Kulturstätten
11.08.2025: Der Marstall mit der alten Reithalle liegt direkt an der Lübecker Strasse, gegenüber der Schlossbrücke. Er wurde 1845/46 im Auftrag von Graf Ernst Schimmelmann gebaut und diente der Pferdezucht. Nach einigen Jahrzehnten mit wechselnden Besitzern und Nutzungszwecken, darunter z. B. eine Autowerkstatt, wurde das Gebäude Anfang dieses Jahrhunderts liebevoll saniert. Heute gibt es darin eine Galerie, die Reithalle wird als Veranstaltungsraum genutzt, ausserdem gibt es Büroräume:
08.08.2025: Die Gertrudenkapelle wurde Ende des 14./Anfang des 15. Jahrhunderts ursprünglich als Fachwerkkonstruktion mit Backsteinmauerwerk ausserhalb der Stadtmauern errichtet. Sie diente zunächst als Wallfahrtskapelle. Seit Oktober 1953 beherbergt der flach gedeckte Backsteinsaal ein Museum für Werke des Bildhauers Ernst Barlach (1870 – 1938):

08.08.2025: In einem klassizistischen Zweckbau am Franz-Parr-Platz 10, dem einstigen Schlosskrankenhaus, befindet sich das Stadtmuseum der Barlachstadt Güstrow, das seit 2009 auch die Tourist-Information beherbergt. Hier erwartet die Besucher auf 500 qm Ausstellungsfläche Interessantes und Sehenswertes zur Geschichte, Kunst und Kultur der zwischen 1219 und 1226 gegründeten Stadt Güstrow, ihrer historischen Bedeutung im Kontext zur Landesgeschichte und Entwicklung bis in das 19. Jahrhundert. Eine Erweiterung der Exposition, die streiflichtartig die Güstrower Stadtgeschichte im 20. Jahrhundert unter Zuhilfenahme multimedialer Technik erlebbar macht, wurde am 2. Oktober 2013 eröffnet. Aufgrund seines herausragenden Sammlungsbestandes zählt das Stadtmuseum heute zu den zehn wichtigsten kulturhistorischen Museen des Landes und bildet einen wahren Kunst- und Kulturschatz der Stadt, der von nationaler bzw. internationaler Bedeutung ist:
08.08.2025: Die Wollhalle gehörte nach dem Zweiten Weltkrieg zu jenen historischen Fassaden, die zwar das Stadtbild prägten, aber der Öffentlichkeit war das Gebäude nicht zugänglich. Einzig in der unteren Etage befand sich die Theaterwerkstatt. Erbaut als herzoglicher Pferdestall erwarben im Jahre 1817 die Güstrower Stadtväter das Gebäude zur Einlagerung der im Land produzierten Wolle. Die Wollhalle war aber nicht nur Lagerplatz, sondern auch aufgrund ihrer zentralen Lage zur Nebel Handelsort. Am 2. Juli 1818 fand in der Wollhalle der erste Wollmarkt statt, der in der Folgezeit alljährlich abgehalten wurde. Schon 1820 erwies sich die Wollhalle für die aus 156 Schäfereien angelieferte Wolle als zu klein und so beschloss 1823 die Stadtkämmerei das Gebäude nicht nur zu sanieren, sondern auch um 2 Etagen aufzustocken. In einem Anbau wurde die Waage, eine Aufzugswinde, eine Treppe sowie ein Büro untergebracht. Das Gebäude erhielt sein heutiges Aussehen. 1993 unternahm die Stadt erste Versuche, in der Wollhalle Ausstellungen zu organisieren. 1999 wurde das Gebäude vollständig saniert, wobei die historische Raumaufteilung erhalten blieb. Mit ein wenig Phantasie kann man sogar noch den ehemaligen Pferdestall erahnen und durch den Erhalt der originalen Aufzugswinde ist auch noch die Nutzung als Wollhalle erkennbar. Es entstanden moderne Galerieräume im historischen Ambiente:

08.08.2025: Das Güstrower Theater wurde 1828, exakt 600 Jahre nach Stadtgründung, im klassizistischen Stil erbaut. Den Namen des bekannten Bildhauers und Schriftstellers Ernst Barlach trägt das Theater seit 1957. Es ist heute ein Theater ohne eigenes Ensemble. Auf dem Spielplan stehen Theaterstücke, Konzerte, Kabarettabende und Shows. Theaterzettel von 1741 bis zur Gegenwart beherbergt das nahe gelegene Stadtmuseum. Im Theater finden 365 Besucher Platz:

08.08.2025: Die Heilig-Geist-Kirche wird als Hospitalstiftung erstmalig 1308 erwähnt. Das zweigeschossige Gebäude ist im Stil der gotischen Backsteinarchitektur als erstes städtisches Krankenhaus und Pflegeheim ehemals am Stadtrand von Güstrow erbaut. Ab 1524 ist die Nutzung des Hauses als Kirche, u. a. auch für den Herzog, bekannt. Erwähnenswert sind die barocke Bohlendielendecke mit illusionistischer Kassettierung sowie Reste eines gotischen Wandfrieses, Fragmente einer Kreuzigungsdarstellung im Altarraum und eine symbolische Heilig-Grabanlage aus dem 15. Jahrhundert mit verschliessbarer Schranknische sowie einer kleinen Fensteröffnung. Die umfangreiche Originalsubstanz macht den Hospital- und Kapellenbau zu einem bedeutenden mittelalterlichen Baudenkmal in Mecklenburg. Seit Dezember 2007 beherbergt die Heilig-Geist-Kirche das Norddeutsche Krippenmuseum:

04.08.2025: Seit 1980 sind die Sammlungen des Stadtmuseums Ballenstedt im Elternhaus der Schwestern Bardua, einem stattlichen Bürgerhaus aus dem 18. Jahrhundert im oberen Teil der Allee, untergebracht. Dem Hofmaler und Kammerherrn Wilhelm von Kügelgen (1802 – 1867), der wohl bedeutendsten Bürgerpersönlichkeit des 19. Jahrhunderts, sind im Museum, das seinen Ehrennamen trägt, zwei Gedenkräume gewidmet. Der Verfasser der Jugenderinnerungen eines alten Mannes stand seit 1833 in Diensten der Herzöge von Anhalt-Bernburg. Einen weiteren Ausstellungsschwerpunkt des Museums bilden die wertvollen volkskundlichen Sammlungen zu den Themen Arbeits- und Lebensweise der Bevölkerung des Anhaltischen Unterharzes, Siedlungs- und Kulturgeschichte des Ballenstedter Raumes und Bergbau und Hüttenwesen des anhaltinischen Harzes:
04.08.2025: Das Heimatmuseum ist im ehemaligen Rathaus der Stadt eingerichtet und dient heute als Anlaufstelle für Heimatgeschichte, Ausstellungen und Führungen. Es trägt nicht zu Unrecht die Hausnummer 1 am Markt und ist das zweitwichtigste Gebäude neben der Stephanikirche in der Stadt Osterwieck. Es handelt sich um das Alte Rathaus und ist seit 1930 durch die Gründer Fritz Gille und Paul Eisert ein Heimatmuseum. Die Ersterwähnung erfolgte 1265, ein weiterer Umbau des Hauses erfolgte in den Jahren 1554 bis 1560 und so sind die Bauepochen heute noch zu besichtigen. Bis 1923 nutzten der Bürgermeister und die Ratsherren es als Rathaus. Vor 1933 gab es in diesem Haus ein Arbeitsamt und die Stempelstelle. Während des Krieges wurde auch der Ratssaal als Standesamt genutzt. Nach 1945 befanden sich eine Bauschule, das Wirtschaftsamt, die Ausgabe der Lebensmittelkarten und Bezugsscheine sowie die Schulküche mit der Schulspeisung. Ab 1948 war es wieder möglich das Heimatmuseum als Besucher zu erkunden. Im neugestalteten unteren Raum befindet sich die Sonderausstellung zum Lutherfest Der Osterwiecker Rat und die Reformation. Die spindellose Wendeltreppe führt zum ehemaligen grossen Ratssaal mit den bemerkenswerten Stücken über die 7 Gilden, die Ratstabula der Hochzeitsteller aus Ahornholz (15. Jahrhundert), den Familienwappen, der Schuhmacherwerkstatt, dem Klafterschornstein und die erste Innentoilette. Auch das Bürgermeisterzimmer bietet Einblicke in die Geschichte der Fachwerkstadt Osterwieck. Besonders erwähnenswert sind das Ledergeld und eine Waffenkammer:

03.08.2025: Nur wenige Schritte vom Markplatz entfernt befindet sich die Kulturkirche St. Blasii. Der sakrale Bau ist nicht nur ein wesentlicher touristischer Anziehungspunkt, sondern auch ein wesentlicher Bestandteil der örtlichen Kulturszene. Sie ist das ganze Jahr über ein Anlaufpunkt für Kunstschaffende und Kunstinteressierte. Von April bis Dezember kann man hier in einem wundervollen Ambiente verschiedene Veranstaltungen (Ausstellungen, Konzerte, Lesungen etc.) geniessen. Die Veranstaltungssaison eröffnet das Musikfest in der Kulturkirche am 1. Samstag im Mai. Die Kulturkirche St. Blasii ist durch das Projekt Reisen für Alle zertifiziert worden und trägt das Gütesiegel: Barrierefreiheit geprüft – teilweise barrierefrei für Menschen mit Gehbehinderung und teilweise barrierefrei für Rollstuhlfahrer:
03.08.2025: Knapp 500 Vorstellungen des Harztheaters werden jährlich in den festen Häusern in Quedlinburg und Halberstadt und an den Gastspielstätten der Harzregion und ganz Deutschland gespielt: Opern, Operetten, Musicals, Schauspielklassiker und moderne Stücke, klassische Ballett- und zeitgenössische Tanzproduktionen. Hinzu kommen die Projekte der Theaterpädagogik in den Schulen und an den Häusern und die stetige Präsenz bei allen wichtigen Stadtveranstaltungen in Quedlinburg und Halberstadt. Direkt nach dem Krieg, 1945, wurde in Quedlinburg das Stadttheater als Dreispartenhaus gegründet und bezog die heutige Spielstätte im Marschlinger Hof. Das Musiktheater wurde 1964 abgeschafft und 1984 musste das Gebäude wegen Baufälligkeit ganz schliessen. Quedlinburger Bürgerinnen und Bürger sorgten 1997 für eine Wiedereröffnung, nachdem 1992 das Nordharzer Städtebundtheater aus der Vereinigung zwischen dem Volkstheater Halberstadt und dem Theater am Marschlinger Hof hervorgegangen war: