17.08.2017: Der Bahnhof liegt an der Taunus-Eisenbahn von Frankfurt (Main) Hauptbahnhof nach Wiesbaden Hauptbahnhof. Hier halten planmässig ausschliesslich S-Bahnen der Linie S1 der S-Bahn Rhein-Main und die Regional-Expresszüge RE 4 und RE 14 des SÜWEX (Frankfurt-Mainz Hbf-Ludwigshafen). Das erste Empfangsgebäude aus der Zeit, als die Strecke in Betrieb genommen wurde, stammte von dem Mainzer Architekten Ignaz Opfermann und ist nicht erhalten. Das heutige Empfangsgebäude, welches nördlich der Bahnstrecke errichtet wurde, stammt von 1877 und wurde 1911 umgebaut. Das zweieinhalbgeschossige Gebäude mit breitem Geschossfries steht traufständig zu den Gleisen. Das Gebäude ist ein Baudenkmal:
17.08.2017: Im Jahr 1836 wurde eine neue Kilianskirche auf den Fundamenten der Vorgängerkirche in Angriff genommen und 1895 durch ein Seitenschiff erweitert. Im Turm wurden drei Glocken in der Stimmlage E, Fis und Gis aufgehängt. Sie wurden 1893 von Andreas Hamm in Frankenthal gegossen. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Bau stark in Mitleidenschaft gezogen, die Schäden wurden jedoch bald behoben, so dass sich die Kirche aus rotem Sandstein wieder in ihrer alten Gestalt präsentiert. Von der später erworbenen Ausstattung sind hervorzuheben eine wertvolle Pieta von 1760, eine gestiftete alte Ikone in einem Rahmen von A. Predohl und die Kreuzigungsgruppe in der Apsis mit den Figuren von Maria und Johannes, die 1680 in einer badischen Schnitzschule hergestellt wurden:
16.08.2017: Die Geschichte der Mönchhofkapelle ist reichhaltig und geprägt von Höhen und Tiefen. Bereits im Mittelalter war der Mönchhof ein wichtiger Wirtschaftshof, der eng mit dem Reichklarakloster in Mainz verbunden war. Nach verschiedenen Ereignissen, darunter die Zerstörung während des 30-jährigen Krieges, wurde die Kapelle unter der Leitung des Stadtbaumeisters Veit Schneider im 17. Jahrhundert wiedererrichtet. Heute dient die Mönchhofkapelle verschiedenen Zwecken, von Trauungen bis hin zu kulturellen Veranstaltungen und Gottesdiensten. Nach einer Renovierung im Jahr 2007 erstrahlt die Kapelle in neuem Glanz und lädt Besucher ein, ihre Geschichte zu entdecken:
16.08.2017: Im Zentrum des historischen Ortskernes von Eddersheim steht die Pfarrkirche St. Martin. Sie beherrscht die Kreuzung der beiden alten Dorfstrassen. Am oberen und unteren Ende der Propsteistrasse standen einst zwei Pforten. Bereits im 14. Jahrhundert gab es eine Kirche, die aber 1622 zerstört wurde. 1652 bekam Eddersheim ein neues Kirchengebäude und wurde selbstständige Pfarrei. Zu ihren Filialen gehörte auch das linksmainische Hofgut – der Mönchshof. Der Kirchenneubau von 1728 – ein kleiner Saalbau mit barockem Dachreiter – wurde 1934 durch den Anbau eines grosszügigen Langhauses erweitert:
09.08.2017: Das Schwabentor ist neben dem Martinstor das zweite, aber jüngere noch erhaltene Stadttor. Es wurde in seiner ursprünglichen Form etwa in der Mitte des 13. Jahrhunderts errichtet und bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts nicht wesentlich verändert. Das Schwabentor wurde wie das Martinstor auch von Carl Schäfer umgestaltet. Sein Entwurf kombinierte die bestehenden Bauteile aus dem frühen 13. Jahrhundert mit spätgotischen Aufbauten aus dem 15. Jahrhundert. So wurde das Schwabentor 1901 auf etwa die doppelte Höhe aufgestockt und mit einem auffälligen Treppengiebel nach dem Vorbild norddeutscher Stadttürme geziert. Der Baukörper wurde allerdings im Jahre 1954 wieder bis auf das Uhrengeschoss zurückgebaut und mit einem schlichteren, pyramidenförmigen Dach ersetzt, das von einem Glockentürmchen mit einem Zwiebeldach gekrönt wird. Der quadratische Turm mit Seitenlängen von etwa 11 Metern verfügt über drei Geschosse. Das Mauerwerk besteht im unteren Teil aus roten Sandsteinbuckelquader und nach obenhin aus Bruchstein mit Eckbossen. Das Fachwerkhaus neben dem Schwabentor, welches einen grösseren Torbogen überspannt, sieht relativ alt aus, wurde tatsächlich jedoch erst im Jahre 1913 im Zuge der Umbaumassnahmen des Schwabentors errichtet:
09.08.2017: Der Rathausplatz ist umgeben vom ehemaligen Franziskanerkloster mit seinem wunderschönen Kreuzgang, der Martinskirche und dem Alten sowie dem Neuen Rathaus. Das rotgestrichene Alte Rathaus entstand in den Jahren 1557-1559, durch den Zusammenschluss mehrerer älterer Häuser, und war ursprünglich reich verziert. Wie so viele der alten Gebäude in der Innenstadt fiel auch das Alte Rathaus der Bombardierung im Jahre 1944 zum Opfer und brannte völlig aus. Es wurde in den Nachkriegsjahren wieder aufgebaut, besitzt jedoch jetzt keine so schöne Fassade mehr:
Das Neue Rathaus, 1952 bis 54 rekonstruiert, ist über eine Verbindung an das Alte Rathaus angeschlossen. Auch das neue Gebäude entstand durch die Zusammenfügung mehrerer bereits vorhandener Häuser, die ursprünglich zur Universtität gehörten. Der Umbau dieser aus dem 16. Jahrhundert stammenden Gebäude zum Komplex Neues Rathaus fand zwischen den Jahren 1896 und 1901 statt. Dabei wurden in den Fassaden grössere Fenster, Fachwerkeinbauten, Balkone und Erker integriert. Beeindruckend auch der Ratssaal, der über einer Arkadenhalle angeordnet wurde. Auch im Inneren hat man die Räume im Stil der Spätgotik und der Renaissance ausgebaut, und mit aufwändigen Holzarbeiten gestaltet. Das Neue Rathaus mit seinem steilen Dach wird von einem Glockentürmchen gekrönt und zudem von einer Uhrengaube verziert. Das täglich zur Mittagsstunde klingende Glockenspiel war das Geschenk eines Fabrikanten an die Stadt:
09.08.2017: Wer vom Martinstor spricht, der muss im gleichen Atemzug das Schwabentor nennen. Beide Türme sind eng miteinander verbunden, denn sie gehörten einst zur Freiburger Befestigungsanlage. Diese bestand aus insgesamt fünf Wehrtürmen, die sich bündig in die damalige Stadtmauer einfügten und mit dem Wehrgang verbunden waren. Das Martinstor befindet sich in der südlichen Altstadt. Errichtet wurde es im 13. Jahrhundert, im Jahr 1238 fand es erstmals urkundliche Erwähnung. Doch wie zu den Anfangszeiten sieht das Bauwerk nicht mehr aus. Es wurde mehrfach umgebaut, zeitweise diente es sogar als Gefängnis für säumige Schuldner. Grosse Veränderungen standen erst Ende des 19. Jahrhunderts an. Die Stadtseite zierte bis 1969 ein Bildnis des heiligen Martin, daher auch der Name. Im Mittelalter wurde der Wehrturm als Norsinger Tor bezeichnet, da der Durchlass in Richtung zur gleichnamigen Gemeinde führt. In der Seitengasse (Martinsgässle) befindet sich übrigens der Eingang zur Freiburger Markthalle. Das Schwaben- sowie das Martinstor standen Ende des 19. Jahrhunderts einigen Zeitgenossen im Weg. Ihrer Ansicht nach sollten die Bauwerke der elektrischen Strassenbahn weichen. Zum Glück geschah das nicht. Bürger, Geschäftsleute und Kommunalpolitiker einigten sich schliesslich auf einen Kompromiss, der weit mehr in petto hatte, als lediglich kleine Umbaumassnahmen durchzuführen. Architekten und Stadtentwickler legten sich mächtig ins Zeug. Sie machten den mittelalterlichen Wehrturm zu einem der Freiburger Wahrzeichen. Das Martinstor war ursprünglich 22 Meter hoch. Nach den Umbauarbeiten präsentierte es sich mit einer Höhe von 66 Metern. Die Aufbauten wurden im Gegensatz zum ursprünglichen Tor im spätgotischen Stil errichtet. Somit fügte sich das Bauwerk gekonnt ins Stadtbild ein, bei dem auch an anderen Stellen gotische Architektur zu finden ist. Ein prominentes Beispiel stellt das Freiburger Münster dar. Im Zuge dieses Umbaus wurde darüber hinaus nebenan ein zweiter, etwas breiterer Durchgang geschaffen, der wegen des neuen Strassenbahnverkehrs und der grösser werdenden Stadt verlangt wurde. Das diesen Durchgang überspannende Gebäude wurde im gleichen historisierenden Stil wie das vorhandene Tor errichtet. Es beherbergte Anfang des 20. Jahrhunderts auf zwei Etagen das Restaurant zum Martinstor. Die Zeiten ändern sich, aktuell ist in dem Geschäft neben dem Martinstor eine bekannte Fastfood-Kette untergebracht:
28.07.2017: Die katholische Kirche St. Nikolaus bildet das Zentrum von Jügesheim. Sie ist im Stadtteil das höchste Gebäude mit ihrem 45,50 Meter hohen Turm. Sie wurde 1869 – 1871 im Bereich zwischen Vordergasse und Hintergasse erbaut und am 3. September 1871 vom Mainzer Bischof Emmanuel von Ketteler geweiht. Die dreischiffige, im neugotischen Stil errichtete Kirche besitzt zwar keine Kunstschätze, wohl aber eine stilechte Architektur und einige Stücke und Einrichtungsgegenstände, die sie zu einem liebenswerten Kleinod im Jügesheimer Ortszentrum machen:
28.07.2017: Dietzenbach Bahnhof ist eine Bahnstation in Dietzenbach in Hessen und Endpunkt der Bahnstrecke Offenbach-Bieber-Dietzenbach. Das Empfangsgebäude steht unter Denkmalschutz. Im Gegensatz zum offiziellen Betriebsstellennamen ist Dietzenbach Bahnhof heute betrieblich nur noch ein Haltepunkt und Bahnhofsteil des Bahnhofs Dietzenbach Mitte. Die Station dient heute ausschliesslich dem S-Bahn-Verkehr. Die S-Bahnen der Linie S2 verkehren in einem Grundtakt von 30 Minuten. Zur Hauptverkehrszeit wird dieser Grundtakt auf einen 15-Minuten-Takt verdichtet. Das 1898 erbaute, denkmalgeschützte Empfangsgebäude ist ein traufständiger Backsteinbau, an dessen südlichem Ende beidseitig ein Seitenrisalit vorhanden ist. Im Anschluss daran befindet sich ein flacher Güterschuppen mit einer überdachten Rampe. Das Gebäude befindet sich heute in Privatbesitz:
23.07.2017: Die Alte Brücke wurde bereits 1222 urkundlich erwähnt und ist damit die älteste Mainbrücke Frankfurts. Für die Entwicklung der Stadt stellt sie einen wichtigen Meilenstein dar. Über Jahrhunderte war die Alte Brücke die einzige Verbindung zwischen den beiden Frankfurter Ufern und einer der wichtigsten Verkehrswege über die Grenzen der Stadt hinaus. Ursprünglich war die Alte Brücke eine Holzkonstruktion. Erst seit Anfang des 15. Jahrhunderts finden sich bildliche Darstellungen, die das Bauwerk in Stein zeigen. Die heutige Alte Brücke wurde nach einem Neubau von 1912 bis 1926 durch den damaligen Oberbürgermeister Ludwig Landmann eingeweiht. Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs sprengte die deutsche Wehrmacht zwei ihrer acht Gewölbebögen. Nach einem provisorischen Aufbau wurde die Brücke im Jahr 1965 umgebaut. 2013 erfolgte eine Sanierung, mit der die Alte Brücke auch ein neues Erscheinungsbild bekam. Seit Oktober 2016 steht das Standbild Karls des Grossen wieder auf der Brücke. Dabei handelt es sich um eine originalgetreue Kopie des Standbilds aus dem Jahr 1843, das bis 1914 auf der Alten Brücke stand und im Neubau des Historischen Museums einen festen Platz haben wird. Eine Besonderheit ist die Maininsel, die sich unterhalb der Brücke beidseitig befindet und im Laufe der Jahrhunderte immer wieder ihre Form änderte. Sie ist etwa 300 Meter lang und ca. 30 Meter breit. Zwischen zwei Brückenpfeilern mitten auf der Maininsel befindet sich das Bootshaus des Frankfurter Rudervereins von 1865, dem ältesten Ruderverein der Stadt. Ebenfalls auf der Maininsel steht seit 2006 der Portikus, eine Ausstellungsinstitution für zeitgenössische Kunst: