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Monats-Archive: Juli 2025

19.07.2025 :Um 1500 als Erweiterung des Alten Rathauses erbaut, diente das Nige Hus (Neues Haus) dem Rat der Stadt als Wein- und Bierkeller. Auch als Tanz- und Hochzeitshaus sowie als Versammlungsstätte wurde das Gebäude genutzt. Im Jahr 1646 wurde es beim grossen Stadtbrand teilweise zerstört und im folgenden Jahr wieder aufgebaut. 1983 wurde der beim Brand erhaltene Giebel zum Kirchhof restauriert. Bis heute ist die Ratsweinhandlung idealer Anlaufpunkt für Geniesser edler Tropfen. Auch der jährliche Weinmarkt findet auf der Rückseite des Gebäudes zur St.-Marien-Kirche statt:

19.07.2025: Das Postamt der Stadt Uelzen wurde 1896 nach Plänen des Architekten Schaeffer entworfen und mit stark gotisierenden Elementen errichtet, wofür auch die spitzbogigen Fenster des Erdgeschosses stehen. Auch die Giebelfassade und das Erkertürmchen entsprechen dem historisierenden Zeitgeschmack um 1900:

19.07.2025: Im Herzen der Hansestadt Uelzen befindet sich das Uelzen Museum. Die faszinierende Geschichte der Hansestadt und ihres Umlandes steht im Mittelpunkt, beleuchtet unter anderem in den Bereichen Wirtschaft, Kultur und Bildung. Ein besonderes Highlight ist das mehrere Quadratmeter grosse Stadtmodell, das einen beeindruckenden Blick auf Uelzen vor dem grossen Brand von 1646 ermöglicht. Die Dauerausstellung ist in neun Themenbereiche aufgeteilt und gibt einen umfassenden Einblick in die Stadtgeschichte sowie die Vielfalt und Bedeutung der Region. Ergänzt wird die Dauerausstellung durch stetig wechselnde Sonderausstellungen. Bis 2019 befand sich das Heimatmuseum im Schloss Holdenstedt. Nach dem Verkauf des Schlosses an einen privaten Investor zog der Museumsverein in die Bahnhofstrasse in die Räume der ehemaligen Stadtsparkasse um. Im November 2023 feierte es dort seine Wiedereröffnung in neuer Optik und Konzeption:

19.07.2025: Das Neue Schauspielhaus Uelzen öffnete seine Türen das erste Mal 1988. Damals noch in der Funktion als Kreativer Speicher und Museum des Aktionskünstlers Reinhard Schamuhn. Der Galerist und Mit-Initiator des Hannoverschen Flohmarktes hatte jedoch bereits kurze Zeit später eine neue Vision für das Gebäude entwickelt und so wurde das Haus an der Rosenmauer mithilfe vieler engagierter Parteien aus dem Stadt-, Kultur- und Kunstbereich in ein kleines Theater mit Foyer umgewandelt. Die Eröffnung 1998 läutete schließlich die Ära des Neuen Schauspielhauses ein und seither hat sich die Einrichtung zu einer festen Grösse im Kulturbetrieb Uelzen etabliert. Sowohl aufgrund seiner Räumlichkeiten als auch seines Programmangebotes erfreut sich das Schauspielhaus grosser Beliebtheit und führt die Vision Reinhard Schamuhns, auch nach seinem Tod, erfolgreich fort:

19.07.2025: Im Zentrum der Uelzener Innenstadt erhebt sich die mächtige gotische St.-Marien-Kirche mit ihrem 86 Meter hohen Kirchturm und der 1350 gestifteten Apostelkapelle, auch Ellerndorfkapelle genannt. Der für die Grösse der Stadt beeindruckende Bau entstand in drei Phasen zwischen dem 13. und 14. Jahrhundert. Geweiht und zur Pfarrkirche erhoben wurde St. Marien im Jahre 1292. Zunächst existierte nur der niedrige Mittelteil des Langhauses, als dreischiffige gotische Hallenkirche. Die hohen Gewölbe des Mittelschiffs mit Bernsteingerippen gehörten einer Bauperiode noch vor 1300 an. Da aber die Gewölbeanfänge über den Pfeilerkapitellen sehr weit zurückgesetzt waren, könnte die Kirche eine Zeit lang eine flache Decke gehabt haben:

Zum geschichtsträchtigen Ensemble gehört neben der St. Marien Kirche auch die Propstei. Das Gebäude aus dem Jahre 1292 beherbergt bis heute die Kirchenoberhäupter der Hansestadt:

19.07.2025: Die Heiligen-Geist-Kapelle wurde um 1320 als Teil eines Hospitals errichtet. An das gotische Bauwerk mit seiner Backsteinfassade wurde 150 Jahre nach der ersten Erwähnung der Chor angefügt. Der eingetiefte Bereich entlang der Kapellenmauern zeigt das Bodenniveau der Stadt im 14. Jahrhundert. Im Inneren der Kapelle leuchten bunte Glasfenster. Sie wurden um 1420 für die gotische Kapelle St. Viti gefertigt und erst 400 Jahre später in die Fenster der Heiligen-Geist-Kapelle eingefügt:

19.07.2025: Als 1899 die erste Wasserleitung in Uelzen verlegt wurde, baute die Deutsche Wasserwerke AG an der Ebstorfer Strasse auf einer Anhöhe ein Wasserwerk. Die zugehörigen Brunnen wurden in dem angrenzenden Stadtwald gebohrt. Auf einem achteckigen Unterbau erhebt sich ein runder, nach oben sich verjüngender Turm, auf dem der pilzartig auskragende Wasserbehälter sitzt. 1912 übernahm die Stadt das Wasserwerk:

19.07.2025: Die Stadthalle aus dem Jahr 1957 ist seit Januar 2023 wegen baulicher Mängel geschlossen. Der Prüfbericht von 2023 stellte fest, dass sich alte Brandschutzklappen, die eine Feuerausbreitung durch die Lüftungsanlagen verhindern sollen, nach aktuellen Kriterien nicht mehr sachgerecht prüfen lassen. Für eine abschliessende Prüfung wären zunächst die Klappen auszutauschen. Der Sachverständige hatte aus diesem Grund keine Freigabe erteilt, die Stadthalle zu öffnen. Derzeit wird diskutiert ob Uelzen eine entweder für Millionen sanierte beziehungsweise neue Stadthalle braucht. Viele Nutzer der Stadthalle hätten adäquate Ersatzflächen finden können. Das habe eine stichprobenartige Befragung ergeben. Daher sei der Verzicht auf die Stadthalle eine vertretbare Handlungsoption:

UELZEN

(5.450 Einwohner, 87 m ü. NHN) ist die Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises im Nordosten Niedersachsens und Teil der Metropolregion Hamburg. Unter dem Namen Löwenwalde erhielt Uelzen 1270 das Stadtrecht und im Jahr 1374 trat die Stadt der Hanse bei. Durch diese Mitgliedschaft erlebte Uelzen eine wirtschaftliche Blütezeit und kam als wichtiger Warenumschlagplatz für den gesamten nordeuropäischen Handel zu Wohlstand. Ein grosser Brand im Jahr 1646 zerstörte jedoch den Grossteil der Stadt, wovon diese sich nur langsam wieder erholte. Die Wende kam schliesslich im Jahr 1847 mit dem Anschluss der Stadt Uelzen an die Bahnstrecke Hamburg – Hannover. Mit dieser Anbindung wurde Uelzen in den kommenden Jahren zum bedeutenden Bahnknotenpunkt und schaffte einen erneuten wirtschaftlichen Aufschwung. Im Zweiten Weltkrieg erlitt Uelzen abermals weitgehende Zerstörungen des Stadtgebiets, wovon noch heute das enge Nebeneinander von Alt- und Neubauten zeugt. Die Stadt Uelzen und der gleichnamige Landkreis haben sich seither aber stark weiterentwickelt und besitzen heute vor allem in der deutschen Agrarindustrie und Lebensmittelherstellung eine bedeutende Stellung:

Hundertwasser-Bahnhof (31.05.2017):

Wasserturm Ebstorfer Strasse:

Katasteramt Lüneburg:

Evangelische Heilig-Geist-Kapelle:

Ehemaliger Uelzener Hof aus dem 17. Jahrhundert:

St.-Marien-Kirche:

Probstei:

Neues Schauspielhaus:

Museum Uelzen:

Kaiserliches Postamt:

Städtisches Bauamt – erbaut als dritte Stadtschule 1852:

Dat Nige Hus – Ratsweinhandlung:

Altes Rathaus:

City Hotel Stadt Hamburg:

Haus Töbing:

Neues Rathaus:

Amtsgericht:

Ehemaliger Wasserturm (Hans-Hergot-Thurm):

Alle Aufnahmen entstanden während eines Kurzbesuchs am 19.07.2025…Ausnahmen in Klammern).

19.07.2025: In der Escher Musenmöhl sind heute die Fahrbücherei des Landkreises Celle, das Samtgemeindearchiv, die Samtgemeindebücherei und ein Veranstaltungsraum untergebracht. Das Mühlengebäude wurde 1937 vom Escheder Müllermeister Gustav Flohr errichtet: