01.08.2025: Das barocke Sterntor wurde im Jahr 1723 im Auftrag des Festungsbaumeisters Gerhard Cornelius von Walrave errichtet. Es umfasste bei einer Höhe von neun Metern und einer Breite von sechs Metern ein Gewicht von 100 Tonnen und diente als nördliches Eingangstor zum inneren Ring des Fort Berge. Im Jahr 1905 wurde das Fort Berge abgerissen, wobei das Sterntor jedoch erhalten blieb und am südlichen Ende der Hegelstrasse stand. 1910 wurde dann auch das Tor abgetragen und zunächst im Vorgarten des heutigen Kulturhistorischen Museums gelagert. Es bestanden Pläne das Tor in Berlin wieder zu errichten. 1922 erfolgte daher ein Abtransport nach Berlin und Einlagerung in einem Keller auf der Berliner Museumsinsel. Später wurde das Tor jedoch wieder nach Magdeburg gebracht und dort zwischengelagert. Unter Oberbürgermeister Fritz-August Wilhelm Markmann wurde das Tor wieder aufgebaut. Während des Luftangriffs auf Magdeburg am 16. Januar 1945 wurde unter anderem auch das Sterntor schwer beschädigt. Das zunächst notdürftig gesicherte Tor wurde dann im Jahr 1959 im Zusammenhang mit dem Abriss der Ruinen der Sankt-Nikolai-Kirche abgebaut. Die erhaltenen Teile wurden anfangs auf dem Gelände des Klosters Unser Lieben Frau, ab 1968 bei der Paul-Schuster-KG eingelagert. Im Jahr 2004 wurde ein Kuratorium zum Wiederaufbau des Sterntores gegründet. Als Standort wurde die Nordostecke des Domplatzes gewählt, da das Tor dort den Domplatz abschliesst, sich in die barocken Nachbargebäude einfügt, eine Baulücke schliesst und die historische Baulinie wieder aufnimmt. Durch die Überspannung eines Fussweges ist das Sterntor auch wieder als Tor erlebbar und stellt einen Zugang zum Domplatz dar:

Schreibe einen Kommentar