Andere Profanbauten
08.07.2024: Die Carl-Theodor-Strasse führt schnurgerade zum Schwetzinger Schloss, und wer sie hinunterschaut muss unweigerlich die ehemalige Mälzerei der Schwanenbrauerei bemerken. Mit seinem hohen Schlot ist das Gebäude ein Blickfang am Rand der Achse. Bis 1731 lässt sich die Geschichte der Schwanenbrauerei Kleinschmitt zurückverfolgen. Das Stammhaus der Hausbrauerei Güldener Schwan befand sich in der heutigen Zeyherstrasse. In den 1750er Jahren entstand dann an der Ecke der heutigen Carl-Theodor-Strasse zur Mannheimer Strasse die Gastwirtschaft Weisser Schwan, das Stammhaus der künftigen Schwanenbrauerei. 1882 übernahm Martin Kleinschmitt den Betrieb, unter dessen Leitung die Brauerei aus Platzgründen 1895 in den südlichen Stadtteil verlegt wurde. Neben dem verbliebenen Ausschank im Anwesen in der Carl-Theodor-Strasse wurde zur gleichen Zeit die Mälzerei errichtet (1907 erhöht). 1978 kaufte die Frankfurter Binding-Brauerei das Unternehmen auf und schloss den Betrieb noch im gleichen Jahr. Optisch fällt die ehemalige Mälzerei aus der Reihe, ist die Carl-Theodor-Strasse doch von ehemals höfischen oder Bürgergebäuden und einigen modernen Ergänzungen bestimmt. Die Malzdarre aber ragt im wahrsten Sinn des Wortes hervor, ihr Ziegelstein-Mauerwerk weist sie als Industrieobjekt aus. Heute befindet sich in dem Gebäude ein Juweliergeschäft im Erdgeschoss, darüber Wohnungen:

08.07.2024: Es gehört zu den markanten Gebäuden der Innenstadt, trägt noch in grossem Schriftzug den Firmennamen und lässt durch die grossflächigen Fensterscheiben die Sudkessel erkennen, die auf die ursprüngliche Nutzung verweisen, das ehemalige Sudhaus der Brauerei Welde in Schwetzingen. Flachdach und klare Fronten unter weitgehendem Verzicht von Schmuckelementen zeigen die Orientierung am Bauhausstil. In grossformatigen blauen Buchstaben hebt sich der Schriftzug der Firma an zwei Seiten deutlich von der weissen Fassade ab, die ihrerseits von Fensterbändern und schmalen Gesimsen gegliedert ist. Farblich kontrastiert dazu der rote Klinker, der das Erdgeschoss als Sockelzone ausweist und die Fensterflächen lisenenartig über alle Stockwerke durchsetzt. Die Fensterlaibungen sind wie das Gesims dezent aus hellem Stein geformt. Das Sudhaus wurde 1934 errichtet und war mit 36 m Höhe das erste Hochhaus in Schwetzingen. Die Produktion der Brauerei wurde 1971 in das benachbarte Plankstadt verlegt, die industrielle Nutzung des Gebäudes damit aufgegeben. Der derzeitige Eigentümer belässt aber die überkommenen Reste der ursprünglichen Nutzung als quasi museale Zierde. Bis heute sind im Inneren einzelne Anlagenelemente erhalten, die kupfernen Sudkessel sind durch die Fensterscheiben im ersten Obergeschoss auch von aussen noch sichtbar:

25.06.2024: Die Staufenhalle wurde Anfang der 2000er Jahre gebaut. Die Halle wird von den Vereinen SV Fischbach, TuS Hornau, Tanzsportclub, SG Kelkheim und „Gesundheit für alle“ genutzt. Die Stauffenhalle war Mitte August 2021 nach starkem Regen überflutet worden und musste gesperrt werden. Der Sportboden einschliesslich Dämmschicht war durchnässt worden. Der Boden musste geöffnet werden, um Schimmel zu verhindern. Anschliessend wurde er komplett erneuert. Die Arbeiten wurden den Angaben zufolge genutzt, auch die Markierungslinien neuen Anforderungen anzupassen. Auch Nebenräume mussten wegen des Wasserschadens saniert werden:
24.06.2024: Das Bürogebäude der DB CARGO AG aus dem Jahr 1998 an der Rheinstrasse:

08.06.2024: Das Haus wurde in der Mitte des 15. Jahrhunderts vom Rheinschiffer Peter Ackermann errichtet. Durch dendrochronologische Untersuchungen konnten die Balken des Fachwerks auf 1438 datiert werden. 1450 wurde das gesamte Anwesen (wohl an Fronleichnam) eingeweiht, was auch die Inschrift über dem Haustor bezeugt. Zum Winzerhof gehören ein Garten und ein Kelterhaus, worin noch zwei Hochkeller und ein Ziehbrunnen erhalten sind. Das Kelterhaus stammt spätestens aus dem 13. Jahrhundert, was durch das spätromanische Ährenmauerwerk dort bezeugt wird. Das Bauwerk wurde in Ständerbauweise errichtet, bei der die senkrechten Balken jeweils aus einem einzigen Stamm bestehen. In diese Stämme wurden dann waagerecht verlaufende Balken eingelegt. Das Anwesen stand im Besitz des Reichsritters Franz von Sickingen, woher es auch seinen heutigen Namen hat. Es ist als eines der ältesten Häuser in Rheinland-Pfalz anzusehen. Seit rund 300 Jahren befindet es sich im Privatbesitz der Familie Petit-Lieberz:

08.06.2024: Das Alte Haus ist eines der bekanntesten mittelalterlichen Fachwerkhäuser am Rhein. Von vielen Rheindichtern besungen, wurde es auch in einigen Filmen Ort der Handlung. So hat Robert Stolz 1932 eine Operette mit dem Titel „Wenn die kleinen Veilchen blühen“ komponiert. Schauplatz dieser Operette ist sein Stammlokal, das Alte Haus. Das Alte Haus, im Jahr 1586 errichtet, ist eines der bekanntesten mittelalterlichen Fachwerkhäuser am Rhein. Seine Anfänge gehen der Inschrift am Haus zufolge auf das Jahr 1368 zurück. Die letze Renovierung wurde im Jahr 2012, als das Dach instand gesetzt wurde, begonnen. Zwischen 2013 und 2015 wurde die Sanierung fortgeführt, insbesondere der Fachwerkkonstruktion bzw. der Fassade einschliesslich der Fenster. Ausserdem wurden Putze und Wandmalereien innen und aussen instandgesetzt. Hier zieren aufwendige Malereien die Wände, die zwischen Ende des 19. Jahrhunderts und 1920 entstanden sind. Der Loreleyzyklus, den vermutlich der bekannte Kirchenmaler Nikolaus Dauber aus Marburg geschaffen hat, sticht dabei heraus. Das Alte Haus von Bacharach ist ein einzigartiges, stadtbildprägendes Denkmal. Während die Mehrzahl der alten Bürgerbauten durch eine Reihe schwerer Stadtbrände um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert vernichtet wurden, bewahrte das Alte Haus in fast allen Teilen den reichen Charakter rheinischen Fachwerks. Es verfügt über vier Giebel, Ecktürmchen und Rokokotüren. Das Kleinod inmitten des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal ist ein Bauwerk von überregionaler Bedeutung:
08.06.2024: Ein geschichtsträchtiges Haus, im Mittelalter befand sich an der Stelle des Hotels der Kurkölnische Saalhof. Im Inneren hängt seit 1998 eine Gedenktafel der Malerzwillinge Kügelgen, die hier ihre Jugend verbrachten. Ursprünglich war der Kurkölnische Saalhof im Besitz des Kölner Erzstiftes. Hier hatte die Gerichtsbarkeit ihren Sitz. Er war früher wohl das bedeutendste weltliche Bauwerk der Stadt. 1810 riss die französische Verwaltung den Saalhof ab. Nach Ansicht von Experten stammten die Baubestandteile des Kurkölnischen Saalhofes aus der frühen fränkischen Zeit. Bis heute wurde noch keine Abbildung dieses Gebäudes gefunden. Das wieder aufgebaute Gebäude heisst heute Altkölnischer Hof:
10.05.2024: Das Gebäude des ehemaligen Amtsgerichts (bis 1972) ist ein langgestreckter zweigeschossiger Walmdachbau mit Putzfassade in Ecklage. Ausgestattet mit Stichbogenfenstern und Drempel mit Sandsteinverzierungen. Neorenaissance, 1844-1846 im Stil italienischer Palazzi erbaut. Seit 1982 Sitz der örtlichen Polizeidienststelle:

10.05.2024: Das ehemalige Spital wurde 1870 errichtet und beherbergt unter anderem die Spitalkirche Johannes der Täufer, deren Turmaufsatz aus Gusseisen besteht. Auf der Ostseite des Gebäudes befindet sich eine Grossplastik des Barmherzigen Samariters, geschaffen von Herrmann Amrhein:
10.05.2024: Ehemaliges Kurmainzisches Forsthaus in Lohr am Main, erbaut als Nebenanlage des Schlosses. Das im Kern spätgotische Gebäude ist in der zweiten Hälfte 16. Jahrhunderts umgebaut worden. Heute sind darin Aussenstellen des Landratsamtes untergebracht:
