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RÜSSELSHEIM AM MAIN
(65.800 Einwohner) ist die größte und als Sitz der Adam Opel AG und weiterer großer Unternehmen auch die wirtschaftlich bedeutendste Stadt des Kreises Gross-Gerau im Regierungsbezirk Darmstadt. Mit Fachhochschule, zahlreichen Schulen, Stadttheater und Stadtmuseum sowie bundesweit erfolgreichen Sportvereinen nimmt die 850 erstmals erwähnte Stadt auch kulturell und sportlich eine Mittelpunktsfunktion ein. Rüsselsheim pflegt Partnerschaften mit Evreux (Frankreich), Rugby (England), Varkaus (Finnland) und Kecskemét (Ungarn). Per 30. Juli 2015 gab die Stadt die offizielle Umbenennung von Rüsselsheim in Rüsselsheim am Main bekannt. Grund für den Namenszusatz sei die positive Besetzung des Mains als Natur-, Freizeit- und Wirtschaftsfaktor. Die Verwendung der Namensergänzung „a. M.“ lässt sich historisch belegen. Rüsselsheim war 2017 Gastgeber des Hessentags.
Der Landungsplatz mit Schiffsanleger am Main (21.07.2017):

Das Leinreiter-Denkmal des Darmstädter Künstlers Detlef Kraft aus dem Jahr 1994 am Landungsplatz am Main. Die Skulptur nimmt Bezug auf ein vorindustrielles Rüsselsheim am Main und eine über mehrere Jahrhunderte hinweg bis in das 19. Jahrhundert hinein entlang des Flusses ausgeübte Tätigkeit. Leinreiter zogen mit Hilfe kräftiger Pferde Schiffe an einer Leine den Main aufwärts, um Güter zu transportieren (21.07.2017):

Verna-Park (Englischer Stadtpark)…vom Englischen Garten in München hat man gehört oder war schon dort. Kaum bekannt ist, dass sich in Rüsselsheim ebenfalls ein gartenbauliches Kleinod verbirgt. Zwischen Parkschule, Maindamm und Innenstadt liegt der Stadtpark, nach den früheren Besitzern Verna-Park genannt. Nachdem die Erben 1911 das Anwesen an die Stadt verkauften, wurde aus dem weitläufigen Privatgarten ein öffentlicher Park…hier die um 1865 errichtete künstliche Ruinenstaffage mit neogotischen Bauteilen und dem vom Main aus gut sichtbaren Turm (21.07.2017):

Das Tabor-Haus (Mozarthaus) von 1671 direkt am Maindamm neben dem Verna-Park (21.07.2017):

21.07.2017: Lufthansa Boeing 747-8 D-ABYU (Baujahr 2015) nach dem Start vom Airport Frankfurt über Rüsselsheim:

Der Hauptbahnhof Bremen ist ein Durchgangsbahnhof und befindet sich nordöstlich der Innenstadt in der Bahnhofsvorstadt. Das von 1885 bis 1889 errichtete Gebäude wurde im Stil der Neorenaissance erbaut. Der Bahnhof liegt an mehreren Bahnstrecken und ist das Zentrum für den Bahnverkehr im Nordwesten Deutschlands (17.06.2017):

Der Bahnhof Minden (Westf) ist ein Inselbahnhof an den Hauptstrecken Ruhrgebiet–Hannover und der Nebenstrecke nach Nienburg (Weser-Aller-Bahn) sowie Zielbahnhof der S1 aus Hannover. Das Empfangsgebäude wurde in den Jahren 1847-48 im romantischen Baustil errichtet (10.06.2017):

10.06.2017: Das Wasserstrassenkreuz Minden führt den Mittellandkanal über die rund 13 Meter tiefer liegende Weser und bildet eines der grössten Wasserstrassenkreuze der Welt. Die massive 370 Meter lange Trogbrücke wurde 1911-14 von den Ingenieuren Heinrich Küster und Gereke errichtet. Die Brücke prägt das Landschaftsbild und führt in acht Bögen über den Mittellandkanal. Dabei sind die Strombögen ungefähr 54 Meter, die sechs Flutöffnungen ca. 36 Meter breit. Im Zweiten Weltkrieg wurden die zwei Strombögen 1945 gesprengt, woraufhin sie 1947-49 in Stahlbeton wiederhergestellt wurden. In den Jahren 1993-98 wurde eine weitere, parallel zur alten Brücke geführte Kanalbrücke in Stahlkonstruktion und mit einer breiteren Fahrrinne errichtet. Die alte Brücke ist mit Basaltlava und Sandsteinplatten verkleidet, die Brüstung durch Bogenstellungen gegliedert. Zu beiden Seiten sind mit einem Mansardendach bedeckte, quadratische Türme über Konsolen angebracht, die im Inneren Treppenanlagen aufnehmen. Im Westen liegt die 1911-14 von den Wasserbau-Ingenieuren Loebell und Caspar gebaute Schachtschleuse mit einer Kammerlänge von 85 Metern, die den Höhenunterschied von etwa 13 Metern zwischen Mittellandkanal und Weser überwindet, und so den Schiffen einen Wechsel der Wasserstrassen ermöglicht. Die seitlichen Sparkammern aus Beton sind in vier Ebenen übereinander angeordnet. Mit ihren zwei viergeschossigen Hubtürmen erinnert die Schachtschleuse Minden an ein monumentales, burgähnliches Tor. Im Süden befindet sich das Hauptpumpwerk, welches 1912-14 als Stahlbetonbau errichtet wurde:


10.06.2017: Die St. Marienkirche ist eine der grossen Innenstadtkirchen Mindens mit eigenem Weinberg und Kräutergarten. Die Gründung der Kirche geht auf die erste Hälfte des 11. Jahrhunderts zurück. Die romanischen Teile der einschiffigen Basilika mit kleiner Chorapsis wurden im 14. Jahrhundert durch gotische Erweiterungen mit Seitenschiffen im Norden und Süden sowie einem Chorraum gotisch zu einer Hallenkirche erweitert. Erste reformatorisch geprägte Gottesdienste sind im Jahr 1529 zu belegen. Die Orgel aus dem Jahr 2002 stammt von der Freiburger Orgelwerkstatt der Firma Späth. Neben der Kirche ist der Südteil des ehemaligen Kreuzganges des um 993 gegründeten Benediktinerinnenklosters zu erkennen, der in den Neubau des Gemeindehauses Marienstift um 1975 integriert wurde:

10.06.2017: Um 1260 wurde mit dem Bau des Rathauses begonnen. Der kostspielige Steinbau war sehr auffällig in mitten der Fachwerkhäuser, die eher der damaligen Bauweise entsprachen. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude stark beschädigt. Das Gebäude wurde wieder aufgebaut, aus dem 13. Jahrhundert erhalten blieb der gewölbte Laubengang an der Nordseite. Der Oberbau von Werner March (1953/54) ist gut auf die frühgotische Laube abgestimmt:

10.06.2017: Das Haus Schmieding vermittelt einen Eindruck von Alter, obwohl es erst 1909 von Kaufmann Hermann Schmieding errichtet wurde. Inspiriert von seiner Frau, die sich bei ihrer Hochzeit im Hildesheimer Dom in das Hildesheimer Knochenhauer Amtshaus verliebte, baute er dieses malerische Fachwerkhaus in ihrer Heimatstadt. Heute befindet sich am Haus Schmieding ein Figurenspiel, welches die Minden-Saga präsentiert. Diese Saga besagt, dass die Stadt Minden ihren Namen von Karl dem Grossen und Widukind erhielt, die sich hier im 8. Jahrhundert trafen und Frieden schlossen. Das Figurenspiel „min+din“ am Haus Schmieding erinnert viermal täglich an diese faszinierende Legende. Das Haus Schmieding befindet sich am belebten Marktplatz von Minden. Ein Ort, der durch seine zahlreichen Cafés und Restaurants zum Verweilen einlädt:

10.06.2017: Das Gebäude der Neuen Regierung in Minden wurde 1902-06 nach Plänen von Paul Kanold und Paul Kieschke errichtet. Im Jahr 1947 ist der Sitz der Bezirksregierung nach Detmold verlegt worden, danach wurde das Gebäude als Bundesbahn-Zentralamt genutzt. Heute wird das im Stil der Neorenaissance (Weserrenaissance) erbaute Gebäude als Alte Regierung bezeichnet:

10.06.2017: Das Denkmal des Grossen Kurfürsten steht südlich des Wesertors in Minden zu Ehren Friedrich Wilhelms von Brandenburg und ist ein bedeutendes Denkmal mit starker historischer Relevanz. Das Standbild besteht aus Bronze und ruht auf einem soliden Sandstein-Sockel. Eine erklärende Plakette trägt die Inschrift „Gedenke dass du ein Deutscher bist„, die zum Nachdenken über die nationale und lokale Geschichte anregt:
