03.08.2025: Der Fleischhof in Quedlinburg ging aus einer mittelalterlichen Eigenbefestigung hervor. Der Lehns- und spätere Freihof entwickelte sich ab 1566/1567 zu einem repräsentativen, in den Stilformen der Renaissance ins Werk gesetzten Vierseithof. Bauliche Erweiterungen von Ende des 16. und frühen 17. Jahrhunderts lassen hinter dem südlichen Stadtmauerring der Altstadt ein eindrucksvolles Ensemble aus Fachwerkwohn- und Speicherbauten entstehen. Zu den ältesten Bauteilen gehört der 1566/67 unter Hans von Wulfen und dessen Gemahlin Elisabeth von Plotho erbaute Westflügel als prächtiges zweigeschossiges Fachwerkwohnhaus mit hohem Satteldachabschluss und nach Westen orientierten, risalitartig angeordneten Zwerchhäusern. Der langgestreckte Wohnbau weist eine Mischbauweise auf, das heisst er ist teilunterkellert, hat einen massiven Unterstock mit repräsentativer Durchgangsdiele und einen Oberstock in abgestrebtem Fachwerkabbund mit Andreaskreuzbrüstungen:

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