Waterclerk
Die (selten: das) Nutria (Myocastor coypus), auch Biberratte oder seltener Sumpfbiber, Schweifbiber, Schweifratte oder Coypu genannt, ist eine aus Südamerika stammende und in Mitteleuropa angesiedelte Nagetierart. Sie wird entweder in einer eigenen Familie, Myocastoridae, oder als Unterfamilie Myocastorinae innerhalb der Stachelratten (Echimyidae) eingeordnet. Bedingt durch ihren südamerikanischen Ursprung bevorzugen Nutrias das milde Klima: strenge Winter führen zu erhöhter Mortalität. Weibliche Nutrias leben in kleinen Gruppenverbänden, die Männchen sind meistens Einzelgänger. Sie sind tagaktiv und an das Wasser gebunden. Nutrias können bis zu fünf Minuten lang tauchen. Bei Gefahr flüchten sie in ihre Bauten oder tauchen unter Wasser.
17.01.2022: Nutrias am Mainufer im Oberwasser der Staustufe Griesheim:

13.01.2023: Regenbögen nach einem kurzen Schneeregenschauer von der Schleuse Griesheim aus gesehen…der Blick geht zur Skyline Mainhattans mit Messeturm und Marriott Hotel:

Junge Schwäne werden von beiden Eltern behütet, aber trotzdem überleben nicht alle. Die Feinde sind z.B. Vogelgrippe, Parasiten, Wetter, Fuchs, Marderhund und Seeadler. Nach zwei Monaten sehen die meisten Schwäne ganz grau aus und sie lernen gerade das Fliegen. Die jungen Höckerschwäne bleiben bis zur nächsten Balz (im Frühjahr) im Familienverband, dann werden sie vom Männchen vertrieben. Der Grössenunterschied ist jetzt nur noch gering, vom Höcker ist im ersten Jahr noch nichts zu sehen. Bis zu ihrer Geschlechtsreife im dritten oder vierten Lebensjahr versammeln sie sich zu grösseren Gruppen auf Seen. Schwäne gehören zu den Kurzstreckenziehern. Man kann auch Schwäne in grosser Anzahl, im Sommer an ihren Mauserplätzen beobachten. Die Mauserplätze liegen meistens in ruhigen Buchten. Durch die Mauser verändert sich ständig das Gefieder und der Höcker wird von Jahr zu Jahr immer grösser.
09.12.2022: Zwei Jungschwäne beim Nickerchen am Mainufer in Schwanheim:

28.10.2022: Die katholische Pfarrkirche St. Clemens wurde im Jahre 1922 nach Plänen von Architekt Josef Mockenhaupt anstelle einer früheren Kirche von 1823 und vorher errichteten Kapellen (1205, 1525) erbaut. Der mittelalterliche Glockenturm mit seiner barocken Haube des 17. Jahrhunderts wurde ebenso beibehalten wie die Sakristei und Teile des Chores. In Anlehnung an schlichte barocke Elemente präsentiert sich die Kirche als lichtdurchfluteter kuppel- und tonnengewölbter Raum. Die Gestaltung der Fenster zeigt u.a. Darstellungen der Heiligen Goar, Hildegard und Clemens sowie biblische Motive. Vier runde Wappenscheiben des 16./17. Jahrhunderts sowie figürliche Rundscheiben von 1898 ergänzen diese. Zum Inventar der Pfarrkirche zählen Bildnisse der Heiligen Clemens und Valentin (vom Ende des 15. Jahrhunderts) sowie Nikolaus (18. Jahrhundert), neugotischer Taufstein, Gefallenengedächtnis beider Weltkriege, pneumatische Klais-Orgel (1825), Chorneugestaltung aus dem Jahre 1970:

28.10.2022: Das Lohkauttor ist ein erhaltener Wehrturm der mittelalterlichen Ortsbefestigung an der Straße Am Turm. Der Turmbau mit schiefergedecktem Oberbau schmückt heute die Bahnunterführung und dient als Durchgang von der Ortsmitte zum Rhein:
28.10.2022: In der Nachbarschaft zum Lohkauttor befindet sich der Alte Turm auf der Ortsseite der Bahnlinie. Der spätgotische Eckturm war Teil der Ortsbefestigung aus dem 13. und 14. Jahrhundert. Im 15. Jahrhundert wurde er wehrtechnisch verbessert. Das Untergeschoss diente bis ins 18. Jahrhundert hinein als Ortsgefängnis. Den Wehrgang erreichte man nur über Leitern und Podeste. Ein Kreuzgratgewölbe schloss den Wehrgang nach oben ab:

28.10.2022: Das Rathaus, auch Cunobau wegen des Einsatzes von strukturfördernden Mitteln der Reichsregierung Cuno so genannt, wurde in 1923 erbaut. Der davorliegende Marktplatz, dessen Brunnen in 1980 in der Tradition eines älteren Laufbrunnens errichtet wurde, diente ehemals auch als Vollzugsort kleinerer Vergehen. So wurden Bestrafungen bei angekettetem Halseisen am Pranger vollzogen:

28.10.2022: Im ehemaligen Schul- und Rathaus in der Kirchgasse 4 ist heute das Heimatmuseum eingerichtet. Der spätbarocke Krüppelwalmdachbau wurde in den Jahren 1763-65 errichtet. Bis 1911 diente das Gebäude als Schule und bis 1923 als Rathaus. Der Verein für Ortsgeschichte und Heimatkunde Trechtingshausen betreibt dort heute das Ortsmuseum. Die Ausstellung gibt Einblick in das Leben und Arbeiten in der Region und päsentiert Exponate zu Weinbau und Landwirtschaft, Fremdenverkehr und Wohnen, Schifffahrt und Handwerk. Das Heimatmuseum ist von April bis Oktober an jedem zweiten Sonntagnachmittag geöffnet:

28.10.2022: Die im Jahre 1213 erstmals anlässlich des Wechsel des Vogtes erwähnte Burg Reichenstein dürfte im 11. Jahrhundert als Verwaltungssitz der Abtei Kornelimünster (bei Aachen) errichtet worden sein. Diese Abtei besass die Grundherrschaft zwischen dem Heimbachtal und dem Morgenbachtal. Die Vogtei ging in der Erbfolge von den Herren „von Bolanden“ auf die „von Hohenfels“ über. Da die „von Hohenfels“ wegen räuberischer Betätigung den Landfrieden behinderten, zerstörte im Jahre 1282 König Rudolf von Habsburg die Burg. Kornelimünster hatte schon 1270 ihr Eigentum mit der Burg an den Mainzer Dom- und Liebfrauenstift verkauft. Der Mainzer Stift wurde aber bis 1344 von den eingedrungenen Pfalzgrafen am Besitz gehindert. Grund hierfür war, dass Vogt Dietrich von Hohenfels 1290 Burg und Vogtei ohne Rechtsgrund den Pfalzgrafen verkauft hatte. Die wieder aufgebaute Burg war Sitz eines Amtmannes, kam aber schon im 16./17. Jahrhundert in Verfall. 1802 erscheinen vier Trechtingshäuser Winzer als Eigentümer. Nach weiteren Besitzern erwarb 1898 der Industrielle Dr. Nikolaus Kirsch-Puricelli die Burg. Er liess sie im heutigen Aussehen errichten. Nach einem weiteren Verkauf steht die Burg wiederum im privaten Eigentum. Hiervon ausgeschlossen ist die museale Einrichtung, welche sich im kommunalen Eigentum befindet. Besonders erwähnenswert ist noch, dass Victor Hugo im Jahre 1838 die Ruine besuchte und ihr ein literarisches Denkmal setzte.
Anblick von Süden vom linken Rheinwanderweg:

Aufgang zur Burg:

Rezeption und Museumsshop:

Der zum grössten Teil verfüllte Halsgraben und die Zugbrücke wurden durch eine Bogenbrücke ersetzt. Ursprünglich stellt diese ein beachtliches Hindernis dar:

Turnierplatz und Aufstieg zum Wachturm Königstein:

Blick vom Turnierplatz auf den Rhein:

Wachturm Königstein:

Blick vom Wachturm auf die Kernburg und auf die Vorburg:

Schildmauer und zwei Wehrtürme:

Kapelleninnenhof und historische Kegelbahn:

Innenansicht der Kapelle:

Weitere Innenräume im Erdgeschoss:

Vorburg vom Tor zur Kernburg aus gesehen:

Blick von der Vorburg zu Tal:

Ansicht vom Rheinsteig auf der gegenüberliegenden Rheinseite am 12.05.2024:







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