Tages-Archive: 4. Juli 2025
04.07.2025: Die Ursprünge der Katharinenkirche gehen auf das späte 13. Jahrhundert zurück, wobei die erste dokumentierte Bauphase im Jahr 1280 begann. Als Pfarrkirche des neu gegründeten Stadtteils Neustadt wurde sie zunächst im romanischen Stil errichtet. Im Laufe der Jahrhunderte erfuhr die Kirche jedoch mehrere Umgestaltungen und nahm den gotischen Stil an, der sie heute prägt. Bereits zu Beginn des 14. Jahrhunderts wurde die Kirche durch den Anbau eines höheren Chors auf der Ostseite erweitert. Um 1450 erfolgte eine umfassende Erhöhung der gesamten Struktur, einschliesslich der Installation einer Gewölbedecke. Bis 1460 hatte die Kirche nahezu ihre endgültige Form erreicht, mit der Fertigstellung der Fronleichnamskapelle und der Erneuerung der Turmspitze. In dieser Zeit entstanden auch die ursprünglichen Glasfenster der Kirche, von denen drei noch erhalten sind und Szenen aus der Genesis sowie aus dem Leben Christi zeigen:

Rund um die Katharinenkirche erstreckt sich ein malerisches Ensemble aus historischen Fachwerkhäusern und alten Bäumen, darunter eine Winterlinde, die 1761 gepflanzt wurde und heute ein Naturdenkmal ist:

04.07.2025: Der Wasserturm am Bahnhof Salzwedel ist ein historisches Wahrzeichen der Hansestadt, der im Zuge der Verstärkung im späten 19. Jahrhundert erbaut wurde, um die Trinkwasserversorgung sicherzustellen, typisch für viele deutsche Städte dieser Epoche und ein Zeugnis der Entwicklung der öffentlichen Wasserversorgung. Salzwedel ist bekannt für den Baumkuchen und liegt an der Jeetze:

04.07.2025: Der Bahnhof Salzwedel wurde 1870 im Zuge des Baus der Bahnstrecke Stendal-Uelzen (Teil der Amerikalinie von Berlin nach Bremen/Bremerhaven) durch die Magdeburger-Halberstädter Eisenbahngesellschaft errichtet. Im Zweiten Weltkrieg zerstörte am 22. Februar 1945 ein US-Luftangriff den Bahnhofsbereich und forderte etwa 300 Tote. Von zwischenzeitlich sieben Strecken blieb bis heute nur die Bahnstrecke Stendal–Uelzen erhalten, die in der Zeit der deutschen Teilung unterbrochen war und seit dem 19. Dezember 1999 wieder durchgehend befahrbar ist. Sie wurde nach der Wiedervereinigung elektrifiziert und umfangreich modernisiert, um den ICE-Zügen von Berlin nach Hamburg als Ausweichstrecke dienen zu können. Das Gebiet um den Bahnhof wurde Ende der 1990er Jahre komplett neu gestaltet. Die Deutsche Bahn AG sanierte das Empfangsgebäude und errichtete zwei neue Inselbahnsteige, die durch eine neue Unterführung zu erreichen sind. Die Stadt Salzwedel vervollständigte das Areal mit einem neuen Busbahnhof am Bahnhofsvorplatz und einem grossen Park+Ride-Platz. Das Empfangsgebäude wurde 2015 versteigert und befindet sich in Privateigentum. Anfang 2019 waren die Sanierungsarbeiten, die mit 845.000 Euro aus dem Programm REVITA zur Wiederbelebung von Bahnhofsgebäuden gefördert wurden, abgeschlossen. Die Reisenden können seitdem wieder die Wartehalle und einen personenbedienten Fahrkartenverkauf nutzen:

SALZWEDEL
(23.000 Einwohner, 19 m ü. NHN) ist Kreisstadt des Altmarkkreises Salzwedel in Sachsen-Anhalt. Die Mittelstadt Salzwedel liegt im nordwestlichen Teil der Altmark an der Einmündung der Salzwedeler Dumme in die Jeetze. Benachbarte regional bedeutsame Städte sind Uelzen (im Westen, 44 km), Lüchow (im Norden, 12 km), Gardelegen (im Süden, 41 km) und Arendsee (im Osten, 24 km). Eine Burg in Salzwedel wurde erstmals 1112 urkundlich erwähnt. Der Name leitet sich vermutlich von einer Furt (Wadel) an der Salzstrasse über den Fluss Jeetze ab. Salzwedel entwickelte sich als zwei eigenständige Gemeinwesen. Die Altstadt erhielt 1233 das Stadtrecht (civitas), während nordöstlich davon ab 1247 die Neustadt planmässig angelegt wurde. Beide Städte hatten über Jahrhunderte eigene Rathäuser, Kirchen und Verwaltungen. Von 1263 bis 1518 war Salzwedel Mitglied der Hanse. Durch den Handel mit Tuch, Leinwand und Salz erlangte die Stadt grossen Wohlstand, der sich noch heute in den imposanten Backsteinkirchen (St. Marien, St. Katharinen) und der Stadtbefestigung widerspiegelt. Erst im Jahr 1713 wurden die Altstadt und die Neustadt auf Befehl des preussischen Königs zu einer Stadt vereint. Im 19. Jahrhundert verlor die Stadt an Handelsbedeutung, gewann aber durch den Eisenbahnanschluss (1870) und die Industrialisierung neue Impulse. In dieser Zeit (um 1807) wurde auch das Rezept für den berühmten Salzwedeler Baumkuchen in die Stadt gebracht. Während des Zweiten Weltkriegs erlitt die Stadt bei Luftangriffen besonders am 22. Februar 1945 Zerstörungen. Zu DDR-Zeiten lag Salzwedel im grenznahen Sperrgebiet und war ein Zentrum der Erdgasförderung. Seit 2008 führt die Stadt offiziell wieder den Beinamen Hansestadt. Das historische Stadtbild mit über 500 Fachwerkhäusern ist weitgehend erhalten und prägt das heutige touristische Profil als Stadt des Baumkuchens und der Hanse. Für das Jahr 2038 hat Salzwedel bereits den Zuschlag für die Ausrichtung des Internationalen Hansetages erhalten.
Bahnhofs-Empfangsgebäude:
Wasserturm am Bahnhof:

Evangelische St. Katharinenkirche:

Ehemaliges Postamt:

Die Jeetze mit Blick zur Katharinenkirche:

Steintor:

Kunsthaus:

Neustädter Rathausturm:

Adler-Apotheke:

Häuserzeile in der Strasse Lohteich:

Konzert- und Ausstellungshalle Mönchskirche:

Skulptur Gottesanbeterin:

Rathaus im ehemaligen Franziskanerkloster:

Der Bürgermeisterhof ist nicht nur eines der ältesten Baudenkmäler Salzwedels (1543), sondern durch seine zentrale Lage an der Burgstrasse auch ein natürlicher Treffpunkt für Einwohner und Besucher der Stadt. Über die Jahre verfiel das Fachwerkensemble zusehends und stand, wie viele Gebäude in der Fußgängerzone, komplett leer, als eine Handvoll engagierter Salzwedlerinnen und Salzwedler es Ende 2020 mit Privatmitteln kaufte, um diesen für die Stadt identitätsstiftenden Ort nicht zum Spekulationsobjekt verkommen zu lassen:

Erhaltener Bergfried der Burg Salzwedel und Ehrenhalle zum Gedenken an die Gefallenen im Ersten Weltkrieg:

Blick zur Mönchskirche vom Burggelände aus:

Katholische Pfarrkirche St. Lorenz:
Jenny-Marx-Haus:
Danneil-Museum in der ehemaligen Propstei:

Evangelische Marienkirche:

Hungerturm:

Alte Münze:

Karlsturm:

Historischer Wasserturm:

Neuperver Tor:

Feuerwehrwache mit Schlauchturm:

Amtsgericht und ehemaliges Rathaus:

Löwen-Apotheke:






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