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Kulturstätten

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09.07.2025: Das Städtische Museum Grevesmühlen befindet sich neben der St. Nikolai Kirche, unweit des Marktes im Museums- und Vereinshaus am Kirchplatz. Der Altbau mit einer ornamentierten Fassade in Sichtmauerwerk aus dem Jahre 1855 wurde umfangreich saniert und erweitert. Eine ständige Ausstellung zur Ur- und Frühgeschichte unserer Region, Stadtgeschichte mit Multimediastation und eine Dauerausstellung zur Geschichte der Katastrophe des Luxusliners Cap Arcona, mit Filmbericht zu den damaligen Ereignissen, bieten dem Besucher umfangreiche Informationen zu geschichtlichen Fakten mit anschaulicher Darstellung. Verschiedene Sonderausstellungen bereichern die Museumslandschaft:

04.07.2025: Das Johann-Friedrich-Danneil-Museum befindet sich seit 1932 im Hauptgebäude der ehemaligen Propstei, eines Gebäudekomplexes an der Marienkirche, der seit dem 16. Jahrhundert bis zum Jahre 1928 im Besitz des altmärkischen Adelsgeschlechtes von der Schulenburg war. 1578 hatte Albrecht IV. von der Schulenburg, Sohn des letzten Propstes vor der Reformation, Levin I. von der Schulenburg, das heutige Museumsgebäude errichten lassen. Das Fachwerkgebäude mit dem markanten Treppenturm erfuhr mehrere Umbauten und Veränderungen. Zum Ende des 19. und am Anfang des 20. Jahrhunderts war die Propstei Sitz des Salzwedeler Landrates von der Schulenburg:

04.07.2025: Das Jenny-Marx-Haus in Salzwedel ist der Geburtsort von Jenny Marx, der Ehefrau des Philosophen Karl Marx. Sie kam am 12. Februar 1814 als Jenny von Westphalen, Tochter des damaligen Landrats Johann Ludwig von Westfalen, zur Welt und verbrachte ihre ersten zwei Lebensjahre in diesem Haus. Das klassizistische Gebäude mit seinen zwei Geschossen stammt aus dem 18. Jahrhundert. Der damaligen Bürgermeister Niedt liess es 1737 im Barockstil errichten. Zuvor standen an seiner Stelle zwei Fachwerkhäuser, die abgerissen wurden. Bemerkenswert ist die abwechslungsreiche Geschichte des Gebäudes. Es diente als Verwaltungsgebäude, Brauerei, Garnisonslazarett und Polizeigefängnis. Der strassenseitige Giebel entstand 1934, da die vorhandenen Räume nicht mehr ausreichend waren. Nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt die Strasse vor dem Haus den Namen Jenny-Marx-Strasse. Ab 1969 war das Haus das einzige Marx-Museum in der DDR und ist 10 Jahre später umfassend restauriert worden. Im Jahr 1990 erfolgte eine Zusammenlegung des Marx-Museums mit dem nahe gelegenen Danneil-Museum. Heute ist das Gebäude eine Erinnerungsstätte an Jenny Marx und beherbergt seit 2005 die Kreismusikschule. Der hofseitige Anbau aus dem Jahr 2011 wird als Konzertsaal genutzt. In dem 1984 gestalteten Hofgarten befindet sich eine Bronzeplastik des Magdeburger Bildhauers Heinrich Apel, die an Jenny Marx erinnert:

04.07.2025: Klosterkirche des Franziskanerordens, Lagerraum für Baumaterial, Konzert- und Kunsthalle – die Geschichte der Salzwedeler Mönchskirche ist von Höhen und Tiefen gekennzeichnet. Im 13. Jahrhundert von Bettelmönchen als schlichtes Bauwerk errichtet, das der volkstümlichen Frömmigkeit und der Vorstellungswelt jener Zeit entsprechen sollte, wurde die Kirche bald nach ihrer Fertigstellung erweitert. Diverse Bauarbeiten sind bis in das 15. Jahrhundert hinein belegt. In den folgenden Jahrzehnten litt das Ansehen der Mönche jedoch stark. Chronisten beklagen Sittenverderbnis. Im Jahr 1500 wurde deshalb auch im Salzwedeler Franziskanerkloster eine strenge Reform eingeleitet, die letztendlich einer Schliessung gleich kam. Das Kloster, zu dem die Mönchskirche gehörte, fiel nach der Reformation in städtischen Besitz. In der Folgezeit
konnte das Gotteshaus nur durch private Spenden vor dem Verfall bewahrt und Ende des 16. Jahrhunderts instand gesetzt werden. Dabei erhielt der Innenraum seine bis heute sichtbare protestantische Ausstattung. Der Stadt diente die Mönchskirche in der Folgezeit zwar noch als Schul- und Garnisonskirche, der Zahn der Zeit nagte jedoch unaufhaltsam an dem Gebäude, so dass Gottesdienste in ihr letztendlich nicht mehr gefeiert werden konnten. Stattdessen wurde Baumaterial eingelagert. Das bis dato letzte Kapitel der wechselvollen Geschichte begann 1985 mit der Umgestaltung der Kirche zur Konzerthalle. Während der umfangreichen Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten wurden unter anderem mehrere Wandmalereien freigelegt, die heute den kunsthistorisch interessierten Besuchern einen Eindruck von der einstigen Ausgestaltung der Kirche vermitteln:

Gottesanbeterin – stilisierte Grossplastik einer Gottesanbeterin aus Eisen. Das am 12. Juli 2000 eingeweihte Kunstobjekt (Titel eigentlich: Für Walter – statt Blumen) des Hilmsener Künstlers Hans Molzberger ist neben dem Chor der Mönchskirche aufgestellt und war der Beitrag Salzwedels zur Expo 2000 in Hannover. Zwischenzeitlich hat die Stadt die Skulptur erworben:

04.07.2025: Das Bauprojekt der Braunschweiger Architekten Berthold und Martinius von 1902, ein stadtbildprägender Prachtbacksteinbau, kam in den Jahren 1903-1905 zur Bauausführung und wurde im Januar 1906 als Schulneubau der Höheren Mädchenschule (Lyzeum) feierlich eingeweiht. Bis heute wirkt es stadtbildprägend für Salzwedel. Den Salzwedeler Bürgerinnen und Bürgern ist es vor allem als Lyzeum und später als Pionierhaus in Erinnerung. Aufgrund des langen Leerstandes, fehlender Investitionen und Sicherungsmassnahmen erlitt das Gebäude seit dem Jahr 2000 in seiner Grundsubstanz schwere Schäden. Der sogenannte echte Hausschwamm und Holzschädlinge machten eine vollkommene Entkernung des Gebäudes notwendig. 2012 und 2013 konnte die äussere Sanierung umgesetzt werden. Mit dem Beginn des Innenausbaus im Jahr 2014 stellte sich die Kunststiftung weiteren grossen Herausforderungen. Nach der Eröffnung 2015 ist die Instandsetzung des Hauses weitestgehend vollendet:

30.06.2025: Der Marstall liegt direkt am Schlossplatz, in Nachbarschaft mit Gründerzeit-Rathaus und Wasserschloss. Das Gebäude wurde ursprünglich als Unterbringung für Pferd und Wagen einer fürstlichen Hofhaltung errichtet. Obwohl ein Balkenstück die Jahreszahl 1599 trägt, ist das Entstehungsjahr des heutigen Gebäudes unbekannt. Heute beherbergt der viergeschossige Fachwerkbau die Tourist-Information, die Stadtbücherei, das Museum und einen Veranstaltungsraum. An der östlichen Giebelseite ist  ein modernes Glockenspiel angebracht. Der Veranstaltungsraum kann je nach Bedarf mit unterschiedlichen Bestuhlungs-Varianten ausgestattet werden. Beamer, Leinwand und eine Soundanlage für die Steuerung der Lautsprecher und Mikrofone sind vorhanden und ist für Besprechungen, Lesungen und Vorträge ausreichend. Technik für Konzerte muss mitgebracht werden. Für Klavierdarbietungen stehen ein Klavier und ein Flügel zur Verfügung:

20.06.2025: Das Wohnhaus wurde wohl Ende des 18. Jahrhunderts von dem Branntweinbrenner Samuel Gottfried Kamper anstelle eines Vorgängerbaus errichtet, seit 1825 im Besitz des Böttchers und Branntweinbrenners Ernst Friedrich Burow. Das heutige Heimatmuseum Preetz wurde im Januar 1993 eröffnet. Die Sammlung umfasst die drei Schwerpunkte regionale Archäologie, Stadtgeschichte und örtliches Handwerk. Zuvor eröffnete hier am 15.10.1974 das erste Circus-Museum in Deutschland und zeigte auf einer Fläche von 316 m² eine Sammlung von Bildern, Plakaten, Kostümen, Requisiten und Circus-Modellen. 1990 wurde der Verein der Freunde und Förderer des Circus-Museums Preetz gegründet. Wegen des Mangels an grösseren Räumlichkeiten für die wachsenden Bestände schloss das Museum im Jahr 2010 und zog nach Magdeburg:

17.06.2025: Das alte Pastorat (auch als Diakonat bezeichnet) ist ein sakraler Verwaltungsbau in typisch kirchennaher Lage und symmetrischer Fassadengliederung mit repräsentativem Anspruch aus dem frühen 19. Jahrhundert. Er bezeugt
zusammen mit dem heutigen Pastorat und der Sankt-Michaelis-Kirche die
Entwicklung der örtlichen, seit etwa 1542 protestantischen Kirchengemeinde:

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