Brücken
14.12.2025: Die Schiersteiner Brücke ist eine 1280 Meter lange sechsstreifige Autobahnbrücke der Bundesautobahn 643 über den Rhein. Das Gesamtbauwerk besteht aus zwei Brücken mit jeweils drei Fahrstreifen pro Fahrtrichtung. Die westliche Brücke trägt zusätzlich auf der Westseite, rheinabwärts, einen Geh- und Radweg, sie wurde im November 2017, die östliche im August 2023 für den Verkehr freigegeben. Die Brücke überspannt bei Strom-Kilometer 504,4 das untere Ende der beidseitig vom Rhein umströmten Rettbergsaue zwischen Wiesbaden-Schierstein und Mainz-Mombach. Neben den weiter flussaufwärts liegenden Brücken Theodor-Heuss-Brücke und Weisenauer Brücke der A 60 ist sie die dritte Strassenquerung des Rheins bei Mainz und Wiesbaden. Die ursprüngliche Schiersteiner Brücke wurde 1962 fertiggestellt und musste nach erheblichen Schäden 2015 zwischenzeitlich für zwei Monate gesperrt werden. Sie wurde nach Fertigstellung des ersten Teils der neuen Brücke ab 2017 abgerissen. Der Ersatzneubau der Schiersteiner Brücke wurde mit zwei getrennten Teilbrücken von 2013 bis 2023 durchgeführt. Die erste Teilbrücke wurde im November 2017 dem Verkehr übergeben. Die Eröffnung der zweiten Teilbrücke erfolgte am 13. August 2023, die Verkehrsfreigabe in der darauf folgenden Nacht. Der unter der östlichen Brücke hängende Radweg zur Rettbergsaue wurde 2025 fertig gestellt und für den Verkehr freigegeben:
12.12.2025: Die Brücke ist eine im Januar 2020 offiziell benannte Fussgängerbrücke, die als wichtiges architektonisches Bauwerk und gleichzeitig als Mahnmal für den 1989 ermordeten Vorstandssprecher der Deutschen Bank fungiert. Sie überspannt den Hessenring und verbindet direkt den Bahnhof mit der Innenstadt und dem Rathausplatz. Die Benennung erfolgte anlässlich seines 90. Geburtstags im Januar 2020 – gut 30 Jahre nach dem tödlichen Sprengstoffattentat der RAF auf Herrhausen in Bad Homburg. Am Zugang der Brücke befinden sich zwei offizielle Gedenktafeln aus gefrästem Aluminium, die das Leben des Bankiers würdigen. Seine Tochter Anna Herrhausen hob zur Einweihung hervor, dass ihr Vater zeit seines Lebens ein Brückenbauer gewesen sei:

20.11.2025: Die Lahntalbrücke Limburg ist eine 450 Meter lange Brücke der Autobahn 3 in Limburg. Die ab dem Jahr 2013 errichtete und 2016 fertiggestellte Balkenbrücke liegt östlich der Limburger Kernstadt und überspannt die Lahn, sowie die parallel verlaufende Lahntalbahn und die Landesstraße L3020 (Eschhöfer Weg) in einer Höhe von maximal etwa 62 Metern über Grund. Die erste Lahntalbrücke der Autobahn bei Limburg wurde in den Jahren 1937 bis 1939 als steinerne Bogenbrücke errichtet. Nach der Zerstörung durch ein Sprengkommando der deutschen Wehrmacht im Jahr 1945 war sie von 1949 bis 1962 mit Behelfsüberbauten wieder in Betrieb. In den Jahren 1960 bis 1964 wurde eine Spannbetonbalkenbrücke errichtet. Diese wurde im August 2017 nach der Fertigstellung des Neubaus abgerissen. Die Herstellung der Brücke erfolgte im Freivorbau in fünf Meter langen Abschnitten mit Hilfspfeilern, die sich direkt neben den Brückenpfeilern befanden, als Stabilisierungsmassnahme. Die Hilfspfeiler standen auf hydraulisch verschiebbaren Fundamenten, die nach Fertigstellung des ersten Überbaus für die Verwendung beim zweiten Überbau seitlich verschoben wurden:

20.11.2025: Die Lahntalbrücke ist eine 438 m lange zweigleisige Eisenbahnüberführung der Schnellfahrstrecke Köln-Rhein/Main. Die einzige Bogenbrücke der Strecke liegt in Limburg an der Lahn bei Streckenkilometer 107. Sie überspannt die Lahn mit der parallel verlaufenden Lahntalbahn und, südlich des Bogens, der Landesstrasse 3020 (Eschhöfer Weg), in einer Höhe von maximal 50 m über Grund. Aufgrund der Nähe zur historischen Altstadt von Limburg und zur vorhandenen Autobahnbrücke erfolgte eine vertiefte Diskussion der Brückengestaltung. Die gewählte Variante, die mit einem 116 m weiten Bogen die Lahn überspannt, vermied bauliche Eingriffe am Fluss. Die Brücke wurde zwischen den Jahren 1998 und 2001 bei Kosten von ungefähr 25 Millionen DM erbaut. Die Herstellung des Bogens erfolgte im Freivorbau mit 12 bzw. 13 Abschnitten bei Taktlängen von 1,94 m bis 5,0 m. Gehalten wurde der Bogen mit Hilfsabspannungen, die über Hilfspylone auf den Kämpferpfeilern in den benachbarten Pfeilerfundamenten verankert waren. Während der Herstellung wurden sämtliche Bauwerksverformungen mit Hilfe eines umfangreichen Messprogramms überwacht:

20.11.2025: Die Schrägseilbrücke über die Lahn bei Dietkirchen im Schatten der Lubentiusbasilika verbindet seit 25 Jahren die Stadtteile Dietkirchen und Eschhofen als Fußgänger und Radfahrverbindung. Darüber hinaus dient sie aber auch gleichzeitig der Flussüberquerung einer Abwasserleitung und weiteren Versorgungsleitungen. Mit dem Konzept einer kombinierten nutzbaren Fussgänger-/Radfahrbrücke, die gleichzeitig auch als Flussüberquerung der Abwasserleitungen des Stadtteils Dietkirchen dient, konnten erhebliche Mehrkosten für einen Düker (Flussunterquerung) eingespart werden. 2010 wurde die sogenannte Holzbrücke umgetauft und erhielt den Namen des langjährigen Ortsvorsehers und Stadtverordnetenvorstehers Kurt van der Burg:

29.09.2025: Die Veddelkanalbrücke verbindet die Spreehafeninsel mit dem Argentinienknoten und ist damit ein zentrales Bindeglied der Haupthafenroute. Als einzige direkte Strassenverbindung zwischen Wilhelmsburg und den Stadtteilen Kleiner Grasbrook sowie Steinwerder übernimmt sie eine wichtige verkehrliche Funktion, sowohl für den motorisierten Verkehr als auch für den Radverkehr. Die 1933 errichtete Brücke ist eine schiefwinklige Stabbogenbrücke aus Stahl mit einer Stützweite von 60 Metern. Ihre Hauptträger sind als Stabbögen mit doppelwandigem Druckbogen und einwandigem Versteifungsträger ausgeführt. Die Brücke weist einen Hauptträgerabstand von 13 Metern und eine Gesamtbreite zwischen den Geländern von 17,50 Metern auf:
31.07.2025: Die Vorgängerbrücke war von Bruno Möhring im Jugendstil gestaltet worden. Ende April 1945 wurde die Bogenbrücke über der Elbe von deutschen Einheiten gesprengt. Im Jahr 1952 wurde eine 7,4 m hohe, zweifeldrige Strebenfachwerkbrücke mit Pfosten und unten liegender Fahrbahn ersatzweise als Überbau im Stromfeld montiert. Dazu war der Bau eines neuen Strompfeilers erforderlich, wodurch sich Stützweiten von 72,6 m und 60,9 m ergaben. Zusätzlich wurde der Überbau der westlichen Flutbrücke durch eine zweifeldrige Stahlbetonbalkenbrücke mit Stützweiten von 13,0 m und 12,7 m ersetzt. Der Querschnitt ist ein Plattenbalken mit vier Stegen. Die neue Elbebrücke konnte am 20. Mai 1952 als Ernst-Thälmann-Brücke dem Verkehr übergeben werden. Sie verband nun wieder die Ortsteile Grünewalde und Elbenau mit Schönebeck. Die kleinste Durchfahrtshöhe beträgt beim höchsten schiffbaren Wasserstand 5,28 m, womit das Bauwerk zu den niedrigsten Brücken über der Elbe gehört. Die Brücke unterliegt aktuell im Februar 2026 erheblichen Nutzungsbeschränkungen aufgrund ihres baulichen Zustands. Während eine vollständige Sperrung für den PKW-Verkehr derzeit nicht vorliegt, ist die Brücke für den schweren Linienverkehr dauerhaft gesperrt:

31.07.2025: Die 1129 Meter lange Elbauenbrücke Schönebeck (erbaut 2013) besteht aus einer 309 Meter langen südlichen Vorlandbrücke, einer 489 Meter langen Hauptbrücke über die Elbe und einer 331 Meter langen nördlichen Vorlandbrücke. Die Hauptbrücke ist eine Schrägkabelbrücke aus Stahlverbund mit 185 Meter Hauptspannweite und einem sogenannten A-Pylon. Die Schönebecker Elbauenbrücke wurde mit einem Architekturpreis ausgezeichnet. Die in London ansässige Institution of Structural Engineers hat das Bauwerk als das beste der Welt im Jahr 2014 gekürt:
29.07.2025: Die Magdeburger Hubbrücke ist eines der beliebtesten Fotomotive der Stadt. Wenige hundert Meter südlich des Domfelsens rahmt sie monumentale Bauwerke wie den Dom und das Kloster Unser Lieben Frauen mit industriekulturellem Charme ein. Die Brücke wurde 1848, damals noch mit neun Öffnungen, für die neu geschaffene Eisenbahnstrecke Potsdam-Magdeburg errichtet. Um den sich ändernden Anforderungen der Elbschifffahrt zu entsprechen, wurde die Hubbrücke mehrfach umgebaut und steht in ihrer heutigen Form seit 1933. Nachdem die Nutzung als Eisenbahnbrücke 1998 endetete, wurde die Hubbrücke im Juni 2001 im angehobenen Zustand arretiert. Dann wurde sie bereits zwischen 2002 und 2005 als Fussgängerbrücke genutzt, bis sie nach der Wiedererrichtung der Sternbrücke komplett geschlossen wurde. 2013 konnte die Brücke durch eine grossangelegte Spendenaktion instand gesetzt werden und ist seitdem wieder zugänglich. 90 Meter Brücke und 450 Tonnen Gewicht konnten die Hauptträger der Brücke bis auf 5,05 Meter über der Elbe heben. Dies geschah anfangs mit einer Hydraulik, die vom westlich der Brücke stehenden Wasserturm gespeist wurde. Später wurden vier an je zwei Gelenkzahnstangen aufgehängten Betongegengewichten über Spindeln mit elektrischem Antrieb innerhalb von fünf Minuten gehoben und gesenkt. Handantrieb war jedoch auch möglich:

29.07.2025: Im Mai 1914 begonnen, zwangen bauliche Schwierigkeiten bereits nach wenigen Monaten zur Einstellung der Bauarbeiten. Erst 1918 konnte das Werk mit Eifer wieder aufgenommen werden. Der bekannte Stadtbaurat Taut setzte auf die Wirkung des Stahlbogens ohne jeden Schnickschnack und schuf ein für die damalige Zeit einzigartiges modernes Bauwerk. Die Sternbrücke galt mit Fertigstellung im Jahre 1922 als eine der modernsten Flussübergänge Deutschlands. Zum Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der Stahlbogen der Brücke wie auch weitere Elbüberquerungen durch die Wehrmacht gesprengt. Ein Wiederaufbau liess lange auf sich warten. Erst nach der Wiedervereinigung wurden die baulichen Überreste der Sternbrücke zunächst unter Denkmalschutz gestellt. Endlich, im April 1997 beschloss der Stadtrat, die technische Planung zur Wiedererrichtung des Sternbrückenzuges aufzunehmen. Der Bau der Brücke war nicht nur ein Wunsch vieler Magdeburger, sondern auch eine verkehrspolitisch wichtige und richtige Entscheidung für die Anbindung des Rotehorn-Parks zum südlichen Stadtteil. Zur 1200-Jahrfeier wurde der lang ersehnte Brückenschlag am 01. Mai 2005 eröffnet:
