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Türme

13.03.2026: Der Ursulaturm wurde im Spätmittelalter erbaut. Der heutige obere Teil wurde nach dem Stadtbrand von 1735 aus wiederverwendeten Backsteinen errichtet. Im späteren 19. Jahrhundert war er an die Familie Motz vermietet, daher wird dieser noch heute als Motzenturm bezeichnet. Der Ursulaturm verstärkte die Stadtbefestigung der Stadt Günzburg an der nordwestlichen Ecke. Da die Stadtmauer dort in einem überrechtwinkligen Winkel abknickt, wurde er auf schiefwinkligem Grundriss errichtet. Der Turm ragt auf einem Vorsprung an der Hangkante über die Donau- und Günzniederung und besitzt ein Mansardwalmdach. Darunter liegen vier Stockwerke:

13.03.2026: Der Kuhturm in Günzburg ist ein historischer Torturm, der als geschütztes Baudenkmal Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung ist. Er befindet sich in der Mitte der Nordfront der Altstadt. Seinen eigentümlichen Namen verdankt das Bauwerk den sogenannten Ackerbürgern, die in der oberen Stadt lebten. Da ihre Ställe in der Stadt, die Weiden und Felder jedoch ausserhalb der Stadtmauern lagen, trieben Hirten die Kühe, Schweine und Gänse jeden Morgen durch dieses Tor hinab auf die Günzwiesen. Da der anschliessende Bergweg für Wagen zu steil war, blieb der Durchgang primär dem Vieh vorbehalten. Die Fundamente des rechteckigen Unterbaus stammen aus dem Mittelalter. Um das Jahr 1600 herum entstanden das Gewölbe und der markante runde Torbogen. Das darauf sitzende Achteck mit seiner geschwungenen Haube prägt die Silhouette der Nordseite. Über dem inneren Torbogen befindet sich ein kunstvolles Relief aus dem Jahr 1617. Es zeigt einen Engel, der das Wappen des Markgrafen Karl von Burgau sowie das alte Stadtwappen in den Händen hält. Bei der grossen Brandkatastrophe 1735 wurde auch der Kuhturm schwer beschädigt. Beim anschliessenden Wiederaufbau stellte man ihn originalgetreu in den alten Formen des frühen 17. Jahrhunderts wieder her. Brandspuren sind im Inneren stellenweise heute noch sichtbar. Im 18. Jahrhundert wurde der Turm von einem Stadtdiener bewohnt. Da der Turm in dieser Zeit auch als städtisches Gefängnis diente, ist im Obergeschoss eine originale hölzerne Arrestzelle erhalten geblieben:

13.03.2026: Der Hexenturm in Günzburg ist ein unscheinbarer, aber geschichtsträchtiger Teil der alten Stadtbefestigung. Er befindet sich in der äussersten Nordostecke der historischen Altstadt von Günzburg, direkt hinter der Frauenkirche. Ursprünglich war der Turm ein Wehrturm der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Während der Zeit der Hexenverfolgung im 17. Jahrhundert erhielt er seinen düsteren Namen, da dort mutmassliche Hexen inhaftiert wurden. Bekannt ist unter anderem der historische Fall der Günzburger Bürgerin Margareta Götz, die damals während der Hexenverfolgungen angeklagt wurde:

06.03.2026: Der Kalk- oder Hexenturm ist einer der drei noch erhaltenen Türme an der Nordostseite der alten Stadtbefestigung. Er ist heute fast vollständig von der ehemals umgebenden Wohnbebauung freigelegt. Der Hexenturm entstand als Wehrturm mit Zinnenkranz und Wehrplattform um 1500. Im Turm fanden die peinlichen Befragungen (Folter) der als Hexen denunzierten Personen statt. Eine quadratische Öffnung im Boden ist der Eingang zum düsteren Verlies. Im 19. Jahrhundert lagerten die Tüncher hier ihren Kalk:

06.03.2026: Der Rundturm in der Grabenstrasse, 1500 erstmals genannt, diente als Pulvermagazin. Im benachbarten Schiessberg (heute der Alte Friedhof) befand sich der Schiessplatz der Ostheimer Schützen. Die Regierenden im Bachgau liessen um 1520 ihre Wappen am Turm anbringen. Dies waren die drei Ringe von Hamann Echter als Vicedom, das grosse Wappen von Kardinal Albrecht v. Brandenburg sowie der Bock des Centgrafen Schade v. Ostheim, der sich heute noch im Ortswappen befindet:

06.03.2026: Nach Vereinbarung ist für Besuchergruppen ein Panoramablick auf die Dächer von Grossostheim und die Umgebung von dem ca. 20 m hohen Turmkranz möglich ist. Der am besten erhaltene 28 m hohe Spitze Turm dokumentiert seine Wehrhaftigkeit durch Pechnasen, Schiessscharten und Zinnen. Der Turm, 1551 erstmals genannt, diente früher auch als Gefängnis:

13.02.2026: Der etwa 20 Meter hohe Turm mit Walmdach wurde im 14. Jahrhundert als Teil der Ulmer Befestigungsanlage auf dem Zundeltor beim Seelengraben errichtet. Benannt wurde er nach dem Seelengraben, an dem er steht, bzw. nach dem damals noch existenten Seelhaus in der Griesbadgasse. Joseph Furttenbach baute den Wehrturm um 1638 zum Wasserturm um. Er verschloss die ursprünglich offene Seite, die der Stadt zugekehrt war. Im Torbogen des Zundeltores ist noch der Zugang zum Brunnenhaus zu erkennen, in das das Wasser geleitet wurde. Die damals noch ausserhalb der Stadtmauer fliessende Blau, die durch den Stadtgraben bei der heutigen Olgastrasse geleitet wurde, trieb das Pumpwerk an, mit dessen Hilfe das Wasser etwa 15 Meter hoch in einen Wasserbehälter aus Eichenholz mit Kupferauskleidung gepumpt wurde. Erst ab 1874 wurde Ulm auf andere Weise mit Wasser versorgt, der Seelturm versorgte aber auch weiterhin noch den Schlachthof mit Wasser, bis der Wasserbehälter aus dem Turm entfernt wurde. Danach wurden zwei Stockwerke in den Seelturm eingezogen. Der Turm befindet sich heute im Eigentum der Stadt Ulm und wird vom deutschen Alpenverein als Jugendraum genutzt:

13.02.2026: Auffällig ragt am östlichen Ende der historischen Innenstadt der Gänsturm in die Höhe. Durch dieses Tor wurden im Mittelalter die Gänse auf die an der Donau liegenden Gänswiesen getrieben. Von 1360 stammt der untere Teil. Aber erst 1495 erhielt er seine heutige Höhe. Er wurde mehrfach stark beschädigt, aber immer wieder aufgebaut, zuletzt 1957. Der Gänsturm ist allerdings das einzige ältere Bauwerk in diesem Stadtviertel, weil das gesamte Umfeld im Zweiten Weltkrieg dem Erdboden gleichgemacht wurde:

13.02.2026: Der Berblinger Turm ist ein 20 Meter hohes, um 10 Grad geneigtes Kunstwerk und Aussichtsplattform direkt an der Donau. Er steht an der historischen Adlerbastei, genau der Stelle, an der der Flugpionier Albrecht Ludwig Berblinger (Der Schneider von Ulm) im Jahr 1811 seinen berühmten, aber unglücklichen Flugversuch über den Fluss wagte. Die im Jahr 2020 eingeweihte Stahlkonstruktion ist voll begehbar und bietet ein bewusst schwindelerregendes Erlebnis:

13.02.2026: Der Metzgerturm ist ein heute noch erhaltenes Stadttor der mittelalterlichen Stadtbefestigung an der Donau. Der quadratische Backsteinturm mit Spitzbogentoren wurde um 1340 als Auslass der staufischen Stadtbefestigung zur davorliegenden Stadtmetzig, dem Schlachthaus der Stadt, errichtet. Das Obergeschoss mit vorkragenden Rundbogen wird durch ein steiles Walmdach abgeschlossen. Bei einer Höhe von etwa 36 m ist der Metzgerturm um 2,05 m nach Nordwesten geneigt, was einer Neigung von 3,3° entspricht (zum Vergleich Schiefer Turm von Pisa: 3,97°). Ursache ist eine nachträgliche Bodensenkung des sumpfigen Untergrundes. Der Sage nach entstand die Turmneigung dadurch, dass sich dort eingesperrte korpulente Metzger aus Angst vor Strafe wegen minderwertiger Waren in einer Ecke zusammendrängten, als der zornige Bürgermeister eintrat: