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Türme

16.01.2026: An der Südostecke der früheren Stadtbefestigung befindet sich der Eckturm, der auf rechteckigem Grundriss in­nerhalb des ehemaligen Bundeswehrgeländes steht und der im Zuge weiterer Nutzungsentwicklungen die­ses Geländes künftig für die Öffentlichkeit zugänglicher gemacht werden soll. Er war zur Zeit der Erstellung der Denkmaltopographie für die Stadt Worms eine Ruine, nicht mehr in voller Höhe erhalten und stadtseitig abgebrochen. Inzwischen wurde er rekonstruiert und erhielt dabei auch ein Dach:

16.01.2026: Der Rote Turm diente entlang der Ostseite der Stadtbefestigung zur Sicherung des Mühlbachausflusses. Er wurde um 1500 errichtet und 2004/05 mit angrenzenden Teilen der Stadtmauer saniert. Die Mauerdurchbrüche stammen aus jüngerer Zeit:

16.01.2026: An dem um 1500 an der Nordseite erbauten Turm lassen sich heute noch Ansatzstellen der Stadtmauer erkennen. 1983/84 wurde die Decke abgedichtet, mittlerweile sind wieder Sanierungen notwendig. Seinen Namen hat er von der spätgotischen, eselsförmigen Tür im Obergeschoss:

16.01.2026: Der Pulverturm diente, wie sein Name schon verrät, im Mittelalter als Pulvermagazin. Oberhalb des spitzgotischen Eingangs befindet sich eine Bauinschrift mit der Jahreszahl 1554. 1996 wurde er von freiwilligen Helfern im Rahmen einer Mach-mit-Aktion des Südwestrundfunks restauriert:

16.01.2026: Der Aulturm war und ist einer der höchsten Stadt­mauertürme. Auch in Worms nannte man den einzigen Rundturm in der äusseren Stadt­befestigung bei Maria Münster Die Aul, ein Name, der auch sonst für runde Türme in alten Stadtbe­festigungen vorkommt. Der Pfeddersheimer Aulturm galt in früherer Zeit als das am meisten gefürchtete Gefängnis. Heute ist er infolge der Wohnnutzung einer der am besten erhaltenen Wehrtürme des alten Pfeddersheim. Der Turm ist aus Bruchsteinen aufgebaut. Gesims und Dach des Turmes fehlen. Die vorhandenen Fenster sind zum Zwecke der späteren Wohnnutzung nachträglich eingebaut worden. Vom Aulturm in westlicher Richtung ist noch heute der ehemalige Stadtgraben als ausgeprägter Geländeeinschnitt erkennbar. Im Jahre 1818 wurde dieser Graben an die Anwohner verkauft, die bis heute dort ihre Hausgärten angelegt haben:

16.01.2026: Ein in seiner äusseren Bausubs­tanz noch gut erhaltener rechteckiger Turm etwa 200 m westlich vom Tür­turm ist der Johannisturm in der St.-Georgen-Strasse, der im grossen Bauernkrieg nördlich der Orts­lage von Pfeddersheim anno 1525 eine besondere Rolle gespielt hat. An dieser Stelle, wo der Berghang von Norden her nahe an den Stadtgra­ben herantritt, bestand bei Angriffen infolge der Geländegestaltung eine besondere Gefährdung für den Ort. Der auf beiden Seiten zwischen Häusern eingeschlossene Johannis­turm ist oben mit einem vorspringenden Rundbogenfries geschmückt. Über diesem befindet sich ein gezinnter Umgang, an dem auf jeder Seite zwei Schlitze und drei Wim­perge sind. Auf der Plattform des Johannisturms steht noch ein pyrami­denförmiger Aufbau, um den ein ausgezackter Stein­kranz gelegt ist. Der Turm ist nach aussen kompakt ge­schlossen, nur eine viereckige Schar­te ist nach dem Graben gerichtet. Die auf der Westseite befindliche rundbogige Tür führte vermutlich zum Wehrgang der Stadtmauer:

16.01.2026: An der nordwestlichen Biegung der früheren Stadtmauer steht am Cästrich der runde Spren­ger, auch Lenhardsturm ge­nannt, der vier Turmetagen aufweist, die noch bis zu Beginn des Jahrhun­derts für Wohnzwecke benutzt wur­den. Deshalb hat man auch grössere Fenster in das Mauerwerk gebro­chen, während zur Grabenseite noch alte Schiessscharten erhalten sind. Den oberen Abschluß mit einer Plattform bildete bis vor kurzem ein Rundbogenfries. Vor kurzem wurde der Sprenger vom Eigentümer umfas­send restauriert, inzwischen wurde ein mit Fachwerk durchsetzter Auf­bau mit einem nach oben ab­schliessenden spitzförmigen Dach errichtet. Am Tag des offenen Denk­mals 1998 wurde der Spren­ger wegen der stilvollen Restaurie­ungsarbeiten auf Veranlassung der Denkmal­behörde der Öffentlichkeit vorgestellt:

16.01.2026: Es ist der Bürger­turm oder auch neue Turm, der in seinem un­teren Teil bis vor einiger Zeit noch bewohnt wurde und der als einziger der neun Pfeddersheimer Türme nicht in privatem Ei­gentum ist und der Stiftung Hospitalfonds gehört. Er ist schon auf dem alten Stadtplan von 1525 dargestellt. In den letzten Jahren wurde der Bürgerturm mit dem dazu gehörenden kleinen Wohnhaus stilgerecht restauriert. Bei geführten Rundgängen können interessante Einblicke und vom Turm auch Ausblicke über das alte Pfeddersheim gewonnen werden:

18.12.2025: Der Lennebergturm im Lennebergwald bei Budenheim ist ein steinerner Aussichtsturm, der ca. 17 m hoch ist. Der im Stil der Neugotik von dem Mainzer Architekten Philipp Johann Berdellé entworfene Turm wurde 1880 eingeweiht. Der Baubeginn war schon 1820, es dauerte also 60 Jahre, bis der Turm fertiggestellt war. Das Wort Lenne kommt aus dem Germanischen und bedeutet soviel wie Mischwald. Auf der Plattform des Turms hat man eine tolle Aussicht auf den Mainzer Stadtrand sowie nach Wiesbaden, was gegenüberliegt. Weil die Bäume dort sehr hoch gewachsen sind, kann man den Rhein aber nicht mehr sehen. Am Turm befindet sich ein Café/Restaurant/Biergarten, in dem es sich verweilen lässt: