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Tore

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01.08.2025: Das mittelalterliche Stadttor (um 1493/95 erbaut), auch bekannt als Möllenvogtei, ist ein historisches Wahrzeichen in Magdeburg. Es ist ein wichtiges Relikt der mittelalterlichen Stadtgeschichte und ein anschauliches Beispiel für die Wehrhaftigkeit und den architektonischen Stil dieser Epoche. Sie erinnert an die Bedeutung von Magdeburg als Handels- und Verteidigungsstadt:

01.08.2025: Das barocke Sterntor wurde im Jahr 1723 im Auftrag des Festungsbaumeisters Gerhard Cornelius von Walrave errichtet. Es umfasste bei einer Höhe von neun Metern und einer Breite von sechs Metern ein Gewicht von 100 Tonnen und diente als nördliches Eingangstor zum inneren Ring des Fort Berge. Im Jahr 1905 wurde das Fort Berge abgerissen, wobei das Sterntor jedoch erhalten blieb und am südlichen Ende der Hegelstrasse stand. 1910 wurde dann auch das Tor abgetragen und zunächst im Vorgarten des heutigen Kulturhistorischen Museums gelagert. Es bestanden Pläne das Tor in Berlin wieder zu errichten. 1922 erfolgte daher ein Abtransport nach Berlin und Einlagerung in einem Keller auf der Berliner Museumsinsel. Später wurde das Tor jedoch wieder nach Magdeburg gebracht und dort zwischengelagert. Unter Oberbürgermeister Fritz-August Wilhelm Markmann wurde das Tor wieder aufgebaut. Während des Luftangriffs auf Magdeburg am 16. Januar 1945 wurde unter anderem auch das Sterntor schwer beschädigt. Das zunächst notdürftig gesicherte Tor wurde dann im Jahr 1959 im Zusammenhang mit dem Abriss der Ruinen der Sankt-Nikolai-Kirche abgebaut. Die erhaltenen Teile wurden anfangs auf dem Gelände des Klosters Unser Lieben Frau, ab 1968 bei der Paul-Schuster-KG eingelagert. Im Jahr 2004 wurde ein Kuratorium zum Wiederaufbau des Sterntores gegründet. Als Standort wurde die Nordostecke des Domplatzes gewählt, da das Tor dort den Domplatz abschliesst, sich in die barocken Nachbargebäude einfügt, eine Baulücke schliesst und die historische Baulinie wieder aufnimmt. Durch die Überspannung eines Fussweges ist das Sterntor auch wieder als Tor erlebbar und stellt einen Zugang zum Domplatz dar:

30.07.2025: Das Elbtor in Tangermünde ist ein markanter Teil der historischen Stadtbefestigung und diente bis ins 19. Jahrhundert als einziger Zugang zur Stadt von der Elbseite her. Es ist eng mit der Rossfurt verbunden, einem etwa 100 Meter langen, von hohen Mauern eingefassten Hohlweg, der direkt zur Altstadt führt. Das Elbtor wurde im 15. Jahrhundert errichtet. An der linken Seite des Torbogens befindet sich eine Messlatte mit den Höchstwasserständen der vergangenen Jahrhunderte:

30.07.2025: Vom einstigen Hünerdorfer Tor in Tangermünde blieb nur der schlanke Wehrturm erhalten, der die Lange Strasse teilt. Im Volksmund ist er auch als Eulenturm bekannt. Sie fanden vermutlich in früheren Zeiten einen sicheren Rückzugsort im Turm. Die unteren Etagen entstanden um 1300 über einem quadratischen Grundriss. Ab 1460 wurde der Turm auf 24 Meter Höhe aufgestockt. Den achteckigen Aufsatz ziert ein Zinnenkranz. Erker am Turm ermöglichten dem Wachpersonal einen freien Blick in alle Himmelsrichtungen. Im Erdgeschoss des Eulenturms befand sich einst ein Frauengefängnis. Dort soll Grete Minde unter Folter gestanden haben, den grossen Stadtbrand von 1617 gelegt zu haben. Sie war ein Opfer von Verleumdungen und Justizwillkür. Auf einem Scheiterhaufen wurde sie verbrannt:

30.07.2025: Ebenso wie das Hünerdorfer Tor war auch das Neustädter Tor ursprünglich eine Doppeltoranlage. Heute ist vor allem noch das innere Tor zu sehen. Reste des Vortores und Teile der Verbindungsmauer sind heute aber auch noch zu finden. Der kürzere rechteckige Turm des Neustädter Tors entstand um etwa 1300 und hatte eine zinnenbekrönte Plattform, die im 16. Jahrhundert durch ein Walmdach ersetzt wurde. Der höhere Rundturm und der überdachte Wehrgang zwischen den Türmen wurden um 1450 erbaut. Die aufgemalten Wappen über der Tordurchfahrt brachte man erst 1897 auf. Sie zeigen neben dem preussischen Königsadler, auch den Tangermünder und den Brandenburger Adler sowie den Reichsadler des Bismarckreiches von 1871 und den Adler des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Die St. Nikolai Kirche schliesst mit ihrem Turm direkt an das Tor an. Heute befindet sich in der Kirche ein urige Gaststätte. Eine Lücke in der Stadtmauer, welche im 19. Jahrhundert beim Bau einer Grundschule entstanden ist, wurde 2019 geschlossen. Neben dem Neustädter Tor sind auch das Hünerdorfer Tor mit dem Eulenturm und das Elbtor erhalten geblieben:

29.07.2025: Das Alte Leipziger Tor ist das älteste erhaltene Eisenbahnfestungstor Deutschlands, erbaut 1837-1840 als Teil der Festung Magdeburg. Es ermöglichte der Eisenbahnstrecke Magdeburg-Leipzig den Zugang zur Stadt. Heute ist die östliche Kasemattenbatterie, ein beeindruckendes Bauwerk aus Bruchstein mit Ziegelgewölben, als Restaurant zugänglich und bietet einen Einblick in die Militärgeschichte Magdeburgs. Es liegt idyllisch an der Elbe, nahe dem Dom:

29.07.2025: Das Tangermünder Tor ist das zweite erhaltene Stendaler Stadttor. Auch von ihm steht heute nur noch der Turm des Haupttores. Er besitzt ein romanisches Sockelgeschoss aus Feldsteinen mit einer rundbogigen Durchfahrt aus dem ersten Viertel des 13. Jahrhunderts. Dieser Bau ist das älteste Torgebäude einer Stadtbefestigung in Norddeutschland. Denkt man sich den spätgotischen Backsteinaufbau weg, so hat man eine Vorstellung von der alten Stendaler Stadtbefestigung und ihren Toren. Der Aufbau mit zinnenbesetzter Plattform, einem runden Turmaufsatz und vier Ecktürmchen stammt aus der Zeit um 1440. Zum Schutz dieses Torturmes gab es auch hier ein weit vor die Wallanlagen vorgezogenes Vortor. Vor dem Turm überquert die Strasse auf einer Brücke die Uchte, die heute durch den ehemaligen Stadtgraben um die Altstadt herumgeführt wird. In der zweiten Hälfte der achtziger Jahre wurde das Tangermünder Tor gründlich restauriert und anschliessend der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Vom Tangermünder Tor aus führte eine alte Handelsstrasse nach Tangermünde mit seinem Elbübergang und weiter nach Magdeburg, dem grössten Handelsplatz an der mittleren Elbe. Heute laufen hier die Bundesstrassen 188 und 189 zusammen:

29.07.2025: Durch das Alte Dorf gelangt man zum Uenglinger Tor, eines von zwei heute noch erhaltenen Stadttoren. Es entstand um 1450/60 und ist nach dem Holstentor in Lübeck wohl das schönste mittelalterliche Stadttor im Gebiet der norddeutschen Backsteinbauweise. Zugeschrieben wird es Steffen Boxthude, der zu den bedeutendsten Baumeisterpersönlichkeiten des 15. Jahrhunderts zählt. Es steht von der Gesamtanlage, die einmal grösser war, noch der Turm mit einer spitzbogigen Durchfahrt. Darüber erhebt sich ein quadratischer Backsteinbau mit zinnenbesetzter Plattform, vier erkerartigen Ecktürmchen und einem runden Turmaufsatz. Die Höhe des Turmes beträgt 27,5 Meter. Mit seinem reichen Schmuck an Friesen, Blendnischen und Stabwerk demonstriert er nicht nur die Wehrhaftigkeit der Stadt, sondern auch das Repräsentationsbedürfnis der hansischen Kaufmannsschaft. Ein solches Tor war einmal eine regelrechte kleine Festung innerhalb des Zuges der Stadtmauer. Es gab noch ein Vortor auf der Feldseite, das mit dem Turm durch Mauern so verbunden war, dass zwischen beiden ein zwingerartiger Hof entstand. In den Jahren von 1983 bis 1986 erfuhr der Turm eine Generalinstandsetzung durch die damalige Kooperationsgemeinschaft des Bauwesens des Kreises Stendal. Seither wird er als Aussichtsturm genutzt. Von seiner Plattform aus hat man einen weiten Blick über die Stadt und ihre Umgebung. Die Stendaler gestalteten im 19 Jahrhundert den Innenwall, der einmal die Stadtmauer trug, zu einer Promenade, die noch heute als grüner Ring fast vollständig erhalten ist und unter Denkmalschutz steht, wie die historischen Bauwerke:

27.07.2025: Das asiatisch anmutende Elefantentor verleiht dem Zoologischen Garten New-York-Grossstadtflair. Inmitten zwischen Verkehr, Shoppingcentern und Hotels erstrahlen die zwei liegenden Elefanten aus hellem Sandstein wie eine Oase. Der Originalbau des Eingangsareals stammt aus den Jahren 1898 und 1899. Zu dem Portal gehörten damals noch ein Verwaltungsgebäude, Wohnungen für Zoomitarbeitende und weitere Nebengebäude. Heute befinden sich hier unter anderem die Kassen und der Zoo-Shop. Im November 1943 wurde die Anlage bei einem Bombenangriff vollständig zerstört. Von 1983 bis 1985 wurde das Elefantentor rekonstruiert – die Nebenbauten wurden allerdings vereinfacht und die Zaunanlage etwas verändert. Heute ist das Tor mit seinen Elefanten eines der beliebtesten Fotomotive der City West:

27.07.2025: Berlin verdankt das Brandenburger Tor König Friedrich Wilhelm II., der hatte das grosse Sandsteintor in Auftrag gegeben um einen würdevollen Endpunkt des Boulevards Unter den Linden zu haben. Das Tor gehört zu den grössten und schönsten Bauten des Klassizismus. Es entstand in den Jahren 1788 bis 1791 nach Entwürfen von Carl Gotthard Langhans d.Ä., der sich stark an den Propyläen der Athener Akropolis orientierte. Die Quadriga, ein Wagen, der von vier Pferden gezogen wird, ziert bereits zwei Jahre nach Fertigstellung des Brandenburger Tors das Dach. Die Quadriga wurde von Johann Gottfried Schadow im Jahr 1793 auf dem Brandenburger Tor angebracht. Die Plastik zeigt einen zweirädrigen Streitwagen, der von vier nebeneinander laufenden Pferden gezogen wird. Die Zügel hält die Siegesgöttin Victoria. Die Quadriga sollte den einziehenden Frieden in die Stadt symbolisieren. Die Plastik wurde im Laufe der Zeit drei Mal vom Brandenburger Tor herunter genommen. Nach der Niederlage Preussens im Jahre 1806 verschleppte Napoleon die Quadriga nach Paris. Doch durch den Sieg der Allianz konnte sie acht Jahre später wieder zurückgeholt und an ihren alten Bestimmungsort aufgestellt werden. Während der Kämpfe des Zweiten Weltkrieges wurde das Brandenburger Tor und die Quadriga durch Bombenangriffe schwer beschädigt. Die Plastik musste deswegen 1956 im Zuge der Rekonstruktion entsorgt und durch eine Kopie ersetzt werden. Im Laufe der Geschichte erhielt das Brandenburger Tor besondere Symbolkraft. Mit dem Bau der Mauer im August 1961 fristete das Bauwerk ein einsames Dasein, denn es befand sich fortan im Sperrbereich und konnte weder von Menschen aus dem Osten noch aus dem Westen besucht oder durchschritten werden. Mit dem Fall der Mauer 1989 wurde das Brandenburger Tor zum Symbol der Wiedervereinigung. Am 22. Dezember 1989 erfolgte unter dem Jubel von mehr als 100.000 Menschen die Öffnung des Tores. Die Quadriga wurde aber durch die Vereinigungsfeiern, vor allem in der Silvesternacht 1989/90, so stark beschädigt, dass sie zwei Jahre später restauriert werden musste:

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