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Monats-Archive: Juli 2025

24.07.2025: Der Bahnhof in Salzgitter-Bad bietet einen stufenfreien Zugang, eine ÖPNV-Anbindung sowie Fahrrad-Stellplätze. Die direkte Anbindung RB 46 führt von Braunschweig nach Herzberg. Der im Jahre 1856 in Betrieb gegangene Bahnhof zog mit der Eröffnung der Bahnlinie Seesen-Salzgitter-Börssum die Ansiedlung von Industriebetrieben nach sich und leistete damit einen wesentlichen Beitrag zur Schaffung von Arbeitsplätzen. Ein Jahr nach Inbetriebnahme der Bahnlinie wurde das Empfangsgebäude fertig gestellt. Das Erdgeschoss des zweistöckigen Bauwerks diente dem Reisebetrieb, im Obergeschoss befand sich die Wohnung des Bahnhofvorstehers. Zwischen 1858 und 1884 gab es im Bahnhof auch ein Postamt. Um dem zunehmenden Reiseverkehr durch den Kurgastbetrieb gerecht zu werden, wurde das Gebäude 1900 erweitert. Auch wurde im Bereich des heutigen Bahnhofsvorplatzes für die Gäste eine kleine Gartenanlage angelegt. Das historische Bahnhofsgebäude wurde 1997 durch einen privaten Investor erworben und in den folgenden drei Jahren restauriert. Die Stadt Salzgitter liess 2000 den südlichen Bahnhofsvorplatz neu gestalten und die Unterführung unter den Bahngleisen erweitern:

24.07.2025: Besuch Bismarckturm Salzgitter-Bad (Höhe: 17 m, Einweihung: 1900). Auf Initiative des Harzvereins Salzgitter wurde im Jahre 1900 auf dem 272 Meter hohen Hamberg, wie in vielen anderen Orten, zu Ehren des Altkanzlers Bismarck ein Aussichtsturm errichtet. Sanierungsarbeiten erfolgten von März bis August 2002, unter anderem Abdichtung des Mauerwerkes, Beschichtung des Betonfussbodens, Reparatur der Treppe, neue Aussenbeleuchtung. Der Turm wurde nach den durchgeführten Arbeiten am 13. September 2002 wieder eröffnet. Auch heute noch ist der Bismarckturm ein beliebtes Ausflugsziel. Über 24 Steinstufen gelangt man zur ersten Plattform der Eisenkonstruktion. Von dort aus erreicht man die oberste von vier Plattformen über 57 Holzstufen. Der Bismarckturm in Salzgitter ist einer von drei Bismarcktürmen aus Metall, allerdings kein reiner Metallturm wie in Bielefeld und Hasselfelde-Trautenstein:

24.07.2025: Das Kniestedter Herrenhaus war 1698 auf dem Gelände des Unterhofes als Ersatz für das zu klein gewordene Gutshaus errichtet worden. Das Gebäude wurde 1790 umfangreich saniert. Es handelt sich um einen zweigeschossigen steinernen Bau, der bis heute weitgehend in seiner ursprünglichen Form erhalten ist. Veränderungen am Äusseren des Gebäudes betrafen die Abwalmung des Daches und die Vergrösserung einiger Ochsenaugenfenster im Stallbereich. Ab 1991 wurde das Herrenhaus vollständig im Stil des 18. Jahrhunderts renoviert. Dazu mussten aufwändige Arbeiten zur Sicherung der Fundamente durchgeführt werden, da das Haus im sumpfigen Gelände der nahen Warne liegt und es an verschiedenen Stellen bereits Schäden an den Decken gegeben hatte. Das Fundament wurde stabilisiert und die Deckengewölbe durch zusätzliche Betondecken verstärkt. Nach Abschluss der Renovierungsarbeiten wurde das Gebäude am 18. Februar 1994 eingeweiht. Das Herrenhaus beherbergt seitdem eine Zweigstelle der Volkshochschule Salzgitter sowie eine Begegnungsstätte für Senioren, die bis dahin im Kniestedter Gutshaus untergebracht war. Es gibt regelmässig Ausstellungen von Fotografen und anderen Künstlern:

24.07.2025: Die ehemalige Kniestedter Kirche in Salzgitter-Bad ist heute ein anerkanntes Kulturzentrum und Aufführungsort für Jazzkonzerte, Folkloreabende, Theaterreihen, Dichterlesungen oder Kabarett. Der Turm und das Schiff der Kniestedter Kirche sind Ende des 15. Jahrhunderts erbaut, Anfang des 17. Jahrhunderts umgebaut und etwa Mitte des 18. Jahrhundert nach Vergrösserung der Fenster in die heutige Form gebracht worden. Das Kirchenschiff ist von rechteckiger Grundform, besteht aus Bruchsteinmauern und hat ein Satteldach. Das rundbogige Portal an der Nordseite entstand 1609 und ist mit Muscheln, Diamantquadern und einem Löwenkopf verziert. Der Turm hat ein quer gelegtes Satteldach. In Höhe der Glockenstube sind kleine Schallöffnungen. An der Westseite liegt der Turmeingang mit einer gemusterten Holztür aus dem 18. Jahrhundert:

SALZGITTER

(105.000 Einwohner, 93 m ü. NHN) ist eine Grossstadt im nördlichen Harzvorland, im Südosten des Landes Niedersachsen. Die kreisfreie Stadt ist Sitz der Salzgitter AG und bildet mit den Städten Braunschweig und Wolfsburg eine Regiopolregion und eines der neun Oberzentren des Landes. Sie ist Bestandteil der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg. Salzgitter besteht in seiner jetzigen Form seit 1942 und war eine der wenigen neuen Stadtgründungen in Deutschland in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Das Stadtgebiet von Salzgitter besteht aus sieben Ortschaften, die sich aus insgesamt 31 Stadtteilen zusammensetzen. Jede Ortschaft hat als Gremium einen von der wahlberechtigten Bevölkerung gewählten Ortsrat mit einem Ortsbürgermeister. Mit einer Fläche von 223,93 km² gehört die Stadt zu den flächengrössten Städten Deutschlands. Im Gegensatz zu historisch gewachsenen Städten, die sich meist um ein Zentrum entwickelten, gibt es hier keine Kernstadt. Nur Salzgitter-Lebenstedt kann wegen seiner Grösse (als weitaus bevölkerungsreichster Stadtteil) und Lage sowie wegen des Sitzes der Verwaltung eine gewisse Leitungsfunktion für sich beanspruchen. Salzgitter kann auf eine lange Geschichte zurückblicken, die schon weit vor der Stadtgründung begann und bis in die jüngste Zeitgeschichte reicht.

Ortschaft Süd – Salzgitter-Bad

Seinen Namen erhielt die Siedlung vom benachbarten Dorf und heutigen Stadtteil Gitter (erste Nennung 1347 als up dem solte to Gytere). Vieles spricht dafür, dass Salzgitter im Mittelalter Stadtrecht hatte, doch fehlt der eindeutige Quellennachweis. Nach dem Ende der Hildesheimer Stiftsfehde wurde Salzgitter 1523 braunschweigisch. Später gehörte Salzgitter zum Bistum Hildesheim. Bei dessen Übergang an Preussen 1803 wurden Stadtrechte bestätigt, doch bereits 1815, als Salzgitter dem Königreich Hannover einverleibt wurde, erneut aberkannt. 1830 wurde in Salzgitter ein Solbad eingerichtet.Mit dem Übergang des Königreichs Hannover an Preußen (Provinz Hannover) 1866 wurde Salzgitter eine preußische Kommune, die im Jahre 1929 erneut die Stadtrechte erhielt. Zuvor waren die Ansiedlung Vorsalz (1926) und derSalinenbezirk Liebenhall (1928) eingemeindet worden. Die Stadt gehörte zum Landkreis Goslar und umfasste neben der Kernstadt Salzgitter auch einige kleine heute nicht mehr abgrenzbare Siedlungen zum Beispiel Gittertor. 1936 erfolgte die Eingliederung des Dorfes Kniestedt. Wegen des äusserst grossen Eisenerzvorkommens in Salzgitter, das schon 1310 erstmals erwähnt wurde, gründeten die Nationalsozialisten 1937 die Reichswerke-AG (Hermann Göring Werke) für Erzbergbau und Eisenhütten. 1938 wurde die benachbarte Gemeinde Gitter eingegliedert. Damit sich das Werk wirtschaftlich gut entwickeln konnte, war eine einheitliche Verwaltungsstruktur im gesamten Raum erforderlich. Daher wurde gemäss Verordnung über Gebietsbereinigungen im Raume der Hermann-Göring-Werke Salzgitter 1941 mit Wirkung zum 1. April 1942 verfügt, einen einheitlichen Stadtkreis (kreisfreie Stadt) zu bilden. Zu diesem Zweck wurden die Stadt Salzgitter und die ebenfalls zum Landkreis Goslar gehörigen Gemeinden Beinum, Flachstöckheim, Gross-Mahner, Hohenrode, Ohlendorf und Ringelheim sowie 21 zum braunschweigischen Landkreis Wolfenbüttel gehörige Gemeinden zum Stadtkreis Watenstedt-Salzgitter vereinigt. 1951 wurde die Stadt in „Salzgitter“ umbenannt, der bisherige Stadtteil Salzgitter erhielt den Zusatz Bad („Salzgitter-Bad“), wegen des dort bestehenden Solebads. Heutiges Zeichen der reichen Sole ist das Thermalsolbad und der Gradierpavillon im Rosengarten:

Empfangsgebäude des Bahnhofs Salzgitter-Bad:

Kniestedter Kirche:

Kniestedter Herrenhaus:

Bismarckturm:

Wegweiser am Bismarckturm:

Kleines Rathaus und Informationstafel über Salzgitter-Bad:

Gradierpavillon im Rosengarten:

Garssenhof:

Tillyhaus:

Wildschwein-Skulptur am Rosengarten:

Evangelische St.-Mariae-Jacobi-Kirche:

Katholische Pfarrkirche St. Marien:

Altes Steinhaus:

Alle Aufnahmen entstanden während eines Kurzaufenthalts am 24.07.2025.

19.07.2025: 1940 erbaute die Deutsche Reichsbahn nahe dem Güterbahnhof an der Strasse An den zehn Eichen einen Wasserturm. Das oberste Geschoss des wehrturmartigen Gebäudes wird durch eine Blendarkade mit Rundbögen betont. Der kugelförmige Wasserbehälter befand sich im Innern unterhalb des Kegeldaches. Der nach seiner Demontage entstandene Raum wird heute für Ausstellungen und Konzerte genutzt. Seit Mitte der 80er Jahre befindet sich der Turm im Privatbesitz und wurde nach dem 1572 hingerichteten Buchdrucker Hans Hergot benannt. Auf mehreren Etagen beherbergt er eine der grössten Sammlungen voll funktionstüchtiger, historischer Druck- und Setzmaschinen im norddeutschen Raum. Mehrere Setzmaschinen der Marken Monotype und Lionotype, ein Typograf sowie verschiedene Druckmaschinen vom Heidelberger Tiegel bis zu der Schnellpresse, die einst für den Druck der BleckederTageszeitung genutzt wurde, haben hier ihren Platz gefunden. Seit 1987 findet unter dem Namen Typomania jährlich ein internationales Arbeitstreffen von Druck- und Buchkünstlern statt:

19.07.2025: Das Amtsgericht Uelzen ist eines von sechs Amtsgerichten im Bezirk des Landgerichtes Lüneburg. Es hat seinen Sitz in Uelzen in Niedersachsen. Zuständig ist das Amtsgericht Uelzen für den gesamten Landkreis Uelzen. Ihm ist das Landgericht Lüneburg Lüneburg übergeordnet. Zuständiges Oberlandesgericht ist das Oberlandesgericht Celle. Das Dienstgebäude des Amtsgerichts Uelzen befindet sich in der Franz-Röver-Strasse 5: 

19.07.2025: Das neue Rathaus am Herzogenplatz ist seit 1997 Sitz der Stadtverwaltung Uelzen. Mit dem formschönen Neubau ist es gelungen, die Belange einer modernen Stadtverwaltung unter einem Dach unterzubringen. Jahrzehnte, nein Jahrhunderte lang wurden die Geschicke der Stadt Uelzen vom Alten Rathaus aus gelenkt. Nachdem die Aufgabenfelder immer komplexer wurden, reichte das schöne und historische Gebäude nicht mehr aus und die verschiedenen Fachbereiche verteilten sich in unterschiedliche Häuser in der ganzen Stadt. Diese dezentrale Aufteilung erschwerte die Zusammenarbeit und so wurde ein neuer Ort für ein neues Rathaus gesucht. Der Herzogenplatz, der ein herrschaftlicher Wirtschaftshof der Landesherren des Fürstentums Lüneburg war, erfüllte die Voraussetzungen für den Neubau eines modernen Rathauses, das den Belangen der Stadtverwaltung der Hansestadt Uelzen entsprach:

19.07.2025: Das Alte Rathaus, ein im Kern gotischer Backsteinbau, wurde von 1789 bis 1790 spätbarock überformt. Das klassizistische Portal verweist auf die Verleihung der Stadtrechte im Jahre 1270. An der Südfassade befindet sich ein Bronzerelief des Bildhauers Georg Münchbach. Es erinnert an den Komponisten Friedrich Kuhlau, der 1786 in Uelzen geboren wurde und 1832 als dänischer Hofkompositeur starb. Seit 20 Jahren wird die Fassade des Hauses während der Vorweihnachtszeit in einen Adventskalender umgestaltet. Die Uelzener und die Gäste der Stadt treffen sich allabendlich um 18 Uhr, um in festlicher Atmosphäre eines der Fenster zu öffnen. Am 23.12. wird die letzte Fensteröffnung durch den amtierenden niedersächsischen Ministerpräsidenten begleitet. Bis 1997 noch im Dienste der Stadtverwaltung, beherbergt es jetzt die Kreisvolkshochschule Uelzen/Lüchow-Dannenberg und ein Café-Restaurant: