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SCHWERIN

(98.300 Einwohner, 44 m ü. NHN) ist die Hauptstadt des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Die kreisfreie Mittelstadt ist die kleinste Landeshauptstadt der Bundesrepublik Deutschland und zugleich die einzige, die keine Grossstadt ist. Schwerin ist nach Rostock die zweitgrösste Stadt und eines der vier Oberzentren des Bundeslandes und aktuell die grösste Mittelstadt Deutschlands. Der Herzog Heinrich des Löwen gab mit der Städtegründung 1160 den Anstoss zur Stadterweiterung. Im Laufe der Jahrhunderte wuchs die Stadt um mehrere Bauten und Strassen. Er liess ein Dom im romanischen Stil errichten. Herzöge richteten ihren Verwaltungssitz in Schwerin ein. Die ideale Lage veranlasste den Herzog Johann Albrecht I. 1552, die Burg zu einem Schloss umzubauen. Schwerin tauchte in ein internationales Flair mit höfischen Festen ein. Die Stadt überlebte im 17. Jahrhundert die Besetzung schwedischer und französischer Truppen bis sich die Stadt durch Herzog Friedrich Wilhelm im 18. Jahrhundert weiter ausdehnte. Neue Stadtteile, wie die Neustadt auf der Schelfe, entstanden. Die Bebauung führte der Grossherzog Paul Friedrich fort, als er dort 1837 seine Residenz einrichtete. Das Arsenal am Pfaffenteich und der Marstall ergänzten das Stadtbild. Schwerin erhielt mit Paulstadt einen neuen Stadtteil. Am Ende des 19. Jahrhunderts entstanden neue Kasernen auf dem Ostorfer Berg und in der Werderstrasse. Zu Beginn des neuen Jahrhunderts schossen in der Innenstadt neue Gebäude im Jugendstil aus dem Boden. Unternehmen am Ziegelinnensee nahmen ihren industriellen Betrieb auf. 1908 fuhr die erste Strassenbahn durch die Strassen.Im Ersten Weltkrieg kochte die Stimmung über. Hunger und Armut bestimmten das Stadtleben. Mit der Novemberrevolution 1918 verlor die Schlossstadt den Prunk und Glanz der letzten Jahrhunderte. Die Herzöge flohen aus der Stadt und die Bürger übernahmen das herrenlose Steuer. Besitzlose Arbeiter traten in die städtische Regierung ein. Als 1933 die zerstörerische Welle der Nationalsozialisten begann, ganz Deutschland zu überfluten, war Schwerin Gauhauptstadt. Fast zügig explodierte die Stadt aus allen Nähten. Neue Kasernen und Militärparaden weckten den Eindruck einer neuen Soldatenstadt. Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs zerstörten amerikanische Bombenangriffe zahlreiche Häuser in der Feldstadt. Dabei starben 217 Bewohner. Wegen fehlender militärischer Zielobjekte wurden 3 % der Stadt dem Erdboden gleichgemacht. Am zweiten Mai 1945 marschierten amerikanische Truppen, dann britische, in die Stadt ein, bevor die Rote Armee sie für sich einnahm. Schwerin nahm den vor den Russen fliehenden Flüchtlingsstrom auf, was zu einer Wohnungsnot führte. Während der DDR-Zeit durchlebte die Stadt mehrere Veränderungen. Schwerin teilte man in eine Bezirksstadt für Mecklenburg ein. Langsam stieg die Wirtschaft an, sodass das Klement-Gottwald-Werk(KGW) mit seiner Betriebsaufnahme 1951 den Schiffsbau antrieb. Andere Betriebe schlossen sich dem industriellen Fortschritt in der Schwerindustrie an, unter anderem das Kabel- und dem Plastverarbeitungswerk. Neue Wohngebäude ersetzten seit 1978 baufällige Bauten auf dem grossen Moor. Schwerin erhielt nach der Wiedervereinigung den verlorenen Status als Landeshauptstadt zurück. Die Geschichte Schwerins erleben Sie auf Stadtführungen, ob zu Fuß oder mit einem Bus. Heute ist Schwerin neben den Hansestädten Stralsund, Rostock und Greifswald eines der wichtigsten touristischen Städteziele in Mecklenburg-Vorpommern. Die Landeshauptstadt spielt dank ihrer historischen Bauten nicht nur eine wichtige politische, sondern auch eine bedeutende touristische Rolle im nordöstlichsten Bundesland Deutschlands.

Hauptbahnhof (04.04.2015):

Stadthaus:

Evangelische St. Paulskirche:

Arsenal – Innenministerium Mecklenburg-Vorpommern:

Pfaffenteich von Süden:

Ehemaliges Städtisches Elektrizitätswerk mit der kleinen Personenfähre PETERMÄNNCHEN auf dem Pfaffenteich:

Altes Standesamt – Kuetemeyer-Schenke-Steinecke‘sche Stiftung:

Neustädtisches Rathaus:

Evangelische Kirche St. Nikolai:

Pfaffenteich gegen Paulskirche und Arsenal:

Brandensteinisches Palais aus der Mitte des 18. Jahrhunderts – heute Volkshochschule:

Neustädtisches Palais – Justizministerium Mecklenburg-Vorpommern:

Dom St. Marien und St. Johannis zu Schwerin:

Ausblick vom Dom in Richtung Norden:

Löwendenkmal vor dem Dom:

Löwendenkmal am Markt:

Marktplatz und Neues Gebäude:

Rathaus:

Finanzministerium Mecklenburg-Vorpommern:

Katholische Probsteikirche Sankt Anna:

Staatskanzlei Mecklenburg-Vorpommern:

Buschstrasse mit Blick zum Dom:

Altes Palais:

Staatliches Museum:

Staatstheater:

Marstall:

Schweriner See in Richtung Norden und die Weisse Flotte:

Schlossbrücke:

Schweriner Schloss:

Orangerie:

Schlossgarten:

Alte Artilleriekaserne – Finanzamt:

Alle Aufnahmen entstanden während eines Tagesbesuchs am 18.08.2025. Abweichende Aufnahmedaten in Klammern.

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