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04.08.2025: Das Schloss Ballenstedt im Harz wurde auf der mittelalterlichen Kloster- und Burganlage der Grafen von Ballenstedt, der berühmten Askanier, errichtet. Zu sehen ist eine Dreiflügelanlage des frühen 18. Jahrhunderts. Diese liegt auf einem Hügel am westlichen Stadtende. Zum zweigeschossigen Nordflügel gehören die Reste einer ehemaligen Klosterkirche. Hier liegt Graf Albrecht I. von Brandenburg, erster askanischer Markgraf, gemeinsam mit seiner Frau Sophie begraben. Repräsentativ und somit sehenswert ist der Eingang mit der Freitreppe und den vier Pilastern, die sich unter einem schön geschmückten Zwerchgiebel befinden. In jenem Flügel ist über der Krypta der Klosterkirche die gegen Mitte des 18. Jahrhunderts errichtete Schlosskirche entstanden. Im Westflügel befindet sich im einstigen Kloster-Remter die Schlossgaststätte. Im Erdgeschoss des Südflügels ist eine Ausstellung über die frühen Askanier zu sehen. Die Gäste erhalten einen Eindruck vom Leben der Askanier von 1860 bis 1945. Im Nordostflügel ist das Filmmuseum Schloss Ballenstedt untergebracht. Das Schloss Ballenstedt im Harz blickt auf eine wechselhafte Geschichte zurück. Wann die Burg entstand, ist unklar. Fest steht, dass Graf Esico im Jahr 1043 in der Burg das Kollegiatstift St. Pankratius und Abundus gründete. 1123 wandelten Graf Otto der Reiche und sein Sohn Albrecht das Stift in ein Benediktinerkloster um. Albrecht der Bär lebte etwa um 1140 bis 1145 in der Burg. Im späten 15. Jahrhundert plünderten Raubritter das Schloss Ballenstedt. 1525 brannte man das Kloster während des Bauernkriegs nieder. Anschliessend überschrieb der Abt das Anwesen dem Fürsten Wolfgang von Anhalt. Später widmete man sich dem Wiederaufbau des Westflügels im barocken Stil. Zwischen 1627 und 1675 fand die Erneuerung der Klosterkirche statt. Im Dreissigjährigen Krieg kam es erneut zu Plünderungen im Harz, sodass auch die Burg davon nicht verschont blieb. Erst zu Anfang des 18. Jahrhunderts erfolgte der weitere Ausbau des Schlosses. Dafür verantwortlich war Fürst Victor Amadeus von Anhalt-Bernburg. Dessen Sohn baute das Schloss Ballenstedt zur Sommer- und Jagdresidenz um. 1748 fiel die Klosterkirche dem Abriss zum Opfer und an ihrer Stelle entstand der Nordflügel. 1788 erbaute man das Schlosstheater vor dem Schlosshof und 1810 den Marstall im klassizistischen Stil. 1859 erfolgte die Umgestaltung des Schlossparks zu einem Terrassengarten nach italienischem Vorbild. Heute dient die Schlossanlage als Kulturzentrum mit Veranstaltungs- und Galerieräumen. Im Wesentlichen ist der Südflügel des Schlosses für die Besucher geöffnet, in dem sieben Räume grundlegend saniert wurden. Sie zeigen die Wohn- und Lebensituation der askanischen Familie um 1900. Darüber hinaus können die romanische Krypta, der Schlossturm sowie das Filmmuseum im Nordflügel besichtigt werden, das faszinierende Einblicke in die Film- und Kinogeschichte der vergangenen einhundert Jahre bietet:

Schlosstheater:

Schlossplatz und Blick durch das Tor die Allee hinunter zum Ortskern Ballenstedts:

Friedrich Albrecht liess 1765 das ehemalige Jagd- und Zeughaus zum Grossen Gasthof umbauen. Der von der Umgestaltung beauftragte wallonische Baumeister Martin Peltier de Belfort baute den Redoutensaal – einen runden Saal mitsamt einer in Rundbögen geöffneten Galerie auf dorischen Holzsäulen – ein. Somit entwickelte sich der Grosse Gasthof immer mehr zum Zentrum des höfischen Lebens der Residenzstadt Ballenstedt. Aufgrund des schlechten baulichen Zustandes wurde das Gebäude 1995/1996 abgerissen und bis 1997 durch die Ferdinand-LentjesHolding als Hotel neu errichtet. Als Teil der Bernstein Hotels & Resorts ist das Hotel heute unter dem Namen Bernstein Schlosshotel Ballenstedt bekannt:

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