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19.07.2025: Das neue Rathaus am Herzogenplatz ist seit 1997 Sitz der Stadtverwaltung Uelzen. Mit dem formschönen Neubau ist es gelungen, die Belange einer modernen Stadtverwaltung unter einem Dach unterzubringen. Jahrzehnte, nein Jahrhunderte lang wurden die Geschicke der Stadt Uelzen vom Alten Rathaus aus gelenkt. Nachdem die Aufgabenfelder immer komplexer wurden, reichte das schöne und historische Gebäude nicht mehr aus und die verschiedenen Fachbereiche verteilten sich in unterschiedliche Häuser in der ganzen Stadt. Diese dezentrale Aufteilung erschwerte die Zusammenarbeit und so wurde ein neuer Ort für ein neues Rathaus gesucht. Der Herzogenplatz, der ein herrschaftlicher Wirtschaftshof der Landesherren des Fürstentums Lüneburg war, erfüllte die Voraussetzungen für den Neubau eines modernen Rathauses, das den Belangen der Stadtverwaltung der Hansestadt Uelzen entsprach:

19.07.2025: Das Alte Rathaus, ein im Kern gotischer Backsteinbau, wurde von 1789 bis 1790 spätbarock überformt. Das klassizistische Portal verweist auf die Verleihung der Stadtrechte im Jahre 1270. An der Südfassade befindet sich ein Bronzerelief des Bildhauers Georg Münchbach. Es erinnert an den Komponisten Friedrich Kuhlau, der 1786 in Uelzen geboren wurde und 1832 als dänischer Hofkompositeur starb. Seit 20 Jahren wird die Fassade des Hauses während der Vorweihnachtszeit in einen Adventskalender umgestaltet. Die Uelzener und die Gäste der Stadt treffen sich allabendlich um 18 Uhr, um in festlicher Atmosphäre eines der Fenster zu öffnen. Am 23.12. wird die letzte Fensteröffnung durch den amtierenden niedersächsischen Ministerpräsidenten begleitet. Bis 1997 noch im Dienste der Stadtverwaltung, beherbergt es jetzt die Kreisvolkshochschule Uelzen/Lüchow-Dannenberg und ein Café-Restaurant:

19.07.2025 :Um 1500 als Erweiterung des Alten Rathauses erbaut, diente das Nige Hus (Neues Haus) dem Rat der Stadt als Wein- und Bierkeller. Auch als Tanz- und Hochzeitshaus sowie als Versammlungsstätte wurde das Gebäude genutzt. Im Jahr 1646 wurde es beim grossen Stadtbrand teilweise zerstört und im folgenden Jahr wieder aufgebaut. 1983 wurde der beim Brand erhaltene Giebel zum Kirchhof restauriert. Bis heute ist die Ratsweinhandlung idealer Anlaufpunkt für Geniesser edler Tropfen. Auch der jährliche Weinmarkt findet auf der Rückseite des Gebäudes zur St.-Marien-Kirche statt:

19.07.2025: Das Postamt der Stadt Uelzen wurde 1896 nach Plänen des Architekten Schaeffer entworfen und mit stark gotisierenden Elementen errichtet, wofür auch die spitzbogigen Fenster des Erdgeschosses stehen. Auch die Giebelfassade und das Erkertürmchen entsprechen dem historisierenden Zeitgeschmack um 1900:

19.07.2025: Im Herzen der Hansestadt Uelzen befindet sich das Uelzen Museum. Die faszinierende Geschichte der Hansestadt und ihres Umlandes steht im Mittelpunkt, beleuchtet unter anderem in den Bereichen Wirtschaft, Kultur und Bildung. Ein besonderes Highlight ist das mehrere Quadratmeter grosse Stadtmodell, das einen beeindruckenden Blick auf Uelzen vor dem grossen Brand von 1646 ermöglicht. Die Dauerausstellung ist in neun Themenbereiche aufgeteilt und gibt einen umfassenden Einblick in die Stadtgeschichte sowie die Vielfalt und Bedeutung der Region. Ergänzt wird die Dauerausstellung durch stetig wechselnde Sonderausstellungen. Bis 2019 befand sich das Heimatmuseum im Schloss Holdenstedt. Nach dem Verkauf des Schlosses an einen privaten Investor zog der Museumsverein in die Bahnhofstrasse in die Räume der ehemaligen Stadtsparkasse um. Im November 2023 feierte es dort seine Wiedereröffnung in neuer Optik und Konzeption:

19.07.2025: Das Neue Schauspielhaus Uelzen öffnete seine Türen das erste Mal 1988. Damals noch in der Funktion als Kreativer Speicher und Museum des Aktionskünstlers Reinhard Schamuhn. Der Galerist und Mit-Initiator des Hannoverschen Flohmarktes hatte jedoch bereits kurze Zeit später eine neue Vision für das Gebäude entwickelt und so wurde das Haus an der Rosenmauer mithilfe vieler engagierter Parteien aus dem Stadt-, Kultur- und Kunstbereich in ein kleines Theater mit Foyer umgewandelt. Die Eröffnung 1998 läutete schließlich die Ära des Neuen Schauspielhauses ein und seither hat sich die Einrichtung zu einer festen Grösse im Kulturbetrieb Uelzen etabliert. Sowohl aufgrund seiner Räumlichkeiten als auch seines Programmangebotes erfreut sich das Schauspielhaus grosser Beliebtheit und führt die Vision Reinhard Schamuhns, auch nach seinem Tod, erfolgreich fort:

19.07.2025: Im Zentrum der Uelzener Innenstadt erhebt sich die mächtige gotische St.-Marien-Kirche mit ihrem 86 Meter hohen Kirchturm und der 1350 gestifteten Apostelkapelle, auch Ellerndorfkapelle genannt. Der für die Grösse der Stadt beeindruckende Bau entstand in drei Phasen zwischen dem 13. und 14. Jahrhundert. Geweiht und zur Pfarrkirche erhoben wurde St. Marien im Jahre 1292. Zunächst existierte nur der niedrige Mittelteil des Langhauses, als dreischiffige gotische Hallenkirche. Die hohen Gewölbe des Mittelschiffs mit Bernsteingerippen gehörten einer Bauperiode noch vor 1300 an. Da aber die Gewölbeanfänge über den Pfeilerkapitellen sehr weit zurückgesetzt waren, könnte die Kirche eine Zeit lang eine flache Decke gehabt haben:

Zum geschichtsträchtigen Ensemble gehört neben der St. Marien Kirche auch die Propstei. Das Gebäude aus dem Jahre 1292 beherbergt bis heute die Kirchenoberhäupter der Hansestadt:

19.07.2025: Die Heiligen-Geist-Kapelle wurde um 1320 als Teil eines Hospitals errichtet. An das gotische Bauwerk mit seiner Backsteinfassade wurde 150 Jahre nach der ersten Erwähnung der Chor angefügt. Der eingetiefte Bereich entlang der Kapellenmauern zeigt das Bodenniveau der Stadt im 14. Jahrhundert. Im Inneren der Kapelle leuchten bunte Glasfenster. Sie wurden um 1420 für die gotische Kapelle St. Viti gefertigt und erst 400 Jahre später in die Fenster der Heiligen-Geist-Kapelle eingefügt:

19.07.2025: Als 1899 die erste Wasserleitung in Uelzen verlegt wurde, baute die Deutsche Wasserwerke AG an der Ebstorfer Strasse auf einer Anhöhe ein Wasserwerk. Die zugehörigen Brunnen wurden in dem angrenzenden Stadtwald gebohrt. Auf einem achteckigen Unterbau erhebt sich ein runder, nach oben sich verjüngender Turm, auf dem der pilzartig auskragende Wasserbehälter sitzt. 1912 übernahm die Stadt das Wasserwerk: