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ESCHEDE
(5.450 Einwohner, 87 m ü. NHN) ist eine Gemeinde zwischen Celle und Uelzen, am Rand des Naturparks Südheide, in der Lüneburger Heide. Eschede gehört zum Landkreis Celle in Niedersachsen. Eschede entwickelte sich über Jahrhunderte als Siedlung in der Südheide. Anfang des 20. Jahrhunderts (um 1907) galt der Ort als Aufsteigerdorf mit Bestrebungen zur Kleinstadt. Im Jahr 1940 wurde in Eschede ein Kriegsgefangenenlager errichtet. Am 21.2.1945 explodierte am Bahnhof ein vollbeladener Munitionszug. Es gibt mehrere Tote und Verletzte. Kaum ein Haus bleibt von der Druckwelle verschont. Eschede wird ab Ende Januar Knotenpunkt für Flüchtlingstrecks aus den Ostgebieten. Am 12./13. April rücken amerikanische Truppen ein, britische Besatzer folgen. 1967 wurde die Samtgemeinde Eschede als erste ihrer Art im Landkreis Celle gegründet. In ihrer heutigen Form besteht sie seit der niedersächsischen Gebietsreform von 1973/74. Eschede ist weltweit bekannt für das schwerste Zugunglück der Bundesrepublik Deutschland. Ein Ermüdungsriss in einem Radreifen führte bei einer Geschwindigkeit von etwa 200 km/h zur Entgleisung des ICE Wilhelm Konrad Röntgen. Der Zug kollidierte mit einer Brücke, die daraufhin einstürzte. 101 Menschen verloren ihr Leben, 105 wurden verletzt. Am Ort der Katastrophe wurde 2001 eine Gedenkstätte eingeweiht. Dort stehen 101 Kirschbäume – einer für jedes Opfer – sowie eine Granitwand mit den Namen der Verstorbenen.
Bahnhof-Empfangsgebäude:
Kaiserliches Postamt:

Markmanns Spielzeugstuben:

Evangelische Johanniskirche:

Hotel Deutsches Haus:

Haus Mertens:

(Altes) Rathaus der Gemeinde Eschede:

Flohrmühle:

Informationstafel Ortsmitte:

Escher Musenmöhl:

Gedenkstätte:

Alle Aufnahmen entstanden während eines Kurzbesuchs am 19.07.2025.
11.07.2025: Gettorf hat seit 1881 einen Bahnhof an der Strecke aus Flensburg, wodurch über Kiel HBF Anschlüsse zu weiteren Zielen bestehen. Es verkehren die Linien RE 72 (Kiel – Eckernförde – Flensburg) und RB 73 (Kiel – Eckernförde). Die Züge begegnen sich planmässig im Bahnhof. Zum Einsatz kommen moderne Akkuzüge der Nordbahn. Auf dem Bahnhofsvorplatz gibt es einen Busbahnhof. Im Rahmen des Projektes der S-Bahn Kiel, die nach 2030 realisiert werden könnte, ist der Bau eines zusätzlichen Haltepunktes in Gettorf-Süd geplant:

11.07.2025: Die ehemalige Post befand sich in der Kieler Chaussee 7 in Nachbarschaft zum Bahnhof. Heute befindet sich eine Praxis für Osteopathie in dem Gebäude:
11.07.2025: Die Gettorfer Mühle mit dem Namen Mühle Rosa ist eine alte wunderschöne Windmühle in Gettorf. Sie ist neben der St.-Jürgen-Kirche eines der Wahrzeichen Gettorfs. Es handelt sich um eine Galerieholländermühle, die mit einem zweigeschossigen, aus rotem Backstein errichteten viereckigen Unterbau (Turm), einem schiefergedeckten Dach und Jalousieflügeln sowie einer Windrose genannten Windrichtungsnachführung ausgestattet ist. Ein später angefügter Anbau erweitert die Nutzfläche. Die Mühle liess der Müller Wilhelm Theodor Johannsen 1869 durch den Mühlenbauer Carl Friedrich Trahn (1806–1888) errichten. Bis 1946 wurde die Mühle zum Mahlen von Getreide genutzt. Zwischen 1977 und 1982 wurde die Mühle vom Verein zur Erhaltung der Gettorfer Windmühle renoviert. Heute wird die Gettorfer Windmühle als Gemeindebücherei sowie für Hochzeiten genutzt:

11.07.2025: Gettorf ist ein Ort mit hoher Wohn- und Freizeitqualität, wo auch kulturelle und touristische Einrichtungen für den Besucher von Interesse sind. Das Heimatmuseum mit seinen verschiedenen Abteilungen, wie der Remise und dem historischen Archiv in der Mühle Rosa, sind hier besonders zu erwähnen. Präsentiert wird die Geschichte dieser Region von Handwerk, Landwirtschaft, Haus und Küche, sowie die eigene Geschichte des Dorfes und der umliegenden Landschaft:

11.07.2025: Das Verwaltungsgebäude dient der Gemeinde Gettorf als Rathaus und dem Amt Dänischer Wohld, das auch die Nachbargemeinden Felm, Lindau, Neudorf-Bornstein, Neuwittenbek, Osdorf, Schinkel und Tüttendorf verwaltet, als Dienstgebäude:

11.07.2025: Die St.-Jürgen-Kirche war bis zur Reformation ursprünglich eine Wallfahrtskirche. 1523 wurde hier die erste lutherische Predigt gehalten. Die mittelalterliche Kirche steht im Ortszentrum und ist gar nicht zu verfehlen. Denn mit ihrem stolzen 64 m hohen Kirchturm überragt sie alles, was in ihrem Umfeld steht. Und gerade dieser Kirchturm hat eine bewegte Vergangenheit. Nicht nur, dass er zweimal beinahe ausgebrannt wäre (1814 und 1913), er spielte auch im Deutsch-Dänischen Krieg eine wichtige Rolle als Beobachtungsposten. Um 1250 wurde an dieser Stelle ursprünglich das Gettorfer Langhaus errichtet, welches heute das Mittelschiff der Kirche bildet. Etwa um 1300 wurde der Chorraum angebaut und etwa 200 Jahre später entstand ein Speicher für Getreide und Landwirtschaftsprodukte. Von diesem Speicher sind heute noch die Reste in Form der Feldsteinwände vorhanden. Der Kirchturm wurde etwa um 1494 fertiggestellt. Er war zunächst mit Bleiplatten bedeckt, die aber im Dreissigjährigen Krieg entwendet wurden und bis heute durch Eichenschindeln ersetzt wurden:

11.07.2025: 1907 wurde auf dem Klintbarg im Süden von Eckerförde der erste Leuchtturm gebaut. Im Obergeschoss des Leuchtturmwärterhauses befand sich ein grosser Leuchtenraum. Das Leuchtfeuer wurde anfangs mit einer Petroleumlampe betrieben und 1926 elektrifiziert. Die Optik bestand aus einer Gürtellinse und einem Parabolspiegel mit Lampenwechselvorrichtung. Die Wechselvorrichtung war mit einer Hauptlampe (elektrisch) und einer Reserveeinrichtung (Gasbetrieb) ausgestattet:

11.07.2025: Die Seebrücke liegt am südlichen Ende der Eckernförder Bucht. Sie besteht zum einen aus der seeseitigen Halle, die über eine Stahlbeton-Trägerrost-Gründungsplattform auf Brunnenringen gegründet ist. Zum anderen besteht die Anlage aus der Spannbeton-Zugangsbrücke, über die die seeseitige Halle mit dem Land verbunden ist. Das Gesamtbauwerk wurde in den Jahren 1959 bis 1962 errichtet:

11.07.2025: Der viereckige, weissgraue Leuchtturm aus Beton hat im oberen Bereich zwei roten Plattformen. Er steht am Rande des Klintbargs. Im unterem Anbau befinden sich die Technikräume. Eine 2000 Watt starke Xenon-Hochdrucklampe erzeugt in Verbindung mit der Gürtellinse eine Lichtstärke von 212.000 Candela. Die Kennungen des Leitfeuers werden über elektrisch betriebene Otterblenden erzeugt. Der Leuchtturm Eckernförde wird von der Verkehrszentrale in Travemünde ferngesteuert. Zwei getrennte Netzeinspeisungen machen eine Notstromanlage überflüssig:
