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Tages-Archive: 11. Juli 2025

11.07.2025: Obwohl bereits im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts von verschiedenen Seiten in der Stadt Interesse an der Einrichtung eines Heimatmuseums bekundet wurde, gelang es erst 1975, auf Initiative Hans Jessens, das Museum im bescheidenen Rahmen eines Schulgebäudes einzurichten. Den finanziellen Grund hierfür legte die Martin-Kruse-Stiftung. Mit dem Umzug der Stadtverwaltung aus dem alten Rathaus in den benachbarten Neubau ergab sich die einmalige Chance, den historischen Ort zum Ort der Historie umzuwandeln. Von der Stadt Eckernförde wurde das alte Rathaus mit finanzieller Unterstützung des Landes Schleswig-Holstein von Grund auf restauriert und 1987 als Museum eingerichtet:

11.07.2025: Der Kernbau des Alten Rathauses wurde um die Mitte des 15. Jahrhunderts vermutlich als Zeughaus errichtet, später mehrfach umgebaut und erweitert. Er präsentiert sich als zweigeschossiger Riegelbau zwischen Marktplatz und Kirchhof mit einem doppelbogigen Durchgang, der ehemals als Unterstand für die Marktbeschicker angelegt wurde. Im Inneren befindet sich der ca. 210 qm grosse, das gesamte Obergeschoss einnehmende Bürgersaal. Er diente als Versammlungssaal für den Rat der Stadt, für die Gilden und Zünfte, für Gerichtsverhandlungen und Hochzeiten der Bürger. Das Rathaus ist der bedeutendste Profanbau der Stadt Eckernförde. Heute befindet sich im Alten Rathaus das Museum Eckernförde:

Neues Rathaus mit Glockenspiel:

11.07.2025: Das Wohn- und Geschäftshaus Kieler Strasse 48 mit Renaissancegiebel in der Altstadt von Eckernförde zählt zu den ältesten Häusern der Stadt und wurde bereits in Stadtansichten aus der Zeit um 1600 dargestellt. Das umgangssprachlich als Ritterburg bezeichnete Haus trägt seinen Namen vermutlich nach einer früheren Gastwirtschaft Ritter:

11.07.2025: Das ehemalige Postamt in Eckernförde, bekannt als Alte Post in der Kieler Strasse 57, ist ein denkmalgeschütztes Gebäude, das heute als Büro- und Geschäftshaus genutzt wird. Die Postbank-Filiale in dem Gebäude wurde zum 20. Januar 2025 geschlossen. Das Gebäude wurde 1899-1900 als erstes kaiserliches Post- und Telegraphenamt erbaut und steht seit 2016 unter Denkmalschutz. Es dient heute als Büro- und Geschäftshaus:

11.07.2025: Das Amtsgericht Eckernförde ist ein deutsches Gericht der ordentlichen Gerichtsbarkeit. Es ist eines von sieben Amtsgerichten im Bezirk des Landgerichts Kiel und eines von 22 Amtsgerichten in Schleswig-Holstein. 1873 zog das Amtsgericht in ein Gebäude an der Reeperbahn, welches 1922 durch einen Neubau ersetzt wurde. Untergebracht ist das Gericht unter der Anschrift Reeperbahn 45-47. Der ältere Teil des Gerichtsgebäudes ist ein 1922 erbauter Backsteinbau im Stil des Neobarock, der als Kulturdenkmal geschützt wurde:

11.07.2025: Er ist als Durchgangsbahnhof ein wichtiger Unterwegsbahnhof auf der Bahnstrecke Kiel-Flensburg. Bis 1958 bestand nördlich des Empfangsgebäudes zusätzlich ein Kopfbahnhof der Eckernförder Kreisbahnen. Die beiden Strecken nach Kappeln und Owschlag an der Bahnstrecke Neumünster-Flensburg wurden 1954 (Owschlag) und 1958 (Kappeln) eingestellt. Das Bahnhofsgebäude wurde 1973/1974 neu erbaut. Nach Kiel besteht teilweise eine halbstündliche, nach Flensburg eine stündliche Verbindung im Regionalverkehr (RE/RB 72 und RB 73):

ECKERNFÖRDE

(21.500 Einwohner, 3 m ü. NHN) ist eine über 700 Jahre alte deutsche Hafenstadt an der westlichen Ostsee im Kreis Rendsburg-Eckernförde in Schleswig-Holstein. Das Gründungsjahr der Stadt Eckernförde ist nicht bekannt. Der Name ist zuerst aus den Jahren 1197, 1222 und 1288 im Zusammenhang mit den Namen Godescalcus de Ekerenvorde und Nikolaus de Ekerenvorde überliefert. Der dänische König liess gegen Ende des 12 Jahrhunderts zum Schutz des in nord-südlicher Richtung über den schmalen Durchlass zwischen Windebyer Noor und offener Bucht verlaufenden Handelsweges eine Burg errichten. Sie wird 1231 im Liber Census Danial Waldemars II. als Ykernaeburgh erwähnt. In einer Urkunde von 1302 wird Eckernförde dann zweifelsfrei als Stadt bezeichnet. Im 15. und 16. Jahrhundert verlagert sich der Handel im Gefolge des wirtschaftlichen Aufschwungs der Stadt Rendsburg mehr in ost-westliche Richtung, wodurch Eckernförde zur Hafenstadt mit privilegiertem Zwischenhandel wird. Durch die Ausweitung des Seehandels kommt es nun auch zu eigenem Schiffbau. Daneben spielen bis ins 17. Jahrhundert hinein der Fischfang und das Brauwesen eine bedeutende wirtschaftliche Rolle. In der wechselvollen Geschichte erlebt die Stadt um die Mitte des 18. Jahrhundert ihre erste wirtschaftliche Blütezeit. Eckernförder Kaufleute betätigen sich überwiegend als Reeder. Die Familie Otte nimmt eine herausragende Stelle ein. Von den im Jahre 1758 in Eckernförde beheimateten 36 Handelsschiffe nennt sie 17 ihr Eigen. Die Familie Otte gründet neben Ziegeleien und einer Wollfabrik die aufeinander folgenden Fayence-Manufakturen in Criseby und Eckernförde (bis 1780), deren Produkte internationalen Ruf erlangen und noch heute sehr begehrt sind. Eine mysteriöse Figur der Eckernförder Geschichte ist der Graf von Saint Germain, der seit 1780 gemeinsam mit dem dänischen Statthalter, Landgraf Carl von Hessen, im Alchemistenturm auf Louisenlund experimentierte. Er stellte goldähnliches Metall her und arbeitete an der Entwicklung von Farben, die jedoch die angestrebte Haltbarkeit nicht erreichten. Für diese Produktion kaufte der Landgraf die aufgelassenen Otteschen Fabriken und stellte sie dem Grafen zur Verfügung. Auch das Rezept eines Gesundheitstees, den er herstellte, ist überliefert. Der Graf von Saint Germain starb am 27. Februar 1784 in Eckernförde und wurde im Grab Nr. 1 in der Sankt-Nicolai-Kirche beigesetzt. Eckernförde ist das älteste Bad der Nordmark, gegründet 1831 in Borby. Die Entwicklung des Fremdenverkehrs, der heute in der Stadt eine besondere Rolle spielt, nimmt damit ihren Anfang. Die Fischerei und die Fischverarbeitungsindustrie ist dann um 1900 dominierender Wirtschaftsfaktor. Etwa ein Drittel der circa 6.000 Einwohner lebt von der Fischerei. Eckernförde ist  Garnisonsstandort, die militärische Präsenz beginnt 1912 mit der Errichtung des Schiessstandes für die kaiserliche Torpedowerkstatt in Friedrichsort. 1936 bezieht die Marine die Anlagen in Carlshöhe. Bei Kriegsende hat die Torpedoversuchsanstalt rund 7.000 Beschäftigte.

Empfangsgebäude des Bahnhofs:

Amtsgericht:

Altes Postamt:

Eckernförder Zeitung in der Kieler Strasse 55:

Ritterburg:

Ehemaliges Verlagshaus J. C. Schwensen von 1907 am Rathausmarkt 1 – über Generationen hinweg war die Familie Schwensen (später die Familie Blenckner) Herausgeber der Eckernförder Zeitung. Der Verlag war jahrzehntelang eine zentrale Institution in der Stadt:

Neues Rathaus:

Altes Rathaus und heutiges Museum der Stadt Eckernförde:

Kaffeehaus + Konditorei Heldt:

Evangelische St.-Nicolai-Kirche:

Siemsen-Speicher:

Rundsilo:

Holzbrücke:

Blick von der Holzbrücke in den Innen- und Aussenhafen:

Ehemalige Siegfriedwerft – heute Hotel und Restaurant:

Evangelische Borbyer Kirche:

Finanzamt – Altes Seminar:

Blick vom Petersberg Richtung Süden über die Dächer Borbys hinweg auf Hafen, Altstadt und Rundsilo Eckernfördes:

Alter Leuchtturm Hafen:

Neuer Leuchturm Hafeneinfahrt Eckernförde:

Marinehafen:

Alte Fischräucherei und Museum:

Stadtbücherei:

Stadthalle:

Süderschanzendenkmal zur Erinnerung an das Gefecht von Eckernförde am 5. April 1849:

Ehemalige Torpedoversuchsanstalt:

Leuchtturm Eckernförde:

Altes Leuchtfeuer Eckernförde:

Hotel Alte Fischereischule – erbaut als Jugendwohnheim, das am 1. April 1955 nach zweijähriger Bauzeit bezogen werden konnte:

Alle Aufnahmen entstanden während eines Tagesbesuchs am 11.07.2025.