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08.04.2024: Die Burg Fürstenberg ist die Ruine einer Höhenburg in Rheindiebach. Sie wurde in 152 Metern Höhe auf einem dreieckigen Felsvorsprung über dem Mittelrhein erbaut. Ihre Entstehungszeit geht auf das frühe 13. Jahrhundert zurück. Damals wurde sie unter dem Auftrag des Kölner Erzbischofs Engelbert I. als Zollburg und Sicherheitsfestung errichtet. In den späteren Jahrhunderten residierten laufend wechselnde Besitzer auf Burg Fürstenberg. Die 3 Meter dicke Schildmauer und der tiefe Halsgraben sorgten für eine hohe Widerstandsfähigkeit. Im Gegensatz zu den meisten Burgen hielt die Burg sogar dem Dreissigjährigen Krieg sehr gut stand. Allerdings wurde sie im späten 17. Jahrhundert durch die französische Armee mittels Sprengung zerstört. Lediglich der Bergfried blieb gut erhalten. Spätere Umbaupläne zu einem neugotischen Schloss scheiterten. Die Burgruine war zwischenzeitlich vor allem aufgrund ihrer anliegenden Weinberge attraktiv. So gehörte sie zeitweise dem Weingroßhändler Wasum und wurde bis 1993 zwischen verschiedenen Besitzern umher gereicht. Ihr jüngster Besitzer ist Gernot Stelter aus Rheindiebach, der seither in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege an einer intensiven Restaurierung der Burg Fürstenberg arbeitet. Sein Ziel ist es, die Ruine für Touristen wieder attraktiv zu machen. Bei den Wiederaufbaumassnahmen wurden originale Steine aus den Trümmern des Mauerwerks verwendet. Die Rekonstruktion des Gebäudes gestaltet sich als äusserst arbeitsintensiv und aufwendig. Ein terrassierter Absatz nordöstlich unterhalb der Burg ist heutzutage als Aussichtsterrasse frei zugänglich:

Blick von der Terrasse auf Rheindiebach, nach Lorchhausen und Bacharach:

08.04.2024: An die Ortsbefestigung Rheindiebachs erinnert heute nur noch der südliche Eckturm wahrscheinlich auch von 1669, der zwischen der Mainzer Strasse und dem Rheinufer in Höhe der Dorfhauptstrasse sowie der B9 steht. Das unübersehbare Objekt ist ein gedrungener beim Ausbau der Strasse 1969 um die Hälfte verkürzter Rundturm mit Zinnenkranz:

08.04.2024: Die Heimburg über Niederheimbach ist auch als Burg Hohneck bekannt. Sie gilt als Beispiel des historistischen Wiederaufbaus einer Burgruine, die durch die Rheinromantik ausgelöst wurde. Ab 1295 liess der Mainzer Erzbischof Gerhard II. von Eppstein (1230-1305) an der Einmündung des Heimbaches in den Rhein den Bau der Heimburg beginnen. Es war eine Reaktion darauf, dass sich 1290 die Pfalzgrafen widerrechtlich die Burgen Sooneck und Reichenstein angeeignet hatten. Die etwa quadratisch angelegte Burg zeigt noch heute in ihrem Baubestand eine mächtige Schildmauer zum Rhein zwischen zwei Rundtürmen. Der südliche davon wurde zum hohen Bergfried ausgebaut. Nach Zerstörungen im Dreissigjährigen Krieg verkam die Burg zur Ruine. Die Begeisterung von Adeligen und reichen Bürgern für den Charme der Burgruinen am Rhein führte im 19. Jahrhundert zu vielen Besitzerwechseln und dem Wiederaufbau der Heimburg. In den Jahren 1866-68 wurde die Ruine im Auftrag des Rittergutbesitzers Freiherr Otto von Wackerbarth (1823-1904) unter Einbeziehung der mittelalterlichen Substanz wiederhergestellt. Dabei wurde über dem mittelalterlichen Keller der zweigeschossige Rheinflügel in neugotischer Architektur mit Zinnen und Ecktürmchen erbaut. Später kam die Burg an Gräfin Charlotte von Mellin. Ab 1882 liess der Weinhändler Eduard Rabeneck den Rheinflügel erweitern und im Garten das neugotische Verwalterhaus mit Zinnen und Wintergarten erbauen. Im Jahr 1898 kam die Burg an den Großindustriellen Robert Müser (1849-1927), der die Mühle hinzu erwarb und dort 1910 ein Gästehaus einrichtete. 1920 erwarb Nora Dunlop die Burg für 1 Million Mark. Die Abwicklung des Kaufs unternahm ihr Schwager und Vetter Hugo Stinnes, der zugleich Eigentümer und Generaldirektor der Firma Hugo Stinnes GmbH war. Er war seinerzeit wohl der bedeutendste deutsche Großindustrielle. Viele Bürger des Ortes fanden in der Inflationszeit auf der Burg bei Bauunterhaltungsarbeiten Arbeit. Die Heimburg diente der Familie Stinnes und ihren prominenten Gästen viele Jahre als repräsentativer Wohnsitz. Bis 1965 verblieb die Anlage in Familienbesitz. Bis heute ist die Heimburg in Privatbesitz und nur zu besonderen Anlässen geöffnet, wie z.B. der traditionelle Halt während des Umzugs am Kerbemontag im Burghof. Jedoch ist ihr Anblick im ganzen Dorf und von den Hängen des Heimbachtals aus sehr präsent:

08.04.2024: Die Pfarrkirche von Niederheimbach steht an der Rheinstrasse und führte bis 1750 das Nikolaus-Patrozinium. Die heutige Kirche verdankt ihr Aussehen weitgehend den Baumassnahmen, die Peter Marx aus Trier zwischen 1913-15 bzw. 1915-1921 vorgenommen hat. Der Chorturm (mit Rundbogenfries) der Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt stammt aus dem zweiten Viertel des 13. Jahrhunderts, er wurde später aufgestockt. Der Turm trägt ein Spitzhelmdach mit vier Ecktürmchen (17. Jahrhundert). Im Innern findet sich ein Kreuzrippengewölbe, ferner die ehemalige Sakristei (heute Kapelle). Die Jahresinschrift 1516 wurde an einem Schlussstein datiert. Die gotische Seitenkapelle, heute zum Eingang umfunktioniert, wurde im 14. Jahrhundert errichtet. Der barocke Chor im Westen besteht aus einer Achse und dreiseitigem Schluss mit Spiegelgewölbe (18. Jahrhundert). Der Neubau von Marx erbrachte eine Basilika in spätgotischen Formen in malerischer Gruppierung. Die Langseite zum Rhein wurde als Schaufassade mit Zwerchgiebeln über dem Seitenschiff angelegt. Im Mittelschiff Netzgewölbe, die unterschiedlich ausgebildeten Seitenschiffe kreuzgewölbt. Die Kanzel wurde 1765 errichtet, das Orgelprospekt stammt aus dem Anfang des 19. Jahrhunderts und die geschnitzte Tür wurde um 1740 angefertigt:

08.04.2024: Bahnhof Trechtingshausen – Wanderweg am Rheinufer – Niederheimbach – Aufstieg zur Heimburg – Wanderweg am Rheinufer – Rheindiebach – Aufstieg zur Burg Fürstenberg- Wanderweg am Rheinufer – Bahnhof Bacharach.

Blick auf den Alten Turm am Ausgangspunkt Trechtingshausen:

Blick zur Burg Sooneck:

Neben einer Rastbank am Rheinufer bei Niederheimbach:

Informationstafel Niederheimbach:

Katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Niederheimbach:

Der Kuhweg war früher der einzige Zugang für Bauern und Winzer, um an ihre Felder und Wingerte zu gelangen. Es führte vom Dorfplatz nahe der Heimburg vorbei hinauf zu den Grundstücken über dem Ort. Heute verbindet dieser Weg den Ortskern mit dem Neubaugebiet. Eine Interessengemeinschaft hat in den letzten Jahren diesen Weg wieder in Stand gesetzt. Dabei wurden viele aus dem ehemaligen Märchenhain stammenden und aufwändig restaurierten Figuren des Bildhauers Ernst Heilmann wieder aufgestellt und so der Öffentlichkeit zugänglich gemacht:

Heimburg (Burg Hohneck):

Pantheon oberhalb der Heimburg – eine 2016 errichtete Nachbildung des römischen Pantheons, eins zu zwölf gebaut, ohne Kassendecke, aber mit einer kreisrunden Öffnung gen Himmel:

Blick zum Feldkreuz auf der Hölle – direkt neben dem Rheinburgenweg erhebt sich dieses gut zwölf Meter hohe Holzkreuz über Niederheimbach. „Auf der Hölle“ ist der Name der Weinbergslage:

Blick auf Lorch mit der Pfarrkirche St. Martin und der Ruine Nollig:

Zollturm in Rheindiebach:

Burg Fürstenberg:

Blick von der Burg auf Rheindiebach, nach Lorchhausen und Bacharach:

Blick nach Oberdiebach:

Blick in Richtung Lorchhausen mit St. Bonifatius und alter Kirche:

Blick voraus zur Burg Stahleck:

Das 1898 erbaute Herrenhaus der ehemaligen Wein- und Sektkellerei der Familie Wasum – heute dient es als Gästehaus:

Bahnhof Bacharach:

20.03.2024: Eine Kapelle in Frauenstein wird erstmals im 14. Jahrhundert erwähnt. Im 18. Jahrhundert war die Kirche nächstgelegenes Gotteshaus für die Katholikinnen und Katholiken der Wiesbadener Diaspora. 1953 erfolgte die Kirchenerweiterung mit Glockenturm (vier Glocken), 1989/90 die Renovierung der Pfarrkirche. Die alte Kommunionbank bildet eine Verbindung zu den neuen Sitzbänken. Im Mittelteil der Kommunionbank ist ein Heiratswappen der Stifter (Anton Joseph von Sohlern und seiner Gemahlin Salome Scherer von Hohenkreuzberg) abgebildet. In dem übrigen Schnitzwerk kommen Trauben und Reben vor. In der 1990 neu geschaffenen Pietà-Nische findet sich ein Vesperbild, das vor zirka 500 Jahren aus Lindenholz von einem unbekannten Meister geschnitzt und später aus der Katharinenkapelle in die Pfarrkirche gebracht wurde. Um zirka 1510 entstand das Kreuz an der Nordwand des Kirchenschiffes. Erwähnenswert ist auch die Kanzel, die einst ihren Platz in der Ägidienkirche in Hadamar hatte und um 1660 entstand. Sie wird von einer Traube mit Fruchtgehängen geziert (spätes 17. bis spätes 18. Jahrhundert):

20.03.2024: Nach der frühesten bisher bekannten Urkunde ist Frauenstein 1221 erwähnt worden, Heinrich Bodo von Frauenstein war Zeuge in einem Vergleich. Die Burg Frauenstein ist aber schon älter. Durch eine dendrochronologische Bestimmung eines original verbauten Holzbalkens, der in der Burg gefunden wurde, konnte das Datum in die Zeit um 1184 gelegt werden. Also entstand die Burg im 12. Jahrhundert und ist somit das älteste in Wiesbaden bekannte Bauwerk aus dem frühen Mittelalter. Als weiterer Besitzer der Burg ist Siegfried von Frauenstein 1231 urkundlich erwähnt. Seine Familie, die über mehrere Generationen Erbhofmarschälle des Mainzer Erzstiftes war, errichtete und erweiterte die Burg auf eigenem Grund und Boden. Das Burgdorf gleichen Namens entwickelte sich um die Burg mit ihrer hohen Ringmauer mit Wehrgang und Zinnen herum. Die Burg erhielt eine Vorburg mit Weiher, wie durch Grabungen im Jahre 1943 zum ersten Male bestätigt werden konnte. Mitte des 13. Jahrhunderts fiel die Burg an Philipp von Frauenstein, der ebenfalls ein Mainzer Marschall war. Um 1300 verkaufte Siegfried IV. die von den Vätern ererbte Burg mit allem Grundbesitz und den im Tal wohnenden Hörigen an den Erzbischof Gerhard von Mainz. Die Kurfürsten von Mainz spielten lange Zeit eine wichtige Rolle für die Burg Frauenstein und das gleichnamige Dorf. Kriegerischer Bedrohung ist die Burg im Laufe der Jahrhunderte nur wenig ausgesetzt gewesen. Anfang des 14. Jahrhunderts wurde die Burg zum ersten Mal in ihrer wechselvollen Geschichte von König Albrecht I., dem Sohne Rudolfs von Habsburg, benannt. Im 14. Jahrhundert wurden Lehnsleute der Mainzer Bischöfe als Burgmänner eingesetzt. Im 17. Jahrhundert waren Frauenstein und seine Burg ein Aussenposten des Mainzer Kurfürsten gegen das Herzogtum Nassau. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts verlor die Burg ihre Bedeutung als Grenzsperre und wurde nicht weiter instand gehalten. Am 20. November 1996 erstand dann der neu gegründete Burgverein Frauenstein das Burggelände für 1069 Mark. Unter Mithilfe der Frauensteiner Bürger sowie engagierten Spendern von ausserhalb ist es möglich geworden, die Burg zu renovieren und in den Stand zurückzuversetzen, den sie in Zeiten des 16. Jahrhunderts darstellte:

20.03.2024: Als drittes neu errichtetes Erholungsheim für Mitarbeiter aus Industrie und Handel weihte die Deutsche Gesellschaft für Kaufmannserholungsheime im Mai 1913 das Kaiser-Wilhelm-Heim in Wiesbaden ein. Die Gesellschaft hatte das Grundstück, das sich rund 1,5 km vom Bahnhof Chausseehaus entfernt befand, vom Biebricher Magistrat erworben. Der Neubau, den der Wiesbadener Architekt Paul A. Jacobi entworfen hatte, machte 1913 auf die Eröffnungsgäste äusserlich einen imposanten Eindruck, die Innenausstattung war jedoch eher bescheiden gehalten und sollte dem Geschmack und den Gewohnheiten der Angestellten und kleinen Kaufleute entsprechen. Im Erdgeschoss befanden sich neben einem Speisesaal für 200 Personen Gemeinschaftsräume wie ein Rauchsalon für Herren, ein Damenzimmer sowie eine Schreib- und Lesehalle, während in der oberen Etage die Wohnzimmer lagen. Im Nationalsozialismus wurde die Gesellschaft für Kaufmannserholungsheime der NS-Organisation Kraft durch Freude (KdF) zugeordnet und der Deutschen Arbeitsfront unterstellt. Im Verlauf des Zweiten Weltkrieges wurde das Heim als Lazarett genutzt und zwischen 1945 und 1949 diente es zunächst als Krankenhaus. Erst 1949 konnte das damalige Taunusheim seinen Betrieb als Erholungsstätte wieder voll aufnehmen. 1965 erhielt das Haus nach dem Kaufmann und Gründer der Kaufmannserholungsheime, Joseph Baum, seinen jetzigen Namen. Seit 1984 wird es als Fortbildungsstätte des hessischen Justizministeriums genutzt und ist Sitz des H.B. Wagnitz-Seminars:

20.03.2024: Der Turm ist eine fiktive Nachbildung eines mittelalterlichen Bergfrieds, was typisch für die Zeit um 1900 war. Er befindet sich auf dem 454 Meter hohen Schläferskopf, einem Berg im Taunuskamm. Der Gipfel mit dem Turm liegt im Stadtgebiet der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden, ca. drei Kilometer nordnordwestlich des Stadtteils Klarenthal im Naturpark Rhein-Taunus. Der Name des Schläferskopfs rührt von den dort lebenden Siebenschläfern her. Im Innern des Berges befindet sich der Schläferskopfstollen, der das Kluftgrundwasser aus dem Quarzit des Taunuskamms sammelt. Im Jahr 1883 wurde bereits ein zehn Meter hoher Holzturm auf dem Schläferskopf aufgestellt. Wegen Baufälligkeit wurde er 1900 wieder abgerissen. Von 1905-1906 wurde der 31 Meter hohe Kaiser-Wilhelm-Turm mit Schutz- und Erfrischungsraum auf dem Berg errichtet. Dies geschah auf Anregung des Wiesbadener Verschönerungsvereins und wurde mit Spenden der Wiesbadener Bürger finanziert. Im Innern des Turms befindet sich eine doppelläufige Spindeltreppe, deren Spindeln sich nach dem Prinzip einer Doppelhelix umeinander winden. Sie ermöglicht einen getrennten Auf- und Abstieg. In den Jahren 1907-1908 wurde ein Gastronomiegebäude ergänzt. Der Zugang zum Aussichtsturm erfolgt durch dieses Gebäude. Wegen statischer Probleme war der Turm lange Zeit geschlossen und musste saniert werden. Im Frühjahr 2016 waren die Sanierungsarbeiten abgeschlossen. Es war vorgesehen, den Turm anschliessend über die angegliederte Gaststätte zu deren Öffnungszeiten besteigen zu können. Diese wurde aber kurze Zeit später geschlossen und zwangsversteigert. Die Verfügungsgewalt liegt nun bei der Stadt Wiesbaden, die einen seriösen Betreiber für die Gaststätte sucht, der auch den Schliessdienst für den Aussichtsturm übernimmt. Bis dahin kann der Turm in der Regel nicht bestiegen werden: