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11.08.2025: Drei Kilometer südlich des heutigen Schlosses lag die Burg Ahrensfelde. Diese Burg aus dem 13.-15. Jahrhundert gehörte seit dem Jahr 1567 zu Dänemark. 1569 schenkte der dänische König den Besitz Daniel Rantzau als Belohnung für Kriegsdienste gegen die Schweden im sogenannten Dreikronenkrieg. Dessen Bruder Peter Ramtzau erbte die Burg und liess sie abbrechen um an anderer Stelle ein neues Schloss nach dem Vorbild des Glücksburger Schlosses zu errichten. Das neue Schloss wurde im Jahr 1585 fertiggestellt. Hierzu gehörten auch Gärten an der Stelle des heutigen Marstalls. Gegenüber dem Schloss entstanden die Gutskirche mit ihrer sterngewölbten Decke als Grablege der Rantzaus und die sogenannten Gottesbuden, die auch heute noch als Wohnraum für sozial schwache Menschen dienen. Bis ins 18. Jahrhundert verblieb der Besitz bei der Familie Rantzau. Begründet durch den wirtschaftlichen Niedergang wurde Ahrensburg im Jahr 1759 an den Kaufmann Heinrich Carl Schimmelmann verkauft. Schimmelmann hatte sein Vermögen unter anderem im sogenannten Dreieckshandel mit Sklaven gemacht. Er war als Gutsherr auf Ahrensburg jedoch sehr um die dauerhafte Verbesserung der Lebensumstände seiner Untertanen bedacht. Er liess das Herrenhaus in ein spätbarockes Landschlösschen umbauen und die Schlossinsel grundlegend umgestalten. Die Gärten auf der Insel bezauberten mit den für die Zeit typischen Broderien, Orangen- und Lorbeerbäumen. Zwar blieb Ahrensburg sechs Generationen im Besitz der Familie, doch im Jahr 1778 verlegte Schimmelmann seinen Wohnsitz nach Wandsbek. Sein Sohn Friedrich Joseph legte einen Englischen Garten nördlich der Schlossinsel an, dessen Sohn liess den Park landschaftlich mit seltenen Bäumen umgestalten. Aus wirtschaftlichen Gründen mussten die Grafen im Jahr 1938 das Schloss verkaufen. Dank der Initiative des Ahrensburger Hoteliers Hans Schadendorff (1898 – 1967) konnte das Schloss als Kulturdenkmal erhalten bleiben. Das Land Schleswig-Holstein, der Kreis Stormarn, die Kreissparkasse (heute: Sparkasse Holstein) und die Stadt Ahrensburg übernahmen dann die Trägerschaft für den Verein Schloss Ahrenburg e.V., der 1938 das Schlossmuseum eröffnete. Nach kriegsbedingter Schliessung und Renovierung dient das Schloss seit 1955 als Museum. Mehrere umfangreiche Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten (1983-1985 und 2009-2015) sorgten dafür, dass das Schloss in altem Glanz erstrahlt. Ende 2002 wurde das Schloss in eine Stiftung bürgerlichen Rechts umgewandelt:

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