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24.07.2025: Die St.-Mariae-Jakobi-Kirche war um 1480 als Wehrkirche gebaut worden und war Teil der Verteidigungsanlage der Stadt. Die Mauern des Wehrturmes waren zwei Meter dick, 37 Schiessscharten dienten zur Abwehr von Angriffen. Der Turm der Kirche war seit dem Bau Eigentum der Stadt, erst 1966 wurde er an die Kirche veräussert. In der Folge wurde der Haupteingang zur Kirche in die Nordseite des Turms verlegt und die Eingänge der Südseite zu Fenstern rückgebaut. Bei dieser von 1963 bis 1967 dauernden Umgestaltung wurde die auch alte Ausstattung entfernt, die Emporen abgebaut und Altar, Kanzel, Lesepult und Taufbecken wurden vor der Mitte der Nordwand aufgestellt. Die Kirche besitzt drei Glocken, von denen die St.-Barbara-Sturmglocke von etwa 1481 die älteste ist. Die grösste Glocke, über deren Entstehung nur bekannt ist, dass sie 1572 in die heutige Form umgegossen wurde, trägt neben einem Schriftzug auch die älteste Darstellung des Wappens von Salzgitter-Bad, einen männlichen Kopf und darunter zwei Salzhaken:

24.07.2025: Die Legende der Wildschweinrotte erzählt, dass die Tiere mit ihren silberglänzenden Borsten die damaligen Bewohner auf den hohen Salzgehalt des Wassers aufmerksam machten und so die sichere Existenz als Salzsieder entstand. Der Künstler ist unbekannt, die Wildschweine wurden 1999 aufgebaut:
24.07.2025: Für die Pflege der örtlichen Kunstszene steht insbesondere die Kleine Galerie im Tillyhaus in Salzgitter-Bad. Jedes Jahr werden dort vier Einzelausstellungen von Mitgliedern der Salzgitter Gruppe und zwei Einzelausstellungen von Mitgliedern des Freien Kunststudios Spektrum gezeigt. Die Kleine Galerie im Tillyhaus erfreut sich grosser Beliebtheit und wird von der Städtischen Kunstsammlung des Fachdienstes Kultur mitbetreut. Namensgeber für das Tilly-Haus ist der Feldherr Tilly. Dieser hat während des Dreissigjährigen Krieges im Jahr 1626 nach der Schlacht bei Lutter am Barenberge dort Quartier bezogen. Der Überlieferung nach soll das Haus etwa 1608 während der Regierungszeit von Herzog Heinrich Julius von Braunschweig/Wolfenbüttel errichtet worden sein. Vermutlich ist der Bau jedoch erst etwa 100 Jahre später entstanden. Das Tillyhaus war als Wohn- und Verwaltungssitz für den jeweiligen Salinenpächter bzw. -verwalter gedacht. Von 1714 an verpachtete der Braunschweiger Herzog die Saline für jeweils drei Jahre. Um 1745 wird die Witwe Garssen als Pächterin genannt, danach hatte Conrad Sievers von etwa 1749 bis 1756 die Saline in Pacht. 1926 ging das Gebäude in privaten und am 1. Juli 1977 in städtischen Besitz über:

24.07.2025: Von dem einst bedeutendsten Gehöft, dem sogenannten Garssenhof (Ritterhof der Familie von Gitter), das ursprünglich in Gitter stand, wurde das Wohngebäude 1980/1981 in den Rosengarten umgesetzt und dient heute als Bettenhaus für das Hotel Ratskeller:
24.07.2025: In Salzgitter-Bad wurde im Herbst 2009 der Gradierpavillon im Rosengarten innerhalb der Traditionsinsel feierlich eingeweiht. Schirmherr, Oberbürgermeister Frank Klingebiel, gehörte ebenso zu den Festrednern wie der Vorsitzende des Bürgervereins, Joachim Sievers. Knapp zwei Jahre rief der Verein zum gemeinschaftlichen Spenden für den Gradierpavillon auf. Rund 400 Bürger kamen dem Ruf nach. Die Arbeiten begannen mit der Erneuerung des Rohrsystems an der Soleleitung, einer Tiefbaumassnahme, die der eigentlichen Errichtung des Gradierpavillons vorausging. Damit wurde die wichtige Voraussetzung für das spätere Holzgerüst mit Reisigbündeln geschaffen. Anschliessend konnte der Pavillon über der Quelle errichtet werden:

24.07.2025: Die grosse Flächenstadt Salzgitter hält für Ihre Bürger zwei Rathäuser vor, im historischen Stadtteil Salzgitter-Bad liegt davon die kleinere Einrichtung direkt am Marktplatz. Mittwochs und samstags findet vormittags vor dem Rathaus ein Wochenmarkt statt. Ein an der Fassade angebrachtes Glockenspiel erinnert an die Tradition als Bergbaustadt mit dem Stück „Glück auf, der Steiger kommt“ täglich um 9.00, 12.00, 15.00 und 19.00 Uhr. Direkt neben dem Rathaus liegt die Stadtteilbibliothek mit einer integrierten Zweigstelle der Tourist-Information:

24.07.2025: Der Bahnhof in Salzgitter-Bad bietet einen stufenfreien Zugang, eine ÖPNV-Anbindung sowie Fahrrad-Stellplätze. Die direkte Anbindung RB 46 führt von Braunschweig nach Herzberg. Der im Jahre 1856 in Betrieb gegangene Bahnhof zog mit der Eröffnung der Bahnlinie Seesen-Salzgitter-Börssum die Ansiedlung von Industriebetrieben nach sich und leistete damit einen wesentlichen Beitrag zur Schaffung von Arbeitsplätzen. Ein Jahr nach Inbetriebnahme der Bahnlinie wurde das Empfangsgebäude fertig gestellt. Das Erdgeschoss des zweistöckigen Bauwerks diente dem Reisebetrieb, im Obergeschoss befand sich die Wohnung des Bahnhofvorstehers. Zwischen 1858 und 1884 gab es im Bahnhof auch ein Postamt. Um dem zunehmenden Reiseverkehr durch den Kurgastbetrieb gerecht zu werden, wurde das Gebäude 1900 erweitert. Auch wurde im Bereich des heutigen Bahnhofsvorplatzes für die Gäste eine kleine Gartenanlage angelegt. Das historische Bahnhofsgebäude wurde 1997 durch einen privaten Investor erworben und in den folgenden drei Jahren restauriert. Die Stadt Salzgitter liess 2000 den südlichen Bahnhofsvorplatz neu gestalten und die Unterführung unter den Bahngleisen erweitern:

24.07.2025: Besuch Bismarckturm Salzgitter-Bad (Höhe: 17 m, Einweihung: 1900). Auf Initiative des Harzvereins Salzgitter wurde im Jahre 1900 auf dem 272 Meter hohen Hamberg, wie in vielen anderen Orten, zu Ehren des Altkanzlers Bismarck ein Aussichtsturm errichtet. Sanierungsarbeiten erfolgten von März bis August 2002, unter anderem Abdichtung des Mauerwerkes, Beschichtung des Betonfussbodens, Reparatur der Treppe, neue Aussenbeleuchtung. Der Turm wurde nach den durchgeführten Arbeiten am 13. September 2002 wieder eröffnet. Auch heute noch ist der Bismarckturm ein beliebtes Ausflugsziel. Über 24 Steinstufen gelangt man zur ersten Plattform der Eisenkonstruktion. Von dort aus erreicht man die oberste von vier Plattformen über 57 Holzstufen. Der Bismarckturm in Salzgitter ist einer von drei Bismarcktürmen aus Metall, allerdings kein reiner Metallturm wie in Bielefeld und Hasselfelde-Trautenstein:

24.07.2025: Das Kniestedter Herrenhaus war 1698 auf dem Gelände des Unterhofes als Ersatz für das zu klein gewordene Gutshaus errichtet worden. Das Gebäude wurde 1790 umfangreich saniert. Es handelt sich um einen zweigeschossigen steinernen Bau, der bis heute weitgehend in seiner ursprünglichen Form erhalten ist. Veränderungen am Äusseren des Gebäudes betrafen die Abwalmung des Daches und die Vergrösserung einiger Ochsenaugenfenster im Stallbereich. Ab 1991 wurde das Herrenhaus vollständig im Stil des 18. Jahrhunderts renoviert. Dazu mussten aufwändige Arbeiten zur Sicherung der Fundamente durchgeführt werden, da das Haus im sumpfigen Gelände der nahen Warne liegt und es an verschiedenen Stellen bereits Schäden an den Decken gegeben hatte. Das Fundament wurde stabilisiert und die Deckengewölbe durch zusätzliche Betondecken verstärkt. Nach Abschluss der Renovierungsarbeiten wurde das Gebäude am 18. Februar 1994 eingeweiht. Das Herrenhaus beherbergt seitdem eine Zweigstelle der Volkshochschule Salzgitter sowie eine Begegnungsstätte für Senioren, die bis dahin im Kniestedter Gutshaus untergebracht war. Es gibt regelmässig Ausstellungen von Fotografen und anderen Künstlern:

24.07.2025: Die ehemalige Kniestedter Kirche in Salzgitter-Bad ist heute ein anerkanntes Kulturzentrum und Aufführungsort für Jazzkonzerte, Folkloreabende, Theaterreihen, Dichterlesungen oder Kabarett. Der Turm und das Schiff der Kniestedter Kirche sind Ende des 15. Jahrhunderts erbaut, Anfang des 17. Jahrhunderts umgebaut und etwa Mitte des 18. Jahrhundert nach Vergrösserung der Fenster in die heutige Form gebracht worden. Das Kirchenschiff ist von rechteckiger Grundform, besteht aus Bruchsteinmauern und hat ein Satteldach. Das rundbogige Portal an der Nordseite entstand 1609 und ist mit Muscheln, Diamantquadern und einem Löwenkopf verziert. Der Turm hat ein quer gelegtes Satteldach. In Höhe der Glockenstube sind kleine Schallöffnungen. An der Westseite liegt der Turmeingang mit einer gemusterten Holztür aus dem 18. Jahrhundert:
