Sonstige
05.09.2023: Das alte Stadion am Bieberer Berg wurde 2011/12 abgerissen, und durch das neue Sparda-Bank-Hessen-Stadion ersetzt. Das ursprünglich für knapp 30.000 Zuschauer geplante Stadion liess sich mangels Investoren nicht in die Tat umsetzen. Heraus kam ein 25 Mio Euro-Neubau mit gut 20.000 Plätzen und wurde am 29. Juni 2012 mit einem Freundschaftsspiel gegen Bayer 04 Leverkusen (0:3) eröffnet:

11.08.2023: Das Landesdenkmal an der Biebricher Allee auf der Adolfshöhe in Wiesbaden, unweit der Sektkellerei Henkell, wurde zu Ehren des nassauischen Herzogs Adolf am 26. Oktober 1909 eingeweiht. Das Herzogtum Nassau bestand schon seit der Annexion durch Preussen im Deutschen Krieg im Jahre 1866 nicht mehr. Der abgesetzte Herzog Adolph wurde 1890 nach dem Aussterben des dortigen Fürstenhauses Grossherzog von Luxemburg. In der Folge wollten die Wiesbadener Bürger ihm ein Denkmal errichten. Gleichzeitig sollte das Denkmal die Eigenständigkeit Nassaus als preussische Provinz Hessen-Nassau verdeutlichen. Adolf willigte ein, jedoch nur unter der Bedingung, dass das Denkmal erst nach seinem Tod errichtet werden sollte. Nach seinem Ableben am 17. November 1905 sammelten sie über 100.000 Mark, zu denen die Städte Wiesbaden und Biebrich je 10.000 Mark beisteuerten. Für den Entwurf wurde der in Wiesbaden geborene Berliner Bildhauer Fritz Gerth beauftragt. Die Einweihung fand im Beisein der grossherzoglichen Familie statt, zu welchem auch ein Empfang im Schloss Biebrich gehörte:

05.08.2023: Der in südwestlicher Richtung vom alten Stadtkern gelegene Münzenberger Galgen gehört zu den wenigen noch erhaltenen gemauerten Hinrichtungsstätten dieser Art in Oberhessen. Auf zwei gemauerten Bruchsteinsockeln ragen zwei steinerne sechsseitige Säulen auf, die einen Querbalken tragen. Auf dem Münzenberger Galgenplatz dürfte eine solche Anlage im Mittelalter gestanden haben, die aus zwei Pfeilern bestand. Die Verhängung der Todesstrafe lag in damaliger Zeit in den Händen der Herren von Münzenberg, da nur diese die Hohe Gerichtsbarkeit, auch Blutgerichtsbarkeit oder Gerichtsbarkeit über Hals und Hand, ausüben konnten bzw. durften. Die letzte Hinrichtung auf dem Münzenberger Galgenplatz fand am 22. Mai 1742 statt. Die Scharfrichter kamen von ausserhalb angereist und prüften zuvor, ob der Delinquent schon vorher als Dieb gebrandmarkt gewesen war. Niemand im Ort hätte sich dieser Aufgaben angenommen, da der Beruf als unehrlich galt und man von der Gemeinde gemieden worden wäre:

07.07.2023: Der Bismarcktempel in Dillenburg wurde am 1. April 1885, dem 70. Geburtstag Bismarcks, auf dem Weinberg im Beisein des örtlichen Verschönerungsvereins und den Spitzen der Behörden feierlich eingeweiht. Der inzwischen liebevoll restaurierte, sechs Meter hohe Aussichts-Pavillon steht auf dem nordöstlich der Ortsmitte gelegenen Weinberg und bietet einen tollen Blick auf den Wilhelmsturm und Dillenburg:

25.06.2023: Auf der Ostflanke des Donnersbergs steht – südlich von Dannenfels, in einer Höhe von 545 m auf dem Moltkefelsen – der Adlerbogen. Das Denkmal wurde 1880 zu Ehren des Generalfeldmarschalls von Moltke (1800–1891) errichtet. Es besteht aus einem Stahlbogen, der von einem stählernen und vergoldeten Adler gekrönt ist. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde dem Adler im Jahr 1945 von alliierten Soldaten der Kopf abgeschossen. Der restaurierte Adler wurde 1981 mit Hilfe eines Hubschraubers erneut montiert. Ursprünglich waren an der Basis des Bogens Standbilder von Moltke und Bismarck aufgestellt. Diese wurden in der Nachkriegszeit allerdings zerstört. Im Jahr 2016 wurde der Adlerbogen umfassend restauriert. Am 18. Juni 2016 hob ein Hubschrauber originalgetreue Kopien der beiden Standbilder auf ihre Podeste:

16.06.2023: Der Concordia-Tempel ist der oberste der drei hölzernen Aussichtstempel im Kriegerwald. Als einziger der drei Tempel im Kriegerwald ruht der Concordia-Tempel seit seiner Renovierung auf einem umlaufenden Betonfundament. Die Bauweise ähnelt den beiden anderen. Das holzverschalte Dach trägt eine Haube aus Zinkblech. Wann genau der Concordia-Tempel entstand, war in Vergessenheit geraten. Neue Forschungen des Eppsteiner Stadtarchivars i. R. Dr. Bertold Picard brachten 2011 Licht in das Dunkel. Danach wurde der Tempel, der nach dem Eppsteiner Männergesangverein Concordia benannt ist, 1879 vom Wanderverein Taunusclub unter Beteiligung seiner Eppsteiner Ortssektion errichtet:

16.06.2023: Der Männerchor-Tempel besteht aus Eichenrundstämmen und aus Lärchenholz für den Dachaufbau, alles aus dem hiesigen Forst.
Das Dach ist mit Zinkblech gedeckt und trägt eine schön geformte Spitze. Im Innern befindet sich eine stabile Holzrundbank auf einem verzinkten Eisengestell. Von hier hat man einen hübschen Blick auf Burg Eppstein und die Altstadt. Erbaut wurde der Tempel 1914 vom Gesangverein Männerchor. Der Verein hatte zuvor den Verschönerungsverein um finanzielle Unterstützung gebeten, die auch gewährt wurde.
2000/01 musste der Tempel abgetragen und neu aufgebaut werden, da der Holzwurm tragende Hölzer zerfressen hatte. Am 20. Mai 2001 wurde der Neubau den Eppsteiner Bürgern übergeben:

08.06.2023: Die Verkehrszentrale Warnemünde überwacht und informiert als zuständige deutsche Behörde für den Schiffsverkehrsdienst VTS (englisch Vessel Traffic Service) die Schifffahrt auf der Ostsee zwischen Mecklenburg und der polnischen Grenze. Die Nautiker des Wasserstrassen- und Schiffahrtsamt Ostsee (WSA Ostsee) können auf Grundlage der Radarüberwachung und den AIS-Informationen als Schifffahrtspolizei regelnd eingreifen, um einen flüssigen und reibungslosen Schiffsverkehr im überwachten Revier zu gewährleisten. Sie hat ihren Sitz im markanten Bauwerk der Lotsenstation im Rostocker Ortsteil Hohe Düne auf der Ostseite der Warnow gegenüber von Warnemünde:
08.06.2023: Im Rostocker Stadthafen steht der 1997 gefertigte und 2008 nochmals reparierte Nachbau eines Hafentretkrans von 1780. Der ursprüngliche Kran wurde bereits 1867 verkauft und abgebrochen. Bei dieser Art Kran werden durch Aufrollen eines Seiles auf die Achstrommel eines Tretrades, oft auch eines Radpaares, Lasten gehoben. Bereits die alten Römer kannten diese Technik. Der Nachbau eines solchen römischen Kranes steht in Bonn-Castell. Im 11. bis 13. Jahrhundert war diese Hebetechnik am Rhein und seinen Nebenflüssen verbreitet. Hier war aber das Grundgehäuse des Krans, das als Stütze und Lager des Auslegers diente, aus Mauerwerk. Ein solcher Tretkran, Der Alte Krahnen, steht noch am Rhein bei Andernach. Vom 13. bis 16. Jahrhundert wurden Tretkräne in erster Linie zur Gänze aus Holz gefertigt, wie der Rostocker Kran. Der Rostocker Hafenkran war der letzte Neubau seiner Art. Durch die Industrielle Revolution im 18. und 19. Jahrhundert wurde die Hebetechnik durch neu entwickelte, effektivere Methoden ersetzt. Dieser Kran diente nicht in erster Linie zum Be- und Entladen von Schiffen. Hauptsächlich wurde er zum Aufstellen der Masten der Briggs gebraucht, die in Rostock bis in die 80er Jahre des 19. Jahrhunderts gebaut wurden:

08.06.2023: Die beiden blauen dreipunktgestützten TAKRAF-Portal-Hafenkräne auf der Haedge-Halbinsel im Stadthafen Rostock wurden in den 1960er-Jahren im DDR-Kombinat TAKRAF (Tagebau-Ausrüstungen, Krane und Förderanlagen) hergestellt und im Stadthafen Rostock für den Güterumschlag eingesetzt. Nachdem der Umschlag hier Anfang der 1990er Jahre endgültig eingestellt wurde, blieben die beiden Hafenkräne als maritimes Erbe an der Kaikante:
