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Baudenkmäler und Sehenswürdigkeiten

27.08.2024: Das viergeschossige Fachwerkhaus aus dem Jahre 1897 erhebt sich auf einem sehr kleinen Grundstück am unteren Ende der Domtreppe über einem Erdgeschoss aus Werkstein. Der turmartige Bau ist mit einem dichten Gefüge aus Zierfachwerk versehen. Besonders prägend für das Gebäude ist der zweigeschossige, flache Erker zur Hauser Gasse und der im hinteren Teil des Hauses angeordnete, das Gebäude hoch überragende Treppenturm mit seinem Belvedere unter einer geschwungenen Welschen Haube. Das sehr hohe, auffällige Gebäude markiert nicht nur den Aufgang zum Dom, sondern dominiert optisch den gesamten unteren Bereich der Hauser Gasse:

27.08.2024: Bis zum Jahre 1779 stand hier das städtische Kaufhaus. Nachdem 1693 das Reichskammergericht das Rathaus am Fischmarkt bezogen hatte, musste der Rat der Stadt in das alte Kaufhaus ausweichen. Der Zustand des mittelalterlichen Gebäudes war jedoch derart schlecht, dass 1725 der hintere Teil des Hauses ohne äussere Einwirkung einstürzte. Im Jahre 1729 wurde dieser Teil des Hauses wieder aufgebaut und bildet bis heute den rückwärtigen Teil des Hauses. Der vordere Teil des alten Kaufhauses fiel 1779 einem Brand zum Opfer und wurde 1790 durch den heutigen Bau ersetzt. Das hallenartige Erdgeschoss ist massiv gemauert, die Obergeschosse sind in Fachwerk errichtet. Das Gebäude wurde noch bis 1911 als Rathaus der Stadt genutzt:

27.08.2024: Seit 1565 ist an dieser Stelle bereits eine Residenz der Herren von Bicken nachgewiesen. Sie wurde als Schule für die Wetzlarer Kinder genutzt. Das Palais entstand zwischen 1715 und 1718 für Franz Adolf von Ingelheim, der Richter am Reichskammergericht war. Es handelte sich um einen Dreiflügelbau, der vollständig als Fachwerkbau ausgeführt war. Das Gebäude war nicht nur Wohn- und Herrenhaus, sondern auch Mittelpunkt des geistigen Lebens in Wetzlar. Nach dem Tod des Besitzers 1742 wurde es zum Standort des Reichskammergerichts umgebaut, dessen Sitz es von 1782 bis 1806 blieb. Nach der Auflösung des Reichskammergerichts wurde das Gebäude 1818 an den preussischen Staat verkauft und bis 1877 als Kaserne genutzt. Am 25. März 1879 kaufte die damalige Reichs-, Post- und Telegraphenverwaltung des Königlich Preussischen Militärfiskus das damals 160 Jahre altes Haus, um die Post- und Telegraphendienststellen der Stadt besser unterbringen zu können. 1884 wurde auf den Grundmauern des Vorgängerbaus das neue Postamt errichtet, diesmal im Stil der Neorenaissance mit vielen Verzierungen und üppigem Dekor. Im Zuge eines Umbaus und umfassender Sanierung im Jahr 1928 wurde das Gebäude wieder als Dreiflügelanlage umgebaut, diesmal nur mit kurzen Seitenflügeln, die wie Eckhäuser leicht vorspringen. Der schmale Hof wurde dabei durch einen eingeschossigen Vorbau fast komplett verschlossen:

27.08.2024: Schon im 18. Jahrhundert haben die hessischen Truppen eine Besatzung in Wetzlar unterhalten, die ein Wachhaus am Domplatz errichtete. Seit 1806 ist ein Wachhaus am südwestlichen Domturm nachgewiesen, das um 1860 abgerissen wurde. Die Preussische Standortverwaltung errichtete daraufhin die heutige Hauptwache für das in Wetzlar stationierte 8. Rheinische Jägerbataillon. Nach der Verlegung der rheinischen Jäger im Jahre 1877 diente das Gebäude als Polizeiwache. Diese Funktion behielt es bis 1972 bei. Heute befindet sich darin ein Restaurant:

27.08.2024: Als Teile des Friedhofes südlich des Domes dem gotischen Erweiterungsbau zum Opfer fielen, errichtete man die dem Erzengel Michael geweihte Kapelle als Ossarium (Beinhaus). Hierhin wurden die Gebeine aus jenen Gräbern, die auf dem engen Kirchhof für neue Bestattungen Platz machen mussten, umgebettet. Das Bauwerk war eine Doppelkapelle mit Beinhaus unten und Laurentiuskapelle darüber. Das Gebäude diente später u. a. als Lagerraum für Reichskammergerichtsakten, seit 1854 wieder als Kapelle. Die Tür soll aus der Erbauungszeit stammen, die steinerne Kreuzigungsgruppe an der Westfassade wurde 1509 hier angebracht:

27.08.2024: Der Dom, die ehemalige Stifts- und Pfarrkirche Unserer Lieben Frau, blieb unvollendet. Auf dem Domhügel stand auf zwei älteren Vorgängerbauten ein romanischer Kirchenbau vom Ende des 12. Jahrhunderts. Um 1230 begann der Neubau einer gotischen Kirche mit der Errichtung des neuen Chores. Mehrfach wurden die Baupläne geändert, was noch heute an den unterschiedlichen Baustilen von Früh- bis Spätgotik erkennbar ist. Nachdem der prächtige Südturm und die Westfassade teilweise fertiggestellt waren, wurden die Bauarbeiten im 15. Jahrhundert aus Geldmangel eingestellt. Nur ein Teil des geplanten reichen Skulpturenschmuckes ist vorhanden. Das romanische Westwerk und der Nordturm, Heidenturm genannt, wurden nicht abgebrochen, sondern Bestandteil des Kirchenbauwerkes. Der Zutritt zur Kirche erfolgt durch das frühgotische Südportal. Im Kircheninneren ist von der ursprünglichen Ausstattung nur wenig erhalten, darunter der romanische Taufstein der Vorgängerkirche, eine überlebensgrosse Pietá vom Ende des 14. Jahrhunderts, zwei Darstellungen der Muttergottes auf der Mondsichel und weitere spätmittelalterliche Figuren. Die Reichskammergerichtszeit hat einige Ausstattungsdetails wie die Kanzel und barocke Grabplatten hinterlassen. Seit der Reformation bis heute wird das Gotteshaus von beiden christlichen Konfessionen simultan genutzt:

27.08.2024: Im späten 13. Jahrhundert kam der Deutsche Orden nach Wetzlar und gründete hier eine Niederlassung. Um 1285 wurde mit dem Bau der ersten Gebäude begonnen. Im Laufe der Zeit wurde die Anlage mehrfach durch Anbauten erweitert. Ursprünglich war der Hof von einer eigenen Mauer umgeben. Bis heute sind Teile dieser Mauer aus dem 13. Jahrhundert erhalten und stellen damit die ältesten Bauteile der Anlage dar. Die übrigen Bauten entstanden erst in den Jahrhunderten danach. Im mittelalterlichen und neuzeitlichen Wetzlar war der Deutsche Orden trotz seiner religiösen Ausrichtung nicht nur ein gern gesehener Gast in der freien Reichsstadt, sondern auch ein bedeutender wirtschaftlicher Faktor. Im Umland von Wetzlar besass der Orden grosse Ländereien und produzierte damit Güter und Waren, welche in der Stadt gebraucht wurden. Zudem brachte der Orden Reichtum und bedeutende Gäste nach Wetzlar. Erst im Zuge der Säkularisation wurde der Ordenshof 1809 verstaatlicht. Im Lottehaus gibt es seit 1863 eine Gedenkstätte mit Museum. Auch die übrigen Gebäude des Deutschordenshof werden heute als Museum genutzt…Deutschordenshof und Zehntscheune:

Lottehaus:

27.08.2024: Das dreigeschossige Fachwerkhaus aus dem Jahre 1607 markiert an städtebaulich dominanter Stelle den südlichen Abschluss des stark abfallenden Kornmarktes. Bis zum 18. Jahrhundert trug es den Namen Zur Sonne und befand sich im Besitz des Barons Riedesel, eines der bekanntesten Mitglieder des Reichskammergerichts. Das 1981 renovierte Haus diente im 19. Jahrhundert als Brauerei und Gastwirtschaft. Das Fachwerkgefüge des Hauses ist in vielfältiger Form verziert:

27.08.2024: Das Amtsgericht Wetzlar ist ein Gericht der ordentlichen Gerichtsbarkeit und eines von vier Amtsgerichten im Bezirk des Landgerichts Limburg. Das denkmalgeschützte Dienstgebäude A in der Wertherstrasse 2 wurde 1909–1911 zusammen mit einem Gefängnis errichtet. Das Gerichtsgebäude hat einen etwa V-förmigen Grundriss und drei Geschosse. Der Vorentwurf stammte von dem Baubeamten Paul Thoemer im preussischen Ministerium der öffentlichen Arbeiten, der eine ganze Reihe von Gerichtsgebäuden in Preussen entworfen hat:

27.08.2024: Schon im Jahre 1836 plante der Magistrat der Stadt Wetzlar in der Oberstadt neue Brunnen zu bohren, um die Wasserversorgung sicherzustellen. Es sollten Brunnen im Hof des Gymnasiums an der Obertorstrasse und im Bereich der heutigen Konrad-Adenauer-Promenade niedergebracht werden. Im Zuge des zunehmenden Bergbaus im Lahnberg sank in den 60er und 70er Jahren des 19. Jahrhunderts der Wasserspiegel so weit, dass im Jahre 1876 der Goethebrunnen austrocknete. Seit dem Ende der 80er Jahre des 19. Jahrhunderts versuchte man Abhilfe zu schaffen, indem man Tiefbrunnen bohrte. Hierzu führte man seit 1886 Stollen in den Stoppelberg und nahm auch die Planungen für ein Wasserwerk an der Promenade wieder auf. Im Jahre 1894 wurden das Wasserwerk und der Hochbehälter an der Promenade in Betrieb genommen. Das eingeschossige Backsteingebäude unter einem weit überkragenden, flachen Walmdach wird durch Werksteinbänder in Brüstungs- und Kämpferhöhe der Rundbogenfenster gegliedert. Zum Wasserwerk gehört auch ein Hochbehälter, dessen eingeschossige, gestaffelte Fassade mit einem Flachdach mit eiserner Brüstung versehen ist. Über dem Eingang befindet sich eine Inschriftentafel, über der in einem halbrunden Giebel in einer ovalen, mit Rollwerk und Blattranken eingefassten Kartusche das Stadtwappen thront: