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Türme

09.02.2026: Der Koblenzer Turm ist der grösste und markanteste Wehrturm der historischen Duisburger Stadtmauer. Er befindet sich am nordöstlichen Eckpunkt der mittelalterlichen Befestigung im Bereich des heutigen Innenhafens am Alten Wehrgang. Im Gegensatz zu den meist halbrunden Türmen der Stadtmauer besitzt der Koblenzer Turm einen mehreckigen polygonalen Grundriss. Er wurde ursprünglich um 1200 aus Tuffstein errichtet und im 13. oder frühen 14. Jahrhundert durch einen Neubau aus Backstein ersetzt. Er steht auf den Fundamenten von zwei noch älteren Türmen. Mit einer ursprünglichen Höhe von rund 20 Metern und einem Umfang von 21 Metern überragte er die eigentliche Stadtmauer um gut 10 Meter und diente als exzellenter Wachturm. Der Name des Turms geht auf eine aussergewöhnliche, fast 1.000 Jahre alte Handels- und Städtefreundschaft zwischen den Kaufleuten aus Duisburg und Koblenz zurück. Die beiden bedeutenden Handelsstädte an Rhein und Ruhr schlossen im Mittelalter ein enges Bündnis. Ein Bürger aus Koblenz besass in Duisburg annähernd die gleichen Rechte und Mautbefreiungen wie ein Einheimischer und umgekehrt:

09.02.2026: Der Stadtwerketurm ist ein 200 Meter hoher ehemaliger Schornstein der Stadtwerke Duisburg AG, am Rande der Innenstadt im Stadtteil Dellviertel. Er bestand aus vier Rohren, die im Unterschied zu anderen Schornsteinen nicht im Innern einer Stahlbeton- oder ähnlichen Konstruktion verborgen waren, sondern offen lagen. Drei dieser Rohre dienten der Abfuhr der Rauchgase des Heizkraftwerks Hochfeld, das vierte Rohr enthielt einen Aufzug. Der 1966/67 errichtete Stadtwerketurm ist ein markantes Bauwerk in Duisburg und gilt als eines der Wahrzeichen der Stadt. Das nach dem Rückbau der Schornsteine mittlerweile funktionslose Turmgerüst steht unter Denkmalschutz:

16.01.2026: In einem Innenstadtnahen Wohngebiet steht dieser imposante Wasserturm, im lokaltypischen Stil der Wormser Neuromanik, mit vielen Erkern und reich verzierten Türmchen und Dachgestaltung. Der Bau nimmt Elemente der vielen anderen Türme der Befestigung und des Wormser Dom auf. Vergleichbar in äusserer Pracht und Aufwand ist er mit dem Mannheimer Wasserturm am Friedrichsplatz. Allerdings steht der Wormser Wasserturm nicht so repräsentativ solitär, sondern ist von höheren Häusern und Bäumen dicht umgeben. Erbaut wurde der Wormser Wasserturm von 1889 bis 1890 am Karlsplatz im Westend der Stadt durch Stadtbaumeister Karl Hofmann (1856-1933). Vor der Inbetriebnahme des Wasserturms versorgten sich die Einwohner aus öffentlichen oder privaten Pumpbrunnen. Nach eingehenden Wasser- und Bodenqualitätsuntersuchungen wurde im September 1887 ein Projekt für die Wasserversorgung der Stadt vorgelegt. Am 20. Oktober 1889 konnte das Wasserwerk den Betrieb aufnehmen. Bis zum Jahr 1962 diente der Turm der Wasserversorgung. 2007 bis 2009 wurde er durch die Grundstücksgesellschaft Wormser Wasserturm in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz zu modernen Wohneinheiten umgewandelt:

16.01.2026: Zu einem im Englischen Garten-Stil angelegten Park gehört Architektur. Deshalb erbaute Karl Bittel 1900 den Burgturm mit gotischer Spitzbogentür und Zinnenkranz sowie sein zweigeschossiges Wohnhaus (Kanzeleck), ein Putzbau mit Sandsteingliederung und Schmuckfachwerkelementen:

16.01.2026: An der Südostecke der früheren Stadtbefestigung befindet sich der Eckturm, der auf rechteckigem Grundriss in­nerhalb des ehemaligen Bundeswehrgeländes steht und der im Zuge weiterer Nutzungsentwicklungen die­ses Geländes künftig für die Öffentlichkeit zugänglicher gemacht werden soll. Er war zur Zeit der Erstellung der Denkmaltopographie für die Stadt Worms eine Ruine, nicht mehr in voller Höhe erhalten und stadtseitig abgebrochen. Inzwischen wurde er rekonstruiert und erhielt dabei auch ein Dach:

16.01.2026: Der Rote Turm diente entlang der Ostseite der Stadtbefestigung zur Sicherung des Mühlbachausflusses. Er wurde um 1500 errichtet und 2004/05 mit angrenzenden Teilen der Stadtmauer saniert. Die Mauerdurchbrüche stammen aus jüngerer Zeit:

16.01.2026: An dem um 1500 an der Nordseite erbauten Turm lassen sich heute noch Ansatzstellen der Stadtmauer erkennen. 1983/84 wurde die Decke abgedichtet, mittlerweile sind wieder Sanierungen notwendig. Seinen Namen hat er von der spätgotischen, eselsförmigen Tür im Obergeschoss:

16.01.2026: Der Pulverturm diente, wie sein Name schon verrät, im Mittelalter als Pulvermagazin. Oberhalb des spitzgotischen Eingangs befindet sich eine Bauinschrift mit der Jahreszahl 1554. 1996 wurde er von freiwilligen Helfern im Rahmen einer Mach-mit-Aktion des Südwestrundfunks restauriert:

16.01.2026: Der Aulturm war und ist einer der höchsten Stadt­mauertürme. Auch in Worms nannte man den einzigen Rundturm in der äusseren Stadt­befestigung bei Maria Münster Die Aul, ein Name, der auch sonst für runde Türme in alten Stadtbe­festigungen vorkommt. Der Pfeddersheimer Aulturm galt in früherer Zeit als das am meisten gefürchtete Gefängnis. Heute ist er infolge der Wohnnutzung einer der am besten erhaltenen Wehrtürme des alten Pfeddersheim. Der Turm ist aus Bruchsteinen aufgebaut. Gesims und Dach des Turmes fehlen. Die vorhandenen Fenster sind zum Zwecke der späteren Wohnnutzung nachträglich eingebaut worden. Vom Aulturm in westlicher Richtung ist noch heute der ehemalige Stadtgraben als ausgeprägter Geländeeinschnitt erkennbar. Im Jahre 1818 wurde dieser Graben an die Anwohner verkauft, die bis heute dort ihre Hausgärten angelegt haben:

16.01.2026: Ein in seiner äusseren Bausubs­tanz noch gut erhaltener rechteckiger Turm etwa 200 m westlich vom Tür­turm ist der Johannisturm in der St.-Georgen-Strasse, der im grossen Bauernkrieg nördlich der Orts­lage von Pfeddersheim anno 1525 eine besondere Rolle gespielt hat. An dieser Stelle, wo der Berghang von Norden her nahe an den Stadtgra­ben herantritt, bestand bei Angriffen infolge der Geländegestaltung eine besondere Gefährdung für den Ort. Der auf beiden Seiten zwischen Häusern eingeschlossene Johannis­turm ist oben mit einem vorspringenden Rundbogenfries geschmückt. Über diesem befindet sich ein gezinnter Umgang, an dem auf jeder Seite zwei Schlitze und drei Wim­perge sind. Auf der Plattform des Johannisturms steht noch ein pyrami­denförmiger Aufbau, um den ein ausgezackter Stein­kranz gelegt ist. Der Turm ist nach aussen kompakt ge­schlossen, nur eine viereckige Schar­te ist nach dem Graben gerichtet. Die auf der Westseite befindliche rundbogige Tür führte vermutlich zum Wehrgang der Stadtmauer: