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Tages-Archive: 8. August 2025

08.08.2025: Der Bahnhof liegt an den Strecken Bützow-Szczecin, Güstrow-Schwaan und Güstrow-Meyenburg. Ab Güstrow bestehen S-Bahn-Verbindungen mit der S 2 und S 3 der S-Bahn Rostock nach Rostock und Regionalexpressverbindungen nach Rostock, Berlin, Neubrandenburg und Szczecin sowie Bützow und Lübeck. Ein weiterer Bahnhof befindet sich im Stadtteil Primerburg. Für den Güterverkehr gibt es einen Railport. Das Bahnhofsgebäude wurde 1855 fertig gestellt und ist im Wesentlichen in seiner Struktur erhalten geblieben. Es ist ein zweigeschossiger symmetrischer Bau mit zwei vierachsigen Seitenrisaliten und einem sechsachsigen Zentralteil. 1895 erhielt es einen eingeschossigen Vorbau im Eingangsbereich zum Vorplatz hin. Dieser wurde zunächst zur Jahrhundertwende durch einen grösseren Bau ersetzt, der wiederum 1926 einem Neubau weichen musste, welcher den Grossteil der Strassenfront einnimmt. Hier wurden die Fahrkarten- und Gepäckschalter eingerichtet. Ein weiterer Vorbau entstand auf der Bahnsteigseite:

08.08.2025: Traditionelle Formen und modern-expressive Gestaltung lassen die Kirche von Paul Korff vertraut und doch neuartig erscheinen. Die Architektur kündet von der Ankunft des Neuen Bauens im Mecklenburger Land. Denn von Weitem fühlt sich der Betrachter an die Staffelgiebel mittelalterlicher Bürgerhäuser der Region erinnert. Doch es handelt sich um ein Gotteshaus, um einen experimentellen Bau der Neuen Sachlichkeit. 1928 wurde ein erster Entwurf für eine dreischiffige Kirche mit repräsentativem Turm und erhöhtem Altarhaus vorgelegt, der aus Kostengründen von der zuständigen kirchlichen Behörde in Osnabrück keine Zustimmung erhielt. Es galt, wie für Diasporakirchen damals üblich, eine möglichst hohe Funktionalität bei möglichst geringen Kosten zu erreichen. Dafür wählten die Architekten die dann ausgeführte reduzierte Gestalt ohne Turm und mit kostengünstigem Zollinger Lamellendach. Am 5. Mai 1929 erfolgte die Grundsteinlegung. Am 25. August 1929 konnte der Osnabrücker Bischof Wilhelm Berning den Bau feierlich konsekrieren. Im Laufe der Jahre wurden im Innenraum an den liturgischen Orten Veränderungen vorgenommen (bes. 1969/2011). Eine bauliche Veränderung erfuhr 2008 auch die Südseite der Kirche durch den Anbau eines Beichtraumes:

08.08.2025: Die Gertrudenkapelle wurde Ende des 14./Anfang des 15. Jahrhunderts ursprünglich als Fachwerkkonstruktion mit Backsteinmauerwerk ausserhalb der Stadtmauern errichtet. Sie diente zunächst als Wallfahrtskapelle. Seit Oktober 1953 beherbergt der flach gedeckte Backsteinsaal ein Museum für Werke des Bildhauers Ernst Barlach (1870 – 1938):

08.08.2025: Der Dom zu Güstrow ist das älteste Bauwerk der Barlachstadt Güstrow. 1226 wurde er auf dem Totenbett von Fürst Heinrich Borwin II. gestiftet, einem Enkel von Pribislav und Heinrich dem Löwen. Die Hauptaufgabe der heutigen Gemeindekirche war zunächst die Verbreitung des christlichen Glaubens im eroberten slawischen Land. Nach Fertigstellung des Langschiffes und des Turmes erfolgte 1335 die Domweihe durch den Bischof von Kammin, heute Kamień Pomorski. 1552 wird der katholische Domstift aufgehoben. Der Dom steht leer und wird 12 Jahre lang als Wagenscheuer genutzt. 1568 wird er evangelische Hofkirche und Grablege für das Güstrower Fürstenhaus bis 1695. Der Güstrower Dom wurde zunächst romanisch begonnen und dann gotisch vollendet. Der Bau ist reich mit Kunstschätzen von der Spätromanik bis zur Neuzeit ausgestattet. So der spätgotische Flügelaltar von Hinrik Bornemann, das Herzog-Ulrich-Monument von Philipp Brandin und die Apostelfiguren von Claus Berg. Das bekannteste Werk, das für den Güstrower Dom geschaffen wurde, ist der Schwebende von Ernst Barlach. 1927 wird das Denkmal gegen den Krieg angebracht, 1937 als entartete Kunst abgenommen und 1944 zu Kriegszwecken eingeschmolzen. 1953 wird der Drittguss des Schwebenden wieder im Dom über einem schmiedeeisernen Taufgitter aus dem 18. Jahrhundert angebracht:

08.08.2025: Das Amtsgericht Güstrow ist ein Gericht der ordentlichen Gerichtsbarkeit des Landes Mecklenburg-Vorpommern im Bezirk des Landgerichtes Rostock. Das Gerichtsgebäude wurde ursprünglich von 1823 bis 1825 als Justizkanzlei zweigeschossig erbaut und 1877 erweitert. Nach einem Brand im Jahre 1929 wurde es 1931 als Amts- und Landgericht wiederaufgebaut. Nach mehrjährigen Renovierungsarbeiten wurde im Juni 2012 der Wiedereinzug mit einem Festakt begangen:

08.08.2025: In einem klassizistischen Zweckbau am Franz-Parr-Platz 10, dem einstigen Schlosskrankenhaus, befindet sich das Stadtmuseum der Barlachstadt Güstrow, das seit 2009 auch die Tourist-Information beherbergt. Hier erwartet die Besucher auf 500 qm Ausstellungsfläche Interessantes und Sehenswertes zur Geschichte, Kunst und Kultur der zwischen 1219 und 1226 gegründeten Stadt Güstrow, ihrer historischen Bedeutung im Kontext zur Landesgeschichte und Entwicklung bis in das 19. Jahrhundert. Eine Erweiterung der Exposition, die streiflichtartig die Güstrower Stadtgeschichte im 20. Jahrhundert unter Zuhilfenahme multimedialer Technik erlebbar macht, wurde am 2. Oktober 2013 eröffnet. Aufgrund seines herausragenden Sammlungsbestandes zählt das Stadtmuseum heute zu den zehn wichtigsten kulturhistorischen Museen des Landes und bildet einen wahren Kunst- und Kulturschatz der Stadt, der von nationaler bzw. internationaler Bedeutung ist:

08.08.2025: Die Wollhalle gehörte nach dem Zweiten Weltkrieg zu jenen historischen Fassaden, die zwar das Stadtbild prägten, aber der Öffentlichkeit war das Gebäude nicht zugänglich. Einzig in der unteren Etage befand sich die Theaterwerkstatt. Erbaut als herzoglicher Pferdestall erwarben im Jahre 1817 die Güstrower Stadtväter das Gebäude zur Einlagerung der im Land produzierten Wolle. Die Wollhalle war aber nicht nur Lagerplatz, sondern auch aufgrund ihrer zentralen Lage zur Nebel Handelsort. Am 2. Juli 1818 fand in der Wollhalle der erste Wollmarkt statt, der in der Folgezeit alljährlich abgehalten wurde. Schon 1820 erwies sich die Wollhalle für die aus 156 Schäfereien angelieferte Wolle als zu klein und so beschloss 1823 die Stadtkämmerei das Gebäude nicht nur zu sanieren, sondern auch um 2 Etagen aufzustocken. In einem Anbau wurde die Waage, eine Aufzugswinde, eine Treppe sowie ein Büro untergebracht. Das Gebäude erhielt sein heutiges Aussehen. 1993 unternahm die Stadt erste Versuche, in der Wollhalle Ausstellungen zu organisieren. 1999 wurde das Gebäude vollständig saniert, wobei die historische Raumaufteilung erhalten blieb. Mit ein wenig Phantasie kann man sogar noch den ehemaligen Pferdestall erahnen und durch den Erhalt der originalen Aufzugswinde ist auch noch die Nutzung als Wollhalle erkennbar. Es entstanden moderne Galerieräume im historischen Ambiente:

08.08.2025: Das Güstrower Theater wurde 1828, exakt 600 Jahre nach Stadtgründung, im klassizistischen Stil erbaut. Den Namen des bekannten Bildhauers und Schriftstellers Ernst Barlach trägt das Theater seit 1957. Es ist heute ein Theater ohne eigenes Ensemble. Auf dem Spielplan stehen Theaterstücke, Konzerte, Kabarettabende und Shows. Theaterzettel von 1741 bis zur Gegenwart beherbergt das nahe gelegene Stadtmuseum. Im Theater finden 365 Besucher Platz:

08.08.2025: Schloss Güstrow liegt in malerischer Lage am Südrand der gleichnamigen Altstadt. Der eindrucksvolle Schlossbau ist nur ein Bruchteil der majestätischen Anlage, die hier einst stand. Ursprünglich war der Gebäudekomplex mehr als doppelt so gross und besass mehrere Schlossflügel. Im 16. und 17. Jahrhundert zählte Schloss Güstrow zu den wichtigsten Residenzen der Herzöge von Mecklenburg und gehört zu den bedeutendsten Renaissancebauwerken Norddeutschlands. Die Bausubstanz ist weitestgehend original und wurde im Zuge der Umbaumassnahmen des 19. Jahrhundert nur geringfügig verfälscht. Heute beherbergt Schloss Güstrow ein Museum. Der Ursprung des Prachtbaus geht auf eine slawische Burg zurück, die mit der Stadtmauer verbunden war und den Ort nach Süden hin schützte. Mit der Entstehung des prächtigen Schlossgartens wurde der Wassergraben der Stadt verlegt. Dieser hat sich vor allem in der Umgebung des Schlosses deutlich erhalten. Der Zugang zum Schloss erfolgt über das 1671 entstandene Ensemble aus Schlossbrücke und Torhaus. Noch deutlich lässt sich im Gelände die Grabensituation erkennen, die das Schloss ursprünglich zum Teil von der Umgebung und der Stadt trennte. Hinter der Durchfahrt durch den Westflügel eröffnet sich der Blick auf einen einst grossen Schlosshof. Recht schnell ist erkennbar, dass dem strukturierten Renaissancebau die komplette Osthälftefehlt. Im 16. Jahrhundert wurde die mittelalterliche Burg immer wieder durch das heutige Schloss Güstrow ersetzt. So entstand 1557 der heute noch erhaltene Südflügel und 1591 der Nordflügel. Der prächtige Ostflügel von 1594 wurde wegen Baufälligkeit schon 1795 abgebrochen, sodass heute eine offene Hofsituation entsteht. Die eindrucksvollen Fassaden des Schlosses spiegeln unter anderem französischen und italienischen Renaissancestil mit antiken Elementen wider. Sie erinnern in vielen Punkten an andere prächtige Schlösser wie Meissen, Torgau und Schloss Heidelberg. Sehenswert ist vor allem die Ostseite des heute noch erhaltenen Südflügels. Durch den verschwundenen Anbau wirkt sie wie der Schnitt durch ein Gebäude und gibt einzigartige Einblicke in das Mauerwerk eines Renaissancebaus preis (wegen umfangreicher Baumassnahmen hier nur die Gartenansicht des Schlosses):

08.08.2025: Die Heilig-Geist-Kirche wird als Hospitalstiftung erstmalig 1308 erwähnt. Das zweigeschossige Gebäude ist im Stil der gotischen Backsteinarchitektur als erstes städtisches Krankenhaus und Pflegeheim ehemals am Stadtrand von Güstrow erbaut. Ab 1524 ist die Nutzung des Hauses als Kirche, u. a. auch für den Herzog, bekannt. Erwähnenswert sind die barocke Bohlendielendecke mit illusionistischer Kassettierung sowie Reste eines gotischen Wandfrieses, Fragmente einer Kreuzigungsdarstellung im Altarraum und eine symbolische Heilig-Grabanlage aus dem 15. Jahrhundert mit verschliessbarer Schranknische sowie einer kleinen Fensteröffnung. Die umfangreiche Originalsubstanz macht den Hospital- und Kapellenbau zu einem bedeutenden mittelalterlichen Baudenkmal in Mecklenburg. Seit Dezember 2007 beherbergt die Heilig-Geist-Kirche das Norddeutsche Krippenmuseum: