Kulturstätten
09.02.2026: Seit 1902 besteht das Duisburger Stadtmuseum, das aus der Sammlung des Duisburger Altertumsvereins hervorging. Nach dem Zweiten Weltkrieg etablierte sich das Niederrheinische Museum im Kantpark (1969-1990) und baute hier seinen archäologischen Schwerpunkt aus, 1991 schliesslich zog das Institut als Kultur- und Stadthistorisches Museum an den Duisburger Innenhafen. Der neue Standort des Kultur- und Stadthistorischen Museums verbindet anschaulich die Vergangenheit mit der Gegenwart. Die archäologische Zone Alter Markt, die Stadtmauer, deren sichtbare Teile aus dem 13. und 14. Jahrhundert stammen, die spätgotische Salvatorkirche und das Dreigiebelhaus erinnern an das mittelalterliche Stadtleben, obwohl die Innenstadt im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört wurde. Der Innenhafen ist ein deutliches Beispiel für den heutigen Strukturwandel der Region. Die alten denkmalgeschützten Speicher- und Mühlengebäude, ehemals Brotkörbe des Ruhrgebiets genannt, erhalten als Bestandteile des multifunktionalen Dienstleistungsparks Innenhafen anspruchsvolle Umnutzungen. Im Altbautrakt des Museums, dem Getreidesilo der Rosiny-Mühle von 1902, wird die Geschichte der Mühlenindustrie am Innenhafen in der neuen Stadtgeschichte-Ausstellung erläutert. Im Jahr 2002 feierte das Museum sein 100-jähriges Bestehen. Seit 2007 zeigt eine umfassende, modern gestaltete Dauerausstellung die Geschichte Duisburgs von der Steinzeit bis zur Gegenwart. Kulturgeschichtliche Highlights sind die Münz- und Antikensammlung Köhler-Osbahr sowie die europaweit berühmte Mercatorsammlung mit den Globen und Atlanten des berühmten Kartographen des 16. Jahrhunderts:

09.02.2026: Das Landesarchiv NRW ist das Gedächtnis des Landes Nordrhein-Westfalen und seiner Vorgängerstaaten. Es sichert Rechts- und Kulturgüter von hohem Wert und dient den Bedürfnissen der Gesellschaft nach historischer Information, Transparenz des Verwaltungshandelns und Rechtssicherheit. Mit einem ambitionierten Architekturprojekt wurde Deutschlands grösstes Archivgebäude errichtet. Das 200 m lange Gebäude der Architekten Ortner & Ortner setzt internationale Massstäbe. Das Landesarchiv NRW zeigt sich zur Autobahn und zum Innenhafen als markante ziegelrote Baufigur. Das vorhandene, denkmalgeschützte 48 m lange Speichergebäude aus den 30er Jahren wurde durch einen 76 m hohen Archivturm im Zentrum aufgestockt. Ein wellenförmiger, 160 m langer Baukörper ergänzt die prägende Gestalt des Speichers und des Turmes, setzt sich aber selbstbewusst durch seine besondere Form ab. Das Foyer liegt im Schnittpunkt des Speichers und der weiteren Flächen der Welle. In diesem Schnittpunkt befindet sich auch der Eingang. Das Foyer und die öffentlichen Bereiche öffnen sich zur Uferpromenade. Im Innern des Foyers blickt man über grosse Öffnungen in das gesammelte Archivmaterial. Im Landesarchiv NRW kann langfristig auf bis zu 148 Regalkilometern das rheinische Archivgut aufgenommen werden. Ausserdem befinden sich in dem Neubau ein Lesesaal, ein Ausstellungsraum und Büros:

09.02.2026: Das Duisburger Musicaltheater wurde im Januar 1996 mit Les Misérables eingeweiht. Inzwischen hat sich das Theater mit seinen 1.540 Plätzen als variable Spielstätte bewährt. Durch ein modernes Raumakustik-System ist der Saal akustisch veränderbar und erfüllt somit die unterschiedlichsten Anforderungen. Im Theater am Marientor sind Kammer- und Philharmonische Konzerte ebenso möglich wie Musicals, TV-Aufzeichnungen, Opern, Comedy-Shows, Ballettabende und andere musikalische Aufführungen:

09.02.2026: Das Lehmbruck-Museum in Duisburg zeigt im Schwerpunkt Arbeiten des Künstlers Wilhelm Lehmbruck sowie internationale Skulpturen der Moderne. Erbaut wurde das Museum 1964 im Immanuel-Kant-Park nach Plänen von Manfred Lehmbruck, einem Sohn des Künstlers. Das ursprünglich aus Grosser Glashalle und Lehmbruck-Trakt bestehende Haus ist 1983-87 um einen Erweiterungsbau ergänzt worden (im Bild). Im Aussenraum des Museums befindet sich ein Skulpturengarten mit weiteren Exponaten:
16.01.2026: 1989 öffnete das erste Schulmuseum Rheinhessens, dessen Bestände Prof. Dr. Hermann Bertlein in jahrelanger Suche zusammengetragen hat, im Wormser Vorort Pfeddersheim seine Pforten. In den Räumen der Bergschule, einem über 100 Jahre alten Volksschulhaus, vermitteln originale Schulbänke der Schulmöbelfabrik Liquid aus Frankenthal, Lehrerpult, Wandbilder, Griffel und Tintenfass einen Eindruck der Schulatmosphäre von anno dazumal. Das Prof. Bertlein Schulmuseum zeigt Unterrichtsmaterialien der verschiedenen Volksschulfächer wie Lesen, Schreiben und Rechnen. Eine besondere Attraktion bildet der sogenannte Fünf-Finger-Rechenapparat aus dem Jahr 1921, der Rechenprobleme mit insgesamt zwanzig Fingern zu lösen ermöglichte. Weitere Themenbereiche beschäftigen sich unter anderem mit dem Lehrplan sowie Beruf und soziale Stellung des Lehrers:

16.12.2026: Die Hugenottenkirche liegt am Alten Marktplatz. Sie wurde um 1700 von dem Baumeister Benedikt Burtscher als Gotteshaus für die französischen Glaubensflüchtlinge errichtet. 1817 wurde sie als Kirche obsolet, als auch in Nassau sich die Lutheraner und Reformierten vereinigten. Heute ist sie das Domizil der Usinger Stadtbücherei, dient aber auch als Standesamt. Zuständig für die Trauungen ist das Standesamt Neu-Anspach/Usingen. Die ebenfalls am Marktplatz stehenden Fachwerkhäuser sowie der Brunnen betonen das geschützte Baudenkmal besonders:
16.12.2025: Unweit des fürstlichen Marstalls befindet sich das ehemalige Kavaliershaus, einst Sitz der Geheimen Kanzlei. Der spätbarocke Bau erhielt 1738 durch den Hofbaumeister Friedrich Joachim Stengel seine bis heute überkommene Gestalt, zweigeschossig mit fünfachsiger Traufseite. Heute beherbergt der Bau eine Dependance des Stadtmuseums:

02.10.2025: Das Slesvighus wurde im Jahre 1901 als Hotel gebaut und wird seit 1922 als dänisches Kulturzentrum genutzt. Seit der Schliessung des baufälligen Theaters in Schleswig dient es als Interimsspielstätte für das Schleswig-Holsteinische Landestheater. Gleichzeitig finden hier Veranstaltungen des SSF (Sydslesvigsk Forening), der kulturellen Hauptorganisation der dänischen Minderheit, statt – z.B. Konzerte, dänische Theaterstücke und Feste:

02.10.2025: Wie beim benachbarten Schloss Gottorf bildet auch beim Stadtmuseum ein historisches Bauwerk die Kulisse für die Sammlungen, der Günderothsche Hof in der Friedrichstrasse gilt als einer der schönsten städtischen Adelshöfe in Schleswig-Holstein. Um 1634 liess der Gottorfer Herzog Friedrich III. den rotgestrichenen Hauptbau des Anwesens als Gästepalais errichten. 1675 gelangte das Gebäude in den Besitz des herzoglichen Oberstallmeisters Friedrich von Günderoth, dessen Name bis heute mit dem Haus verbunden ist. Den heutigen geschlossenen Charakter einer allseitig umbauten Hofanlage erhielt der Komplex durch die beiden aus dem 18. Jahrhundert stammenden Fachwerkbauten, die das Haupthaus flankieren. In dessen Inneren beeindruckt die repräsentative Eingangshalle mit einer in dieser Form seltenen spätbarocken Treppenanlage. 1851 erwarb die Stadt Schleswig den Hof, der in den folgenden Jahrzehnten eine sehr wechselvolle Geschichte erlebte und seit 1932 das Museum beherbergt. Durch die Einbeziehung weiterer Gebäude in der Nachbarschaft vergrösserte sich nach 1950 der Ausstellungs- und Aktionsradius des Museums erheblich:

30.09.2025: Das zweigeschossige Fachwerkhaus wurde um 1659 errichtet. Es zeichnet sich durch seine Backsteinausfachung und ein ziegelgedecktes Satteldach aus, wobei das Obergeschoss an drei Seiten vorkragt. Ursprünglich diente es als Gerichtsgebäude und Sitz der Gerichtsbarkeit der autonomen Altländer. Später (seit 1773) wurde es als Wohnhaus genutzt. Eine historische Besonderheit ist die Verschiebung des Hauses im Jahr 1932. Um die Strasse zu verbreitern, wurde das gesamte Gebäude auf Rollen gesetzt und um einige Meter versetzt. Heute beherbergt das Gebäude unter anderem die Bücherei und die sogenannte Landesstube:
