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Kulturstätten

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26.07.2025: Die Festung Mark ist eine der letzten Zeugen der einst grössten preussischen Festung Magdeburg. Dort, wo noch im 19. Jahrhundert Soldaten zu Hause waren, ist seit Ende 2001 Kunst & Kultur in ihrer gesamten Bandbreite eingezogen. In der letzten Phase des Ausbaus der Festung Magdeburg entstand das heutige Gebäude 1864/65 als Defensionskaserne an der Nordfront des inneren Verteidigungsringes der Stadt, direkt vor der mittelalterlichen Stadtmauer. Zuvor stand hier bereits die Tenaille Mark, die allerdings den neuen Anforderungen nicht mehr gewachsen war. Das neue Gebäude sollte einerseits 600 Soldaten eine Unterkunft bieten (bei Fertigstellung sogar 800 Soldaten) und zugleich ihre Verteidigungsfunktion erfüllen. Bis zum Ende des ersten Weltkrieges blieb es bei der militärischen Nutzung. Die Nutzung des Hohen Gewölbes und des Oberen Gewölbes sind heute ohne Einschränkungen möglich. Mit einem vielfältigen Veranstaltungsangebot bespielt die KulturSzeneMagdeburg e.V. seit 2002 regelmässig das Haus – vom modernen Konzertabend bis zum historischen Mittelalterspektakel. Im Sommer 2005 wurde die Bürgerstiftung KulturStiftung FestungMark als zukünftiger Träger der ehemalige Kasernenanlage gegründet:

26.07.2025: Die heutige Lukasklause befindet sich auf einer kleinen Erhöhung und gehört zum einstigen Wehrturm der alten Festung Magdeburg, welche noch in Teilen in der Landeshauptstadt erhalten ist und beinhaltet das Otto-von-Guericke-Zentrum. Zu finden ist diese bedeutende Sehenswürdigkeit für Besucher der Stadt Magdeburg westlich der Elbe im Nordosten der Magdeburger Altstadt. Unmittelbar in Nähe der Festung findet sich die vierspurige Strasse Schleinufer. Die Lukasklause Magdeburg gehörte mit zur Magdeburger Festung, welche bereits seit dem 13. Jahrhundert Bestand hatte und zahlreiche Baumassnahmen überstand. Sie hat eine beeindruckende Geschichte, denn sie war ein Geschenk des Erzbischofs Wilbrand von Käfernburg. Der Erzbischof schenkte der Stadt im Jahre 1236 die heutige Lukasklause Magdeburg, welche zur Vervollständigung der Stadtmauern errichtet wurde. Die erste urkundliche Erwähnung des Turms, der damals noch als Welscher Turm bekannt war, erfolgte im Jahr 1279. Die jetzige Lukasklause war ein wichtiger Bestandteil der Stadtmauer und der späteren Festung. Ende des 19. Jahrhunderts endete die militärische Nutzung. Die Lukasklause Magdeburg ging in die zivile Nutzung über. Der Künstlerverein St. Lukas e. V.  bekam den Turm 1892 zugesprochen und nutzte dieses für ihre Zwecke. In den Jahren 1902 und 1903 wurde der Turm umgebaut. Nach der Fertigstellung wurde der Turm dem Heiligen Lukas als Schutzpatron der Maler zugewiesen. Seitdem trägt der Turm den Namen Lukasklause. Heutzutage wird die Lukasklause Magdeburg als Museum bzw. Otto-von-Guericke-Zentrum genutzt:

26.07.2025: Die Geschichte der Johanniskirche ist sehr wechselhaft. 1131 wurde die Kirche als eine dreischiffige kreuzförmige Basilika im romanischen Stil errichtet. Bei verschiedenen Stadtbränden und der Heimsuchung Magdeburgs durch General Tilly 1631 wurde sie immer wieder zerstört, aber auch immer wieder aufgebaut. Am 16. Januar 1945 fiel die Kirche den Bomben des schweren Angriffs zum Opfer. Erst 46 Jahre nach der Zerstörung, am 16. Januar 1991, begann auf Initiative eines Kuratoriums der Wiederaufbau, der 1999 abgeschlossen werden konnte. In unmittelbarer Nähe zum Rathaus am Altem Markt und zur Elbe, ist sie seit Oktober 1999 der Öffentlichkeit als restauriertes Gebäude wieder zugänglich. Sie wird als Festsaal und Konzerthalle der Stadt Magdeburg genutzt. Von Januar bis Juni 2014 diente sie dem Landtag von Sachsen-Anhalt als Tagungsort. Einen beeindruckenden Panoramablick über die Landeshauptstadt können Besucher der Magdeburger Johanniskirche besonders im Frühling geniessen. Der Südturm mit seiner Aussichtsplattform in 52 Metern Höhe lädt täglich ausser montags zum Aufstieg ein. Die Turmbesteigung ist bis 16 Uhr möglich. Hoch hinaus über die Dächer Magdeburgs geht es über das Treppenhaus des Turms mit 277 Stufen:

26.07.2025: Centraltheater, Maxim-Gorki-Theater, Theater der Landeshauptstadt…die Geschichte des heutigen Opernhauses Magdeburg ist ebenso wechselvoll wie das Geschehen auf der Bühne. Was heute nach reinem Musiktheater klingt, beherbergt neben Ballett auch die Konzerte der Magdeburgischen Philharmonie. Alles begann 1907 im Centraltheater als Varietétheater mit gemischtem Unterhaltungsprogramm. In den 1920er-Jahren wurde es zur Operettenbühne. Nach der Zerstörung Ende des Zweiten Weltkriegs wurde es wieder aufgebaut und trug zu DDR-Zeiten den Namen Maxim-Gorki-Theater. 1990 durch einen Brand erheblich beschädigt, wurde es nach langer Renovierung 1997 als Theater der Landeshauptstadt wiedereröffnet. 2004 schliesslich folgte die Fusion mit den Freien Kammerspielen zum Theater Magdeburg. Spielstätten des Theaters sind heute das Schauspielhaus an der Otto-von-Guericke-Strasse mit Grosser Bühne und Studio sowie das Opernhaus am Universitätsplatz mit Grosser Bühne und Podium. Im Sommer wird ausserdem der Domplatz als Freilichtbühne genutzt.

Opernhaus:

26.07.2025: Die Stadtbibliothek Magdeburg ist eine öffentliche Kultur- und Serviceeinrichtung der Landeshauptstadt Magdeburg. Sie besteht aus der Zentralbibliothek, drei Stadtteilbibliotheken und einer Fahrbibliothek. Mit ca. 300.000 Besuchern pro Jahr und ca. 1,1 Millionen Entleihungen ist sie die grösste öffentliche Bibliothek in Sachsen-Anhalt. Als nach der Wende ein von den wieder zugelassenen Freimaurerlogen gestellter Restitutionsantrag 1995 erfolgreich war, wurde die Villa die bis zu diesem Zeitpunkt die Bibliothek beherbergte, an die ehemaligen Eigentümer rückübertragen, und für das bis dato kommunale Gebäude fielen hohe Mietkosten an. Der Stadtrat fasste deshalb 1997 einen Neubaubeschluss, und die Stadt kaufte stattdessen das ehemalige C&A-Kaufhaus auf dem Breiten Weg, das 1998 zu einer modernen, zweckmässigen und ausreichend Platz bietenden Zentralbibliothek auf 6000 m² Fläche umgebaut wurde:

25.07.2025: Das heutige Bibliotheksgebäude wurde Ende des 19. Jahrhunderts im Stil eines florentinischen Palazzo errichtet und ersetzte die baufällige berühmte Bibliotheksrotunde des vorherigen Jahrhunderts. Heute befindet sich in dem imposanten Gebäude eine moderne Forschungsbibliothek von internationalem Rang. Ungefähr eine Million Bände, davon circa 350.000 Bände aus dem 15. bis 18. Jahrhundert, beinhaltet die Sammlung der Herzog-August-Bibliothek. Gäste aus aller Welt besuchen die musealen Räume der Bibliothek, um die bibliophilen Kleinodien vergangener Zeiten zu bestaunen. Neben der Dauerausstellung gibt es regelmässig Sonderausstellungen sowie ein vielfältiges Kulturprogramm. Der Schatz der Schätze in der Bibliotheca Augusta und Besuchermagnet schlechthin ist das 1983 in London für 32,5 Millionen DM ersteigerte Evangeliar Heinrichs des Löwen. Eine der prächtigsten und kunsthistorisch wertvollsten Handschriften des Mittelalters hat nun seinen endgültigen und prominenten Platz in Wolfenbüttel gefunden:

25.07.2025: Der Kuba-Komet, das Stadtmodell von 1747, der bucklige Friedel von Wilhelm Busch, ein selbstgebauter Fluchtkoffer von 1944 mit Rädern – das 2017 eingeweihte Bürger Museum zeigt an Themeninseln aussergewöhnliche und typische Ausstellungsstücke Wolfenbütteler Stadt- und Bürgergeschichte der vergangenen 500 Jahre. Zu diesem Zweck wurde die ehemalige Jahnturnhalle, die im 19. Jahrhundert als Reithalle errichtet wurde und später als Sporthalle für Leichtathletik, Basketball und Boxveranstaltungen diente, zu einem modernen Museum am historischen Ort umgebaut. Unter dem Motto Bürger erzählen lädt das Bürger Museum Wolfenbüttel zu vielen partizipativen Projekten ein und erklärt mit grosser Lebendigkeit die Geschichten hinter den ausgewählten Exponaten:

25.07.2025: Die ehemals neue herzogliche Kanzlei wurde 1587 bis 1590 durch Um- und Anbauten älterer Gebäudeteile und unter Verwendung von Grundmauern eines Vorwerkes auf Veranlassung von Herzog Julius durch den Baumeister Hans Vredemann de Vries errichtet und zeigt sich heute als eines der schönsten Renaissancebauwerke in Wolfenbüttel. Seit 1956 ist das Gebäude Sitz der Abteilung Ur- und Frühgeschichte des Braunschweigischen Landesmuseums mit der archäologischen Schausammlung unserer Region. In moderner Aufmachung wird dem Besucher eine archäologische Dauerausstellung präsentiert, die durch 500.000 Jahre Geschichte des Braunschweiger Landes führt. Chronologisch aufgereiht, von der Urgeschichte durch alle Epochen der Frühgeschichte bis zur fränkischen Eroberung des sächsischen Stammesgebietes und dem damit beginnenden Mittelalter begibt sich der Besucher auf eine Zeitreise. Die wird verständlich und vor allem sehr anschaulich dargestellt:

25.07.2025: In der Residenzstadt Wolfenbüttel wurde 1592 mit dem Theater des Schlosses Wolfenbüttel Deutschlands erste stehende Spielstätte mit einem festen Ensemble gegründet. Geplant durch den Braunschweiger Architekten Otto Rasche, wurde der Theaterbau in Stahlbetonweise errichtet. Die Einweihung des im Stil des Jugendstil und Neoklassizismus errichteten Hauses erfolgte nach vierjähriger Planungsdauer und nach nur einjähriger Bauzeit am 25. September 1909 mit der Aufführung von Lessings Nathan der Weise. Das Lessingtheater und die Stadt Wolfenbüttel überstanden die beiden Weltkriege unbeschädigt. Das Theater erhielt erst 1929 seinen heutigen Namen, bis dahin wurde es Stadttheater genannt. Als Bespieltheater betrieben hat das Lessingtheater kein eigenes Ensemble und führt regelmässig Gastspiele mit wechselndem Programm auf. Bis zu seiner Schliessung im Jahr 2007 war es Veranstaltungsort für etwa 90 Veranstaltungen jährlich und bot bis zu 699 Gästen Platz. Im Januar 2007 wurde das Theater geschlossen, weil es nicht mehr den gesetzlichen Brandschutzanforderungen entsprach. Auch musste stetig in die Katakomben eindringendes Wasser aufgefangen und entsorgt werden. Das Theater wurde nach Sanierungsarbeiten Ende Mai 2013 wieder eröffnet:

24.07.2025: Für die Pflege der örtlichen Kunstszene steht insbesondere die Kleine Galerie im Tillyhaus in Salzgitter-Bad. Jedes Jahr werden dort vier Einzelausstellungen von Mitgliedern der Salzgitter Gruppe und zwei Einzelausstellungen von Mitgliedern des Freien Kunststudios Spektrum gezeigt. Die Kleine Galerie im Tillyhaus erfreut sich grosser Beliebtheit und wird von der Städtischen Kunstsammlung des Fachdienstes Kultur mitbetreut. Namensgeber für das Tilly-Haus ist der Feldherr Tilly. Dieser hat während des Dreissigjährigen Krieges im Jahr 1626 nach der Schlacht bei Lutter am Barenberge dort Quartier bezogen. Der Überlieferung nach soll das Haus etwa 1608 während der Regierungszeit von Herzog Heinrich Julius von Braunschweig/Wolfenbüttel errichtet worden sein. Vermutlich ist der Bau jedoch erst etwa 100 Jahre später entstanden. Das Tillyhaus war als Wohn- und Verwaltungssitz für den jeweiligen Salinenpächter bzw. -verwalter gedacht. Von 1714 an verpachtete der Braunschweiger Herzog die Saline für jeweils drei Jahre. Um 1745 wird die Witwe Garssen als Pächterin genannt, danach hatte Conrad Sievers von etwa 1749 bis 1756 die Saline in Pacht. 1926 ging das Gebäude in privaten und am 1. Juli 1977 in städtischen Besitz über:

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