Kulturstätten
18.08.2025: Die Geschichte des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin reicht bis 1563 zurück, als Herzog Johann Albrecht I. von Mecklenburg den Auftrag zur Gründung einer Hofkapelle erteilte und folglich eine Spielstätte benötigt wurde. Das heutige Gebäude steht an der Stelle des ursprünglich im klassizistischen Stil erbauten, jedoch 1882 abgebrannten Theaters, wurde von 1883 bis 1886 unter dem Hofbaumeister Georg Daniel errichtet und erhielt schliesslich 1926 seinen heutigen Namen. Direkt gegenüber des Schweriner Schlosses gelegen, kann man an dem heute staatlichen Mehrspartentheater (Konzert, Oper, Theater, Ballett, Niederdeutsches Schauspiel und Figurentheater), das große Theater-Flair des 19. Jahrhunderts erleben. Hinter dem mit 550 roten Samtsitzen ausgestatteten Saal mit prächtigen Stuck- und Goldverzierungen verbirgt sich modernste Bühnentechnik, die es erlaubt, jährlich mehr als zwanzig Neuinszenierungen zu realisieren. Das Mecklenburgische Staatstheater Schwerin zieht jedes Jahr bis zu 200.000 Besucher an, was knapp das Doppelte der Einwohnerzahl Schwerins entspricht. Seit der Spielzeit 2016/17 ist Lars Tietje Generalintendant und Geschäftsführer:

18.08.2025: Im Auftrag von Grossherzog Friedrich Franz II. von Mecklenburg-Schwerin (1823–1883) wurde der Museumsneubau 1882 eröffnet. Der Architekt Hermann Willebrand (1816–1899), ein Schüler Friedrich August Stülers, entwarf den damals technisch wegweisenden Museumsneubau nach modernsten Gesichtspunkten. Direkt am Schweriner See und am Alten Garten gelegen prägt das Museum – gemeinsam mit dem Schweriner Schloss, dem Staatstheater, der Staatskanzlei und dem Alten Palais einen der wenigen komplett erhaltenen historistischen Plätze in Deutschland. Willebrand erbaute das repräsentative Gebäude im Stil der griechischen Renaissance in der Zeit von 1877 bis zu seiner Übergabe am 26. Mai 1882 unter Mitarbeit des Intendanten der Kunstsammlungen Eduard Prosch (1804–1878). Der historistische Baustil, der vor allem ein markantes Eingangsportal mit ionischen Säulen und einer grossen Treppe verwendet, ist typisch für diese Zeit:

18.08.2025: In Betrieb ging das Städtische Elektrizitätswerk 1904. Als Gleichstrom-Erzeuger musste es in der Nähe des Zentrums liegen und wurde wegen der repräsentativen Stadthäuser in der Nachbarschaft architektonisch aufwendig gestaltet. Zwei Gasmotoren-Maschinensätze erzeugten überwiegend Lichtstrom für die Privathäuser, die Strassen wurden weiter vor allem mit Gaslaternen beleuchtet. Ein Grosskunde des E-Werkes wurde die seit 1908 fahrende Strassenbahn. Von 1921 bis 1926 wurden die Maschinen durch erheblich kräftigere Dieselmotorensätze für die Wechselstromproduktion ersetzt. Ausserdem wurde die Abwärme dieser Motoren erstmals in Deutschland für ein kleines Fernwärmenetz genutzt, ein Vorbild für moderne Blockheizkraftwerke. Seit 1935 bezieht Schwerin auch Strom aus dem Überlandnetz. Bis 1969 war das E-Werk in Betrieb. Seit 1998 ist es Spielstätte des Mecklenburgischen Staatstheaters:

15.08.2025: Wo heute roter Samt, Bühnenlicht und herzhaftes Lachen den Ton angeben, begann alles ganz bodenständig mit Europaletten als Bühne, einer grossen Portion Mut und Menschen, die an Kultur vor Ort glaubten. Aus dieser Leidenschaft ist das Lachmöwen-Theater Laboe entstanden – eine Bühne, die seit 1986 die plattdeutsche Sprache lebendig hält und zugleich ein echtes Stück Heimat geschaffen hat. Mit 148 Sitzplätzen ist der Theatersaal nicht nur ein Theater – er ist Laboes grösstes Wohnzimmer. Hier kommen Generationen zusammen, Stammgäste, Urlaubsbesucher, junge Neugierige und langjährige Liebhaber des Niederdeutschen. Dank ansteigender Sitzreihen geniesst jeder beste Sicht, während dezente Technik und ein angenehmes Raumklima dafür sorgen, dass sich Kultur genauso komfortabel wie herzlich anfühlt. Ein ganz besonderes Herzstück sind die Original-Bestuhlung, der rote Vorhang und sogar Teile des Bühnenbodens, die aus dem Alten Hamburger Ohnsorg-Theater stammen:

15.08.2025: Am 13. März 1972 wurde U 995 von zwei Schwimmkänen nach Laboe überführt und als technisches Museum am Strand vor dem Marine-Ehrenmal abgesetzt. Das Boot war am 16. September 1943 beim Blohm & Voss in Hamburg in Dienst gestellt worden. Es gehörte zum Typ VII C, von dem bis 1945 insgesamt 693 Einheiten fertiggestellt wurden. Bis zu seiner Ausserdienststellung am 8. Mai 1945 im norwegischen Trondheim wurde U 995 vorwiegend im Nordmeer gegen Geleitzüge und auslaufende Konvois und Sicherungsstreitkräfte eingesetzt:

13.08.2025: Der Stadthauptmannshof spielte in der Geschichte Möllns eine zentrale Rolle. 1359 wurde die Stadt Mölln durch die lauenburgischen Herzöge an die Stadt Lübeck verpfändet. Lübeck sicherte sich dadurch die Zölle und die Einnahmen aus der Stadt. Vor allem lag der Hansestadt aber an der strategischen Lage Möllns. Zur Sicherung der Handelswege nach Süden baute Lübeck Mölln zur Festung an der Salzstrasse aus. Zu dem inzwischen vollständig sanierten Ensemble gehören der eigentliche Stadthauptmannshof von 1414, weiterhin das ehemalige Schulhaus von 1860, das Fachwerkreihenhaus von 1820 und das sog. Medaillongebäude von 1550. Das Baudenkmal wird von der Stiftung Herzogtum Lauenburg und der Lauenburgischen Akademie für Wissenschaft und Kultur u.a. für Veranstaltungen genutzt. Regelmässig finden auch sehenswerte Ausstellungen von Künstlerinnen und Künstlern in den Räumen statt:

13.08.2025: Das Eulenspiegelmuseum in einem hübschen Fachwerkhaus aus dem Jahr 1582 zeigt die vielfältigen Aspekte des bekanntesten deutschen Narren Till Eulenspiegel zu Mölln. Natürlich erfährt man etwas über die historische Figur des Till Eulenspiegel , einige bekannte Streiche aus dem Volksbuch sind medial in Szene gesetzt und es gibt exklusiv in Mölln das Till-TV über Tills neueste Streiche:
11.08.2025: Der Marstall mit der alten Reithalle liegt direkt an der Lübecker Strasse, gegenüber der Schlossbrücke. Er wurde 1845/46 im Auftrag von Graf Ernst Schimmelmann gebaut und diente der Pferdezucht. Nach einigen Jahrzehnten mit wechselnden Besitzern und Nutzungszwecken, darunter z. B. eine Autowerkstatt, wurde das Gebäude Anfang dieses Jahrhunderts liebevoll saniert. Heute gibt es darin eine Galerie, die Reithalle wird als Veranstaltungsraum genutzt, ausserdem gibt es Büroräume:
08.08.2025: Die Gertrudenkapelle wurde Ende des 14./Anfang des 15. Jahrhunderts ursprünglich als Fachwerkkonstruktion mit Backsteinmauerwerk ausserhalb der Stadtmauern errichtet. Sie diente zunächst als Wallfahrtskapelle. Seit Oktober 1953 beherbergt der flach gedeckte Backsteinsaal ein Museum für Werke des Bildhauers Ernst Barlach (1870 – 1938):

08.08.2025: In einem klassizistischen Zweckbau am Franz-Parr-Platz 10, dem einstigen Schlosskrankenhaus, befindet sich das Stadtmuseum der Barlachstadt Güstrow, das seit 2009 auch die Tourist-Information beherbergt. Hier erwartet die Besucher auf 500 qm Ausstellungsfläche Interessantes und Sehenswertes zur Geschichte, Kunst und Kultur der zwischen 1219 und 1226 gegründeten Stadt Güstrow, ihrer historischen Bedeutung im Kontext zur Landesgeschichte und Entwicklung bis in das 19. Jahrhundert. Eine Erweiterung der Exposition, die streiflichtartig die Güstrower Stadtgeschichte im 20. Jahrhundert unter Zuhilfenahme multimedialer Technik erlebbar macht, wurde am 2. Oktober 2013 eröffnet. Aufgrund seines herausragenden Sammlungsbestandes zählt das Stadtmuseum heute zu den zehn wichtigsten kulturhistorischen Museen des Landes und bildet einen wahren Kunst- und Kulturschatz der Stadt, der von nationaler bzw. internationaler Bedeutung ist: