MALCHIN
(6.700 Einwohner, 10 m ü. NHN) ist eine Kleinstadt in Mecklenburg-Vorpommern im Nordwesten des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte. Sie gehört historisch zum Landesteil Mecklenburg. Der Ort bildet für seine Umgebung ein Grundzentrum. Fürst Nicolaus I. von Werle gründete Malchin am 7. April 1236 und verlieh ihr das Schweriner Stadtrecht. Die Stadt wurde als befestigte Siedlung in der sumpfigen Peeneniederung angelegt. Um 1370 zerstörten Bürger das fürstliche Schloss in der Stadt. 1372 versöhnte sich Fürst Johann zu Werle mit der Stadt und versprach, nie wieder ein Haus in Malchin zu bauen. Ab dem 15. Jahrhundert war Malchin neben Sternberg einer der beiden festen Tagungsorte der mecklenburgischen Landstände. Diese Tradition der Landtage in Malchin prägte die politische Identität der Stadt bis ins frühe 20. Jahrhundert. Über Jahrhunderte blieb Malchin eine typische Ackerbürgerstadt, deren Wirtschaft stark von der Landwirtschaft im Umland geprägt war. Um 1900 entstanden wichtige Infrastrukturbauten wie der Wasserturm (1902) und die zentrale Wasserversorgung (1903). Ein einschneidendes Ereignis war der verheerende Stadtbrand am Ende des Zweiten Weltkriegs (1945), dem grosse Teile der historischen Altstadt zum Opfer fielen. Malchin war Kreisstadt des gleichnamigen Kreises im Bezirk Neubrandenburg (1952–1990). Nach 1990 wurde die historische Bausubstanz, darunter Teile der Stadtmauer und das Rathaus, umfassend saniert.
Bahnhof-Empfangsgebäude:
Bahnwasserturm:

Kalensches Tor:

Alter Feuerwehrschlauchturm:

Fangelturm:

Museum Alte Stadtmühle:

Die Peene:

Rathaus:

Evangelische Kirche St. Johannis:

Steintor:

Altes Amtsgericht:

Wasserturm:

Kaiserliches Postamt:





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