26.07.2025: Der Jahrtausendturm ist ein 60 Meter hoher Ausstellungs- und Aussichtsturm. Der Entwurf des Turms stammt vom Schweizer Maler und Baugestalter Johannes Peter Staub. Der Jahrtausendturm wurde anlässlich der Bundesgartenschau 1999 im Magdeburger Elbauenpark errichtet. Er beherbergt eine Ausstellung zur Entwicklung der Wissenschaften mit vielen anschaulichen, teils interaktiven Experimenten. Unter anderem kann man durch ein astronomisches Fernrohr die Uhr des Magdeburger Domes ablesen. Ein Foucaultsches Pendel, das in der Turmspitze aufgehängt ist, demonstriert die Rotation der Erde. Der Turm war ursprünglich nur für die Laufzeit der Gartenschau konzipiert. Erst später wurde entschieden, den Turm und ie Ausstellung darin dauerhaft zu betreiben:
26.07.2025: Die Jerusalembrücken über die Elbe bilden zusammen mit den Friedensbrücken über die alte Elbe den Nordbrückenzug, mit dem die B1 die Elbe mit getrennten Brückenbauwerken für die Richtungsspuren quert. Die südliche Brücke wurde 1947-1952 auf den vorhandenen Strompfeilern der zum Kriegsende gesprengten Hindenburgbrücke erbaut. Sie hat über der Elbe einen Zweigelenkbogen aus Stahl und beidseitig zweifeldrige Plattenbalken aus Stahlbeton über die Flutöffnungen. Sie war der erste Brückenneubau der DDR und wurde als Wilhelm-Pieck-Brücke dem Verkehr übergeben. Auf der Unterstromseite verlaufen zwei Strassenbahngleise. Die 20,1 m hohen genieteten Bogenrippen haben einen rechteckigen Querschnitt. Bei der Generalsanierung erhielt die Brücke 1998 eine neue Brückentafel aus Stahlbeton sowie neue Vorlandbauten. Die nördliche Brücke wurde 1964-1966 erbaut. Im Gegensatz zur Südbrücke führt sie in leicht schiefem Winkel über die Elbe. Sie besteht aus einer von einem Stabbogen abgehängten Stahlverbundplatte und zwei Vorbrücken, die als zweistegige Verbundträger ausgebildet wurden. Die 17,2 m über die Fahrbahn hochragenden geschweissten Bogenrippen sind leicht zueinander geneigt. Sie haben einen rautenförmigen Windverband:
26.07.2025: Die Festung Mark ist eine der letzten Zeugen der einst grössten preussischen Festung Magdeburg. Dort, wo noch im 19. Jahrhundert Soldaten zu Hause waren, ist seit Ende 2001 Kunst & Kultur in ihrer gesamten Bandbreite eingezogen. In der letzten Phase des Ausbaus der Festung Magdeburg entstand das heutige Gebäude 1864/65 als Defensionskaserne an der Nordfront des inneren Verteidigungsringes der Stadt, direkt vor der mittelalterlichen Stadtmauer. Zuvor stand hier bereits die Tenaille Mark, die allerdings den neuen Anforderungen nicht mehr gewachsen war. Das neue Gebäude sollte einerseits 600 Soldaten eine Unterkunft bieten (bei Fertigstellung sogar 800 Soldaten) und zugleich ihre Verteidigungsfunktion erfüllen. Bis zum Ende des ersten Weltkrieges blieb es bei der militärischen Nutzung. Die Nutzung des Hohen Gewölbes und des Oberen Gewölbes sind heute ohne Einschränkungen möglich. Mit einem vielfältigen Veranstaltungsangebot bespielt die KulturSzeneMagdeburg e.V. seit 2002 regelmässig das Haus – vom modernen Konzertabend bis zum historischen Mittelalterspektakel. Im Sommer 2005 wurde die Bürgerstiftung KulturStiftung FestungMark als zukünftiger Träger der ehemalige Kasernenanlage gegründet:
26.07.2025: Das Wittenberger Tor war ein Eisenbahnfestungstor der Festung Magdeburg. Die erhaltenen Teile des inneren Tors der Anlage stehen unter Denkmalschutz. Die Anlage befand sich an der nordöstlichen Ecke der Magdeburger Altstadt, unmittelbar am linken Ufer an der Elbe. Heute befindet sich der Bereich zwischen der südwestlich gelegenen Lukasklause und der Jerusalembrücke. Das Tor wurde im Zeitraum von 1848 bis 1851 im Schutze der Bastion Preussen als nördliches Eisenbahntor der Festung erbaut. Durch das Tor wurde die Bahnstrecke Magdeburg-Wittenberge, aus nördlicher Richtung von Wittenberge her kommend, in die Festung, zum damals noch an der Elbe gelegenen Bahnhof, geführt. Aus diesem Umstand ergab sich auch der Name des Tores:
26.07.2025: Die heutige Lukasklause befindet sich auf einer kleinen Erhöhung und gehört zum einstigen Wehrturm der alten Festung Magdeburg, welche noch in Teilen in der Landeshauptstadt erhalten ist und beinhaltet das Otto-von-Guericke-Zentrum. Zu finden ist diese bedeutende Sehenswürdigkeit für Besucher der Stadt Magdeburg westlich der Elbe im Nordosten der Magdeburger Altstadt. Unmittelbar in Nähe der Festung findet sich die vierspurige Strasse Schleinufer. Die Lukasklause Magdeburg gehörte mit zur Magdeburger Festung, welche bereits seit dem 13. Jahrhundert Bestand hatte und zahlreiche Baumassnahmen überstand. Sie hat eine beeindruckende Geschichte, denn sie war ein Geschenk des Erzbischofs Wilbrand von Käfernburg. Der Erzbischof schenkte der Stadt im Jahre 1236 die heutige Lukasklause Magdeburg, welche zur Vervollständigung der Stadtmauern errichtet wurde. Die erste urkundliche Erwähnung des Turms, der damals noch als Welscher Turm bekannt war, erfolgte im Jahr 1279. Die jetzige Lukasklause war ein wichtiger Bestandteil der Stadtmauer und der späteren Festung. Ende des 19. Jahrhunderts endete die militärische Nutzung. Die Lukasklause Magdeburg ging in die zivile Nutzung über. Der Künstlerverein St. Lukas e. V. bekam den Turm 1892 zugesprochen und nutzte dieses für ihre Zwecke. In den Jahren 1902 und 1903 wurde der Turm umgebaut. Nach der Fertigstellung wurde der Turm dem Heiligen Lukas als Schutzpatron der Maler zugewiesen. Seitdem trägt der Turm den Namen Lukasklause. Heutzutage wird die Lukasklause Magdeburg als Museum bzw. Otto-von-Guericke-Zentrum genutzt:
26.07.2025: Die 1285 aus Bruchstein erbaute gotische Hallenkirche ist der nördliche Teil eines Ensembles zusammen mit der Magdalenenkapelle und der katholischen Petrikirche. Die dreischiffige Walloner Kirche war ursprünglich Klosterkirche des Augustinerordens, vom alten Kreuzgang sind Reste erhalten. Der bedeutende spätgotische Flügelaltar zeigt die Marienkrönung, flankiert von der Heiligen Katharina und Ursula. Aus der Ulrichskirche Halle stammt das 1430 gegossene Taufbecken. Friedrich III. übergab 1690 die Kirche an protestantische wallonische Glaubensflüchtlinge:
26.07.2025: Die Geschichte der Magdalenenkapelle reicht bis ins Jahr 1315 zurück, als mit ihrem Bau begonnen wurde. Im Jahr 1385 übergab Papst Urban VI. sie dem benachbarten Kloster Maria Magdalena, was der Kapelle ihren Namen gab. Während des Dreissigjährigen Krieges erlitt die Kapelle am 07.05.1631 erhebliche Schäden. Erst im Jahr 1711 begann man mit dem Wiederaufbau, der schliesslich 1715 mit ihrer Weihe abgeschlossen wurde. In den Jahren 1846/1847 erfolgte eine Restaurierung der Kapelle, bei der auch das Kreuzrippengewölbe hinzugefügt wurde. Das benachbarte Magdalenenkloster, das bereits seit dem 16. Jahrhundert nicht mehr genutzt wurde, wurde im Jahr 1848 abgerissen. Im Jahr 1857 wurden der Kapellenturm saniert und eine Orgelempore eingebaut. Die Schäden des Zweiten Weltkriegs wurden in den Jahren 1966 bis 1968 beseitigt. In den mittleren 1980er Jahren waren weitere Sanierungsarbeiten erforderlich, da unter anderem die aufsteigende Feuchtigkeit die Heizung der Magdalenenkapelle beeinträchtigt hatte. Ein neues Prämonstratenserkloster soll neben der Kapelle errichtet werden. Dieses wird zusammen mit der Universitäts- und der zukünftigen Klosterkirche St. Petri, dem Gemeindehaus und der Magdalenenkapelle einen umfassenden Atrium-Komplex bilden:
26.07.2025: Bis ins 14. Jahrhundert erstreckte sich am Ufer der Elbe nördlich und ausserhalb der damaligen Stadt Magdeburg das Fischerdorf Frose. Seine Pfarrkirche war seit dem 12. Jahrhundert St Petri. Das Patrozinium nimmt wohl Bezug auf die mit der Elbe verbundene Tätigkeit der Froser Bevölkerung, ist der Apostel Petrus doch der Patron von Fischern und Schiffern. 1390 erfolgte im Zuge einer Stadterweiterung Magdeburgs die Eingliederung von Frose, wonach die Kirche weitgehend neu errichtet wurde. Im Dreissigjährigen Krieg 1631 und im Zweiten Weltkrieg 1945 weitgehend zerstört, zeigt sich die Kirche heute nur im Äusseren in der alten Gestalt. Vom Gründungsbau blieb einzig der massige Westturm erhalten. Mit seinen Bruchsteinquadern bewahrte er den Charakter der einstigen wehrhaften Dorfkirchenanlage, wie man sie in der Magdeburger Umgebung bis heute noch findet. Im unteren Teil ist er ungegliedert und weist keine Öffnungen auf. 1970 durch den katholischen Bischof Johannes Braun geweiht, dient sie seither als Pfarr- und Universitätskirche:
26.07.2025: Das Hochhaus Jakobstrasse 7 in Magdeburg ist das höchste Wohnhochhaus der Stadt, gebaut bis 1974 in sogenannter Gleitbauweise. Es handelt sich um ein ca. 65 m hohes Hochhaus mit Unterkellerung, obergeschossiger Wohnnutzung und Kleingeschäften und Büros im Erdgeschoss. Die Gebäudestruktur besteht aus einem Süd- und einem Nordteil, verbunden mit einem Verkehrs- und Erschliessungskern als Mittelteil. Der Südteil besteht aus 16 Obergeschossen sowie Erdgeschoss, der Nordteil aus 18 Obergeschossen und Erdgeschoss:
26.07.2025: Rolandsfiguren stammen aus dem Mittelalter und symbolisierten die städtischen Freiheiten und die Unabhängigkeit der Stadt. Schon 1419 muss es eine Roland Figur in Magdeburg gegeben haben. Es gibt schriftliche Erwähnungen, in denen von einer Aufstellung eines neuen Rolands berichtet wird. Diese Figur zerstörte man im Dreissigjährigen Krieg. An dem Standort befindet sich heute eine Platte im Boden mit der Aufschrift Roland 1727. Fast 2 Jahrhunderte hatte Magdeburg keine Rolandsfigur. Erst im Ersten Weltkrieg schuf Rudolf Bosselt eine hölzerne Figur, den Nagelroland. Hier sollten Nägel Spenden symbolisieren, die für Familien von gefallenen Soldaten gedacht waren. Man entschied, die Figur lieber zu erhalten und verzichtete auf das Einschlagen der Nägel. Nachdem die Figur einige Jahre im Museum gestanden hatte, stellte man sie 1933 wieder vor dem Rathaus auf. In den Nachkriegszeiten wurde der Roland anscheinend zu Brennholz verarbeitet, er war auf einmal verschwunden. Nach der politischen Wende gab es Bestrebungen einen neuen Roland aufzustellen. Die Bildhauerin Martina Seffers schuf den heutigen Roland nach einer alten Abbildung. Seit 2005 steht der Magdeburger Roland nun wieder vor dem Rathaus: