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Innerhalb der Gattung der grauen Gänse besitzt die Graugans (Anser anser) das hellste Gefieder. Charakteristisch ist vor allem der helle Kopf mit dem kräftigen, keilförmigen Schnabel. Wenn sie nicht gerade ruhen oder auf dem Wasser schwimmen ist das beste Erkennungsmerkmal die Farbe der Füsse, diese sind blass rosa und nicht orange wie bei Bläss- oder Saatgans. Männchen und Weibchen unterscheiden sich äusserlich nicht. Jung- und Altvögel kann man gut an der Farbe der verhornten Schnabelspitze, des sogenannten Nagels, unterscheiden. Jungvögel haben einen dunklen und Altvögel einen weisslichen Nagel. Graugänse sehen und hören hervorragend und die Mitglieder einer Familie oder Gruppe stehen ständig über Rufe oder schnatternde Soziallaute miteinander im Kontakt. Ausgewachsene Vögel wiegen 3 bis 4 Kilogramm. Das typische Flugbild einer Gänseschar ist die Keilformation, die aus aerodynamischen Gründen gebildet wird.

27.11.2025: Graugänse am Schwanheimer Mainufer:

08.08.2025: Der Maler Georg Friedrich Kersting (1785-1847) wurde in Güstrow geboren und gehört neben Caspar David Friedrich und Philipp Otto Runge zu den bedeutendsten Malern der deutschen Romantik. Genau wie diese erhielt er seine Ausbildung an der Königlichen Kunstakademie in Kopenhagen, die zu den fortschrittlichsten ihrer Art in Europa zählte. Sein Geburtshaus befindet sich heute in Privatbesitz, seine Werke sind im Stadtmuseum zu besichtigen. Georg Friedrich Kersting wuchs in Güstrow als Sohn eines Glasermeisters in bescheidenen Verhältnissen auf. Davon zeugt auch sein Geburtshaus in der Hollstrasse 6, ein schlichtes Wohndielenhaus in Fachwerkbauweise, dessen älteste Bauphase bis in die Mitte des 16. Jahrhunderts zurück reicht. Im Zeitraum von 1982 bis 1985 wurde das bauhistorisch wertvolle Gebäude durch den VEB Denkmalpflege Schwerin, Restaurierungswerkstatt Güstrow, umfassend saniert. Zum 200. Geburtstag des Künstlers im Jahr 1985 erfolgte die Eröffnung des Hauses als museale Erinnerungsstätte an diesen bedeutenden Maler der deutschen Romantik. 1994 wurde das Museum geschlossen. Das Geburtshaus Georg Friedrich Kerstings befindet sich heute in Privatbesitz. Eine ständige qualitätvolle Sammlung Kerstingscher Gemälde und Zeichnungen befindet sich im Stadtmuseum Güstrow:

08.08.2025: Wie alle anderen Bauten auf dem Platz ist das Güstrower Rathaus erst nach den grossen Stadtbränden zu Beginn des 16. Jahrhunderts entstanden. Noch um 1700 bestand das Rathaus aus fünf verschiedenen, nebeneinander angeordneten Giebelhäusern, von denen eines mit einem Turm versehen war. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde das Rathaus mehrfach umgebaut. In jener Zeit entstand der Audienzsaal, heute Stadtvertretersaal, mit einer figürlichen Stuckdecke von Johann Metz und dem Motiv Gerechtigkeit und Frieden (1754). Nach Entwürfen des Güstrower Baumeisters David Anton Kufahl fand 1798 die Neugestaltung der Fassade statt, welche die fünf Giebelhäuser zu einem Baukörper verband. Dass Rathaus und Kirche mitten auf dem Marktplatz ihren Platz erhielten, ist im mecklenburgischen Raum ungewöhnlich und so nur noch in Güstrow anzutreffen. Von 2001-2002 wurde das Rathaus umfassend restauriert. Die Gestaltung der Fassade erfolgte dabei nach dem historischen Vorbild:

08.08.2025: Vom Domkapitel für die geistigen Bedürfnisse der Bürger der Stadt Güstrow gestiftet, wird die Pfarrkirche St. Marien auf dem Markt 1308 das erste Mal urkundlich erwähnt. Anfang des 16. Jahrhundert wurde sie dreimal durch Stadtbrände zerstört bzw. stark in Mitleidenschaft gezogen, aber immer wieder zusammen mit den Häusern der Stadt aufgebaut. Seit 1533 wurde in der Marienkirche lutherisch gepredigt. 1780 bekam sie den barocken Turmhelm, 1880-1883 wurde sie durch Hofbaurat Daniel grundlegend umgebaut und erhielt die heutige Gestalt als dreischiffige Hallenkirche. Die Bürger Güstrows statteten ihre Kirche im Laufe der Jahrhunderte grosszügig aus. Zu sehen sind eine Pietà (Anfang 1500), eine fünfteilige Triumphkreuzgruppe (1516), der prächtige Wandelaltar (1522) mit dreizehn Schnitzreliefs von Jan Bormann und sechs Tafelgemälden von Bernaert von Orley sowie das Ratsgestühl von 1599 mit Eichenintarsien. Zahlreiche Wandleuchter und zwei flämische Kronen wurden von Handwerkern und Bürgern gestiftet. An den Wänden befinden sich verschiedene Epitaphien, die an Bürgermeister und Bürger der Stadt erinnern. Die Orgel samt Orgelempore wurde 1764 durch den Rostocker Orgelbaumeister Paul Schmidt im barocken Stil in die Kirche hineingebaut:

08.08.2025: Das repräsentative, im Stil des Historismus erbaute Gebäude an der traditionellen Haupteinkaufs-Strasse Pferdemarkt wurde 1896 fertiggestellt. Zuvor war die Post in der Domstrasse 6 untergebracht. Dieses Gebäude genügte aber nicht mehr den Ansprüchen des Deutschen Reiches an ein zentrales Gebäude für Post und Telegrafie. Dazu kam damals auch noch das lokale Telefonnetz. Nachdem die Stadt einen Zuschuss von 34.000 Reichsmarkt bewilligt hatte begann der Bau. Im Erdgeschoss waren die Diensträume für den Postbetrieb untergebracht. Das Obergeschoss wurde für den Telegafen- und Telefondienst genutzt, letzterer wurde damals ja noch handvermittelt. Ausserdem befand sich dort die Dienstwohnung des Postamtsvorstehers. Auf den frühen Aufnahmen des Gebäudes lassen sich in den Turmfenstern noch deutlich die Isolatoren der Telegrafen- und Telefonleitungen ausmachen, die von hier aus bis 1929 über die Dächer der Stadt verliefen. In den DDR-Jahren war der schwarze Reichsadler des Kaiserreichs auf goldenem Grund über der Erker am Turm übermalt. 1956 erfolgte eine erste Sanierung des Turms. Als sich 1984 Schieferplatten der Eindeckung lösten, wurde der Turmhelm erneut saniert. Eine grundlegende Rekonstruktion erfolgte 1995. Heute ist das Gebäude in Privateigentum und wird nicht mehr für Postzwecke genutzt:

08.08.2025: Im Jahr 1928‭ ‬wurde mit dem Wasserkraftwerk das erste Mal Strom erzeugt‭.‬
Die Entwicklung und den Bau des Wasserkraftwerkes in den Jahren 1926‭ ‬und 1927‭ ‬übernahm die Firma Siemens und Schückert‭ aus Berlin‭.‬ Das Nutzungsgefälle beträgt 2,10‭ ‬Meter‭.‬ Die Restaurierung des Wasserkraftwerkes wurde in den Jahren 1999‭ ‬und 2000‭ ‬durchgeführt‭.‬ Das ablaufende Wasser mündet hinter dem Gebäude in den Energiegraben‭.‬ Die Francis-Turbine ‬arbeitet vertikal und hat eine Leistung von 20,6‭ ‬kW‭, ‬sowie eine Wasserdurchflussmenge von maximal 1250‭ ‬l/s‭.‬ Die Kaplan-Turbine ist heute zeitweilig ausser Betrieb‭. ‬Sie arbeitet axial mit einer Leistung von 56‭ ‬kW und einer Wasserdurchflussmenge von maximal 3500‭ ‬l/s‭. Das historische Wasserkraftwerk der Stadtwerke Güstrow erzeugt bis heute Ökostrom aus Wasserkraft, welcher in das Güstrower Stromnetz eingespeist wird. Die Geschichte des Wasserkraftwerkes reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück:

08.08.2025: Der Armesünderturm ist einer der wenigen Reste der mittelalterlichen Stadtbefestigung die noch in Güstrow existieren. Er stand wohl ursprünglich inmitten der Schnoienmauer von der man in diesem Bereich auch noch einige Reste sehen kann, dahinter lag der Stadtgraben. Heute steht der Turm an der Kreuzung von Armesünderstrasse und Schnoienstrasse, stadtauswärts geht man heute an ihm vorbei durch die Turmstrasse über die Bleichstrasse in den Rosengarten. Im Mittelalter gelangte man auf diesem Weg zum Galgen. Der Turm soll als Verlies für Verbrecher gedient haben. Nach der Wende wurde er vollständig saniert und wird als Wohnhaus genutzt:

08.08.2025: Der Bahnwasserturm am Paradiesweg ist in der Liste der baulichen Einzeldenkmäler des Landkreises Rostock aufgeführt, er steht unter Denkmalschutz. Der Paradiesweg wurde 1862 im Zuge der Errichtung der Bahnlinie nach Neubrandenburg gebaut. Später wurde dann auf der Gleisseite der Wasserturm für die Eisenbahn errichtet:

04.08.2025: Die jetzige Kirche St. Petri im Ballenstedter Stadtteil Opperode wurde am 23.10.1892 geweiht. Seit dem 12.06.2005 sind die Kirchengemeinden St. Petri und St. Nicolai zu einer Kirchengemeinde St. Nicolai vereinigt. Gottesdienste finden in der Kirche regelmässig statt. Seit dem 1. September 2011 ist in der St. Petri Kirche eine Radfahrerkapelle geöffnet. Touristen auf dem Europaradweg R1 können an der Kapelle rasten und finden einen Ort zu Besinnung und Gebet: