Kulturstätten
13.02.2026: Das Theater Ulm spielt Stücke der Moderne genauso wie antike Werke, manchmal auch im Treppenhaus. Von Sophokles über Verdi bis Janacek – im ältesten Stadttheater Deutschlands kommen Schauspiel, Oper, Operette, Musical, Ballett und Konzerte zur Aufführung, dazu gesellen sich zahlreiche weitere Theaterformen. Errichtet wurde das Gebäude zwischen 1966 und 1969 nach den Plänen des Architekten Fritz Schäfer und am 3. Oktober 1969 feierlich eingeweiht. es handelt sich um einen skulpturalen Baukörper mit einem charakteristischen polygonalen (sechseckigen) Grundriss und einer gestaffelten Dachlandschaft. Die dominierende Aussenfarbe Weiss steht symbolisch für Reinheit und architektonische Perfektion:

13.02.2026: Das Haus der Begegnung (HdB) in Ulm ist ein barrierefreies Bildungs- und Kulturzentrum sowie ein modernes Tagungshaus, das sich in der ehemaligen Dreifaltigkeitskirche befindet. Getragen von der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde Ulm dient es als Ort für offenen gesellschaftlichen Diskurs, Seminare, Feiern und hochkarätige Veranstaltungen. Alle Räume besitzen moderne Medientechnik inklusive WLAN, Beamer, PC und Beschallungsanlagen. Das hauseigene Weltcafé bietet täglich Kaffee und Getränke an. Für Events können Pausensnacks wie Butterbrezeln vorbestellt werden, grösseres Catering wird extern organisiert. Die ehemalige Dreifaltigkeitskirche geht ursprünglich auf ein Dominikanerkloster aus dem 13. Jahrhundert zurück. Nach der Reformation wurde sie 1621 als erste protestantisch erbaute Kirche Ulms eingeweiht. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude weitgehend zerstört und blieb bis zum Wiederaufbau 1984 jahrzehntelang eine Ruine:

13.02.2026: Die Kunsthalle Weishaupt ist ein renommiertes Privatmuseum für moderne und zeitgenössische Kunst im Zentrum von Ulm. Das markante Gebäude in der Neuen Mitte wurde vom Münchner Architekten Wolfram Wöhr entworfen und im November 2007 eröffnet:

13.02.2026: Das Museum Ulm besteht aus einem historischen Ensemble von sieben Gebäuden aus sechs Jahrhunderten, das sich direkt am Marktplatz im Herzen der Ulmer Altstadt befindet. Zu diesem architektonischen Komplex gehören unter anderem ein markantes Kaufmannshaus der Renaissance sowie die historische Gewerbebank, deren Ursprünge bis ins 14. und 15. Jahrhundert zurückreichen. In den vergangenen Jahrzehnten wurde das Areal kontinuierlich erweitert, unter anderem durch funktionale Neubauten und Erweiterungen zwischen 1985 und 2007. Vier der sieben Gebäude des Ensembles werden derzeit schrittweise saniert. Zudem wurde ein nicht denkmalgeschütztes Eingangsgebäude abgerissen, um Platz für einen modernen, barrierefreien Neubau zu machen:

13.02.2026: Die Museumsgesellschaft Ulm e.V. ist ein traditionsreicher kultureller Verein in Ulm, der bereits im Jahr 1789 gegründet wurde. Entgegen dem heutigen Sprachgebrauch betreibt die Gesellschaft kein Museum, sondern widmet sich als klassische Bürgergesellschaft der Pflege von Kunst, Kultur, Wissenschaft und Geselligkeit. Ihr Sitz befindet sich in markanter, zentraler Lage in der Ulmer Neuen Mitte. Das Vereinshaus in der Neue Strasse 85 wurde nach Plänen von Schaudt Architekten umgebaut. Es greift die historische, giebelständige Dachlandschaft der Altstadt in moderner Form auf. Das Haus verfügt über grosszügige, moderne Veranstaltungsräume, die auch für externe Kulturevents (z. B. in Kooperation mit dem Theater Ulm) genutzt werden:

13.02.2026: Die Zentralbibliothek ist die Hauptstelle der Stadtbibliothek Ulm und aufgrund ihrer markanten Architektur als gläserne Pyramide ein bekanntes Wahrzeichen im Herzen der Stadt. Der spektakuläre, 35 Meter hohe Glasbau wurde vom berühmten Architekten Gottfried Böhm entworfen und im Jahr 2004 eröffnet. Er liegt in der Neuen Mitte direkt neben dem historischen Rathaus. Im Obergeschoss befindet sich ein Lesecafé mit einem beeindruckenden Deckengemälde und einem tollen Rundum-Blick auf das Ulmer Münster und die Altstadt:

13.02.2026: Der Weinhof war vom 14. bis zum 19. Jahrhundert durch seinen Weinmarkt ein bedeutender Handelsplatz. Zuvor stand hier ab 854 die Königspfalz Ulm. Deren Kapelle stand bis 1612. Danach wurde das frühere Schwörhäusle, welches auf einem Turm der Pfalz aufgebaut war, durch ein Schwörhaus ersetzt. Nach einer Brandzerstörung wurde das Haus 1785 wieder errichtet. Ebenso nach den Kriegsschäden von 1944. Jährlich am Schwörmontag, dem grossen Ulmer Feiertag immer am vorletzten Julimontag, berichtet der Ulmer Oberbürgermeister vom Balkon des Schwörhauses über das vergangene Jahr und erneuert den historischen Eid auf die Stadtverfassung (Großer Schwörbrief von 1397). Auf dem Vorplatz des Ulmer Schwörhauses ist der Christofsbrunnen mit einer spätgotischen Christopherusfigur von Jörg Syrlin d. Ä. (1584) zu besichtigen. Heute ist im Schwörhaus das Haus der Stadtgeschichte und das Ulmer Stadtarchiv beheimatet:

13.02.2026: Die ehemalige Ulmer Garnsiede im historischen Handwerkerviertel ist ein bedeutendes Baudenkmal und die letzte historische Garnsiede Südwestdeutschlands. Ihre baulichen Überreste wurden im Jahr 1999 bei Grabungen entdeckt, was eine archäologische Sensation darstellte. Bis dahin waren solche spätmittelalterlichen Anlagen in Süddeutschland nur aus Urkunden bekannt. Der Bau stammt ursprünglich aus dem 15. Jahrhundert und diente zunächst als Wirtschaftsgebäude des Beginenkonvents. Zwischen 1729 und 1879 wurde die Anlage aktiv als Garnsiede genutzt. Beim Garnsieden wurde sprödes, braunes Leinengarn in grossen, von unten befeuerten Kesseln in einer heissen Lauge aus Wasser und Holzasche gekocht. Durch diesen Prozess wurde das Garn gereinigt, geschmeidiger, reissfester und aufgehellt. Nur so liess sich das feine und extrem feste Ulmer Tuch weben, das die Stadt berühmt machte:

09.02.2026: Die katholische Liebfrauenkirche ist eine der bedeutendsten Nachkriegskirchen an Rhein und Ruhr und ein vorbildliches Beispiel für bürgerschaftliches Engagement bei der Neuorientierung profanierter Kirchen. Ihr Vorgängerbau, der sich neben der Salvatorkirche in der Nähe des Innenhafens befand, war 1942 zerstört worden. Der Neubau wurde 1958–1961 realisiert. Architekt Toni Hermanns entwarf einen zweigeschossigen, kubischen Baukörper aus Stahlbeton mit Flachdach. Die Fassaden sind mit unregelmässig angeordneten Natursteinplatten verkleidet. An der Seite zum König-Heinrich-Platz liegt ein quaderförmiger Eingangsturm, der die gesamte Breite des Kirchenschiffs einnimmt und dieses in der Höhe leicht überragt. Über dem Hauptportal befindet sich ein Sandsteinrelief des Bildhauers Karl Heinz Türk. Es zeigt die biblische Szene von Moses mit dem brennenden Dornbusch. Im Rahmen von Reformen im Erzbistum Essen wurde die Kirche mit anderen Gemeinden in Duisburg zusammengelegt und das Gebäude von der katholischen Kirche aufgegeben. Um den drohenden Abriss zu verhindern, gründete die Liebfrauengemeinde zusammen mit Unternehmern, Vertretern von Stiftungen und Privatpersonen 2007 die Stiftung Brennender Dornbusch, benannt nach dem Relief an der Hauptfassade. Zusammen mit Geldern vom Land Nordrhein-Westfalen und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz konnte das Gebäude so erhalten und einer neuen Nutzung zugeführt werden. Die Unterkirche dient weiterhin als Gottesdienstraum. Die Oberkirche wurde 2009 profaniert und zu einem Kunst- und Kulturzentrum umgewandelt, das vor allem den Dialog zwischen Religionen und Kulturen fördern soll:

09.02.2026: Das Theater Duisburg ist ein echter Hingucker und ein wichtiger Teil der Kulturszene der Stadt. Hier trifft sich alles, was Rang und Namen hat, sei es für einen Abend voller Drama mit dem Schauspiel Duisburg, für grandiose Klänge der Duisburger Philharmoniker oder für beeindruckende Opernproduktionen der Deutschen Oper am Rhein. Das Gebäude selbst, ein neoklassizistisches Schmuckstück aus den frühen 1910er Jahren, hat im Laufe der Zeit einiges erlebt, einschliesslich eines Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg. Mit seinen 1.117 Plätzen ist das Theater ein vielseitiger Raum, der immer für eine Überraschung gut ist. Besonders spannend wird es jedes Jahr im Frühling, wenn im Rahmen der Duisburger Akzente das Theatertreffen stattfindet. Dann kommen nicht nur regionale Künstler, sondern auch Stars von grossen Bühnen, wie dem Berliner Ensemble oder dem Wiener Burgtheater, nach Duisburg:
