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Kulturstätten

30.09.2025: Das Zigarrenmacherhaus stammt aus dem 19. Jahrhundert und war einst das Geschäftshaus des Zigarrenmachers Jacob Feindt. Als ortsbildprägendes Gebäude am Fleet in Jork ist es ein Zeugnis der Altländer Geschichte. Heute wird es als Schaufenster des Alten Landes genutzt und steht für Ausstellungen und kulturelle Veranstaltungen zur Verfügung:

30.09.2025: Das Gebäude der Stadtbibliothek Buxtehude diente ursprünglich als Wohnhaus für die Lehrer der Stadt, den Mathematicus (Rechenlehrer) und den Cantor (Musiklehrer). Seit 1979 beherbergt es die Bibliothek. Im Inneren können Besucher eine prachtvolle Rokoko-Stuckdecke bewundern, die ursprünglich aus einem abgerissenen Geschäftshaus in der Langen Strasse stammt:

30.09.2025: Das Buxtehude Museum für Regionalgeschichte und Kunst zeigt sich heute als eine vielgliedrige Anlage, die mehrere Stadien der Baugeschichte verdeutlicht. 1913 wurde am St.-Petri-Platz anstelle eines alten Ackerbürgerhauses ein Gebäude errichtet, das in einer Art Musterfassade die regionale Architektur spiegelt. Ausfachungen mit Ziegelornamenten, wie man sie auch im Alten Land findet, eine typische Klöndoor, die Utlucht, eine Brauttür. Erweitert wurde 1992 mit einem grosszügigen Neubau, der innen den alten mit dem neuen Teil verbindet. Nun entsteht eine nochmalige Erweiterung, sodass die umfangreiche Sammlung zur Stadtgeschichte, zur Handwerkskunst, zur Wohnkultur sowie die spektakulären Funde aus dem Immenbecker Gräberfeld zeitgemäss präsentiert werden können:

29.09.2025: 1973 entstand in Wilhelmsburg Hamburgs vermutlich ungewöhnlichste Kirche. Der Betonbau mit seiner auffälligen Turmspirale war von der katholischen Kirche errichtet worden, weil diese nach der Flutkatastrophe 1962 mit einem grossen Zuzug katholischer Bevölkerung in die Neubaugebiete des Stadtteils rechnete. Es stellte sich jedoch heraus, dass die bestehende grössere Kirche St. Bonifatius für die katholischen Gemeindemitglieder im Stadtteil ausreichte. Als zudem der Beton der Kirche bereits grössere Bauschäden aufwies, begann das Erzbistum Hamburg, über einen Abriss der Kirche nachzudenken, um stattdessen einen Erweiterungsbau für das nebenan bestehende Altenheim zu errichten. Auch wenn die markante Betonkirche inzwischen unter Denkmalschutz stand, war ihre Zukunft daher akut bedroht. Kurz bevor das Erzbistum seine finale Abrissentscheidung treffen wollte, organisierte der Denkmalverein am 23. April 2014 noch einmal eine öffentliche Veranstaltung im Bürgerhaus Wilhelmsburg. Vor vollem Saal sprachen sich die Podiumsteilnehmer und die vielen Diskutanten aus dem Publikum für den Erhalt des Kirchengebäudes aus, allen voran der damalige Oberbaudirektor Jörn Walter, und die Presse berichtete ausführlich über die Debatte. Daraufhin ruderte das Erzbistum zurück, verzichtete auf den Abriss und überliess es den Maltesern, Konzepte für die Weiternutzung der Kirche zu entwickeln. Inzwischen wurde die Kirche saniert und von den Maltesern zu einem Zentrum der Begegnung umgewandelt. Für die Aussensanierung standen 900.000 Euro zur Verfügung, von denen der Bund rund 400.000 Euro übernahm:

20.09.2025: Heinrich Wickel war ein Segeberger Kaufmann, der als Begründer des Kurwesens in Bad Segeberg gilt. Das nach ihm benannte Gebäude in der Oldesloer Strasse 20 ist ein zentrales historisches Denkmal der Stadt. Hier eröffnete Wickel am 1. Juli 1884 das erste Badehaus der Stadt. Die Sole wurde damals noch mit Tankwagen vom Kalkberg dorthin transportiert. Es handelt sich um einen spätklassizistischen Bau (vor 1838 errichtet) mit markantem Schopfwalmdach. Nach einer umfassenden Sanierung und dem Umbau zum barrierefreien WortOrt im Jahr 2018 beherbergt das Haus heute die Tourist-Information, die Stadtbücherei und das Stadtarchiv:

20.09.2025: Der grosse denkmalgeschützte ehemalige Getreidespeicher Lüken wurde Ende des 19. Jahrhunderts als dreieinhalbgeschossiger Massivbau erbaut. Im oberen Drittel besteht er aus Fachwerk mit einem Satteldach mit weitem Dachüberstand, kleinen Fensteröffnungen mit Segmentbogenabschluss, Ladeachse und Aussenkranöffnung. Im Gebäude befindet sich heute die Volkshochschule:

20.09.2025: Das Museum Segeberger Bürgerhaus gehört zu den ältesten Gebäuden der Stadt und bietet anschauliche Einblicke in die Geschichte Bad Segebergs.In dem historischen Fachwerkhaus aus dem 16. Jahrhundert sind grosse Teile der ursprünglichen Raumaufteilung erhalten und zugänglich. Neben der Dauerausstellung zur bürgerlichen Wohnkultur und Stadtgeschichte werden im Jahresverlauf verschiedene Sonderausstellungen gezeigt:

08.09.2025: Die Kieler Kunsthalle gilt mit einer Fläche von 2.000 qm als das grösste Musem der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt. Sie befindet sich nördlich des Innenstadtbereichs in unmittelbarer Nähe zum Schlossgarten. Das Gebäude wurde zwischen 1908 und 1909 nach den Entwürfen des Architekten Georg Lohr erbaut. Im Zweiten Weltkrieg fiel es schwerwiegenden Zerstörungen zum Opfer, sein Wiederaufbau erfolgte im Jahr 1958. 1986 wurde die Kunsthalle um einen von Diethelm Hoffmann geschaffenen Erweiterungsbau ergänzt. In den Räumlichkeiten des Museums finden Besucher heute über 1.200 Gemälde, mehr als 40.000 Graphiken, 300 Skulpturen sowie zahlreiche Fotos und Videos. Zu den Angeboten der Ausstellung zählen des Weiteren vielseitige Malkurse, Workshops, Führungen, Lesungen oder auch Konzerte:

08.09.2025: Das denkmalgeschützte Gebäude mit dem prächtigen Sandsteinportal aus dem Jahre 1765 ist auch selbst als Ausstellungsstück sehenswert. Neben dem eindrucksvollen Kellergewölbe mit Herdanlage und Brunnen samt hölzerner Wasserleitung beeindrucken historische Räume mit bemalten Stuckdecken, seidenen Tapeten und Supra­porten. Ab 1839, als die führende Rolle des Landadels in Holstein allmählich abnahm, befand sich der Warleberger Hof im Besitz der Universität und beherbergte verschiedene Institute sowie später das Museum für Völkerkunde und das Theater- und Hebbel­museum. Die Ausstellung im Gewölbekeller zeigt Fayencen und Silber des 18. Jahrhunderts der Kieler Adelskultur und des Bürgertums. Das Gemeinwesen war vom Bürgertum bestimmt, das im Rat sowie in Gilden und Zünften organisiert war. Hiervon zeugen historisches Zunftgerät und Gilde­laden. 1967 erwarb die Stadt den Warleberger Hof von der Universität, um ein Stadtmuseum einzurichten. Bei den Umbauten blieb das historische Kellergewölbe unangetastet. Die Ausstellungsräume im Erdgeschoss wurden als Zeugnisse der Stadtgeschichte mit hölzernen Paneelen, Seidentapeten, Supraporten und prächtigen Stuckdecken versehen, die aus Häusern des gehobenen Bürgertums des 18. Jahrhunderts stammen:

08.09.2025: Das Schifffahrtsmuseum in der Fischhalle an der Kieler Förde ist ein maritimes Glanzstück der Landeshauptstadt. Mit dem hohen Bohlenbinderdach sowie der von Jugendstil und Barock beeinflussten Architektur ist es ein ausdrucksstarker Bau. Die innen lichte Halle wurde 1910 eröffnet, um den Fischhandel zu konzentrieren und witterungsunabhängig zu machen. Allerdings erfüllte sie nicht die Erwartungen. Für Auktionen war sie zu klein, und die Läden und Stände fanden kaum Mieter. Beim Umzug des Fischmarkts an die Schwentine verlor der Bau 1948 seine Funktion. Er diente unter anderem als Getreidelager, bevor 1978 das Schifffahrtsmuseum einzog: