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Baudenkmäler und Sehenswürdigkeiten

23.05.2019: Zu den Wahrzeichen der Stadt gehört das zwischen 1950 und 1953 nach historischem Vorbild wiederaufgebaute Rathaus mit schönen Arkaden unter der Freitreppe. Der repräsentative Bau wurde 1417 im gotischen Stil errichtet und Ende des 16. Jahrhunderts im Renaissancestil erweitert. Prunkstück der Rathausfassade ist die 1579/80 entstandene Kunstuhr mit astronomischer Uhr und Mondphasenuhr von Isaak Habrecht aus Schaffhausen, der auch die Kunstuhr am Strassburger Münster geschaffen hat:

23.05.2019: Nach dem irischen Wanderbischof St. Kilian ist das bedeutendste Baukunstwerk der Stadt Heilbronn benannt. Die ältesten Teile der Kilianskirche gehen auf das 13. Jahrhundert zurück, ihr origineller achteckiger Turm gilt als der erste Turm mit Renaissanceelementen nördlich der Alpen. Baumeister Hans Schweiner stellte am Westturm mit karikierenden Figuren die religiösen Missstände seiner Zeit dar, 1529 wurde der Turm mit dem Landsknecht, dem „Männle“, gekrönt. Im Inneren der Kirche befindet sich der Hochaltar von Hans Seyfer, ein Spitzenwerk der spätgotischen Plastik und Altarkunst. Die Figuren des Altars überstanden die Zerstörung der Stadt Heilbronn im Jahre 1944 in den Stollen des Salzbergwerks Kochendorf. 1998 wurde der Altar 500 Jahre alt. Der Siebenröhrenbrunnen am Kiliansplatz wird von einer Quelle gespeist, die vermutlich „Helibrunna“ einst den Namen gab:

23.05.2019: Das Alte Postamt in der Bahnhofstraße 22 wurde 1906 erbaut und war damals das grösste Postamt der Region. Es steht inzwischen als Kulturdenkmal unter Denkmalschutz. Das repräsentative Postgebäude mit Turm wurde im Stil der Neorenaissance errichtet. Im Erdgeschoss befanden sich grosszügige Schalter- und Abfertigungshallen, im ersten Obergeschoss Büros und ein Morsesaal, darüber lagen Bedienstetenwohnungen. Das Gebäude ist mit Ziergiebeln, Erkern, Loggien und verschiedenem Bauschmuck äußerst aufwändig gestaltet. Es zählt zu den wenigen Amtsgebäuden in der Kernstadt, die die Luftangriff auf Heilbronn im Zweiten Weltkrieg nahezu unbeschädigt überstanden haben:

23.05.2019: Das Theaterschiff in Heilbronn gibt es seit Ende 1995. Bei dem Schiff handelt es sich um das ehemalige französische Binnenschiff ROANBER das ursprünglich verschrottet werden sollte. An Bord befinden sich 124 Plätze. 2003 wurde das Schiff mit einem Glasaufbau nachgerüstet, der als Foyer genutzt wird. Gezeigt werden bekannte Theaterproduktionen, teilweise auch Eigenproduktionen sowie Kleinkunst, Musik und Kabarett. Das Schiff hat seinen ständigen Liegeplatz an der Friedrich-Ebert-Brücke im Zentrum Heilbronns:

23.05.2019: Seit 1848 gibt es eine Schienenverbindung in die Stadt, seit 1874 befindet sich der Hauptbahnhof am heutigen Standort. Der ursprüngliche Hauptbahnhof, welcher durch Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde, ist nach dem Krieg durch einen bis heute genutzten Neubau im Stil der Nachkriegsmoderne ersetzt worden. Das Gebäude des Hauptbahnhofs steht heute als Zeugnis der Architektur der 1950er-Jahre unter Denkmalschutz. Trotz seines Status als Großstadtbahnhof verfügt der Heilbronner Hauptbahnhof über keine Anbindung an den Fernverkehr. Dies kompensiert der Bahnhof jedoch mit einem grossen Angebot an regionalen Bahnen. Täglich starten Züge der Regionallinien nach Würzburg, Stuttgart, Crailsheim, Mannheim und Osterburken:

23.05.2019: Der Bahnhof von Bad Wimpfen ist der einzige neugotische Bahnhof in Süddeutschland. Er wurde 1868 mit der Erweiterung der Bahnlinie Heidelberg – Sinsheim – Heilbronn erbaut. Heute beherbergt er eine Cocktailbar. Vor dem Bahnhof befindet sich ein Halteplatz für Reisebusse und ein großer PKW-Parkplatz. Ausserdem fährt der Bürgerbus von hier aus zu verschiedenen Haltepunkten in der Stadt am Berg und im Tal:

23.05.2019: Unterer Stadteingang. Erbaut im 15. Jahrhundert nach der Erweiterung der Gerber-Vorstadt. Das barocke Wappen von 1781 zeigt das Stadtwappen. Der Reichsadler hält den Petrusschlüssel (Wappen des Bistums Worms) im Schnabel:

23.05.2019: Das Hohenstaufentor (auch Schwibbogentor) mit seinem Torturm war der Torbau der hochmittelalterlichen Pfalz (um 1200), der Südzugang zur Kaiserpfalz. Vor dem Tor führte eine Zugbrücke über den Graben. Das mit einer lichten Weite von mehr als drei Metern überdurchschnittlich breite Tor wird von einem Flachbogen mit der ursprünglichen Scheitelhöhe von 3,70 Metern überwölbt:

23.05.2019: Die ehemalige Königspfalz in ist mit 215 Metern Länge, bis zu 88 Metern Breite und mit ursprünglich drei Bergfrieden die größte staufische Pfalzanlage in Deutschland. Sie liegt auf einem Bergsporn über dem Neckar an einer strategisch vorteilhaften Stelle. Im Norden, Osten und Süden ist die Pfalz noch heute von einem fast geschlossenen Mauerzug umfasst. Die Bauarbeiten begannen unter Friedrich I. Barbarossa (1152–1190) kurz nach der Mitte des 12. Jahrhunderts. 1190 oder spätestens 1197 erfolgte ein Baustopp. Unter Friedrich II. (1212–1250) setzte nach 1217 eine zweite Bauphase ein, die möglicherweise unter Heinrich VII. fortgesetzt wurde. Vermutlich 1320/22 wurde die Pfalz in grossen Teilen zerstört und nach dem ersten Drittel des 14. Jahrhunderts vom Königtum kaum noch genutzt. Im Laufe der Zeit verschmolz sie mit der westlich anschliessenden Stadt, in der das ehemalige Pfalzareal heute das sogenannte Burgviertel bildet.

ROTER TURM: Der staufische Wehrturm und östliche Bergfried der Kaiserpfalz hat ein mächtiges Buckelquaderwerk, das aus verschiedenen Baumaterialien (Sandstein, Tuffstein und Kalksteinaufbau) besteht. Das rote Ziegeldach wurde im 30-jährigen Krieg zwar zerstört, dennoch hat er der Rote Turm seinen Namen bis heute behalten:

NÜRNBERGER TÜRMCHEN: Auf der angrenzenden Burgmauer über dem Unteren Stadttor steht das Nürnberger Türmchen, das in dankbarer Erinnerung an die Hilfe der Reichsstadt Nürnberg für das zerstörte Wimpfen im 30-jährigen Krieg erinnert:

PFALZKAPELLE: Sie ist eine ehemalige Hofkapelle mit direktem Zugang vom Palas auf die Königsempore. An der Südseite befinden sich Doppelfenster der Kaiserempore, die Wand ist durch Lisenen und Rundbogenfries gegliedert. Die Sakristei und der Chor wurden im 14. Jahrhundert nachträglich angebaut:

STEINHAUS: Das Steinhaus im Burgviertel ist einer der grössten romanischen Profanbauten in Deutschland und neben dem Blauen Turm der auffälligste Bau der ehemaligen Kaiserpfalz. Es dient ursprünglich als Kemenate der Königin. Im 15. Jahrhundert wurde es umgebaut und privatisiert. Im 1. Obergeschoss, dem großen Saal, sind wertvolle Wandmalereien zu sehen. Seit 1511 ist das Steinhaus in städtischem Besitz:

23.05.2019: Die Dominikanerkirche wurde als Klosterkirche des Dominikanerklosters im 13. Jahrhundert begonnen und im 18. Jahrhundert zu ihrer heutigen Gestalt umgebaut. Das ehemalige Kloster mit kunstvollem Kreuzgang ist heute ein Schulgebäude, die Kirche wird als katholische Stadtpfarrkirche zum Heiligen Kreuz genutzt. In der Kirche wird seit dem 13. Jahrhundert eine Kreuzreliquie verehrt, die vermutlich von Albertus Magnus nach Wimpfen gebracht wurde: