Bahnhöfe
29.07.2025: Der Bahnhof ist der wichtigste Schienennahverkehr-Knoten im Norden Sachsen-Anhalts. Im Personenfernverkehr halten hier Intercity- und Intercity-Express-Züge. Im Stadtgebiet befinden sich neben dem Hauptbahnhof die Stationen Stendal-Stadtsee und Stendal Hochschule an der Strecke nach Wittenberge sowie der Haltepunkt Stendal Vorbahnhof an der Strecke nach Tangermünde. Am 7. Juli 1849 erhielt die Stadt Stendal ihren ersten Eisenbahnanschluss, als die Magdeburg-Wittenbergesche Eisenbahn-Gesellschaft die Bahnstrecke Magdeburg-Wittenberge eröffnete. Diese führte am östlichen Ortsrand entlang, wo sich zunächst auch der Bahnhof befand. Im Zuge der Bauarbeiten für die Bahnstrecke Stendal-Uelzen und die Berlin-Lehrter Eisenbahn um 1870 musste der Bahnhof jedoch an den Südrand der Stadt verlegt werden, um den Reisenden einen Umstieg zwischen den drei Strecken zu ermöglichen. Die Magdeburg-Wittenbergesche Bahn wurde ebenfalls verlegt, um an den neuen Bahnhof angeschlossen zu werden, und umfährt die Stadt seitdem im Westen. Zwischen 1869 und 1871 entstand auch das heutige Empfangsgebäude:
28.07.2025: Der Bahnhof Burg (b Magdeburg) ist der Bahnhof der Stadt Burg in Sachsen-Anhalt. 1846 wurde er an der Bahnstrecke Berlin-Magdeburg in Betrieb genommen. Er wird durch die Regional-Express-Linie Magdeburg-Brandenburg an der Havel-Potsdam-Berlin-Frankfurt (Oder) und durch die Regionalbahn-Linie (Genthin–)Burg–Magdeburg–Helmstedt-Braunschweig bedient. Ein Teil der Gebäude und Anlagen (z.B. das Hauptgebäude, der Wasserturm und eine Krananlage) stehen seit geraumer Zeit unter Denkmalschutz. Heute erstrahlt das Bahnhofgebäude in voller Pracht und wurde umfangreich restauriert. Der Platz vor dem Bahnhof wurde 1999 zum schönsten sächsisch-anhaltinischen Platz gewählt. Die ihn heute schmückenden Skulpturen weisen auf Reisende und die Landesgartenschau hin. Im Gebäude findet man heute auch die burgische Touristeninformation:

27.07.2025: Direkt gegenüber dem Zoologischen Garten mit dem Aquarium liegt der gleichnamige Bahnhof. Erbaut wurde der Bahnhof Zoologischer Garten 1882. Zunächst hielten hier nur Stadtbahnen, etwas später auch S-Bahnen und Fernzüge. 1902 erhielt der Bahnhof Zoo auch einen U-Bahnhof. Anlässlich der Olympischen Spiele wurde der Bahnhof Zoo umgebaut und um weitere Gleise erweitert. Nun gab es getrennte Hallen für S-Bahnen, Nah- und Fernzüge. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er zum wichtigsten Bahnhof West-Berlins. Nach langen Jahren als wichtiger Regional- und Fernbahnhof wurde der Fernverkehr am Bahnhof Zoo für viele Jahre eingestellt. Das Verkehrskonzept des Berliner Senats sah die Stärkung anderer Bahnhöfe in Berlin vor. Heute halten wieder einige Fernzüge am Bahnhof Zoologischer Garten. Traurige Berühmtheit erfuhr der Bahnhof Zoo in den 1970 und 80er Jahren als Treffpunkt für die Drogen- und Stricherszene. Das Buch Wir Kinder vom Bahnhof Zoo beschreibt die wahre Geschichte von Christiane F. und den Alltag der drogensüchtigen Menschen, die die Rückseite des Bahnhofs als ihren Treffpunkt gewählt hatten. Nach zahlreichen Massnahmen wie Polizeieisätzen und die Schaffung von sozialen Einrichtungen konnte der Drogen- und Strichertreffpunkt am Bahnhof Zoo zurückgedrängt werden:

27.07.2025: Der Berliner Hauptbahnhof ist der grösste und modernste Kreuzungsbahnhof Europas. Er wurde am 28. Mai 2006 nach rund elfjähriger Bauzeit eröffnet, und zwar dort, wo einst der Lehrter Bahnhof stand, der im Zweiten Weltkrieg zerstört und in den 1950er Jahren abgerissen wurde. Entworfen hat den neuen Berliner Hauptbahnhof der Architekt Meinhard von Gerkan vom Hamburger Architekturbüro Gerkan, Marg und Partner. Nach jahrelangen Diskussionen über den Standort des Hauptbahnhofs sowie die Umsetzung der Architektenpläne durch die Deutsche Bahn haben Besucher und Berliner den Hauptbahnhof längst positiv angenommen als Umsteigebahnhof, als Einkaufszentrum oder Treffpunkt. Das markante Gebäude mit der gewölbten Dachkonstruktion und den beiden weithin sichtbaren, 46 Meter hohen Bürogebäuden avancierte zum beliebten Fotomotiv. Fast vergessen ist der Streit zwischen dem Architekten und der Deutschen Bahn, weil das Glasdach um 130 Meter verkürzt worden war, um sicherzustellen, dass der Hauptbahnhof rechtzeitig zur Fußball-WM 2006 fertiggestellt wurde. Für die Hamburger Architekten von Gerkan, Marg & Partner war die Bedeutung des neuen Berliner Hauptbahnhofs als Schnittstelle im zusammenwachsenden Europa der bestimmende Faktor ihres Entwurfes. Die Architektur hebt diesen Charakter des Bahnhofs hervor. Die 321 Meter lange gläserne Halle der in Ost-West-Richtung verlaufenden Stadtbahn wird von der in Nord-Süd-Richtung verlaufenden 160 Meter langen und 40 Meter breiten Bahnhofshalle gekreuzt. Durch das gewölbte Mitteldach wirkt der Bahnhof filigran und grosszügig, die oberen Plattformen sind angenehm von Tageslicht durchflutet. Innen gibt es zwei Hauptebenen für den Bahnverkehr sowie drei Verbindungs- und Geschäftsebenen mit 15.000 Quadratmetern Einkaufspassagen und 44.000 Quadratmetern Büroflächen. Ein System grosser Öffnungen in den Decken aller Ebenen lässt Tageslicht bis zu den unteren Gleisen gelangen:

27.07.2025: Der Bahnhof Friedrichstrasse war schon vor dem Krieg legendär, der Fernbahnhof im Herzen Berlins. Zu einem wirklich bedeutenden Gebäude deutscher Geschichte wurde er durch seine Rolle während der Teilung Deutschlands. Nirgendwo im ganzen geteilten Europa waren sich Ost und West so nahe wie hier. Friedrichstrasse war eine ganz normale Ost-Berliner S-Bahn-Station, und ein Gleis neben deren Zügen standen S-Bahnen aus West-Berlin. Man konnte hier, auf Ost-Berliner Gebiet, zwischen West-Stadtbahn, West-Nordsüdbahn, West-U-Bahn (Linie 6) und West-Fernzügen umsteigen, ohne durch Grenzkontrollen zu müssen. Diese befanden sich in dem Gängegewirr im Innern des Bahnhofs. Die Wegeführungen von West-West-Wegen (Umsteigen von einer West-Bahn zur anderen), Ost-Ost-Wegen (S-Bahnhof des Ostnetzes mit Ausgang zur Stadt) und West-Ost-Wegen (Einreise in die DDR) waren sauber voneinander getrennt, doch angesichts der verwirrenden Anordnung wusste man nie genau, ob direkt hinter der nächsten Wand nicht vielleicht ein Gang einer anderen Welt verlief:

25.07.2025: Der Bahnhof liegt an den nicht elektrifizierten Bahnstrecken Braunschweig – Bad Harzburg und Wolfenbüttel – Schöppenstedt. Der 1838 eröffnete Bahnhof ist einer der ältesten in Deutschland. Das historische Bahnhofsgebäude dient seit einem Umbau 2004/2005, bei dem eines der ehemals drei Gleise entfernt wurde, nicht mehr dem Bahnbetrieb. In der Station halten nur Regionalzüge der Betreiber DB Regio und erixx, vom Fernverkehr wird sie nicht bedient. Der nächstgelegene Fernverkehrsbahnhof ist der Braunschweiger Hauptbahnhof:

Bahnhofsbereich und Formhauptsignal:

24.07.2025: Der Bahnhof in Salzgitter-Bad bietet einen stufenfreien Zugang, eine ÖPNV-Anbindung sowie Fahrrad-Stellplätze. Die direkte Anbindung RB 46 führt von Braunschweig nach Herzberg. Der im Jahre 1856 in Betrieb gegangene Bahnhof zog mit der Eröffnung der Bahnlinie Seesen-Salzgitter-Börssum die Ansiedlung von Industriebetrieben nach sich und leistete damit einen wesentlichen Beitrag zur Schaffung von Arbeitsplätzen. Ein Jahr nach Inbetriebnahme der Bahnlinie wurde das Empfangsgebäude fertig gestellt. Das Erdgeschoss des zweistöckigen Bauwerks diente dem Reisebetrieb, im Obergeschoss befand sich die Wohnung des Bahnhofvorstehers. Zwischen 1858 und 1884 gab es im Bahnhof auch ein Postamt. Um dem zunehmenden Reiseverkehr durch den Kurgastbetrieb gerecht zu werden, wurde das Gebäude 1900 erweitert. Auch wurde im Bereich des heutigen Bahnhofsvorplatzes für die Gäste eine kleine Gartenanlage angelegt. Das historische Bahnhofsgebäude wurde 1997 durch einen privaten Investor erworben und in den folgenden drei Jahren restauriert. Die Stadt Salzgitter liess 2000 den südlichen Bahnhofsvorplatz neu gestalten und die Unterführung unter den Bahngleisen erweitern:

19.07.2025: Der Name Eschede löst bei vielen Menschen Erinnerungen an die ICE-Katastrophe am 3. Juni 1998 aus. Zwar zeigte sich damals eine nahezu überströmende Hilfsbereitschaft der Bürger dieser Gemeinde, aber zunächst weckt der Name ungute Assoziationen. Der Bahnhof liegt an einer Hauptstrecke, die als Bahnlinie Celle–Harburg am 1. Mai 1847 eröffnet wurde. Das damalige Bahnhofsgebäude war eine Standardausführung der Königlich Hannoverschen Staatseisenbahn, zeigte jedoch durch seine architektonische Gestaltung die Bedeutung Eschedes an. Nach dem Krieg stieg die Bedeutung des Personenverkehrs zunächst rapide an, um dann etwa ab Mitte der 1960er Jahre ebenso schnell zu sinken. Das bisherige Bahnhofsgebäude wurde 1977 abgerissen und stattdessen ein schmuckloser einstöckiger Bau mit Flachdach gesetzt. Der war nach Ansicht der damaligen Bundesbahn auf den Bedarf zugeschnitten, hatte aber weder einen geschlossenen Warteraum noch ein WC. Das passte den Reisenden und Einwohnern gar nicht. Nach Beratung fasste der Gemeinderat einhellig den mutigen – wie Bürgermeister Günter Berg ihn charakterisierte – Beschluss, alle Bahnhofsgebäude zu kaufen. Unter Einbeziehung des Flachbaus wurde ein ansprechendes Gebäude errichtet. Neu in ihm sind neben Warteraum und WC ein Reisebüro. Nahverkehrszüge der Metronom halten hier im Stundentakt:
Gedenkstätte:

Ein Metronom passiert die Gedenkstätte:

Die neu erbaute Brücke über die Bahnlinie und die Unglücksweiche:







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