02.05.2025: 1985 schuf der Neustadter Künstler Prof. Gernot Rumpf den Rossmarktbrunnen. Pferd und Brunnen stellen ein Denkmal für einen berühmten Sohn Alzeys dar, den sagenumwobenen Spielmann und Ritter Volker von Alzey aus dem Nibelungenlied. Das Epos aus dem 13. Jahrhundert hat seinen historischen Kern im Burgunderreich des 5. Jahrhunderts, welches Alzey zu einem seiner Mittelpunkte zählte, und beschreibt den adeligen Volker als einen Mann voller Kampfeskraft, der angeblich die Fahne des burgundischen Königs im Feldzug gegen Sachsen trug:
02.05.2025: Die Alzeyer ehemalige St. Nikolauskirche ist wahrscheinlich aus der Kapelle des königlichen Saalhofes hervorgegangen. Die spätmittelalterlichen Kirche wurde seit dem 15. Jahrhundert in mehreren Bauabschnitten errichtet. Im Jahr 1432 wurde sie anstelle des ausserhalb der Stadtmauern gelegenen St. Georgskirche zur Pfarrkirche erhoben. Zu dieser Zeit bemühte sich auch der pfälzische Kurfürst Friedrich der Siegreiche, die Nikolaikirche in eine Stiftskirche umzuwandeln. Dieser Stift existierte von 1479 bis 1566. 1476 wurde mit dem Bau des Chors begonnen. Mit der Vollendung des Westturms (erb. 1485-99) war sie im Jahr 1499 fertiggestellt. Die Ausstattung der Kirche stammt aus der Zeit des 15.-18. Jahrhunderts. Der Taufstein wird von O. Böcher auf 1520/30 datiert. Die achteckige Sockelplatte war wohl ebenfalls rund. Nach dem verheerenden Stadtbrand des Jahres 1689 (Pfälzischer Erbfolgekrieg) wurde nur noch der Chor als reformierte Pfarrkirche benutzt. Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Kirche kurzzeitig zweckentfremdet und diente als Lazarett und Bäckerei. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Langhaus durch den Kreisbaumeistert Rhumbler wieder aufgebaut. Zwischen 1934 und 1937 wurde der Chor wieder eingewölbt und das Langhaus seines neugotischen Charakters entkleidet. Heute dient die Nikolaikirche als Hauptkirche der Stadt. Einzig in der Zeit zwischen Neujahr und Palmsonntag finden die Gottesdiente in der kleinen Kirche statt:
02.05.2025: Das Kreisjugendamt Alzey-Worms An der Hexenbleiche 34 befindet sich im Gebäude des ehemaligen Kreisgesundheit- und Veterinäramts. Bei dem Bauwerk handelt es sich um einen dreigeschossigen klassizierenden Walmdachbau mit übergiebeltem Mittelrisalit aus den Jahren 1926–28:
02.05.2025: Die Stadtverwaltung von Alzey sitzt im ehemaligen Kreisamt. Bei dem Gebäude handelt es sich um einen dreiflügeligen Neurenaissancebau, der 1894–96 nach Plänen des Hochbauamtes Mainz unter Leitung von Baurat Reinhard Grimm und Bauassessor Harry Wagner erbaut wurde:
04.04.2025: Der Bahnhof Lorch (Rhein) liegt im Tarifgebiet des Rhein-Main-Verkehrsverbundes. Der Bahnhof wird stündlich von der SPNV-Linie RB 10 (Rheingau-Linie) bedient. Etwa 250 m vom Bahnhof entfernt befindet sich die Bushaltestelle Lorch Bahnhof. Von dort verkehren die Buslinien 191 und 171 in Richtung Wollmerschied und Rüdesheim. Weichen und Signale des Bahnhofs wurden von 1961 bis zum 3. Dezember 2011 von einem Drucktastenstellwerk (Bauart Dr S2) gesteuert. Im Jahr 2011 ging ein elektronisches Stellwerk (ESTW-A) in Betrieb. Beim Empfangsgebäude handelt es sich um einen klassizistischer Typenbau um 1870:
04.04.2025: Das 1904 errichtete Gebäude trägt im Giebel die Aufschrift Elektro-Werk Lorch. Von allen Rheingauorten erzeugte Lorch am längsten – bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges – eigenen Strom. In Hanglage an der ansteigenden Strasse gelegener, handwerklich qualitätvoller, wohlerhaltener Industriebau von prägnanter Wirkung im Strassenbild:
04.04.2025: Ein Rathaus in Lorch wird erstmalig 1235 erwähnt. Im 15. Jahrhundert nannte es sich Haingericht, dann Schulljunkerschaft. Dieser gehörten sechs begüterte Lorcher Adelige an. Das heutige Gebäude am Markt wurde 1813 im klassizistischen Stil errichtet. Bis 1934 diente ein Teil des Gebäudes auch als Schulgebäude und Heimatmuseum. Das rein konstruktive Fachwerk war ursprünglich verputzt:
04.04.2025: Der Kirchturm, der gleichzeitig Wehrturm war, ist Relikt eines fränkisch-romanischen Kirchenbaus. In Teilen weist er materialmässig bis auf römischen Ursprung hin. Als Lorch um 360 n. Chr. ein militärischer Stützpunkt der Römer war, hat an dieser Stelle wohl ein römischer Burgus gestanden. Ab 1270 nahm die Katholische Kirche St. Martin zu Lorch Gestalt an. Kunstgeschichtlich wertvoll ist ihr 1483 durch Hans von Worms geschaffener Hochaltar, der erste monochrome Schnitzaltar Deutschlands und der grösste seiner Art im deutschen Raum. Interessant sind das achthundert Jahre alte Chorgestühl, ein Taufstein von 1464 und Relikte eines Chorgestühls von Erhard Falkener:
04.04.2025: Im 14. Jahrhundert an der ehemaligen Stadtmauer errichtet zur gesonderten Unterbringung von Menschen mit ansteckenden Krankheiten. 1657 neu errichtet. Aus dieser Zeit stammt auch das Zierfachwerk der Giebelseite. Das seitliche Ständerfachwerk wurde bei der Sanierung im späten 20. Jahrhundert durch neues Zierfachwerk ersetzt:
04.04.2025: Bereits im 14. Jahrhundert wird eine Wisperbrücke in Lorch erwähnt. 1556 wurde hier eine zweijochige Bogenbrücke aus Bruchsteinmauerwerk errichtet. Eine Erneuerung bei gleichzeitiger Verbreiterung der Fahrbahn erfolgte 1978 nach altem Vorbild. Zwei flache Gewölbebögen, mit Werksteinen aus Sandstein verblendet. In der Mitte ein ebenfalls mit Sandstein-Werksteinen verkleideter, spitz zulaufender Wellenbrecher. Ein Bogen überspannt den Wasserlauf, ein weiterer einen inzwischen verlandeten und höhergelegenen Uferstreifen. Die mit Sandstein abgedeckte Brüstung geht in die anschliessenden Ufermauern über. Wenn auch in der Substanz weitgehend erneuert, bildet die Brücke mit Heiligenfigur dennoch einen wesentlichen Bestandteil des historischen Ortsbildes von Lorch. Die auf der leicht überhöhten Brückenmitte überarbeitete kleine Sandsteinfigur des Brückenheiligen Johannes von Nepomuk stammt aus dem 18. Jahrhundert: