasse 2. Die administrative Verwaltung zog 1967 um, als das neue Rathaus in der Berliner Strasse fertiggestellt wurde:

16.12.2025: Der dreigeschossige Bau mit Dachreiter, der von einer Haube bekrönt wird, ist mit 1687 bezeichnet. Den Stadtbrand von Usingen 1692 überstand das Haus. Auf dem Dachreiter sitzt eine schmuckvolle Wetterfahne mit dem nassauischen Löwen auf einem Dachknauf. Im Erdgeschoss befand sich ursprünglich eine grosse Halle mit vier Stützen. Als Schmuckformen sind Andreaskreuze und Rauten zu sehen, die teilweise ineinander gestellt sind. Das Haus besitzt eine zweiseitige Freitreppe zur Obergasse. Dieser Eingang wird heute nicht mehr genutzt, da auf der Rückseite des Gebäudes ein Neubau angefügt wurde:

12.12.2025: Beim Hauptgebäude des Rathauses handelt es sich um einen modernen Zweckbau mit markanter Glas- und Betonfassade. In der Fachwelt und von bekannten Architekten wird das Gebäude aufgrund seines wuchtigen Designs auch oft kritisch als Bausünde bezeichnet. Der Komplex wurde 1981 ursprünglich als Büro- und Geschäftshaus bezogen. Die Stadtverwaltung verlegte ihren Hauptsitz im Jahr 1996 hierher. Das Gebäude kombiniert öffentliche Verwaltung und Gewerbe. Im Erdgeschoss befindet sich eine Einkaufspassage (Ladengalerie im Rathaus). In den oberen Etagen sitzen der Magistrat und das zentrale Stadtbüro:

20.11.2025: Das Gebäude wurde im Jahre 1871 errichtet, als der wachsende Ort mit seinen Bodenschätzen einen gewissen Wohlstand erreichte. Heute dient es noch als gemeindliche Aussenstelle. Es handelt sich um einen farblich betonten Blankziegelbau mit symmetrischer Fassade, Mittelrisalit und guter Friesgliederung. Der Zierat beschränkt sich ansonsten auf kleine Schulter- und Giebeltürmchen:

02.10.2025: Ein Besuch im Schleswiger Rathaus ist eine Reise in die Vergangenheit. In dem fast 800 Jahre alten ehemaligen Kloster arbeiten heute die Mitarbeitenden der Stadtverwaltung. Klösterliches Refugium oder die Wohnzellen der Mönche des ehemaligen Franziskaner-Klosters, nach den grauen Kutten der Bettelmönche auch Graukloster genannt, sind heute Büros oder Sitzungszimmer. Die Klosterkirche St. Paul bildete einst den südlichen, vierten Flügel der Anlage. Nach der Reformation wandelte sich der Charakter des Grauklosters. Es ging in den Besitz der Stadt über und die Klausurgebäude nahmen nun eine Armenstiftung auf. Nach 1530 baute man gleichzeitig auch die Klosterkirche um, den südlichen Abschnitt des Gebäudekomplexes. Die Kirche St. Paul diente fortan als Rathaus und spielte bis zu ihrem Abbruch 1793 eine zentrale Rolle im öffentlichen Leben der Stadt. Der klassizistische Rathausneubau wurde 1794/95 im Wesentlichen auf den Fundamenten der Klosterkirche errichtet. Der markanteste Raum ist hier der durch zwei Geschosse reichende Ständesaal mit seinem perspektivisch ausgemalten Spiegelgewölbe. Heute wird der Ständesaal in erster Linie für die Ratsversammlungen der Stadt genutzt:

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