Brücken
31.07.2025: Die Vorgängerbrücke war von Bruno Möhring im Jugendstil gestaltet worden. Ende April 1945 wurde die Bogenbrücke über der Elbe von deutschen Einheiten gesprengt. Im Jahr 1952 wurde eine 7,4 m hohe, zweifeldrige Strebenfachwerkbrücke mit Pfosten und unten liegender Fahrbahn ersatzweise als Überbau im Stromfeld montiert. Dazu war der Bau eines neuen Strompfeilers erforderlich, wodurch sich Stützweiten von 72,6 m und 60,9 m ergaben. Zusätzlich wurde der Überbau der westlichen Flutbrücke durch eine zweifeldrige Stahlbetonbalkenbrücke mit Stützweiten von 13,0 m und 12,7 m ersetzt. Der Querschnitt ist ein Plattenbalken mit vier Stegen. Die neue Elbebrücke konnte am 20. Mai 1952 als Ernst-Thälmann-Brücke dem Verkehr übergeben werden. Sie verband nun wieder die Ortsteile Grünewalde und Elbenau mit Schönebeck. Die kleinste Durchfahrtshöhe beträgt beim höchsten schiffbaren Wasserstand 5,28 m, womit das Bauwerk zu den niedrigsten Brücken über der Elbe gehört. Die Brücke unterliegt aktuell im Februar 2026 erheblichen Nutzungsbeschränkungen aufgrund ihres baulichen Zustands. Während eine vollständige Sperrung für den PKW-Verkehr derzeit nicht vorliegt, ist die Brücke für den schweren Linienverkehr dauerhaft gesperrt:

31.07.2025: Die 1129 Meter lange Elbauenbrücke Schönebeck (erbaut 2013) besteht aus einer 309 Meter langen südlichen Vorlandbrücke, einer 489 Meter langen Hauptbrücke über die Elbe und einer 331 Meter langen nördlichen Vorlandbrücke. Die Hauptbrücke ist eine Schrägkabelbrücke aus Stahlverbund mit 185 Meter Hauptspannweite und einem sogenannten A-Pylon. Die Schönebecker Elbauenbrücke wurde mit einem Architekturpreis ausgezeichnet. Die in London ansässige Institution of Structural Engineers hat das Bauwerk als das beste der Welt im Jahr 2014 gekürt:
29.07.2025: Die Magdeburger Hubbrücke ist eines der beliebtesten Fotomotive der Stadt. Wenige hundert Meter südlich des Domfelsens rahmt sie monumentale Bauwerke wie den Dom und das Kloster Unser Lieben Frauen mit industriekulturellem Charme ein. Die Brücke wurde 1848, damals noch mit neun Öffnungen, für die neu geschaffene Eisenbahnstrecke Potsdam-Magdeburg errichtet. Um den sich ändernden Anforderungen der Elbschifffahrt zu entsprechen, wurde die Hubbrücke mehrfach umgebaut und steht in ihrer heutigen Form seit 1933. Nachdem die Nutzung als Eisenbahnbrücke 1998 endetete, wurde die Hubbrücke im Juni 2001 im angehobenen Zustand arretiert. Dann wurde sie bereits zwischen 2002 und 2005 als Fussgängerbrücke genutzt, bis sie nach der Wiedererrichtung der Sternbrücke komplett geschlossen wurde. 2013 konnte die Brücke durch eine grossangelegte Spendenaktion instand gesetzt werden und ist seitdem wieder zugänglich. 90 Meter Brücke und 450 Tonnen Gewicht konnten die Hauptträger der Brücke bis auf 5,05 Meter über der Elbe heben. Dies geschah anfangs mit einer Hydraulik, die vom westlich der Brücke stehenden Wasserturm gespeist wurde. Später wurden vier an je zwei Gelenkzahnstangen aufgehängten Betongegengewichten über Spindeln mit elektrischem Antrieb innerhalb von fünf Minuten gehoben und gesenkt. Handantrieb war jedoch auch möglich:

29.07.2025: Im Mai 1914 begonnen, zwangen bauliche Schwierigkeiten bereits nach wenigen Monaten zur Einstellung der Bauarbeiten. Erst 1918 konnte das Werk mit Eifer wieder aufgenommen werden. Der bekannte Stadtbaurat Taut setzte auf die Wirkung des Stahlbogens ohne jeden Schnickschnack und schuf ein für die damalige Zeit einzigartiges modernes Bauwerk. Die Sternbrücke galt mit Fertigstellung im Jahre 1922 als eine der modernsten Flussübergänge Deutschlands. Zum Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der Stahlbogen der Brücke wie auch weitere Elbüberquerungen durch die Wehrmacht gesprengt. Ein Wiederaufbau liess lange auf sich warten. Erst nach der Wiedervereinigung wurden die baulichen Überreste der Sternbrücke zunächst unter Denkmalschutz gestellt. Endlich, im April 1997 beschloss der Stadtrat, die technische Planung zur Wiedererrichtung des Sternbrückenzuges aufzunehmen. Der Bau der Brücke war nicht nur ein Wunsch vieler Magdeburger, sondern auch eine verkehrspolitisch wichtige und richtige Entscheidung für die Anbindung des Rotehorn-Parks zum südlichen Stadtteil. Zur 1200-Jahrfeier wurde der lang ersehnte Brückenschlag am 01. Mai 2005 eröffnet:

27.07.2025: Sie entstand 1891/92 nach Plänen von Regierungsbaumeister Carl Bernhard und erhielt am 12. 5. 1893 den Namen des Reformators Martin Luther (1483–1546). Im Zweiten Weltkrieg zerstört, wurde die massive vierspurige Strassenbrücke 1950/51 in vereinfachter Weise wieder aufgebaut. Sie steht unter Denkmalschutz:

27.07.2025: Die Moltkebrücke zwischen der Willy-Brandt-Strasse und Alt-Moabit verbindet das Regierungs- und Parlamentsviertel am Platz der Republik mit dem Moabiter Werder und dem Berliner Hauptbahnhof. An dieser Stelle bestand seit 1851 eine einfache Holzbrücke, die 1864-65 durch eine schmiedeeiserne Bogenbrücke ersetzt wurde. Die heutige steinerne Brücke liess die Stadt Berlin 1888-91 unter der künstlerischen Leitung von Otto Stahn erbauen. Das prachtvolle Brückenbauwerk, benannt nach Helmuth von Moltke, dem Chef des Generalstabs der preussischen Armee, ist ausserordentlich reich geschmückt. Die Bildwerke, Skulpturen und Kandelaber stammen von bedeutenden Bildhauern der wilhelminischen Ära. In den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs wurde die Moltkebrücke hart umkämpft, als die sowjetische Armee von Moabit her ihren verlustreichen Angriff auf den Reichstag begann. Die kriegsbeschädigte Moltkebrücke konnte bereits 1947 wieder hergestellt werden. Der Bildschmuck wurde 1983-86 umfassend restauriert und ergänzt:

27.07.2025: Die von 2001-2005 erbaute Gustav-Heinemann-Brücke verbindet mit ihren 88 Metern für Fussgänger die Parklandschaft des Spreebogens mit dem südlichen Vorplatz des Berliner Hauptbahnhofs. Zwei äusserst schlanke Vierendeel-Träger mit leichtem Stich und eine dazwischen gehängte Fahrbahn mit Holzbelag bilden den langgestreckten, eleganten Steg. Als Ort des Übergangs gliedert er sich zurückhaltend in die städtische Umgebung ein. Heute gehört die Brücke, gemessen am Publikumsverkehr in ihrem Grössensegment, zu den meistbenutzten Brücken Berlins:
27.07.2025: Die Alsenbrücke im Zentrum von Berlin nahe dem früheren Lehrter Bahnhof war eine eiserne Mehrgewölbe-Brücke zur Überquerung der Spree und des südlichen Bereiches des Humboldthafens. Die erste Brücke entstand Mitte des 19. Jahrhunderts, danach folgten Ersatzbauten. Die zuletzt 1928 fertiggestellte dritte Brücke besass keine südliche Anbindung zur Alsenstrasse und war damit keine Spreebrücke mehr. Das neue Bauwerk erhielt den Namen Hugo-Preuss-Brücke und wurde 1933 umbenannt in Admiral-Scheer-Brücke. Am Ende des Zweiten Weltkriegs zerstört, wurde diese Strassenbrücke rund 50 Jahre nicht wieder aufgebaut. Erst im Jahr 2002 liess die Berliner Senatsverwaltung eine neue Strassenbrücke an der alten Stelle errichten. Sie führt die nun Rahel-Hirsch-Strasse genannte Uferstrasse wieder über den Zufahrtskanal zum Humboldthafen. Im Jahr 2005 wurde dem Neubau der Name Hugo-Preuss-Brücke neu verliehen:

27.07.2025: Die Kronprinzenbrücke ist eine Strassenbrücke, die die Spree überspannt und im Berliner Bezirk Mitte die Ortsteile Mitte und Tiergarten mit dem Regierungsviertel verbindet. Das Bauwerk überführt die Konrad-Adenauer-Strasse, die Fortsetzung der Reinhardtstrasse, mit zwei Fahrstreifen und beidseitigen Rad- und Fusswegen. Unmittelbar an das westliche Brückenende schliessen die Kindertagesstätte des Deutschen Bundestages und der Spreebogenpark an. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kronprinzenbrücke im Frühjahr 1945 schwer beschädigt und nach 1945 provisorisch wieder instand gesetzt. Mit dem Bau der Berliner Mauer im Jahr 1961 wurde die Brücke gesperrt und verlor ihre Bedeutung als Verkehrsbauwerk, da die Spree hier Sektorengrenze war. 1972 folgte der Abriss des Brückenüberbaus, die Pfeiler und Widerlager blieben stehen. Nach der Wende im April 1991 wurde ein internationaler Realisierungswettbewerb zum Wiederaufbau der Kronprinzenbrücke ausgelobt. Die neue Kronprinzenbrücke ist eine filigrane, dreifeldrige Stahlbrücke mit einer Gesamtstützweite von 75,22 m. Die Hauptöffnung weist eine Stützweite von 44,0 m auf, die Randöffnungen spannen 15,61 m weit:

27.07.2025: Die Marschallbrücke wurde 1881-82 als dreifeldrige Eisenbogenbrücke nach Entwurf von Paul Gottheiner erbaut und gehört mit ihrer charakteristischen filigranen Bogenkonstruktion zu den wenigen überlieferten Eisen- und Stahlbrücken der ersten Generation in der Berliner Innenstadt. Sie dient als wichtiges Verbindungsglied zwischen der Dorotheenstadt und der Friedrich-Wilhelm-Stadt. Die Brücke überspannte mit drei, aus schmiedeeisernen Zweigelenkfachwerkbögen bestehenden und auf zwei granitverkleideten Strompfeilern ruhenden Feldern die Spree. Nach einem beschränktem Realisierungswettbewerb wurde die Marschallbrücke 1997-98 zu einer Zweifelderbrücke nach Entwurf von Gerhard Pichler und Benedict Tonon umgebaut. Dabei blieb nur die alte stählerne Zweigelenkbogenkonstruktion im Gehwegbereich des nördlichen Feldes erhalten, die erneuerten Geländer in diesem Feld sind dem bauzeitlichen Vorbild nachempfunden. Der südliche Strompfeiler wurde abgerissen und eine neue Stahlträgerkonstruktion zwischen südlichem Widerlager und dem in historischer Form erneuerten Strompfeiler gespannt. Die geborgenen Bogenträger fanden für die neue Fussgängerbrücke über den Landwehrkanal am Deutschen Technikmuseum eine angemessene Wiederverwendung:
