Türme
16.01.2026: Ein in seiner äusseren Bausubstanz noch gut erhaltener rechteckiger Turm etwa 200 m westlich vom Türturm ist der Johannisturm in der St.-Georgen-Strasse, der im grossen Bauernkrieg nördlich der Ortslage von Pfeddersheim anno 1525 eine besondere Rolle gespielt hat. An dieser Stelle, wo der Berghang von Norden her nahe an den Stadtgraben herantritt, bestand bei Angriffen infolge der Geländegestaltung eine besondere Gefährdung für den Ort. Der auf beiden Seiten zwischen Häusern eingeschlossene Johannisturm ist oben mit einem vorspringenden Rundbogenfries geschmückt. Über diesem befindet sich ein gezinnter Umgang, an dem auf jeder Seite zwei Schlitze und drei Wimperge sind. Auf der Plattform des Johannisturms steht noch ein pyramidenförmiger Aufbau, um den ein ausgezackter Steinkranz gelegt ist. Der Turm ist nach aussen kompakt geschlossen, nur eine viereckige Scharte ist nach dem Graben gerichtet. Die auf der Westseite befindliche rundbogige Tür führte vermutlich zum Wehrgang der Stadtmauer:

16.01.2026: Der Turm war Wehrturm der einstigen Stadtmauer um 1500 am höchsten Punkt des Ortes, flankiert von Halbtürmen. Er wurde im 19. Jahrhundert zu Wohnzwecken umgebaut und 1995 saniert:

16.01.2026: An der nordwestlichen Biegung der früheren Stadtmauer steht am Cästrich der runde Sprenger, auch Lenhardsturm genannt, der vier Turmetagen aufweist, die noch bis zu Beginn des Jahrhunderts für Wohnzwecke benutzt wurden. Deshalb hat man auch grössere Fenster in das Mauerwerk gebrochen, während zur Grabenseite noch alte Schiessscharten erhalten sind. Den oberen Abschluß mit einer Plattform bildete bis vor kurzem ein Rundbogenfries. Vor kurzem wurde der Sprenger vom Eigentümer umfassend restauriert, inzwischen wurde ein mit Fachwerk durchsetzter Aufbau mit einem nach oben abschliessenden spitzförmigen Dach errichtet. Am Tag des offenen Denkmals 1998 wurde der Sprenger wegen der stilvollen Restaurieungsarbeiten auf Veranlassung der Denkmalbehörde der Öffentlichkeit vorgestellt:

16.01.2026: Es ist der Bürgerturm oder auch neue Turm, der in seinem unteren Teil bis vor einiger Zeit noch bewohnt wurde und der als einziger der neun Pfeddersheimer Türme nicht in privatem Eigentum ist und der Stiftung Hospitalfonds gehört. Er ist schon auf dem alten Stadtplan von 1525 dargestellt. In den letzten Jahren wurde der Bürgerturm mit dem dazu gehörenden kleinen Wohnhaus stilgerecht restauriert. Bei geführten Rundgängen können interessante Einblicke und vom Turm auch Ausblicke über das alte Pfeddersheim gewonnen werden:

18.12.2025: Der Lennebergturm im Lennebergwald bei Budenheim ist ein steinerner Aussichtsturm, der ca. 17 m hoch ist. Der im Stil der Neugotik von dem Mainzer Architekten Philipp Johann Berdellé entworfene Turm wurde 1880 eingeweiht. Der Baubeginn war schon 1820, es dauerte also 60 Jahre, bis der Turm fertiggestellt war. Das Wort Lenne kommt aus dem Germanischen und bedeutet soviel wie Mischwald. Auf der Plattform des Turms hat man eine tolle Aussicht auf den Mainzer Stadtrand sowie nach Wiesbaden, was gegenüberliegt. Weil die Bäume dort sehr hoch gewachsen sind, kann man den Rhein aber nicht mehr sehen. Am Turm befindet sich ein Café/Restaurant/Biergarten, in dem es sich verweilen lässt:

16.12.2025: Der ehemalige Bahnwasserturm in der Raiffeisenstrasse 2 wurde im Jahr 1909 erbaut. Heute dient das sanierte Bauwerk mit neuem Anbau als modernes Büro- und Geschäftshaus. Laut Makler trifft hier historischer Charme auf moderne Funktionalität – für eine inspirierende Arbeitsumgebung mit Wiedererkennungswert:
14.12.2025: Der 1909 erbaute Pegel Biebrich mit seinen Hochwassermarken zeugt
von den schlimmsten Hochwassern der Jahre 1882, 1920, 1995 und 1993. Die am Pegel angebrachte kleine Informationstafel verweist auf das Wasser- und Schifffahrtsamt Bingen sowie der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes:

12.12.2025: Der historische Wasserturm von Bad Homburg befindet sich direkt am Bahnhofsvorplatz. Er prägt das städtische Entree und steht unter Denkmalschutz. Das Gebäudeensemble wurde im Jahr 1907 erbaut. Der Turm besitzt sechs Ebenen mit rund 240 qm Nutzfläche. Zum Ensemble gehört ein zweigeschossiger Anbau mit ca. 350 qm Fläche. Die Stadt Bad Homburg erwarb das Wahrzeichen im Jahr 2021. Details dazu veröffentlichte das Stadtportal Bad Homburg. Eine direkte Innenbesichtigung ist aufgrund anstehender Konzepte und Sanierungsarbeiten regulär nicht möglich:

12.12.2025: Am südlichen Rand des Hardtwalds, dem Waldstück zwischen Bad Homburg und Friedrichsdorf, findet man den Aussichtsturm Ellerhöhe. Über eine Aussentreppe kann man die Plattform erreichen und den Blick über den Kurpark und Teile der Kurstadt schweifen lassen. Der Aussichtsturm Ellerhöhe wurde 1873 erstmals erbaut, 1889 abgerissen und wieder neu errichtet. 1901 wurde er weiter aufgestockt. Die letzte Renovierung erfuhr er 1991/1992. Auf der Aussichtsplattform gibt es eine Sitzbank:

21.10.2025: Der neogotische Wasserturm hatte ein halbes Jahrhundert lang von seiner Inbetriebnahme 1903 bis zu seiner Stilllegung 1959 für die Versorgung der Stadt das Wasser bereitgestellt. 800 cbm, gespeichert in einem Hochbehälter, halfen ausserdem den Druck im angeschlossenen Leitungsnetz zu halten. Moderne Pumpen übernahmen dann diese Aufgabe. 1991 bis 1996 wurde der Rostocker Wasserturm vollständig saniert und umgebaut. Teile der technischen Ausrüstung sind erhalten. Der Turm besteht aus einem polygonalen Sockel aus Naturstein und einem nach oben schmaler werdenden Schaft aus Backstein. Er nimmt im oberen Teil im Umfang zu, denn hier ummantelte der Schaft den Hochbehälter. Der Wasserturm ist reich verziert. Die Anordnung von glasierten Backsteinen lässt Zierstreifen entstehen, die im ersten Abschnitt des Schaftes schräg aufsteigen. Ab da ergeben nun sie ein Zickzackmuster. Wie ein Gürtel legt sich ein Fries mit Kreuzmuster um den Turm. An seiner Vorderseite ist er durch ein Wappenmosaik aufgelockert. Dieses ähnelt dem früheren Rostocker Wappen. Am Übergang zum Hochbehälter schmücken Rundbogenarkaden den Schaft. Den Abschluss bilden sieben kupfergedeckte Türmchen. In ihren Zwischenräumen sind sechs Giebelelemente, deren spitzbogige Blendnischen hervorstehen, angebracht. Sie erinnern an Kirchenfenster. Nach Teilsanierung und Umbauten in den 1990er Jahren entstanden in dem ca. 40 m hohen Turm sieben Etagen, die teilweise als Depot für Kunstobjekte des Kulturhistorischen Museums genutzt werden. Weitere Sanierungsarbeiten wurden 2018, nach gründlicher Untersuchung des Wasserturmes, unumgänglich. Der Ringanker, der dem Bauwerk Stabilität verlieh, war defekt. Eindringende Feuchtigkeit machte dem Mauerwerk zu schaffen und die Turmbekronung drohte irgendwann zu kippen:
