Kalender
Juli 2025
M D M D F S S
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
28293031  
Archiv
552414
Users Today : 299
Users Yesterday : 872
From the Makers of…

luebeckportdiary
schiffeinfrankfurt
nahverkehrinhessen

Tages-Archive: 27. Juli 2025

27.07.2025: Das Zoofenster verdankt seinen Namen dem gegenüberliegenden Zoologischen Garten und steht mit 118,8 Metern zusammen mit dem benachbarten gleichhohen Upper West auf Platz 5 aller Berliner Hochhäuser. Das Zoofenster beherbergt hauptsächlich das Fünfsterne-Hotel Waldorf Astoria. Nun gibt es nicht gerade wenig Luxus-Hotels in Berlin. Aber in den meisten Rankings über exklusive Hotels in Berlin taucht das Waldorf Astoria, das zur Hilton-Gruppe gehört, in den Top10 auf. Das Berliner Waldorf Astoria feierte vor kurzem 10-jähriges Jubiläum. Denn Ende 2012 eröffnete das Haus, inspiriert von der zeitlosen Eleganz des Waldorf Astoria New York, wie es in einer Unternehmensmitteilung heisst. Das Hotel mit 232 Zimmern und Suiten befindet sich im 118 Meter hohen Berliner Zoofenster, das von dem deutschen Architekten Professor Christoph Mäckler gestaltet wurde. Das Innendesign des Hauses, eine moderne Umsetzung des Art déco Stils, stammt von der Pariser Agentur Inter Art Etudes. Eines der Highlights des Hotels ist sicherlich die luxuriöse Präsidenten-Suite, mit der grossen, langen Fensterfront. Als höchst gelegene Luxus-Suite in der Berliner West-City bietet sie einen spektakulären Ausblick auf die Skyline der Hauptstadt. Der Übernachtungspreis ist nicht weniger spektakulär, rund 13.000 Euro kostet eine Nacht:

27.07.2025: Direkt gegenüber dem Zoologischen Garten mit dem Aquarium liegt der gleichnamige Bahnhof. Erbaut wurde der Bahnhof Zoologischer Garten 1882. Zunächst hielten hier nur Stadtbahnen, etwas später auch S-Bahnen und Fernzüge. 1902 erhielt der Bahnhof Zoo auch einen U-Bahnhof. Anlässlich der Olympischen Spiele wurde der Bahnhof Zoo umgebaut und um weitere Gleise erweitert. Nun gab es getrennte Hallen für S-Bahnen, Nah- und Fernzüge. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er zum wichtigsten Bahnhof West-Berlins. Nach langen Jahren als wichtiger Regional- und Fernbahnhof wurde der Fernverkehr am Bahnhof Zoo für viele Jahre eingestellt. Das Verkehrskonzept des Berliner Senats sah die Stärkung anderer Bahnhöfe in Berlin vor. Heute halten wieder einige Fernzüge am Bahnhof Zoologischer Garten. Traurige Berühmtheit erfuhr der Bahnhof Zoo in den 1970 und 80er Jahren als Treffpunkt für die Drogen- und Stricherszene. Das Buch Wir Kinder vom Bahnhof Zoo beschreibt die wahre Geschichte von Christiane F. und den Alltag der drogensüchtigen Menschen, die die Rückseite des Bahnhofs als ihren Treffpunkt gewählt hatten. Nach zahlreichen Massnahmen wie Polizeieisätzen und die Schaffung von sozialen Einrichtungen konnte der Drogen- und Strichertreffpunkt am Bahnhof Zoo zurückgedrängt werden:

27.07.2025: Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche im Zentrum der City-West am Breitscheidplatz gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen und Sehenswürdigkeiten Berlins. Am auffälligsten ist die Turmruine, die in den Himmel ragt. Sie wurde während des Zweiten Weltkrieges 1943 beschädigt und ist heute ein Mahnmal gegen Krieg und Zerstörung. Die Kaier-Wilhelm-Gedächniskirche steht mitten auf dem Breitscheidplatz im westlichen Zentrum Berlins. Die viel besuchte Sehenswürdigkeit der Stadt befindet sich in guter Nachbarschaft zu weiteren Berliner Attraktionen, nicht weit entfernt liegen der Berliner Zoo, der Kurfürstendamm und das KaDeWe. Schon von Weitem fällt die zerstörte Turmspitze der Kirche ins Auge. Sie wurde nach ihrer Zerstörung während des Zweiten Weltkrieges 1943 zwar mehrfach restauriert, aber absichtlich nicht wieder aufgebaut. Sie soll als Mahnmal gegen Krieg und Zerstörung dienen. Im November 1943 wurde die Kaiser-Wilhelm-Kirche bei einem Bombenangriff weitgehend zerstört. In den Nachkriegsjahren wurde die Kirchenruine zum Symbol des aus Ruinen auferstandenen Berlin. Im März 1957 gewann der Architekt Egon Eiermann einen ausgeschrieben Wettbewerb mit seinem Entwurf, der den vollständigen Abriss der Ruine vorschlug und einen kompletten Neubau vorsah. Die Frage nach dem Verbleib der Ruine führte zu einer ernsten öffentlichen Debatte und endete mit einem Kompromiss. Der rund 68 Meter hohe Turmcorpus blieb als Mahnmal gegen den Krieg erhalten und wurde durch ein vierteiliges Bauensemble ergänzt. Dazu zählen das achteckige Kirchenschiff, der sechseckige Glockenturm, die viereckige Kapelle und das Foyer. Nach fast vierjähriger Bauzeit konnte die Kirche am 17. Dezember 1961 eingeweiht werden. Die Berliner fanden für die beiden modernen Gebäude schnell die durchaus passenden Bezeichnungen Lippenstift und Puderdose:

27.07.2025: Das asiatisch anmutende Elefantentor verleiht dem Zoologischen Garten New-York-Grossstadtflair. Inmitten zwischen Verkehr, Shoppingcentern und Hotels erstrahlen die zwei liegenden Elefanten aus hellem Sandstein wie eine Oase. Der Originalbau des Eingangsareals stammt aus den Jahren 1898 und 1899. Zu dem Portal gehörten damals noch ein Verwaltungsgebäude, Wohnungen für Zoomitarbeitende und weitere Nebengebäude. Heute befinden sich hier unter anderem die Kassen und der Zoo-Shop. Im November 1943 wurde die Anlage bei einem Bombenangriff vollständig zerstört. Von 1983 bis 1985 wurde das Elefantentor rekonstruiert – die Nebenbauten wurden allerdings vereinfacht und die Zaunanlage etwas verändert. Heute ist das Tor mit seinen Elefanten eines der beliebtesten Fotomotive der City West:

27.07.2025: Die Siegessäule wurde von 1864 bis 1873 nach den Plänen von Heinrich Strack ursprünglich auf dem Königsplatz vor dem Reichstag (dem heutigen Platz der Republik) errichtet. Anlass zur Erbauung war der Sieg Preussens im Deutsch-Dänischen Krieg 1864. Innerhalb weniger Jahre kamen zwei weitere siegreiche Kriege hinzu, der Deutsche Krieg 1866 gegen Österreich sowie der Deutsch-Französische Krieg 1870/1871. An diese drei Siege – heute Einheitskriege genannt – sollten die drei Säulensegmente ursprünglich erinnern. An den Bronzereliefs und Mosaikbildern im Säulengang können Sie den Weg zur Gründung des Deutschen Reichs nachverfolgen. Während des Nationalsozialismus wird die Siegessäule um eine vierte Trommel erhöht, so dass sie heute eine Gesamthöhe von 67 Metern besitzt. 1938/39 lässt man zudem für die geplante Umgestaltung von Berlin in die  Reichshauptstadt Germania das Denkmal rund 1,6 km nach Westen versetzen – auf den Grossen Stern inmitten des Tiergartens, wo sie auch heute noch steht. Nachdem sie den Krieg weitgehend unbeschadet überstanden hat, wurde die Siegessäule Mitte der 1980er Jahre restauriert und steht heute unter Denkmalschutz:

27.07.2025: Das Schloss im neoklassizistischen Baustil steht direkt am Spreeufer im nördlichen Teil des Tiergartens und stellt offiziell die Residenz des jeweils amtierenden deutschen Bundespräsidenten dar. Die zweigeschossige Dreiflügelanlage Schloss Bellevue wurde 1786 als private Residenz für Ferdinand von Preussen, dem jüngsten Bruder von Friedrich dem Grossen, nach den Plänen des Architekten Philipp Daniel Boumann gebaut. Über die Jahrhunderte wurde das Schloss Bellevue vom Hof des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II. (1888-1918) genutzt und 1939 zum Gasthaus der Reichsregierung umfunktioniert. Das heutige Gebäude ist die rekonstruierte Version von 1959. Lediglich der vom Architekten Carl Gotthardt Langhans entworfene Ballsaal im Obergeschoss des Schlosses ist in seinem Original erhalten geblieben. Weitere Büroräume des Bundespräsidenten befinden sich in dem neuen Gebäude südlich des Schlosses, dem Bundespräsidialamt – ein Bauwerk, das mit seiner polierten schwarzen Granitfassade und dem grossen Glasdach optisch in starkem Kontrast zum Schloss steht:

27.07.2025: Sie entstand 1891/92 nach Plänen von Regierungsbaumeister Carl Bernhard und erhielt am 12. 5. 1893 den Namen des Reformators Martin Luther (1483–1546). Im Zweiten Weltkrieg zerstört, wurde die massive vierspurige Strassenbrücke 1950/51 in vereinfachter Weise wieder aufgebaut. Sie steht unter Denkmalschutz:

27.07.2025: Die Moltkebrücke zwischen der Willy-Brandt-Strasse und Alt-Moabit verbindet das Regierungs- und Parlamentsviertel am Platz der Republik mit dem Moabiter Werder und dem Berliner Hauptbahnhof. An dieser Stelle bestand seit 1851 eine einfache Holzbrücke, die 1864-65 durch eine schmiedeeiserne Bogenbrücke ersetzt wurde. Die heutige steinerne Brücke liess die Stadt Berlin 1888-91 unter der künstlerischen Leitung von Otto Stahn erbauen. Das prachtvolle Brückenbauwerk, benannt nach Helmuth von Moltke, dem Chef des Generalstabs der preussischen Armee, ist ausserordentlich reich geschmückt. Die Bildwerke, Skulpturen und Kandelaber stammen von bedeutenden Bildhauern der wilhelminischen Ära. In den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs wurde die Moltkebrücke hart umkämpft, als die sowjetische Armee von Moabit her ihren verlustreichen Angriff auf den Reichstag begann. Die kriegsbeschädigte Moltkebrücke konnte bereits 1947 wieder hergestellt werden. Der Bildschmuck wurde 1983-86 umfassend restauriert und ergänzt:

27.07.2025: Der Berliner Hauptbahnhof ist der grösste und modernste Kreuzungsbahnhof Europas. Er wurde am 28. Mai 2006 nach rund elfjähriger Bauzeit eröffnet, und zwar dort, wo einst der Lehrter Bahnhof stand, der im Zweiten Weltkrieg zerstört und in den 1950er Jahren abgerissen wurde. Entworfen hat den neuen Berliner Hauptbahnhof der Architekt Meinhard von Gerkan vom Hamburger Architekturbüro Gerkan, Marg und Partner. Nach jahrelangen Diskussionen über den Standort des Hauptbahnhofs sowie die Umsetzung der Architektenpläne durch die Deutsche Bahn haben Besucher und Berliner den Hauptbahnhof längst positiv angenommen als Umsteigebahnhof, als Einkaufszentrum oder Treffpunkt. Das markante Gebäude mit der gewölbten Dachkonstruktion und den beiden weithin sichtbaren, 46 Meter hohen Bürogebäuden avancierte zum beliebten Fotomotiv. Fast vergessen ist der Streit zwischen dem Architekten und der Deutschen Bahn, weil das Glasdach um 130 Meter verkürzt worden war, um sicherzustellen, dass der Hauptbahnhof rechtzeitig zur Fußball-WM 2006 fertiggestellt wurde. Für die Hamburger Architekten von Gerkan, Marg & Partner war die Bedeutung des neuen Berliner Hauptbahnhofs als Schnittstelle im zusammenwachsenden Europa der bestimmende Faktor ihres Entwurfes. Die Architektur hebt diesen Charakter des Bahnhofs hervor. Die 321 Meter lange gläserne Halle der in Ost-West-Richtung verlaufenden Stadtbahn wird von der in Nord-Süd-Richtung verlaufenden 160 Meter langen und 40 Meter breiten Bahnhofshalle gekreuzt. Durch das gewölbte Mitteldach wirkt der Bahnhof filigran und grosszügig, die oberen Plattformen sind angenehm von Tageslicht durchflutet. Innen gibt es zwei Hauptebenen für den Bahnverkehr sowie drei Verbindungs- und Geschäftsebenen mit 15.000 Quadratmetern Einkaufspassagen und 44.000 Quadratmetern Büroflächen. Ein System grosser Öffnungen in den Decken aller Ebenen lässt Tageslicht bis zu den unteren Gleisen gelangen:

27.07.2025: Die von 2001-2005 erbaute Gustav-Heinemann-Brücke verbindet mit ihren 88 Metern für Fussgänger die Parklandschaft des Spreebogens mit dem südlichen Vorplatz des Berliner Hauptbahnhofs. Zwei äusserst schlanke Vierendeel-Träger mit leichtem Stich und eine dazwischen gehängte Fahrbahn mit Holzbelag bilden den langgestreckten, eleganten Steg. Als Ort des Übergangs gliedert er sich zurückhaltend in die städtische Umgebung ein. Heute gehört die Brücke, gemessen am Publikumsverkehr in ihrem Grössensegment, zu den meistbenutzten Brücken Berlins: